6 Monate nach Release schafft Shadow of War die Mikrotransaktionen ab

Das Herr-der-Ringe-Spiel Shadow of War (Schatten des Krieges) wurde zum Release scharf für seine Mikrotransaktionen kritisiert. Nun kündigt Publisher Warner Bros. an, sie komplett zu entfernen. Die Mikrotransaktionen hinderten Spieler daran, voll ins Nemesis-System einzutauchen. Das merkt man sechs Monate nach dem Release.

Shadow of War löste 2017 die Diskussion um Mikrotransaktionen aus, die dann in dem Riesen-Ärger um Star Wars Battlefront 2 zum Ende des Jahres mündete.

Die Diskussion drehte sich im Wesentlichen darum, dass Shadow of War ein Singleplayer-Spiel zum Vollpreis ist und die Mikrotransaktionen im Endgame zu tragen kommen, weil hier ein relativ grindiges System implementiert war: die Shadow Wars, eine Serie von Belagerungen.

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Diskussion um Lootboxen dominierte Release von Shadow of War

Mit Lootboxen, den War Chests, konnten sich Spieler hier Erleichterung erkaufen. Zwar waren die Lootboxen nicht unbedingt notwendig, aber vielen Kritikern ging es hier ums Prinzip. Sie warfen den Entwicklern vor, das Endgame extra mühselig zu machen, um mehr Lootboxen zu verticken – und das in einem Singleplayer-Spiel.

Shadow of War erschien am 10. Oktober 2017 und erhielt von der Presse ganz ordentlichen Kritiken mit einem Score von 80 bei Metacritic. Doch die öffentliche Diskussion damals wurde von den Lootboxen beherrscht – und einigen amüsanten Clips zum Nemesis-System.

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Nemesis ist das System, in dem man Orks bekämpft, versklavt und sich mit ihnen immer wieder Gefechte liefert. Durch einige Zufalls-Faktoren erhalten die Orcs verschiedene Fähigkeiten, Beinamen und damit fast eine Persönlichkeit.

Schon im ersten Teil war das Nemesis-System das Prunkstück des Spiels. Denn es kommt zu individuellen Geschichten für jeden Spieler.

Aus dem Nemesis-System entstanden immer wieder Highlights und das kurbelte auch die Diskussion um das Spiel an.

  • Wenn Leute Videos posten, wie sie arme Orcs quälen und immer weiter degradieren.
  • Oder andersrum: Wenn ein schmächtiger Unter-Orc zum mächtigen Warlord aufsteigt, da er aus Kämpfen mit dem Spieler siegreich hervorging.

Im Endgame, den Shadow Wars, kann man seine eigenen Orcs dann selbst einsetzen und die auch auf einem Marktplatz handeln. Und genau das stört Warner Bros. im Nachhinein.

Mikrotransaktionen machen Nemesis-System kaputt

Jetzt sagt Warner Bros: Die Mikrotransaktionen nehmen eine Hauptsache vom Nemesis-System weg. Laut Warner Bros. verdirbt es das System, wenn man sich einfach Orcs im Marktplatz kauft. Denn dann erlebt man keine tollen Geschichten mit ihnen. Das verhindere, dass Spieler in die Welt abtauchen.

Deshalb werde man permanent Gold, War Chests und den Markt aus Shadow of War entfernen.

Wer noch Gold hat, kann das bis zum 17. Juli ausgeben. Danach wird der Markt geschlossen. Ein FAQ erklärt die Details zum Ausstieg aus den Mikrotransaktionen.


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Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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