Eine Klasse in WoW ist viel unbeliebter als alle anderen, obwohl sie extrem stark ist

Eine Klasse in WoW ist viel unbeliebter als alle anderen, obwohl sie extrem stark ist

Die neuste Klasse in World of Warcraft hat noch immer ein Problem damit, richtig Fuß zu fassen. Und das, obwohl sie extrem stark ist.

Die Auswahl an Klassen in World of Warcraft ist inzwischen ziemlich groß. Aus 13 Klassen man mittlerweile wählen – einige eignen sich für Anfänger besonders gut, andere eher weniger. Doch wer glaubt, dass die Verteilung der Klassen annähernd ausgeglichen ist, der irrt gewaltig. Denn eine Klasse ist auch mehrere Jahre nach der Einführung noch immer am untereren Ende der Beliebtheit.

Aktuell findet die Action in WoW noch auf der Sireneninsel statt:

Welche Klasse ist die unbeliebteste? Das ist der Rufer. Die Klasse kann nur von den Dracthyr gespielt werden und wurde mit der letzten Erweiterung, Dragonflight, eingeführt. Sie unterscheidet sich von anderen Klassen, da sie unterschiedliche „Auflade-Fähigkeiten“ hat und eine mittlere Reichweite besitzt – sie ist irgendwo zwischen Nah- und Fernkämpfer angelegt.

Gleichzeitig hat der Rufer mit der Verstärkung-Spezialisierung einen einzigartigen Spielstil. Denn der Rufer verbesser die anderen Mitglieder der Gruppe drastisch und erhöht deren Leistung. Es handelt sich dabei also um einen Supporter, der selbst noch soliden Schaden anrichtet.

Was sagen die Zahlen? Wenn man sich die Daten anschaut, ist eindeutig, dass der Rufer deutlich abgeschlagen ist. Während Paladine, Jäger und Druiden jeweils rund 10 % aller Charaktere ausmachen, liegt der Rufer mit großem Abstand auf dem letzten Platz.

Lediglich 3,7 % aller Charaktere sind ein Rufer.

Sogar Mönche und Schurken – die nächsten Plätze – sind fast doppelt so oft vertreten, nämlich mit 6,2 % und 6,3 %.

WoW Class Distribution 30 january 2025
Rufer sind weit abgeschlagen. Bildquelle: Data for Azeroth

Warum ist der Rufer so unbeliebt? Gründe dafür gibt es wohl viele, die sich alle aufsummieren und dann ein eher schlechtes Gesamtbild abliefern. Einer der wohl abschreckendsten Faktoren dürfte sein, dass Rufer sich ebenso „ganz anders“ spielen, als viele andere, ältere Klassen. So ist die Positionierung beim Rufer besonders wichtig, da ein Heilzauber zum Beispiel eine kegelförmige Fähigkeit ist. Das führt dazu, dass Fernkämpfer „hinter“ dem Rufer dann keine Heilung bekommen.

Auch diese Mischung aus „Fernkampf, aber doch nicht so richtig“ ist für manche eher kurios. Die eingeschränkte Reichweite zwang Rufer besonders zum Start von Dragonflight, sich irgendwo im Mittelfeld zu positionieren – also weder fester Teil des Fernkampf- oder Nahkampf-Lagers zu sein.

Hinzu kommt, dass der Rufer noch immer die „jüngste“ Klasse in World of Warcraft ist, was häufig ein Hindernis darstellt. Denn viele sind bereits an ihre lange etablierten Mains gebunden und wollen gar nichts Neues ausprobieren.

Ein wenig kurios ist das Ganze trotzdem, denn der Rufer gehörte schon mehrfach zur „perfekten Meta“, wenn es um den Abschluss von Mythisch+-Dungeons geht. Bereits mehrere Male war ein Verstärker-Rufer quasi unerlässlich und wurde händeringend gesucht, auch wenn viele Leute damals gar nicht verstanden haben, wie stark ein Rufer eigentlich ist.

Ein weiterer Grund dürfte sein, dass Rufer ausschließlich Dracthyr spielen können, die Klasse ist exklusiv an dieses Volk gebunden. Das spricht rein ästhetisch aber nicht alle Spielerinnen und Spieler an und dürfte so weiter dafür sorgen, dass nur ein Bruchteil überhaupt in Erwägung zieht, sich einen Rufer mal genauer anzuschauen.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr einen Rufer erstellt und auch bis zur Maximal-Stufe gelevelt? Oder macht ihr einen Bogen um die Klasse, weil sie sich eben so „anders“ anfühlt als die ganzen anderen Klassen in World of Warcraft?
Noch seltener als Rufer sind auch einige der härtesten Erfolge in WoW, die nur ganz wenige Spielerinnen und Spieler absolviert haben.

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JaniBree

ich habe mir von den Dracthyr nur die Heiler-Variante erstellt und bis 80 gespielt. Ich spiele fast immer die Heilerklassen, weil ich das Heilen liebe, aber diese Klasse hat mich massiv ins Schwitzen gebracht. Es war quälend und frustrierend in der Gruppe. Solo beim Questen hat es fast Spass gemacht. In Gruppen in Dungeons kam ich aber schlecht zurecht. Was bei den anderen Heilerklassen Easy going war und ich Zeit hatte noch locker Damage mit zu fahren, artete beim Dracthyr-Heiler in Arbeit aus. In unserer Gilde haben den einige ausprobiert, hatten aber ähnliche Probleme und wenn Sie random Spieler dabei hatten, sah man, dass diese ebenfalls mit der Klasse zu kämpfen hatten. Ich habe in der ganzen Zeit nur 3 Spieler erlebt, die mich mit der Heilleistung beeindruckt haben. Am meisten hat mich die Reichweite gestört, die nichts halbes und nicht ganzes war. Die Variation mal Heilung als Hot und mal als Direkt war cool, aber ansonsten fühlte sich die ganze Heilung schwach und frustrierend an, besonders wenn die Gruppe keinerlei Rücksicht auf die Schwächen dieser Klasse genommen haben. Aus diesem Grund habe ich den Rufer gar nicht erst probiert, da an den grundsätzlichen Mechaniken und Reichweiten nichts anders war als beim Heiler. Von den Transmog Problemen will ich gar nicht erst anfangen.

Schurkraid

Rufer ist halt exakt so ne klasse direkt an den spielern vorbei designed.

Dämonenjäger z.b. waren beliebt am anfang als das eine klasse durch (das sie neu ist) nicht gespielt wird stimmt so sicher nicht

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