Star Wars: Rogue One – Kritik – Was schreibt die internationale Presse?

Der neue Star-Wars-Film Rogue One kommt zwar offiziell erst am Donnerstag, dem 15. Dezember, ins Kino, doch ausgewählte Pressevertreter durften den Streifen schon vorher sehen und haben bereits erste Reviews verfasst. Die internationalen Kritiken haben wir hier für euch vorgestellt.

Rogue One ist ein gewagtes Experiment: Funktioniert ein Star-Wars-Film ohne Ikonen wie Luke Skywalker oder Han Solo, ohne Lichtschwert-Duelle, ohne die Macht? Taugt die Hintergrundwelt auch für Genres jenseits der „Space Opera“? Rogue One ist der Prototyp dieser neuen „Star Wars Stories“ und wird daher besonders kritisch beleuchtet.

Star Wars: Rogue One Filmkritik – Was sagt die Presse?

Einige glückliche Pressevertreter durften den Film bereits vor dem Release am 15. 12. 2016 sehen und haben schon erste Reviews abgegeben. Zwar gefiel der Film nicht jedem Kritiker, aber dennoch zeichnet sich ein positives Bild ab. Und bei einer Sache sind sich alle Kritiken einig: Rogue One ist kein putziges 08/15-Disney-Filmchen sondern ein knallharter Action-Kracher!

Die Zeit – Jetzt ist Action!

Laut Dirk Peitz von der Zeit hat Rogue One viel dramaturgische Freiheit, die nicht zwangsweise die Handlung der großen Saga vorantreiben müsse. Vielmehr habe der Text dadurch viele Erzählmuster neu verstrickt und so den bis dato überzeugendsten Star-Wars-Film geschaffen. Peitz lobt auch den konsequenten Verzicht auf den üblichen Star-Wars-Ballast. Die Macht und die Jedi kämen so gut wie kaum vor, was bleibt sei überzeugende und gnadenlose Action. Der Regisseur habe: „[…] einen weitgehend post-ideologischen, schlicht effektiven Film gemacht, der einfach nur funktionieren soll (und auch tatsächlich funktioniert).“

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Spiegel Online –  Star Wars als politisches Statement

Der Spiegel hat sich den neuen Star-Wars-Film angesehen. Autor Andreas Borcholte sieht in dem düsteren Star-Wars-Kriegsfilm ein großes politisches Statement, in dem die bunte Vielfalt der Rebellen gegen den einheitlich-seelenlosen Faschismus des Imperiums antritt: „Denn wie könnte eine Bande, die aus einer selbstbestimmten Frau, einem Mexikaner, einem Schwarzen, zwei Asiaten, einem aus Pakistan stammenden Briten, einem Dienstroboter und allerlei Fantasiewesen besteht und gegen eine Armee aus weiß gerüsteten Sturmtruppen antritt, die von alten weißen Männern befehligt wird, in diesen Zeiten nicht als Aufstand der Vielfalt gegen ein Unterdrücker-Regime begriffen werden?“

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Süddeutsche Zeitung – Das Konzept krankt generell

Weniger positiv sieht Tobias Kniebe von der Süddeutschen Zeitung den Film. Für ihn ist der Streifen ein Beweis für das „Prinzip Zitrone“: Das Ausquetschen des Franchises bis zum letzten Tropfen. Und so ein letzter Tropfen sei dann Rogue One, der laut Kniebe eine unbedeutende Nebenhandlung sei, die wenig motiviert und begeistert. Es sei eben alles schon einmal da gewesen und weder die Charaktere noch deren Darsteller würden am Ende überzeugen.

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The Guardian – Ein berauschendes Spin-Off!

Wiederum sehr gut fand Peter Bradshaw von der Englischen Seite The Guardian den Film. Entgegen der eher düsteren Einschätzung vieler Kollegen bezeichnet er das Werk als „[…] berauschendes, gutmütiges und angenehmes Abenteuer.“  Weiterhin lobt er vor allem den Auftritt der starken weiblichen Hauptheldin und den witzigen Droiden K-2SO, der für ihn eine Art Anti-C3PO darstellt. Für Bradshaw machen am Ende aber vor allem die vielen meisterhaft im Film vermischten Anspielungen und Cameo-Auftritte aus den anderen Star-Wars-Filmen den Charme des Streifens aus.

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Chicago Sun Times – Eins sehr „starwarsiger“ Star Wars Film!

Richard Roeper von der Chicago Sun Times war ähnlich begeistert von Rogue One. Für ihn funktioniert der Film sogar als komplett eigenständiges Werk, das selbst Leute gut finden dürften, die nie zuvor etwas mit Star Wars am Hut hatten. „Es ist ein solides Weltraum-Abenteuer, voll mit aufregenden Action-Sequenzen, gespickt mit lustigen Sprüchen, die aufgrund der düsteren Wendungen in der Handlung umso mehr im Gedächtnis bleiben.“ Star Wars-Fans hätten aufgrund der vielen liebevollen Details und des einzigartigen Flairs sogar noch mehr Freunde am Werk. Lediglich die Dialoge und die Musik sind Kritikpunkte in Roepers Filmbewertung. Die Musik sei manchmal zu aufdringlich und platt. Die Dialoge wirkten ab und an gestellt.

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Variety – Endlich ein Star Wars Film für Erwachsene

Peter Debruge von der Webseite Variety sieht Rogue One als einen Star-Wars-Film, der speziell für Erwachsene gedreht wurde. „Es gibt keine Ewoks oder Jar-Jar-Binks-Charaktere, die man nur reingeworfen hätte, um Vorschulkindern zu gefallen. Der Plot ist weniger wie ein buntes Videospiel gestaltet, vielmehr wie ein dreckiger Kriegsfilm.“ Daher könnten jüngere Zuschauer den Film weniger gut finden. Rogue One sei aber für ältere Fans genau der Vorläufer, den man sich immer für Episode IV gewünscht hätte.

Star Wars Rogue One Kino

The Wrap –Nur eine glorifizierte Fan-Fiction

Während auch die englischsprachige Presse meist voller Lob für den Film ist, sieht man es auf der Seite The Wrap weniger positiv. Autor Alonso Duralde sagt: „Rogue One: A Star Wars Story ist für die Fans. Allerdings in der negativsten Auffassung dieser Worte.“ Es gäbe nicht genug Plot, nicht genug Charakterentwicklung und damit nicht Mal annähernd genug Stoff für Begeisterung. Stattdessen wäre der Film eine 133 Minuten lange Jagd nach Easter Eggs und Cameo-Auftritten, für deren Entdeckung sich dann die beinharten Fans gegenseitig auf die Schultern klopfen können.


Was sagt ihr zu den Kritiken? Werdet ihr ins Kinos gehen oder habt ihr den Film schon sehen können? Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf den Streifen und die Kritiken bestätigen meine Hoffnungen auf einen düsteren, erwachsenen Star-Wars-Film.

Wer übrigens die Kämpfe aus Rogue One selbst erleben will, hat dazu in Star Wars: Battlefront die Gelegenheit!

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Pran Ger
Pran Ger
3 Jahre zuvor

Letzter Rotz, ich gehe da mit der Süddeutschen konform. Ausquestschen einer Zitrone bis zum letzten Tropfen. Episode IV-VI sind die einzig wahren Star Wars Filme, der Rest ist Schund hoch 10

PetraVenjIsHot
PetraVenjIsHot
3 Jahre zuvor

Wobei Filme die das Feuilleton gut findet, meist mir überhaupt nicht gefallen und umgekehrt. Wenn die Süddeutsche oder der Spiegel voll des Lobes für einen Film sind, ist das für mich immer ein Warnsignal grin Letztes Beispiel: Arrival, totaler Rotz

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

homosexueller wookie??? sowas gibts vlt in der Bundesliga aber nicht in star wars. Als Fan Service mag da höchstens ein schwules Mädchen auftreten (Helena Cain, Yara Greyjoy) mehr werden wir Fans von Leia nie akzeptieren Han und Cheewie sind Bros! so wie diese Jungs und keiner hatte ne Star Wars Motto Hochzeit! https://www.youtube.com/wat

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

SW Battlefront ist im EA Access Vault für alle die nach dem Film turkey schieben haben die Jungs Season Pässe zu verkaufen grin

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

Der hier? http://nypost.com/2014/09/2

Herr der Ringe, Eisengard. Nato und Murica vs Ostlinge (Murocs und Kajal). Schminken sich Araber eigentlich tatsächlich diesen Lidstrich den man in HdR, 300, Last Survivor u.a. sieht?

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

Thrawn. Als der Mann in der weißen Uniform auftauchte dachte ich eigentlich schon er wärs, immeasurable.

Mitth'raw'nuruodo
Mitth'raw'nuruodo
3 Jahre zuvor

Wenn du dich auskennen würdest, wüsstest du das Thrawn kein Mensch war sondern nen Chiss mit blauer Haut und roten augen, aber naja….^^

Fly
Fly
3 Jahre zuvor

Netter Disqus-Name… ;D

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

Hab zwar nicht verstanden warum die New Order nach Zerstörung des Todesstern im 3. Teil gleich besser und mächtiger wurde. Aber Spin off Prequel mit Erwachsenen Fans als Zielgruppe ist Super. Disney nimm mein Geld.
Und Unbekannte Schauspieler? Die Frau kenn ich nicht ist wohl Panem Alternative. Forrest Whittaker Mads Michelsen Donnie Yen, es wäre vmtl auch ohne Sie gegangen aber so viel Risiko wollte Hollywood wohl doch nicht auf sich nehmen.
Ist eigentlich schon der Directors cut vom letzen mal raus, oder läuft der erst noch mal im Kino? Fury Road SW Version kommt ja auch bald?!

Esten
Esten
3 Jahre zuvor

Was meinst du mit unbekannte Schauspieler? Die Haupdarstellerin Felicity Jones wurde 2015 für den Oscar nominiert und ist zur Zeit eine der besten Charakterdarstellerinnen Hollywoods.

maledicus
maledicus
3 Jahre zuvor

Klar wird der film angeschaut, auch wenn mir der letzte film in dem moment versaut wurde als der bösewicht seinen helm abnahm — föhnfrisur unter dem helm, wallende locken ^^ egal.

Nein eigentlich nahm das unglück von episode 7 schon vorher seinen lauf, als nämlich eine junge frau von der man nicht wüsste, das sie je ein raumschiff gesteuert hätte in den Rasenden Falken stieg und den gleich besser geflogen hat in einer verfolgungsjagd als trainierte Tie Fighter piloten die sie verfolgen, da wurde es schon absurd. In episode 4 haben sich Obi Wan & Luke noch einen erfahrenen piloten gesucht um wegzukommen von Tatooine. Pure und simple effekthascherei ohne jegliche innere logik.

Und dabei waren die ersten 30min bis zu der raumschiff-verfolgungsjagd-szene richtig gut, alles danach war getragen von einfachen billigen lösungen bei der story.

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

Adam Driver aber noch potential für die weitere Geschichte, ich hoffe nur er bleibt nicht so Malfoy, die guten brauchen schließlich auch Antagonisten die die Sache spannend machend.

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

Fand eher die komische Bar am Baggersee abtörnend und deplaziert das hatte was von direct on DVD Kulisse und stand im krassen Gegensatz zu tatooine.

Domi2eazzzyyy
Domi2eazzzyyy
3 Jahre zuvor

Der ganze Saal hat gelacht als man den das erste Mal gesehen hat xD

dh
dh
3 Jahre zuvor

Ich verstehe auch nicht, warum manche in solchen Filmen direkte Realitätsbezüge sehen, aber für jeden sagt ein Film nun mal etwas anderes aus.
Ich für meinen Teil freue mich auf einen guten Film.^^

Luffy
3 Jahre zuvor

Ich mag Felicity Jones. Von daher schau ich mir den Film schon allein wegen ihr an :DDD

dh
dh
3 Jahre zuvor

Einer der Wenigen. Sidious war ein Nazi, alles nichtmenschliche war eine Klasse unter den Menschen. Thrawn war wegen seiner überlegenen milit. Fähigkeiten eine Ausnahme.
Das Imperium steht für Versklavung, Unterdrückung, Diktatur, Gewalt und ist auf den toten Körpern derer gebaut, die sich schützend vor andere stellten. Und wofür? Für das Verlangen eines Psychopathen, welcher die Galaxis mit Gewalt erobern wollte, aber dann die Lust am Regieren verlor.^^

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
3 Jahre zuvor

Für das Verlangen eines Psychopathen, welcher die Galaxis mit Gewalt erobern wollte, aber dann die Lust am Regieren verlor.

Klingt nach King Robert!

airpro
airpro
3 Jahre zuvor

Die arme Sau wollte doch nur einen Wahnsinnigen Tyrannen stürzen und die Schwester seines Besten Freundes heiraten. https://www.youtube.com/wat

Fly
Fly
3 Jahre zuvor

Der Imperator passte aber nach wie vor in seine Gewänder und brauchte keinen Brustschutz-Spanner! (Hieß das so? Lange her^^)

Fly
Fly
3 Jahre zuvor

Morgen 19:30 sitz ich im Kino und hab Schaum vorm Mund unter meinem Stormtrooper-Helm! <3

Frank Koschemann
Frank Koschemann
3 Jahre zuvor

Ich sitze morgen bereits um 00:01Uhr im Kino :p

Chiefryddmz
Chiefryddmz
3 Jahre zuvor

bestimmt noch früher sogar ;p

Frank Koschemann
Frank Koschemann
3 Jahre zuvor

Ja war bereits 23 Uhr da xD
Meine Meinung zum Film:
Ein Muss für jeden Star Wars Fan, für alle anderen ein interessanter Film bei dem es nicht schon wieder um die Zerstörung einer Superwaffe geht sondern um die Beschaffung der Pläne um eben dies durchzuführen! In Episode 6 wurde es auch nur in einem Satz abgehandelt wie die Rebellen an die Pläne des Schildgenerators gekommen sind. Gut das es zur vorbereitung der Zerstörung des ersten Todessterns nun einen ganzen Film gibt!

Tom Ttime
Tom Ttime
3 Jahre zuvor

Ich zitiere dich eben mal bei uns auf FB. Klasse Kommentar! wink

Fly
Fly
3 Jahre zuvor

Solls noch ein Bildchen von mir inkl. Helm dazu geben? razz

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