Nexon entlässt Mitarbeiter nach Lawbreakers-Flop, sagt: Liegt nicht daran

Der amerikanische Arm des Korea-Publishers Nexon hat Mitarbeiter entlassen, nachdem deren wichtigstes neues Spiel Lawbreakers enttäuscht hat. Es heißt aber, das sei nicht der Grund für die Entlassung. Man wolle sich lediglich auf die vielversprechenden Titel neu ausrichten und wünscht sich künftig mehr Erfolg.

GamesIndustry berichtet davon, dass der südkoreanische Publisher Nexon sein US-Zweigstelle umstrukturiert hat. Man wolle die Organisation „zurücksetzen, um eine tiefere Konzentration auf die vielversprechendsten Titel“ zu gewährleisten, heißt es. Dazu sei es unglücklicherweise notwendig, dass man einige Leute entlassen müsse.

Der Nexon-Sprecher beschwichtigt aber: Die Zahl der Entlassungen sei im Verhältnis zu der kompletten Belegschaft nicht weiter bedeutsam.

Angeblich 20% der Belegschaft des US-Zweigs entlassen

GamesIndustry will allerdings von einer Quelle erfahren haben, dass ein Fünftel aller Mitarbeiter entlassen wurden. Es trifft wohl einige „bekannte Gesichter“ wie Community-Manager. Die schreiben bei Twitter darüber, dass der 31. Januar ihr letzter Tag bei Nexon war und suchen jetzt neue Jobs oder orientieren sich neu.

Beobachter gehen zwar davon aus, dass die Entlassungen mit dem Flop von Lawbreakers zusammenhängen, aber genauen davon will man bei Nexon nichts wissen. Die Entlassungen seien unabhängig vom finanziellen Abschneiden Lawbreakers, sagt der Sprecher.

LawBreakers Gun Gameplay Überkopf

Die Umstrukturierung diene dazu, den Fokus von Nexon Amerika zu schärfen und die Basis für langzeitigen Erfolg zu legen. Die Firma sei finanziell stabil, wachse und werde weiterhin Rekord-Umsätze vermelden, heißt es.

Die Entlassungen sollen sicherstellen, dass Nexon im Westen denselben Erfolg hat wie in Asien.

Lawbreakers gilt als kommerzieller Flop

Lawbreakers war der Versuch von Nexon einen schnellen, kompetitiven Shooter im Westen zu etablieren. Das ist aber nicht gelungen. Im Geschäftsbericht hat Nexon Lawbreakers mittlerweile abgeschrieben.

Man hakt das als Lern-Erfahrung ab und glaubt im Rückblick den falschen Zeitpunkt für den Release gewählt zu haben: Nexon hat wohl den Eindruck, dass Lawbreakers in der Welle um Shooter wie Destiny 2, Call of Duty: WW2 oder PUBG untergegangen ist.

lawbreakers enforcer

Von vielen Spielern liest man, sie warteten bei Lawbreakers auf eine Free2Play-Umstellung. Offenbar hat der Markt nicht gerade auf das Spiel gewartet. Denn Lawbreakers litt vom Launch an unter schwachen Spielerzahlen. Für einen kompetitiven Shooter ist das ein großes, sich selbst verstärkendes Problem.

Mein MMO meint: Wenn man Leute nach einem Flop entlässt, aber sagt „Das hat nichts mit dem Flop zu tun, wir wollen nur künftig mehr Erfolg“, dann ist da vielleicht etwas „Lost in Translation“, aber die Botschaft kriegt man schon mit.


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Autor(in)
Quelle(n): gamesindustry
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