29-Jährige erklärt, wie sie Twitch eiskalt ausnutzt und 1,7 Millionen $ im Monat verdient

29-Jährige erklärt, wie sie Twitch eiskalt ausnutzt und 1,7 Millionen $ im Monat verdient

Die 29-jährige Kaitlyn „Amouranth“ Siragusa ist eine der erfolgreichsten Streamerinnen auf Twitch. In einem Interview erzählt sie ihre pragmatische Sicht auf die Streamingplattform. Das sei eine „Werbefläche, die sie dafür bezahlt, wenn sie auf ihr Werbung schalte.“ Sie nutzt die Plattform als „Trichter“, um Kunden, die sie auf Twitch sehen, auf die Seite OnlyFans zu locken.

Woher stammen die Aussagen? Amouranth hat ein Interview mit Jake Lucky geführt, der vor allem Twitter als Plattform nutzt.

Das sagt Amouranth darüber, wie viel Geld sie verdient:

  • Amouranth verdient mit Subs und Werbung etwa 100.000 $ im Monat über Twitch
  • Mit der Seite Onlyfans nimmt sie etwa 1,5 Millionen $ im Monat ein
  • Dazu hat sie Einnahmen aus anderen Geschäften, wie etwa Tankstellen, im Bereich von 85.000 $ – die sind vor allem aus Steuersicht wichtig für sie

Twitch als „Trichter“, um Fans auf OnlyFans zu lotsen

So sieht sie Twitch: Die Streamerin wird dann im Gespräch gefragt, warum sie überhaupt noch auf Twitch streame, wenn sie auf Onlyfans so viel mehr Geld mache. Ob sie aus reiner „Freude“ auf Twitch sei.

Aber mit Freude habe das wenig zu tun, erklärt Amouranth. Zwar mache ihr das Streamen „irgendwie“ auch Spaß, aber die Gründe liegen woanders:

Twitch ist eine Werbetafel – die mich dafür bezahlt, auf ihr Werbung zu schalten. Es ist ein Trichter. Andere Soziale Medien verteilen manchmal einfach Shadow Bans für sexy Inhalte. Es ist so, dass deine Reichweite auf jeder anderen Plattform richtig zerstört wird – außer bei Twitch.

Twitch sei auch die Plattform mit der höchsten „Conversion-Rate“ – die Plattform, von der den die höchsten Anteil an Nutzern auf OnlyFans lenken kann.

Twitch-Streamerin Amouranth sagt, sie sei jetzt frei – Dürfe 8 Stunden schlafen, TV schauen, normale Kleidung tragen

Nach Hottub und ASMR-Meta spielt Amouranth jetzt die „Trichter-Meta“

Was steckt dahinter? Amouranth hat ein klares Geschäftsmodell:

  • Sie tritt sexuell anzüglich, aber noch relativ zahm auf Plattformen wie Twitter, Instagram oder Twitch auf – diese Inhalte sind kostenlos
  • Wer das sieht und sich „eindeutigere“ Bilder von ihr wünscht, den lockt sie auf die Plattform OnlyFans, dort kosten ihre Inhalte aber Geld

Twitch ist dabei die attraktivste Werbe-Plattform für sie: Zum einen wird sie dort für ihre Inhalte bezahlt, zum anderen gibt es dort keinen Filter, der ihre Reichweite beschränkt.

Nachdem Amouranth mit der “Hot-Tub”-Meta ihren Durchbruch hatte und dann die ASMR-Meta nutzte, um zu wachsen, hat sie jetzt mit der “Trichter”-Meta offenbar Twitch endgültig durchgespielt.

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Amouranth nutzt Twitch aus – Twitch hat dieses Modell wohl nie vorhergesehen

Ist Twitch dafür gedacht? Eigentlich nicht. Twitch ist eigentlich in sich abgeschlossene Plattform:

  • Streamer unterhalten ihre Zuschauer – meist mit Gaming-Streams
  • Dafür erhalten die Streamer Geld über Spenden und Subs
  • Außerdem können die Streamer Werbe-Deals abschließen

In letzter Zeit beschwerten sich konventionelle Twitch-Streamer darüber, dass die Bedingungen auf Twitch für sie schlechter werden

Das Geschäftsmodell, das Amouranth nutzt, indem sie Twitch als “Werbefläche für eine andere Plattform” missbraucht, hat Twitch offenbar nie vorhergesehen. Es ist nicht klar, ob Twitch etwas dagegen unternehmen oder ob sie das so laufen lassen.

So offen wie Amouranth über ihre Strategie spricht, scheint sie jedenfalls keine Angst vor Konsequenzen.

Denn formal verstößt Amouranth offenbar gegen keine Regeln, solange sie ihre „ab 18“-Dinge auf einer anderen Plattform macht und Twitch nur als Trichter nutzt, um Zuschauer dorthin zu locken.

Mit diesem „Trichter“-Meta haben aber einige andere Streamer und auch Zuschauer große Probleme.

Bereits 2021 forderte der deutsche Streamer MontanaBlack, dass Twitch hier einschreiten müsse:

MontanaBlack fordert: Twitch muss gegen neuen Trend vorgehen

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