Star Citizen verkauft Raumschiffe in Einzelteilen, verlangt viel Geld dafür, rudert nach Kritik zurück

Star Citizen verkauft Raumschiffe in Einzelteilen, verlangt viel Geld dafür, rudert nach Kritik zurück

Obwohl Star Citizen auf die Kritik seiner Spieler gehört hat, sind diese immer noch ziemlich angefressen. Denn das Entwicklerteam habe zwar reagiert, aber immer noch nicht das Problem bei der Wurzel gepackt.

Wieso sind Spieler wütend? Flight Blades sind ein neues Item in Star Citizen. Dabei handelt es sich um Schiffskomponenten, die das Flugverhalten der Raumschiffe beeinflussen. Einige können die maximale Geschwindigkeit der Schiffe erhöhen, andere wiederum verbessern die Manövrierfähigkeit.

Bislang sind die Flight Blades noch nicht im richtigen Spiel erhältlich. Spieler können sie allerdings gegen Echtgeld im Pledge Store erwerben. Mit diesem Store finanziert sich Star Citizen die Entwicklung, deren Kosten mittlerweile schwindelerregende Höhen erreicht haben.

Doch das schmeckt nicht allen Spielern, da sie aktuell nur an diese vorteilhaften Items kommen, wenn sie Geld investieren. Das Team von Star Citizen reagierte auf die Vorwürfe, um etwas Abhilfe zu verschaffen.

Star Citizen: Das neue Großkampfschiff Polaris im Trailer

Star Citizen hört auf Spieler, das ist aber nicht genug

Was hat Star Citizen jetzt getan? Das Team kündigte an (via Robert Space Industries), dass es auf die Kritik der Fans eingehen wolle. Im Juni 2025 soll ein Patch folgen, mit dem die Flight Blades auch für Ingame-Währung erworben werden können.

Zudem habe man aus dem Aufschrei gelernt und wollte zukünftig neue Items immer zeitgleich für Echtgeld und Ingame-Währung zum Verkauf anbieten. 

Doch das Team verteidigt sich auch: Mit der Aktion habe man die ursprüngliche Routine beibehalten, neue Items erst einmal im Early Access anzubieten, um die Entwicklung zu finanzieren. Die Spieler sollten aber selbst entscheiden, ob sie das Projekt unterstützen wollen. Allerdings genügt das den Fans nicht.

Wieso reicht das nicht aus? In den Kommentaren gibt es viele User, die immer noch unzufrieden sind. Dem Topkommentar zufolge würde das Entwicklerteam einfach den Status Quo beibehalten. Es reiche nicht aus, die Items einfach früher im Spiel zugänglich zu machen. Damit würde das Problem nicht an der Wurzel gepackt werden.

Für einige Spieler sei das Pay-2-Win. Mit diesen Vorwürfen müssen sich die Entwickler schon länger auseinandersetzen. Ein harscher Kommentar meint sogar, dass sich Star Citizen immer mehr zu einem „Shitty China Mobile Game“ entwickeln würde, in dem man jeden Fortschritt kaufen könne.

Im letzten Jahr ging es turbulent bei dem Studio hinter Star Citizen zu. Neben einer Umstrukturierung in der Führungsebene gab es mehrere Entlassungen. Trotz der vermeintlichen niedrigen Gehälter soll es finanzielle Engpässe geben: Star Citizen entlässt angeblich Mitarbeiter ohne Abfindung, nachdem sie durch die Überstunden-Hölle gehen mussten

Quelle(n): MassivelyOP
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OmOzzO

Hallo Karsten,
mit Respekt, aber auch mit deutlicher Kritik möchte ich auf deinen Artikel reagieren.
Du beschreibst ein Projekt, in dem du – wie du selbst sagst – weder finanziell noch spielerisch involviert bist. Du bewertest Mechaniken, Monetarisierung und Community-Reaktionen aus der Distanz, ohne eigene Praxiserfahrung. Das ist journalistisch problematisch – und inhaltlich dünn.
Das Finanzierungsmodell von Star Citizen war von Anfang an offen kommuniziert: Crowdfunding, Schiffe, Module – alles transparent, freiwillig, nachvollziehbar. Kein Abo, kein Lootbox-System, keine versteckte Monetarisierung. Wer mehr unterstützt, bekommt früh Zugriff – kein Pay2Win, sondern Pay2Progress. Und das in einem Spiel, das selbst bei großen Schiffen auf Multicrew, Erfahrung und Können setzt. Jeder, der spielt, erkennt das sofort.
Pauschale Aussagen wie „Geldverbrennung durch Gehälter“ oder der Vorwurf, dass der Shop „immer weiter ausgebaut“ wird, wirken wie Clickbait – nicht wie Analyse. Gehälter sind keine Verschwendung, sondern Lohn für Arbeit. In einem der ambitioniertesten Projekte der Spielegeschichte wird mit jeder Alpha-Version mehr geliefert, nicht weniger.
Du sprichst von „roten Flaggen“, erwähnst aber nicht:
– die kontinuierlichen Patches und Feature-Ausbauten
– die Einbindung der Community
– die Transparenz im Dev-Tracker
– oder die Tatsache, dass man alles auch ingame verdienen kann
Reddit-Posts ersetzen keine Statistik. Eine laute Minderheit ist nicht gleich „die Spieler“.
Viele engagierte Spieler helfen täglich, melden Bugs, testen Builds. Sie schweigen nicht – sie arbeiten.
Und wer nach 14 Jahren feststellt, dass das Projekt immer noch offen entwickelt wird, hat entweder nie hingeschaut – oder will bewusst skandalisieren.
Natürlich gab es Fehlentscheidungen. Natürlich kann man die Preisgestaltung einzelner Items wie die Cutlass Steel oder den ATLS kritisieren.
Aber im Gesamtbild steht da ein wachsendes, spielbares Universum – kein leerer Scam.
Fazit:
Deine Kritik liest sich, als wolltest du ein Urteil fällen, ohne je eingetaucht zu sein.
Das ist, als würdest du über Sex schreiben, obwohl du Jungfrau bist – und gleichzeitig über ein Spiel urteilen, das du nie gespielt hast.
Meld dich gern. Wir – einige aus der Community – nehmen dich mit auf die Reise.
Keine Sorge: Wir bringen dich sogar von den Banu wieder zurück.
Mit freundlichen Grüßen
OmOzzO

tobster

Irgendwie ändert sich da was an der Mentalität der Backer. Man hört jetzt öfter eine Haltung heraus, als wäre CIG zu irgendwas verpflichtet.
Vermehrt bei denjenigen, die auch viel investiert haben. Ich kann nur mutmaßen, das da der Frust schneller wächst.

Nur diese Blades braucht man eigentlich auch erst Mal nicht. Niemand ist verpflichtet da was zu kaufen. Bei den Werten, die diese ändern, war meine Reaktion einfach: was ein Blödsinn, kann man sich sparen. Und das sowohl in harten Geld als vermutlich auch in Game.

Zuletzt bearbeitet vor 10 Monaten von tobster
IC3GH05T

Ich glaube es geht mehr darum, dass CIG sich vorher durch Schiffsverkäufe finanziert hat und jetzt eben anfängt neue Dinge im Spiel zu finden die man verkaufen kann. Dadurch fühlt es sich anders an als zuvor. Denn wenn man, was viele befürchten, diesen Weg weitergeht, dann kommt man irgendwann wirklich an den Punkt an dem man sich einfach jeden Fortschritt kaufen kann. Daher ist es garnicht so falsch das sofort unterbinden zu wollen. Denn was passiert wenn man damit zu lang wartet sehen wir an Systemen wie Lootboxen und Gatcha in anderen Spielen. Die werden immer schlimmer und werden trotz Verbote nicht entfernt. Ich denke, dass die Spieler bloß nicht wollen, dass sowas auch in SC passiert.

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