Deswegen hat die WoW-Gilde Method gerade Schulden von 100 Millionen Gold

Um die Weltbesten zu sein, musste die Gilde Method in World of Warcraft viel Gold ausgeben. Ein Spieler erklärt, wo die Schulden von 100 Millionen Gold herkommen.

Die Spieler der WoW-Gilde Method haben mit ihrem „World First Kill“ an Jaina Prachtmeer bewiesen, dass sie die beste Gilde der Welt sind. Doch damit das gelang, war extrem viel Planung notwendig und auch der eine oder andere Gefallen. Denn wie Josh von Method erklärte, hat sich die Gilde dabei um rund 100.000.000 Goldmünzen verschuldet.

So viel Gold für Materialien: Der Grund für diese hohen Schulden ist, dass die Spieler von Method mit ihren Zweitcharakteren irrsinnige Aufgaben bewältigen mussten. Josh erklärt, dass er auf fünf Charakteren jeweils zehn normale „mythische“ Dungeons und fünf „Mythisch+“-Dungeons absolviert hat – also 75 Dungeons innerhalb von zwei Tagen.

Danach lernte er mit allen fünf Charakteren erst Ingenieurskunst und stellte einen Helm mit Itemlevel 400 her. Danach wurde der Helm verschrottet und alle Charaktere lernten Juwelenschleifen, um den 400er Ring anzulegen. Danach wiederholte er das Spiel und lernte Alchemie, um das 400er Schmuckstück anzulegen.

All das wurde auf knapp 100 Charakteren gemacht, was laut Josh die Ressourcen von „drei Servern verschlang“, weil der Heimatserver nicht genug Materialien besaß. Mehrere Gilden-Transfers mit vollen Gildenbanken mussten aushelfen, wodurch am Ende Gesamtkosten von knapp 100 Millionen Gold entstanden, die Method nun vielen Spielern schuldet.

Warum der Aufwand? Der Grund für den ganzen Aufwand sind die „Personal Loot“-Regeln von Blizzard. Charaktere können nämlich nur Beute an andere Spieler abgeben, wenn sie bereits einen gleichwertigen oder besseren Gegenstand haben. Wenn Method in seinen „Split Runs“ also Beute an die Hauptcharaktere geben will, müssen die ganzen Zweitcharaktere am besten schon gleichwertige Items besitzen.

So ist es dann möglich, den Hauptcharakteren die richtigen Items „zuzuschustern“, sodass jeder mit der optimalen Ausrüstung in den Raid startet.

Der Zeit- und Goldaufwand für dieses Unterfangen ist enorm. Aber am Ende wurde es mit dem First Kill von Jaina belohnt – es hat sich also ausgezahlt.

Was haltet ihr von diesen Vorbereitungen? Einfach nur irre? Oder muss man für so etwas bereit sein, wenn man ganz oben mitspielen will?

Vielleicht sind die Schulden ja auch der Grund, warum dieser Spieler WoW sofort nach dem Kill deinstalliert hat …

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Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Zu der Frage: Beides!
Das ist absolut irre und hat mit dem Spielen eines Games an sich nichts mehr zu tun. Es ist mehr wie ein Job und das lehne ich schon lange ab (war in dem Bereich bei der ESL mal tätig und weiß wie es ist, wenn Games zum Beruf werden).
Aber genau das muss man leider machen, wenn man unter den Top Gilden/Spielern landen will.
Der Grund: Sobald es auch nur einer so macht, haben alle anderen die es nicht auch so machen, keine Chance mehr!

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Gold ist auch nichts mehr wert.
„Ich verstehe nicht warum jemand Latinum in billiges Gold presst“ irgendsowas sagte Quark in Deep Space 9 ;). Vielleicht sollte Blizzard auf Latinum umsteigen, dann kommt man von den großen Zahlen weg.

terratex 90
terratex 90
1 Jahr zuvor

beim gold seller zahlt man für 1 millionen über 100€. bisschen ist als also schon noch wert

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

früher hat man für 100 € gerade mal 10k bekommen. Der Werteverfall ist ganz klar da!

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Naja Gold braucht man dann immer noch. Latinum ist flüssig und immer mit Pfandflaschen rumlaufen will auch niemand. Daher wird Latinum in Gold gepresst (werden).

Ectheltawar
Ectheltawar
1 Jahr zuvor

Einer der Gründe für die Umstellung auf PersoLoot war ja mitunter um den Raidgilden entgegen zu kommen und das stressige Splitraiden zu unterbinden. Nun ist der vermutlich undenkbarste Fall eingetreten, im Vorfeld hätte wohl niemand vermutet das es Spieler gibt, die so „gestört“ sind, das ganze trotz dieser Hürde auf sich zu nehmen. Leider stellt der Einsatz von Method hier auch eine neue Grenze, den wer oben mitmachen will wird nicht umhin kommen, es ähnlich zu betreiben. Wirklich gute Spieler haben alle Top-Gilden, daher ist es nicht selten eher das etwas bessere Gear das den Sieg bringt.

Blizzard wollte es den Raidgilden „leichter“ machen und nun hat Method eine Variante gefunden es trotzdem noch schwerer für alle zu machen. Daraus erwächst für mich aber auch die Hoffnung das Blizzard vielleicht irgendwann mal komplett von dem RNG-Schrott weg kommt und dann auf Marken setzt. Diese kann man je nach Tätigkeit wöchentlich limitieren und sind Chargebunden, genau wie alles was man damit kaufen kann. Ein System das niemanden benachteiligt und Splitraiden komplett überflüssig macht.

Dann darf man aber davon ausgehen das zukünftig erheblich mehr Spieler am Rennen um FirstKills teilnehmen und Blizzard müsste sich etwas anderes einfallen lassen, als den „möglichen“ Loot als Antriebsmotor.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Der „RNG-Schrott“ dient dazu die Leute am Grinden zu halten.
Klar irgendwas sollte man unternehmen, sonst heisst es bald die reichste Gilde gewinnt. Ich finds allerdings auch etwas beschämend das man nach 7 Addons immer noch kein funktionierendes System gefunden hat.

Ectheltawar
Ectheltawar
1 Jahr zuvor

Wozu der RNG-Kram dient ist mir klar und auch wenn ich da kein sonderlich großer Fan von bin, ist er ja im kleinen erträglich. Bei WoW hat er aber mittlerweile überhand genommen und ich glaube Blizzard spürt aktuell auch das es nicht wenigen so geht. Ist aber grundsätzlich ein anderes Thema. smile

Das funktionierende System haben sie schon lange, wollen es aber schlicht nicht einsetzen weil sie etwas planlos sind, wie sie den dadurch entfallenden Grind kompensieren können. Schrauben sie die Menge der nötigen Abzeichen zu hoch, wird das Belohnungszentrum im Gehirn nicht ausreichend angesprochen. Ist es zu wenig, haben alle zu schnell ihre Sachen und wissen dann wieder nicht wonach sie streben sollen.

Daher finde ich das man ruhig in allen anderen Bereichen beim RNG bleiben kann, aber gerade im Bezug auf Raids und Mythic+ sollte man wieder auf ein Markensystem ausweichen. Gerade wenn man in beiden Bereichen auch im E-Sport aktiv sein will und gerade die FirstKill-Rennen sind ja nichts anderes, gehört da definitiv kein RNG rein.

Andy
Andy
1 Jahr zuvor

75 Dungeons in 2 Tagen. Selbstdisziplin und Ausdauer haben die ja.
Ich habe gestern 5 Inselexpeditionen mit meinem Twink gemacht, das war schon lästig genug.

FaveHD
FaveHD
1 Jahr zuvor

Hör mir auf mit Inselexpeditionen…

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Irgendwie finde Ich es komisch; man hat sich den World First also auf Pump „erkauft“?!
Weil die Gilde unter normalen Bedingungen noch nicht bereit war?!?

Find Ich so nicht so richtig

Derio
Derio
1 Jahr zuvor

Was heißt auf Pump erkauft. Wenn man mit seinem Char nicht umgehen kann und keine Taktik für den Fight hat, hilft alles Gear der Welt nicht. Nur kann eben ein besseres Gear in so einer Situation das Zünglein an der Waage sein. Und man will bekanntermaßen mit so guten Startbedingungen wie nur möglich in so einen Bosskampf. Grad wenns um First Kills geht.

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Versteh Ich auch. Nur wenn Ich die Startbedingungen nicht erfülle; sie mir sogar mit „Krediten“ erkaufen muss während andere es auf dem regulären Weg versuchen; wieviel Wert hat das dann?

Aber vllt. sehe Ich das auch zu moralisch und sowas ist heutzutage einfach Gang und Gebe

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

Die ganzen Profi-Gilden haben Hunderte Fans, die ihnen Spenden in Form von Bufffood, Runen oder Gold bringen.

Das gehört einfach dazu und sich virtuelle Gegenstände in einem Spiel zu „leihen“ ist nun auch nicht so ungewöhnlich. Vor allem wird Method das Geld sicher wieder in wenigen Wochen reinbekommen, wenn sie ihre Runs und damit die Erfolge an andere verkaufen.

Alternativ hätten sie ja auch alle WoW-Marken kaufen und die zu Gold machen können. Da ist „leihen“ doch die einfachere Variante, wenn man so viele Leute hat, die einem vertrauen.

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Ok. Wenn das so normal ist hab Ich da einfach ein anderes Verständnis. Aber Danke für die Erklärung auf jeden Fall

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Man könnte natürlich auch sagen, ist nicht anders als im RL.

Fennion
Fennion
1 Jahr zuvor

*als

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

danke korrigiert

Derio
Derio
1 Jahr zuvor

Was verstehst du bitte unter Startbedingungen. Die haben sie erfüllt. Ka was genau da grad dein Problem ist. Sie haben einzig mit den Krediten ihre Chancen verbessert. Nicht mehr, und nicht weniger. Das hat hat nix mit irgendwelcher angeblichen ingame Moral zu tun. Was ich übrigens sowieso für Quark halte im Bezug auf ein Game^^

Es wurd nicht betrogen, geschummelt, oder sonst irgendwelche unerlaubten Methoden angewandt, von daher gibts da doch absolut kein Problem?

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