Wie wurde Monster Hunter World der erfolgreichste Capcom-Titel?

Capcom gab bekannt, dass Monster Hunter World auf der PS4 und Xbox One weltweit mehr als 7.5 Millionen mal an den Handel verkauft wurde. Damit ist der Action-RPG für Capcom der meistverkaufte Titel aller Zeiten. 

Auf der offiziellen Webseite von Capcom wurde bekanntgegeben, dass Monster Hunter World nun mehr als 7.5 Millionen mal verkauft wurde. Die digitalen Verkäufe sind hier mit drin. Das macht aus Monster Hunter World den erfolgreichsten Titel in der  Geschichte von Capcom. Insgesamt wurde die „Monster Hunter“-Serie damit jetzt 48 Millionen mal verkauft.

Capcom wollte mit Monster Hunter World die Welt erobern. Dieses Unterfangen scheint gelungen zu sein.

Monster Hunter World ist seit 9 Jahren der erste Hauptableger für Heimkonsolen

In der Pressemitteilung von Capcom heißt es:

„Monster Hunter World ist der neueste Titel der Serie und das erste neue Monster Hunter-Spiel für Heimkonsolen seit neun Jahren. Es ist außerdem der erste Titel der Serie, der gleichzeitig weltweit auf den Markt gebracht wurde und eine ambitionierte weltweite Werbekampagne erhielt, um die Fangemeinde sowohl in Japan als auch auf den Märkten in Übersee weiter auszubauen.“

Vor Monster Hunter World, erschienen die Titel der Franchise größtenteils nur auf Handheld-Konsolen wie dem Nintendo-3DS. Diese erfreuten sich in Japan großer Beliebtheit, während sie im Westen eher eine Randgruppe erreichten. Monster Hunter war in Japan auch deshalb schon lange eine der erfolgreichsten Spiele-Serien. Knapp 80% der Verkäufe fanden vor Monster Hunter World nur in Japan statt.

Es war ein wichtiger Schritt für Capcom, Monster Hunter World auf der PlayStation 4 und Xbox One herauszubringen, um den Titel auch außerhalb von Japan etablieren zu können. Diese Heimkonsolen sind weltweit in vielen Gaming-Haushalten zu finden und sprechen eine breitere Masse an als die Handheld-Konsolen. Einen guten Schwung der Gamer dürfte Capcom auch nochmal mitnehmen, wenn Monster Hunter World dann im Herbst zum PC kommt.

Capcom unternahm allerdings noch mehr als nur den Release auf Heimkonsolen, um jetzt diesen Erfolg verbuchen zu können.

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Der weltweite Release wurde von Capcom während der Entwicklung vorbereitet

Die Veröffentlichung auf den Heimkonsolen war sicherlich das Fundament, um Monster Hunter World jetzt weltweit erfolgreich zu machen. Capcom unternahm aber noch einige Schritte mehr, bereits vor dem Release, um Monster Hunter World so erfolgreich zu machen.

„Quality of Life“-Anpassungen: Mechaniken wurden modernisiert

Capcom bereitete Monster Hunter World schon in der Entwicklung gezielt auf den weltweiten Markt. Es wurden einige Mechaniken modernisiert und komfortabler gemacht, die in alten Teilen der Franchise als sperrig bezeichnet werden könnten.

  • So gibt es in Monster Hunter World nahtlose Open-World-Maps, in denen die Jäger ohne Unterbrechung von Gebiet zu Gebiet laufen.
  • Genauso wurden Spähkäfer eingeführt. Das sind kleine Insekten, die Jägern den Weg zu Zielobjekten zeigen, damit das ziellose Umherirren auf der Karte eingeschränkt wird.
  • Auch einen Trainingsraum gibt es jetzt, in dem Jäger mit den 14 Waffen-Klassen üben können, bevor sie sich in die Jagd stürzen.
  • Ein schnelles und Action-reiches Tutorial wurde entwickelt, in dem Spieler die ersten Schritte lernen und direkt im Geschehen sind.

„Quality of Life“-Anpassungen wie die oben genannten, erleichtern den Einstieg in das Spiel und machten Monster Hunter World zugänglicher.

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Zeitgeist treffen: Multiplayer-Funktionen wurden verstärkt

Multiplayer-Games mit einem „Games-as-a-Service“-Ansatz entsprechen dem modernen Gamer-Zeitgeist. Auch wenn Monster Hunter World kein vollständiger Games-as-a-Service-Titel ist, hat auch Capcom diesen Trend erkannt.

Die Multiplayer-Funktionen wurden in Monster Hunter World vertieft und erweitert:

  • Es gibt eine Spielersuche-Funktion
  • Neue Global-Server sorgen dafür, dass weltweit zusammen gespielt werden kann.
  • Es gibt in der Suchfunktion einen Sprachfilter. Benutzt man den Filter, trifft man nur auf Spieler, die die gewählte Sprache sprechen.
  • Über einen neuen Online-Drop-In-Modus können Spieler jederzeit einer laufenden Quest beitreten.
  • Es gibt Jagdgruppen, die bis 50 Spieler erlauben und wie Gilden funktionieren

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Capcom holte mit Sony einen starken Partner ins Boot

Lange Zeit war die „Monster Hunter“-Reihe exklusiv für Nintendo. Die Franchise wurde hauptsächlich auf dem Nintendo-3/DS und der WiiU herausgegeben. Für Monster Hunter World jedoch gingen Sony und Capcom eine Partnerschaft ein.

Einem Leak zufolge schlossen Sony und Capcom sogar einen Deal ab, der einen Release auf der Nintendo-Switch unterbindet. Da sollen reichlich Gelder an Capcom geflossen sein. Hierbei handelt es sich aber um unbestätigte Gerüchte.

Auch wenn die Switch aufholt, ist die PS4 lange Zeit die stärkste Heimkonsole auf dem Markt gewesen. 

Sony half dabei, Monster Hunter World auch im Westen weiter zu „pushen“. Es entstand daraus exklusiver Content, wie Aloy aus Horizon Zero Dawn als Rüstungsset für Jäger.

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Eine limitierte PS4-Pro im Stil von Monster Hunter World gab es ebenfalls.

Kostenlose Betas, die Spieler anheizten und neugierig machten

Kurz vor Release bot Capcom den Spielern auf der PS4 exklusive und kostenlose Betas von Monster Hunter World an. Diese waren das perfekte Appetit-Häppchen, um viele Spieler zu überzeugen.

Die Betas vermittelten das Spielgefühl von Monster Hunter World und stellte den Testern schon etwas bessere Ausrüstung zur Verfügung. Capcom wollte hier wohl zeigen, wo die Reise hingehen kann. Die Monster waren hier etwas abgeschwächt und hatten weniger Move-Sets als später in der Vollversion. So entstand bei vielen ein positives Gefühl zum Spiel.

Der Trainingsraum stand ebenfalls in der Beta zu Verfügung, damit Spieler sich mit allen 14 Waffen-Klassen so richtig austoben und auf den Geschmack kommen konnten.

Die Monster Hunter World-Beta wurde insgesamt ziemlich positiv von den Testern angenommen, was nur neugierig auf mehr machte. 

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Die Öffentlichkeit wurde immer wieder mit Info-Häppchen gefüttert

Capcom verfolgte eine Medien-wirksame Strategie und fütterte die Öffentlichkeit immer wieder mit neuen Infos. Seit der großen Ankündigung auf der E3 gab es toll inszenierte Trailer, die neue Monster und Maps oder ein Stück der Story zeigten. 

Monster Hunter World blieb dadurch ständig in den Köpfen der Leute und es wurde ein regelrechter Hype um das Spiel kreiert. In den Vordergrund rückte immer wieder das ausgeklügelte Ökosystem, in dem die Tiere eine logische Nahrungskette verfolgen.

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Monster Hunter World erhielt eine positive Mundpropaganda von Veteranen

Neben der internen Vorbereitung auf den weltweiten Release, gab es auch ein paar Einflüsse von außerhalb, die sicher zum Erfolg von Monster Hunter World beisteuerten. Auch wenn die Franchise außerhalb von Japan eher ein Nischen-Titel blieb, bildete sie auch außerhalb Japans eine treue und leidenschaftliche Fan-Base.

Es war zu beobachten, auch bei uns auf Mein-MMO, dass sich Veteranen-Spieler immer wieder positiv zu Wort meldeten. Wenn Neulinge über den Kauf am zweifeln waren, haben die Veteranen versucht die Sorgen zu nehmen. Denn viele waren schlichtweg begeistert von der Franchise mit den harten Monster-Kämpfen.

Auch Aktionen wie das „Adopt-a-Hunter“-Programm zeigen, dass Veteranen möglichst vielen neuen Spielern den Weg in die Franchise zeigen wollten. 

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Die Presse überschlug sich mit positiven Wertungen

Pünktlich zum Release von Monster Hunter World erschienen die ersten Test-Berichte über den Action-RPG. Monster Hunter World räumte durch die Bank Top-Wertungen ab und kam so auf einen Meta-Score von 91 auf der Playstation 4.

Bei diesen Wertungen konnten wohl viele Spieler den Titel nur schlecht ignorieren und griffen kurzerhand selbst zu.

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Monster Hunter World ist auch einfach ein gutes Spiel

Leya meint: Schlussendlich, muss man einfach sagen, dass es sich bei Monster Hunter World, um ein gutes Spiel handelt. Es gibt zwar immer wieder Probleme im Multiplayer und dieser ist kompliziert gestaltet. So kompliziert, dass wir selbst einen ausführlichen Guide zum Multiplayer veröffentlichten. Auch Performance-Probleme lassen sich nicht leugnen. Diese sind jedoch zu verkraften, für das was man sonst in Monster Hunter World geboten bekommt.

Es ist verständlich, dass Monster Hunter World nun weltweit so eingeschlagen ist. Capcom hat den Release gut durchdacht und vorbereitet, aber auch das Spiel intelligent an den modernen Gamer angepasst.

Was sagt Ihr zu dem Erfolg von Capcom mit Monster Hunter World? 


Einen Monat nach Release – Das ist alles in Monster Hunter World passiert. 

Autor(in)
Quelle(n): invenglobalcapcom

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