Generation Z und Millennials galten lange als Rückgrat der Wirtschaft, doch jetzt könnte dieser Boom ins Wanken geraten. Denn viele junge Menschen haben es finanziell schwer und die kommenden Monate und Jahre werden nicht unbedingt einfacher.
Um wen geht es? Meredith Ann Whitney ist eine US-amerikanische Geschäftsfrau und Finanzanalystin. Bekannt wurde sie dadurch, dass sie die Finanzkrise von 2008 erfolgreich vorhergesagt hat. In diesem Zusammenhang wurde sie damals unter anderem vom Magazin Bloomberg als „Orakel der Wall Street“ bezeichnet.
In einer kürzlich von Fox Business ausgestrahlten Folge von „Barron’s Roundtable“ erklärte Whitney, dass die Generation Z und die Millennials zwar die Konsumausgaben gestützt haben und oft als Rückgrat der Wirtschaft nach der Pandemie angesehen werden, ihre finanziellen Grundlagen jedoch zunehmend problematischer werden. Und dafür gibt es verschiedene Gründe.
Gen Z und Millenials galten lange als Rückgrat der Wirtschaft mit hohen Ausgaben
Wie sah die Situation bisher aus? Die Konsumkraft von Gen Z und Millennials hat nach Whitney den US-Markt in den letzten Jahren getragen, insbesondere die sogenannte „Avocado Toast“-Gruppe: Damit meint sie Personen, die sehr jung, gut ausgebildet sind und sehr gerne und viel konsumieren.
Was ändert sich jetzt? Doch die Situation hat sich in den vergangenen Jahren und Monaten stark verändert. Vor allem die steigenden Kosten treffen junge Menschen besonders stark und in den USA spielen Studienkredite, die zurückgezahlt werden müssen, ebenfalls eine große Rolle:
- Gen Z und Millennials geben im Vergleich zu vorherigen Generationen überdurchschnittlich viel für Miete, Versicherungen und Mobilität aus: die Lebenshaltungskosten sind überproportional gestiegen.
- Sie tragen eine hohe Last aus Konsum- und Studienkreditschulden. Etwa jeder siebte Angehörige der Gen Z hat sein Kreditkartenlimit ausgereizt, und die Zahl der ausstehenden Zahlungen liegt deutlich über den älteren Generationen.
- Viele müssen auf Ersparnisse zurückgreifen oder konsumieren weniger, um die teuren Ausgaben zu bewältigen: So verzichten etwa bis zu 40 % laut Umfragen auf Mahlzeiten oder Restaurantbesuche, um die Miete zu zahlen.
Whitney sieht steigende Arbeitslosigkeit und eine sinkende Kaufkraft
Whitneys Prognose ist düster: Die Prognose von Whitney lautet, dass die Konsumkraft und finanzielle Stabilität von Gen Z und Millennials im nächsten Jahr weiter leiden werden, insbesondere durch Schulden, sinkende Hilfen und teure Lebenshaltungskosten. Dies könnte nicht nur ihre persönliche Lebenssituation verschlechtern, sondern auch spürbare Folgen für die Gesamtwirtschaft haben.
Whitney erwartet außerdem, dass die Arbeitslosenquote von derzeit rund 3 % auf über 4 % bis 5 % steigen könnte, was den Druck auf die Wirtschaft zusätzlich erhöhen könnte.
Whitney betont, dass die Auswirkungen der Lohnpfändung auf die Studentenschulden und die Einstellung der Gesundheitszuschüsse im nächsten Jahr „ganz neue Herausforderungen“ mit sich bringen werden, vorwiegend für die Generation Z und die Millennials.
Unternehmen haben ihre Marketingbemühungen stark auf diese jüngeren Generationen konzentriert, die nun „einen echten Druck auf die Konsumausgaben“ erleben werden. Daher prognostiziert Whitney, dass „die Generation Z und die Millennials im nächsten Jahr sehr schwach sein werden“. Einige Firmen haben bereits ihre Prognosen gesenkt, da weniger gekauft wird.
Immer mehr junge Menschen wollen als Content Creator ihr Geld verdienen. Und es wird immer einfacher, eine Karriere als Content Creator zu starten und ohne Hochschulabschluss seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schließlich braucht man nur ein Smartphone, um loszulegen: Die Generation Z verdient Millionen mit ihren Nebenjobs und viele junge Leute glauben, nicht mehr studieren zu müssen
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