WoW: Forever bietet eine prima Möglichkeit, erstmals oder wiederkehrend in die Welt von Warcraft einzusteigen. MeinMMO weist euch auf potenzielle Stolperfallen hin, die euren Spielspaß torpedieren können.
Worum soll es in diesem Artikel gehen?
Seid ihr neu in World of Warcraft oder kehrt ihr nach vielen Jahren mit Forever zum klassischen WoW zurück? Dann findet ihr hier im Guide potenzielle Stolperfallen und Fehler, die ihr beim Start ins Azeroth-Abenteuer vermeiden solltet. Wir konzentrieren uns dabei voll auf die ersten Spielstunden. Grundsätzliche Tipps und Tricks findet ihr zudem in unserem Einsteiger-Guide für WoW: Forever.
Über unsere Inhaltsangabe könnt ihr zu den für euch spannendsten Themen springen:
Wählt nicht den falschen Server!
Gleich nach dem Start von WoW: Forever erwartet euch die vielleicht wichtigste Wahl: Auf welchem Server beziehungsweise mit welchen Regeln wollt ihr spielen? Normal, PvP, Rollenspiel oder Rollenspiel-PvP? Unser Tipp für alle Einsteiger ohne soziales Umfeld, das die Entscheidung vorgibt: Wählt „Normal“!
Beim PvP-Regelwerk gibt es keine Schutzzonen, ihr könnt jederzeit und überall angegriffen werden. Das kann ganz schön frustrieren. Auf den Rollenspiel-Servern erwarten euch indes besondere Verhaltensregeln, die ihr kennen und einhalten solltet, wenn ihr nicht bei der hiesigen RP-Community anecken wollt. Wer einfach in Ruhe vor sich hin spielen und WoW kennenlernen möchte, geht daher zu „Normal“. Mehr dazu hier:
Außerdem: Ihr könnt euch nur einmal pro Charakter für einen Server entscheiden. Später wechseln ist nicht möglich.

Wählt Klasse und Volk nicht aus den falschen Gründen!
Die zweite wichtige Wahl steht gleich im nächsten Schritt an: Welche Klasse, welche Fraktion und welches Volk sollen es sein? Man kann an die Charaktererstellung sehr optimiert rangehen und eine Klassen-Volks-Kombination nehmen, die in Classic bereits sehr stark war oder die in den ersten Tier-Lists für Forever sehr hoch eingestuft werden.
Mit der neuen Version von World of Warcraft werden die Karten jedoch neu gemischt. Blizzard hat alle Klassen angefasst und teils stark verändert. Viele Einschätzungen aus der Beta sind zudem veraltet, weil es in der Zwischenzeit erneut umfassende Änderungen für alle Spielweisen gab. Und es wird auch in Zukunft regelmäßig Balancing-Anpassungen durch Blizzard geben.
Wir empfehlen euch daher: Baut euch einen Charakter, auf den ihr Bock habt und der euch ästhetisch anspricht. Im besten Fall werdet ihr Jahre mit eurem Alter Ego verbringen. Überlegt euch dabei im Vorfeld aber, welche Rollen euch in … nun ja … ROLLENspielen Spaß machen.
- Seid ihr gern der Tank? Dann könnten Krieger, Paladin oder Druide die richtige Wahl für euch sein.
- Heilt ihr gerne verbündete Mitstreiter? Paladin, Schamane, Druide, Priester können das!
- Es soll ein offensiver Nahkämpfer sein? Schurke, Krieger, Druide oder Schamane bieten sich an.
- Ein physischer Fernkämpfer? Dann muss es der Jäger sein.
- Ihr kämpft gern aus der Distanz mit Zaubern? Neben Magier und Hexenmeister können das auch Priester, Schamanen und Druiden.
- Ihr lasst euch gern durch einen Begleiter helfen? Jäger und Hexenmeister setzen im Kampf auf Wildtiere beziehungsweise Dämonen.
Im Zweifel nehmt ihr euch die Zeit und probiert einfach verschiedene Optionen aus. Eine Zusammenfassung der Stärken und Schwächen aller Klassen sowie Empfehlungen für die Volkswahl findet ihr bei Bedarf hier:
Drosselt eure Erwartungen für den Start von WoW: Forever
Auch wenn Blizzard im Vorfeld des Starts eine lange Beta, einen Stresstest sowie eine Namensreservierungs- und Charaktererstellungsphase gemacht hat, heißt das nicht, dass beim Launch um Mitternacht alles geschmeidig läuft. Ganz im Gegenteil: Wir rechnen mit überforderten Servern, Warteschlangen und Verbindungsabbrüchen.
Aber auch in den nächsten Tagen kann die Startphase frustrierend ausfallen. Zum einen, weil Blizzard bei solchen Launch-Phasen gern das Opfer von DDoS-Angriffen ist. Zum anderen, weil sich alle WoW-Fans auf nur wenige Startgebiete stürzen.
Zwar kann Blizzard die Community durch Phasing flexibel auf mehrere Versionen der Spielwelt verteilen, doch wird es dennoch starke Konkurrenz um Items und Gegner geben, die man für Quests braucht. Auch Ressourcen wie Blümchen oder Erze dürften nie allzu lange stehen, bis jemand sie einsammelt.
Das bedeutet nicht, dass ihr nicht spielen sollt. Ganz im Gegenteil! So eine Startphase ist von ihrer Erfahrung her einzigartig. Es ist einfach toll und faszinierend, gemeinsam mit unzähligen Gleichgesinnten in eine neue Online-Welt wie Azeroth zu starten, die es erstmals zu entschlüsseln gilt.
Passt nur eure Erwartungshaltung an, falls ihr aktuell mit einer geschmeidigen Erfahrung rechnet. Und fühlt euch nicht unter Druck gesetzt, schnell Stufe 60 erreichen zu müssen. WoW: Forever ist ein Marathon, kein Sprint. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht, und genießt die Level-Phase. Sie ist ein wichtiger Teil der klassischen WoW-Erfahrung.
Gebt euer Silber und Gold nicht kopflos aus!
Das Kupfer, Silber und Gold, das ihr euch durch Quests und das Töten von Monstern in WoW: Forever verdient, ist eine extrem wichtige, limitierte Ressource, die ihr clever einsetzen müsst. Im klassischen WoW kostet nämlich fast alles. Ihr braucht Gold für
- das Lernen neuer Skills und Upgrades beim Klassenlehrer
- den normalen Reit-Skill und das erste Mount auf Stufe 40 sowie das epische Mount und das schnellere Reiten ab Stufe 60
- Reparaturen
- Post-Versand
- Gebühren für Auktionshaus-Verkäufe
- Umskillen eurer Talente
- das Lernen von Berufen und neuen Rezepten
- Einkäufe bei NPCs oder im Auktionshaus
Eure Einnahmen halten sich jedoch in Grenzen, vor allem beim Leveln. Unsere Empfehlung: Überlegt euch gut, wofür ihr Silber und Gold ausgebt! Die höchsten Prioritäten sind:
- das Reiten und das erste Mount (dafür müsst ihr auf Stufe 40 etwa 100 Gold auftreiben) – ohne Reittier kämpft ihr mit sehr langen Laufwegen, Azeroth ist riesig und Quests weit verteilt, das erste Mount verbessert die Level-Erfahrung spürbar
- alle Skills eurer Klasse, die ihr fürs Leveln braucht (lernt auf jeden Fall alles, was Schaden macht, heilt, Gegner kontrolliert oder eure Mobilität erhöht)
- repariert eure Ausrüstung, wann immer ihr an einer Siedlung vorbeikommt – eine kaputte Waffe macht null Schaden, eine zerstörte Rüstung schützt euch nicht mehr
- lernt eure Wunschberufe und alle Rezepte für die Herstellung von Gegenständen, die ihr selbst gut gebrauchen könnt oder die sich mit vergleichsweise wenig Ressourcen-Einsatz zum Leveln nutzen lassen
Wenn ihr ansonsten noch Ingame-Geld ausgebt, dann für den Kauf einiger Taschen (ein größeres Inventar erleichtert das Leveln enorm) und ein erstes Waffen-Upgrade – die Startwaffe ist oft großer Müll. Ihr solltet schnell Händler treffen, die euch mit 6-Platz-Taschen und einem besseren Prügel versorgen.
Achtung: Es gibt Questreihen, die euch mit Taschen versorgen, zudem könnt ihr Taschen mit etwas Glück auch von besiegten Gegnern erhalten. Kauft also nicht sofort Taschen für jeden verfügbaren Slot, sondern erstmal nur ein, zwei. Das hilft bereits. Alle anderen Anschaffungen können warten. Mehr dazu in unserem Gold-Guide für Forever:
Mehr zu WoW Forever findet ihr auch auf dem YouTube-Kanal von MeinMMO – schaut dort gern vorbei:
Spielt WoW: Forever nicht wie moderne MMORPGs
WoW: Forever bietet eine klassische MMO-Erfahrung und spielt sich daher ganz anders als moderne Action-Online-RPGs, in denen ihr euch solo geschmeidig durch Massen von Gegnern schnetzelt. Mit dem Arsenal an Fertigkeiten, das euch in Forever anfangs zur Verfügung steht, könnt ihr einen Widersacher auf eurem Level sicher bekämpfen. Zwei Monster gleichzeitig sind aber bereits gefährlich, drei recht sicher tödlich.
Spielt daher aufmerksam und überlegt euch, welchen Gegner ihr wann attackiert und wo ihr diesen bekämpft. Achtet auf patrouillierende Feinde oder den Respawn von Monstern, die jemand vor einer kleinen Weile besiegt hat und die jetzt wieder auftauchen. Es ist keine Schande, in einer kritischen Situation den Rückzug anzutreten, bis die Gegner von euch ablassen, danach zu regnerieren und es im Anschluss erneut zu versuchen.
Viele Quests aus WoW: Forever lassen sich deutlich erleichtern, wenn ihr euch mit anderen Spielern zu einer Gruppe zusammenschließt. Und nein, das gilt nicht nur für Gruppen- und Elite-Herausforderungen. Auch normale Kill-Aufträge meistert ihr schneller, wenn mehrere Mitstreiter die Quest-Ziele erledigen. Zudem minimiert ihr so Regenerationsphasen und könnt euch gegenseitig den Rücken freihalten.
Plus: Die Quests von WoW stören euch nicht mit vollvertonten Dialogen oder Ingame-Sequenzen. WoW: Forever ist das perfekte Online-Rollenspiel, um beim Spielen gemeinsam im Discord oder TeamSpeak zu sitzen und über Gott und die Welt zu plaudern. So machen auch die langen Laufwege oder manch eine zähe Quest gleich viel weniger aus.
Wenn ihr euch an unsere Empfehlungen haltet, sollte euer Start in WoW: Forever frustfrei und spaßig gestalten. Wenn ihr darauf aufbauend weitere Hilfestellungen sucht, etwa für empfehlenswerte Addons oder Tipps für die Level-Phase, schaut in unserer großen Übersicht vorbei: Alle Guides zu WoW Forever
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