Typ verklagt Nintendo auf 290.000 Euro, weil er kein Pokémon-Professor sein darf

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Nintendo hat nicht nur mit der Klage gegen Palworld zu tun. Ein 34-Jähriger möchte sich jetzt vor Gericht mit ihnen anlegen, weil sie ihm den Status eines Pokémon-Professors verwehren.

Was ist das für eine Klage? Wie Iowa Capital Dispatch berichtet, verklagt ein Mann, Kyle Owens, aus Iowa Nintendo of America und die Pokémon Company International, weil sie angeblich gegen das Kartellrecht verstoßen. Er fordert mit der Klage 341.000 US-Dollar (etwa 294.000 Euro) als Entschädigung und das Zertifikat des Pokémon-Professors.

Das ist nicht einfach nur ein imaginärer Titel, sondern ein Programm der Pokémon Company, mit dem man als Schiedsrichter, Assistent oder Ambassador an verschiedenen Events teilnehmen oder sie organisieren kann (Quelle: Pokémon.com). Dadurch bekommt man auch besondere Preise und Geschenke. Obwohl er sogar einen Test bestanden hat, sei er abgelehnt worden.

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Trotz guter Testergebnisse abgelehnt

Wieso wurde der Mann abgelehnt? Laut Iowa Capital Dispatch wurde ihm im März 2024 bestätigt, dass er einen Test für dieses Programm zu 100 % bestanden hat. Bevor er aber letztlich anerkannt werden sollte, musste er sich einer Hintergrundprüfung unterziehen.

Nach diesem Hintergrund-Check soll er im Mai 2024 aber die Absage erhalten haben. Dabei soll auch festgestellt worden sein, dass er nur 80 % der Prüfung bestanden hatte, und somit kein Pokémon-Professor werden konnte.

Aus den Gerichtsunterlagen, die Iowa Capital Dispatch vorliegen, soll beim Check herausgekommen sein, dass 2022 ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt wurde. Dabei soll ihm eine Ordnungswidrigkeit (Beteiligung an einer Schlägerei, der Besitz, die Reparatur oder der Verkauf einer Angriffswaffe sowie Sachbeschädigung) vorgeworfen worden sein, für die er nie vor Gericht erschienen sei.

In der Klage argumentiert Owens aber, dass ihm das Zertifikat ursprünglich wegen einer geringfügigen Straftat, die 10 Jahre her ist, verweigert wurde. Die Begründung soll laut ihm später auf Vergehen geändert worden sein, bei denen es aber keine Schuldsprüche gab.

Laut der Klage schade diese Verweigerung auch der Community und dem Wettbewerb, weil ein qualifizierter, in Iowa ansässiger Veranstaltungsleiter aus dem offiziellen, organisierten Spielsystem im Zusammenhang mit Pokémon ausgeschlossen werde.

Bisher hat sich weder Nintendo noch die Pokémon Company zu dem Fall geäußert.

Seit 2024 befindet sich Nintendo selbst in einem Rechtsstreit mit dem Survival-Spiel Palworld, der bis heute anhält und sich um diverse Mechaniken und Patente dreht. Zuletzt wurde eines dieser Patente aufgehoben: Behörde hebt das Patent von Nintendo auf, das Spielen wie Palworld und sogar Diablo schaden würde

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