Azerit-Rüstung und die ständige Wiederholung
Eine der Lehren, die Blizzard aus „Legion“ gelernt hatte, war das Folgende: Die Spielerinnen und Spieler lieben es, neue Boni auf Ausrüstung freizuschalten, um diese im Verlauf des Spiels immer stärker zu machen. So, wie bei den Artefakt-Waffen in Legion.
Aus dieser Erkenntnis heraus war die „Azerit-Rüstung“ geboren worden.
Die Idee dahinter war in der Theorie cool: Auf bestimmten Rüstungs-Slots, also Schultern, Kopf und Brust, befinden sich zusätzliche Fähigkeiten. Es gibt immer eine Auswahl, sodass man den eigenen Charakter etwa schneller machen kann, ihm mehr Lebensraub verleiht oder eine passive, permanente Heilung verschafft.
All diese Fähigkeiten freizuschalten, ist allerdings an das Herz von Azeroth gekoppelt. Erst wenn man genug Artefaktmacht für das Herz gesammelt hatte, wurden die verschiedenen Fähigkeiten zugänglich.
Das System war allerdings durch das Herz von Azeroth nicht nur verschachtelt, sondern auch hochgradig unbeliebt.
Denn wer etwa mit der eigenen Raid-Gilde einen Boss im heroischen Raid bezwang und sich darüber freue, dass man jetzt stolzer Besitzer von neuen Schulterstücken war, wurde sehr schnell von der Ernüchterung eingeholt. Denn die höherwertigen Schulterpanzer hatten exakt die gleichen Boni wie das vorangegangene Item (mit minimal höheren Werten), aber diese konnten nicht freigeschaltet werden, da sie ein viel höheres Level des Herz von Azeroth erfordern.
Das Ergebnis: Man erhielt neue Beute, die zwar ein höheres Itemlevel besaß, aber faktisch schlechter war, weil man die Azerit-Fähigkeiten noch nicht aktivieren konnte.
Dazu kam, dass sich die Freude darüber, die immer wieder gleichen Fähigkeiten erneut freischalten zu müssen, doch sehr arg in Grenzen hielt.
In Battle for Azeroth lief einiges nicht so ganz rund – von den Insel-Expeditionen über die Kriegsfronten und die etwas sonderbare Story. Doch nichts davon war so unbeliebt wie die Azerit-Ausrüstung, die noch heute vielen einen Schauer über den Rücken jagt.
Ein Besuch in Battle for Azeroth lohnt übrigens noch heute, denn da gibt es gerade ein neues, sehr exklusives Reittier: Jani.

Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Ich fand den Schlund damals gut. Die täglichen Aufgaben im Schlund haben immer für Nervenkitzel gesorgt, weil man beim Tod die Währung die man dort gefarmt hat verloren hat. Und bei mir kam noch dazu, dass ich als Allianzspieler im Kriegsmodus an gespielt habe. Noch einmal möchte ich so ein Feature aber dennoch nicht mehr haben. Das liegt daran weil ich in der Zwischenzeit älter geworden bin und ich mich nicht mehr gezwungen sehen möchte, tägliche Aufgaben zu erledigen um meinen Charakter immer möglichst zu minmaxen. Ich bin mit dem System seit Dragonflight sehr zufrieden.
Weil seitdem reicht es aus, um seinen Charakter zu verbessern, nur noch M+ oder Raids zu spielen und nicht sonst noch tägliche zeitaufwendige Nebenaufgaben machen müssen so wie Schlund, Azeritfarm oder Artefaktwaffenfarm.
40 Spieler Raids ohne Loot ohne Mechaniken mit random Legendaries
oder auch
Worldbuffs und Consumables die einen mehr Power (borrowed) geben als 60 level und BiS