Warum ein Staubsauger-Roboter mein Gaming-Zimmer verbessert

Für Sauberkeit in meinem Gaming-Zimmer sorgen Staubsauger-Roboter seit 2 Jahren. Hier zeige ich euch, warum die Kombination aus Roboter und Akku-Handstaubsauger für mich als Gamer so gut funktioniert.

Habt ihr schon über den Kauf eines Staubsauger-Roboters nachgedacht oder vielleicht sogar schon einen im Besitz? Nach zwei Jahren Gebrauch kann ich euch sagen, was nervt und wo sich der Roboter für mich lohnt.

Spoiler: Lose Kabel mögen die Teile gar nicht. Dafür kriegt ihr letztendlich saubere Rechner.

Welche Staubsauger-Roboter habe ich ausprobiert?

Mein Einsteiger: Zuallererst kaufte ich mir einen Staubsauger-Roboter von Medion, der bei einem Kaufpreis von etwa 70 € lag. Damit war ich allerdings so unzufrieden, dass ich den noch am selben Tag zurückschickte. Er fuhr ohne Map und nach Chaos-Prinzip. Bedeutet: Er fährt so lange, bis er an eine Wand kommt, dreht dann in einem bestimmten Winkel um und fährt dann so lange, bis die nächste Wand kommt. Das ließ schmutzige Stellen offen und triggerte mich schon beim Zusehen.

Ich las mich dann in Foren über die Staubsauger-Roboter ein, auf was man achten sollte, welches Modell für welches Budget taugt und schaute YouTube-Videos zum Thema. Mein erster “richtiger” Einsteiger war dann der Tesvor X500 Pro.

Staubsauger-Test-Geräte

Mein Aktueller: Knapp ein Jahr später reichte mir das Modell nicht mehr und ich stieg auf den Roborock S50 von Xiaomi um. Der hat mich jetzt bis zum September 2021 begleitet. Seit etwas über einem Monat nutze ich den Anker eufy RoboVac X8 Hybrid in Kombination mit dem eufy HomeVoc H30.

Beide eufy-Produkte veröffentlichte Anker im September und stellte sie uns zum Testen zur Verfügung.

Ich werde hier im Artikel in den verschiedenen Kategorien die Produkte vergleichen, die ich bisher testen konnte. Als Hinweis eine Preis-Orientierung mit aktuellen Preisen:

  • Tesvor X500 Pro ~ 210 €
  • Xiaomi Roborock S5 ~ 400 €
  • Anker eufy X8 Hybrid ~ 550 €
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1. Mein Boden ist immer sauber, wann ich will

Einer der großen Vorteile von Staubsauger-Robotern ist, dass ich nur einen Knopf drücken muss und das dreirädrige Turbinen-Moped aus seiner Ladestation fährt und sofort seinen Job beginnt. Wenn ich will und mein Alltag das zulässt, kann ich auch feste Uhrzeiten programmieren, wann der Sauger seinen Dienst verrichten soll.

Bin ich jeden Tag zu einer bestimmten Zeit nicht in den Räumen, die gereinigt werden sollen und lasse dem Roboter damit eine freie Bahn? Na dann soll er zu der Zeit doch in Ruhe arbeiten können und nicht um mich und meinen Schreibtischstuhl herumfahren müssen.

Da es bei mir dafür keine festen Uhrzeiten gibt, putzt der X8 Hybrid in der Zeit, in der ich koche. Manchmal auch zweimal am Tag, wenn meine Hündin gerade ihr Fell wechselt.

Das Praktische ist hier einfach: Wenn ich staubsaugen muss, gebe ich den Auftrag ab und mache in der Zeit etwas anderes, oft sogar produktives. Diese Funktion unterstützen der Tesvor X500 Pro, der Roborock S5 und auch der eufy X8 Hybrid alle ohne Probleme.

Dieser offensichtliche Punkt bringt allerdings einen weiteren Vorteil mit sich:

2. Weniger Staub auf dem Boden = Weniger Staub im PC

Weniger Staub auf dem Fußboden sorgt bei mir dafür, dass mein PC weniger Staub ansaugt. Ich habe einen Gaming-Rechner mit Seitenfenster. Das sieht zwar cool aus, zeigt mir aber auch klar, wenns innen staubig ist. Durch den Roboter wird mein Fußboden aber täglich gesaugt und damit der Staub reduziert, den mein PC durch die Filter ins Gehäuse ziehen kann.

Denn wenn sich weniger Staub auf dem Fußboden befindet, wirbelt man beim Laufen weniger Staub auf und damit fliegt auch weniger Staub durch die Luft, der dann von den Gehäuse-Lüftern angesaut werden kann.

Gerade mit Haustieren und einem Kamin ist es in meinem Fall wichtig, jeden Tag zu saugen.

Eufy-X8-bei-der-Arbeit
Der eufy X8 Hybrid bei mir im Einsatz

Auf lange Sicht merke ich deutlich, dass ich meinen PC weniger häufig öffnen und mit dem Staubsauger von Staub befreien muss. Weil einfach weniger Staub aus dem Raum ins Gehäuse kommt. Und wenn es dann doch mal so weit ist, greife ich ab jetzt zum Akku-Handstaubsauger:

(Bonus) Ein kabelloser Handstaubsauger ist super, um Gehäuse zu reinigen

Für gewöhnlich griff ich beim Reinigen meines PCs zum Kabel-Staubsauger. Langes Rohr abmontiert und dann mit dem Rüssel die Lüfterblätter an GPU- und CPU-Lüfter abgesaugt (natürlich habe ich die Lüfter dabei festgehalten). Nervig war dabei immer, dass der Staubsauger an sich recht viel Platz wegnimmt und der lange Schlauch unhandlich ist.

Ein Akku-Staubsauger wie der eufy HomeVac H30 macht das Ganze komfortabler. Denn …

  • er hat kein Kabel, das man durchs Zimmer ziehen oder eine Steckdose dafür suchen muss
  • er ist direkt einsatzbereit
  • man kann ihn so weit auseianderbauen, dass man nur noch den kleinen, handlichen Sauger in der Hand hält
eufy-HomeVac-H30

Gerade wenn euer PC unter dem Schreibtisch steht und nur umständlich hervorgezogen werden kann, ist so ein Akku-Sauger praktisch.

Solltet ihr mit dem HomeVac H30 liebäugeln, dann solltet ihr das wissen:

  • Er kostet 180 € (UVP)
  • Hat mit 80AW/ 16kpa eine gute Saugleistung
  • Mit 808 Gramm ist er recht leicht und liegt gut in der Hand
  • Er bringt verschiedene Aufsätze mit, mit denen man bis zur Zimmerdecke kommt, aber auch kleine Stellen wie PC-Innenleben reinigen kann
  • Er ist richtig laut, und das in hohen Frequenzen

3. Ist leise genug, sodass man beim Staubsaugen im Discord sein kann

Von den Lautstärke-Problemen beim Handstaubsauger kann sich der eufy X8 Hybrid klar distanzieren. Denn moderne Staubsauger-Roboter haben verschiedene Saug-Stufen, um die Leistung zu regeln. Auf meinem Laminat muss in der Regel nicht mit einer hohen Stufe gesaugt werden, wenn der Roboter eh täglich im Einsatz ist.

Das Coole daran ist, dass ich den Roboter einsetzen kann, wenn ich nebenbei im Discord bin, ohne die anderen Teilnehmer zu stören. Selbst wenn ich spreche und mein Mikrofon aktiv ist, ist der Sauger gar nicht bis kaum hörbar.

Zwar fassen nur abgrundtief schlechte Menschen einen Controller mit Fettfingern an, aber wenn mir dann am Schreibtisch doch mal ein paar Chips auf die Erde gekrümelt sind, rufe ich meinen Roboter. Der beseitigt die Krümel während ich nebenbei weiter mit meinen Freunden im Discord quatschen kann.

4. In Kombination mit Software ein tolles Nerd-Spielzeug

Als Technik-Begeisterter Mensch muss ich hervorheben, dass das Rufen eines Staubsaugers per App schon genial ist. Doch die Apps für die Roboter können noch mehr.

Beim Tesvor X500 Pro, beim Roborock S5 und auch beim eufy X8 Hybrid kann ich die Befehle zum Starten und Stoppen gehen oder sie an bestimmte Stellen der aufgezeichneten Map schicken. Ich kann No-Go-Zonen auf den Maps angeben und sagen: Fahr da bitte nicht hin. Während des Saugvorgangs kann ich die Saugstärke anpassen oder per Fernsteuerung genau lenken, wo nun gereinigt werden soll.

Was mich beim X8 Hybrid überzeugen konnte, ist die Map-Speicherung für mehrere Etagen. So gibt es eine Map mit Sperrzone in meiner Wohnung und eine weitere, wenn ich den Roboter nach oben auf den Dachboden zum Reinigen bringe.

In der Software gibt es viele coole Spielereien wie den Zeitplan, die punktgenaue Fahrt zu einem Ort in der Wohnung, ein Protokoll über Reinigungs-Verläufe, eine Fernbedienung-Funktion und das Anpassen der Karte. Das macht Spaß.

Wer da keine Lust drauf hat, kann auch einfach auf “Start” drücken und den Roboter machen lassen. Funktioniert auch.

Staubsauger-Roboter in Gaming-Zimmern – Yay oder Nay?

Was sind die Vorteile? Ein großer Pluspunkt ist, dass euer Fußboden zufriedenstellend gereinigt wird, ohne, dass ihr das selbst tun müsst. Bei dickeren Langflor-Teppichen ist es schon von Vorteil, einen Handstaubsauger zu nutzen und damit nochmal gezielt nachzusaugen. Holz, Fließen und niedrige Teppiche sind für die Roboter aber kein Problem.

Selbst wenn ihr nicht Zuhause seid, könnt ihr die Roboter per App starten und die Wohnung oder das Zimmer saugen lassen.

Die Bequemlichkeit ist der große Selling-Point bei den Robotern. Gerade die neuen Modelle, die mit einer irren Saugkraft daherkommen, sind eine Alternative zu den normalen Staubsaugern.

Wer die Teile ausprobieren will, kann das schon für einen günstigen Preis um die 100 – 150 € und hat damit schon “okaye” Modelle Zuhause. Wem es dann gefällt, der kann noch mehr Geld in die Hand nehmen und kriegt dafür noch bessere Saugleistung, durchdachte Apps und neue Technologien wie Karten, die per Laser-Scan aufgenommen werden.

Was sind die Nachteile? Euer Fußboden muss roboter-sicher sein. Lose Kabel, Schnürsenkel, Kleintiere und ähnliche Sachen sind nicht gut in Kombination mit einem Roboter. Ihr müsst vor jedem Start also sicher sein, dass kein Handy-Ladekabel so auf der Erde liegt, dass der Staubsauger es aufwickeln und euer Handy damit vom Tisch ziehen kann.

Außerdem sollten Möbel mit Boden-Abstand geprüft werden. Unter Couches fahren die Roboter gern und bleiben dann auch mal stecken. Solche “Fallen” gilt es auszukundschaften.

Außerdem sollte man sich von den Wischfunktionen nicht zu viel versprechen.

Hinzu kommt: Wenn man einen guten Staubsauger-Roboter mit der neusten Technologie haben will, muss man dafür einige Scheine auf den Tisch legen. Das ist Luxus, den man sich gönnt.

Für wen lohnt sich ein Staubsauger-Roboter? Für jeden, der auf neue Technologien steht und kein Problem damit hat, einen Roboter durch seine Wohnung kurven zu lassen. Am besten eignet sich so ein Roboter, wenn er nicht nur in einem kleinen Zimmer fährt, sondern eine Wohnung oder mehrere Zimmer zu putzen hat, denn dafür ist die Akkuleistung auch vorgesehen.

Man sollte sich aber klar sein, dass das schnell ein teures Hobby werden kann, wenn man dazu tendiert, sich immer das neuste kaufen zu wollen.

Wer eher faul ist und nicht gern staubsaugt, der sollte über eine Anschaffung nachdenken.

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Der eufy X8 Hybrid im Kurztest – Fazit nach einem Monat

Die technischen Details:

Preis550 €
Saugleistung2.000 Pa x2
NavigationiPath Laser Navigation
WischfunktionVorhanden
Mehrere StockwerkeMöglich
No-Go-ZonenFrei einstellbar
KartenaufzeichnungJa
WLANWi-Fi + Alexa + Google Assistant
Staubsammler400 ml
Wasserbehälter250 ml
LaufzeitBis zu 180 Minuten

Wie gut saugt der X8 Hybrid? Im Test bei mir im Gaming-Zimmer kommt der X8 Hybrid super zurecht. Unter meinem Schreibtisch war ich zu einem guten Kabel-Management gezwungen, denn sobald ein loses Kabel auf dem Boden liegt, wickelt der X8 Hybrid es auf und verheddert sich darin. Das ist aber kein Problem dieses Modells, sondern generell ein Nachteil bei allen Staubsauger-Robotern, die ich testete.

Es ist also zwingend wichtig, die zu reinigenden Räume auf dem Boden von Kabeln zu befreien oder diese mit Clips oder hinter Fußleisten zu befestigen.

Die Saugleistung ist beachtlich und stellt den Tesvor X500 Pro und den Roborock S5 chancenlos in den Schatten. Auf Teppichen und auch auf Laminat weiß der X8 zu punkten. Die breite Öffnung für den Staubbehälter ist mir besonders wichtig, weil damit viele Tierhaare eingesaugt werden können, ohne, dass die Öffnung schnell verstopft.

Wände und Kanten erkennt der Roboter gut, sodass er nicht gegen jede erstmal gegenballert, sondern mit dem Laser schon vor dem Aufprall weiß: Hier geht es nicht weiter.

Das Wischen hingegen ist wie bei all den Hybrid-Robotern, die ich testete, maximal ein “okay”. Da die Staubsauger-Roboter nicht viel wiegen, ziehen sie Waschtuch mit wenig Druck über den Boden und lösen damit maximal leichte Flecken. Viel mehr ist es leider nicht. Ein weiterer Nachteil beim X8 Hybrid ist außerdem, dass man nicht einstellen kann, wie viel Wasser bei der Wischfunktion verwendet werden soll. Das lösen andere Modelle besser.

Generell bin ich mit dem X8 Hybrid als automatischen Staubsauger für mein Gaming-Zimmer sehr zufrieden. Das Wischen übernehme ich dann allerdings lieber weiter per Hand.

Pro
  • Gute Akkulaufleistung, schafft bequem meine 4-Zimmer-Wohnung
  • Bei schwächerer Saugleistung kaum zu hören
  • Breite Auffassung für Schmutz beim Staubbehälter
  • Fährt über höhere Teppiche drüber und erkennt sie nicht als Hindernis
  • Gute Reinigung (beim Saugen)
  • Hohe Saugkraft durch doppelte Turbine
Contra
  • Recht hoher Preis mit 550 €
  • Wischleistung maximal “ausreichend”
  • Karte buggt manchmal

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Asator

Meiner hatte sich permanent nur unter der couch verfahren und die Bürsten waren viel zu schnell mit Hundehaaren verstopft.

Meine Mutter hat sich allerdings darüber gefreut.

Dexter Ward

Wer zu faul ist alle zwei Tage mal selbst den Staubsauger zu schwingen der braucht natürlich so ein Teil. Da kann ich mir aber auch besseres vorstellen was ich mit dem Geld machen kann. 😀

L4ch3s1s

Da stimme ich definitiv zu. Es gibt zwei Ausnahmen; kleine Kinder und/oder Haustiere (Katzen/Hunde). Und wenn sollte man einfach zum besten Modelltyp greifen (muss ned das teuerste Modell sein hab selber den Irobot 650 oder so im Einsatz und das seit über 5 Jahren) den Irobot Modellen die stören Kabel relativ wenig bis garnicht.

Nein

Haha wie man jetzt überall den Staubsauger sieht, jedes Tiktok Video, jedes YT Video ,jetzt auch hier. ^^

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