So spielt sich die Release-Version von Monster Hunter: World als Noob

Unser Autor Robert wagt den Selbstversuch: Wie spielt sich Monster Hunter: World für jemanden, der noch nie ein Spiel der Serie in den Händen gehalten hat?

Als leidgeplagter Destiny-Spieler, dem es immer schwerer fällt den Knüppeln auszuweichen, die Bungie ihm zwischen die Beine schmeißen will, bin ich stets auf der Suche nach neuen Spielen, die mich auf lange Sicht fesseln können.

Ich möchte wieder tief eintauchen in eine Welt, in der es eine Menge zu tun und entdecken gibt. Monster Hunter: World scheint hierfür perfekt. Das Spiel erscheint weltweit am 26. Januar 2018 erstmals auf der Playstation 4 und der XBox One – auch ein PC-Release ist für den Herbst 2018 geplant.

Wir bei Mein MMO dürfen schon jetzt in die Release-Version hineinschauen und bis zu einem bestimmten Punkt in der Handlung darüber berichten.

Monster-Hunter-World-Forscher

Als Neuling habe ich es bewusst vermieden, mich über die alten Ableger zu informieren. Ich habe lediglich aufgeschnappt, dass ich mich im Laufe des Spiels mit immer schwereren und größeren Gegnern beschäftigen muss, aus deren Überreste sich Waffen und Rüstungen anfertigen lassen.

Dies soll für die Langzeitmotivation und den Grind sorgen, den ich bei Destiny 2 schmerzlich vermisse. Wie spielen sich also die ersten Stunden des neuen Ablegers aus Sicht eines totalen Noobs? Finden wir es heraus!

Hinweis: Der folgende Text enthält minimale Spoiler aus den ersten Stunden der Geschichte. Weiterlesen auf eigene Gefahr!

Aufbruch in eine neue Welt – für mich und mein Alter Ego!

Da ich noch völlig unbeleckt in Sachen Monster Hunter bin, lassen mich die ersten Minuten verwirrt zurück. Scheinbar bin ich auf dem Weg in eine neue Welt – und die Reise entpuppt sich zum Ende hin als ziemliche Katastrophe.

Was ist mit der „alten“ Welt passiert? Was genau soll ich in der neuen Welt? Fragen, auf die ich auch nach zwei Stunden keine Antwort habe. Das ist kein Problem, als großer Fan der Souls-Serie von From Software bin ich es gewohnt, die Hintergrundgeschichte eines Spiels selbst heraus zu finden.

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Ob die Welt der Monster Hunter-Spiele stets die gleiche ist oder sich mit jedem Ableger eine neue Welt offenbart – ich weiß es nicht. Als Neuling bin ich jedoch motiviert, mehr über die Welt und die Geschichte dahinter zu erfahren.

Zwischendurch darf ich noch meinen Charakter erstellen – und dafür solltet Ihr viel Zeit einplanen!

Der Charakter-Editor – endlose Möglichkeiten

Mehr als eine Stunde verbringe ich allein damit, meinen Charakter und meinen Palico zu designen. Welche Rolle der Palico spielt – ein katzenähnliches Wesen – wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dafür sieht es ganz putzig aus.

Später erfahre ich, dass der Palico eine Art Gefährte zu sein scheint, der mir auch im Kampf zur Hilfe kommt und sogar sein eigenes Equipment trägt. Das bringt mehr Tiefe in die Kämpfe, auch wenn mir die Ausmaße dessen natürlich noch nicht ganz klar sind.

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Ja, auch solche Charaktere lassen sich erstellen

Aber zurück zur Charakter-Erstellung. Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Ihr könnt das Gesicht verändern, wie es euch beliebt. Ebenfalls steht euch das komplette Farbspektrum für Augen, Haare und Bart zur Verfügung. Die verschiedenen Gesichtspartien können beliebig verändert und neu positioniert werden.

Da ich mit dem Talent gesegnet bin, garantiert immer einen Charakter zu erschaffen, der aufgrund seines Äußerem stets allein in Online-Lobbies bleibt, kommt ein Mann mit silbernen Haaren und roten Augen heraus – inklusive einer Narbe im Gesicht. Wenn schon, denn schon.

Auch beim Palico darf ich mich austoben. Das Fell kann mit verschiedenen Mustern versehen werden, die Farben sind frei konfigurierbar. Wer es eilig hat, kann auch einfach einen zufällig erstellten Charakter und Palico auswählen.

Der Weg zur Basis – wie Kimble auf der Flucht

Nach einigen dramatischen Szenen lande ich schlussendlich in der neuen Welt. Es gilt, ein großes Basis-Camp ausfindig zu machen. Da ich vorher schon einen kleinen Ausschnitt der heimischen Fauna bestaunen durfte, fühlte ich mich ohne Waffe ziemlich nackt und verloren.

Monster-Hunter-World

Der Weg in dieses Basis-Camp ist linear aufgebaut. Während ich mich mit der Steuerung vertraut mache, erlebe ich einen ersten Vorgeschmack auf die hiesige Tierwelt – die nicht freundlich gesinnt scheint.

Ohne adäquates Schnetzel-Werkzeug bleibt leider nur die Flucht. Und die ist hervorragend inszeniert. Gleich zwei schwere Brocken kreuzen meinen Weg und machen sich übereinander her. Hier merke ich zum ersten Mal die Größenunterschiede zwischen Mensch und Kreatur. Diese Viecher soll ich später jagen? Cool!

Hilfe erhalte ich von einem Einheimischen. Der trägt ein Großschwert, das Clouds Buster-Schwert aus Final Fantasy VII wie einen Zahnstocher aussehen lässt. Mein erster Gedanke beim Anblick der Waffe: „Das Ding will ich auch haben!“

Mithilfe des schwertschwingenden Fremden schaffe ich es, mich in die Basis zu retten.

Das Lager – Dreh- und Angelpunkt von Monster Hunter: World?

Das Basis-Camp wirkt vom ersten Moment an wie der Social Hub des Spiels, hier laufen alle Fäden zusammen:

  • Ausrüstungsverwaltung
  • Kauf und Verbesserung neuer Waffen und Rüstungen
  • Unmengen an NPCs
  • Auftragsannahme und –verwaltung

Das Lager geht gut und gern als kleinere Stadt durch, die relevanten Knotenpunkte hat man allerdings schnell verinnerlicht. Erleichtert wird die Navigation durch die stets eingeblendete Minikarte.

Monster-Hunter-World-Handler

Viel Zeit für Erkundung bleibt allerdings nicht – nach einigen Zwischensequenzen erlange ich Zutritt zu meiner eigenen Behausung, samt Haushalts-Palico und Beutetruhe. Aus dieser Truhe darf ich mich bedienen.

So erhalte ich meine ersten Waffen und ein sperriges Rüstungs-Set, das ich sofort anlege (man will ja gegen die großen Viecher gewappnet sein).

Praktisch: Ich habe sofort die Möglichkeit, meine ausgerüsteten Waffen in einem eigens eingerichteten Trainings-Bereich zu testen. Das ist sinnvoll, da sich mit jeder Waffe unterschiedliche Kombos ausführen lassen, die einstudiert werden wollen.

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Nach dem ich ein paar Waffen ausprobiert habe, entscheide ich mich für die Kombination aus Schwert und Schild, da mir schnelle Angriffsausführungen eher liegen als die behäbigen Bewegungen eines Großschwerts.

Der erste Auftrag – nieder mit den Echsen!

Der erste Auftrag entpuppt sich als relativ simpel. Ich soll sieben Vertreter der Art jagen, die mich noch zu Beginn des Spiels durch den Wald gehetzt haben. Unterstützt werde ich dabei von dem Abenteurer, der mir vorhin den Allerwertesten gerettet hat.

Das Kampfsystem erinnert mich stark an From Softwares Souls-Serie. Ob es auch die steile Lernkurve bietet, wird die Zeit zeigen. Sie Item- und Ausrüstungsverwaltung weist Ähnlichkeiten auf. Das Setting hingegen ist grundverschieden. Dominieren in den Souls-Spielen depressive Stimmungen und düstere Farben, ist Monster Hunter: World zumindest im Anfangsgebiet sonnig und freundlich.

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Kämpfe spielen sich ähnlich wie in Dark Souls, das Setting ist jedoch grundverschieden

Die Echsen sind schnell besiegt. Die toten Körper besiegter Monster lassen sich auf Beute untersuchen. Scheinbar lassen die Gegner mehrere Items fallen, so konnte ich aus einer Monsterart drei verschiedene Materialien gewinnen.

Diese konnte ich unverzüglich in der Schmiede im Lager einsetzen, um meine Waffe weiter zu verbessern. So muss das sein: Ein erfolgreich absolvierter Kampf, dessen Belohnungen meine Attribute unmittelbar verbessern.

Viel habe ich noch nicht gesehen von der Welt von Monster Hunter: World. Ich kann es jedoch kaum erwarten, endlich die dicken Brocken herauszufordern und vor allem mehr über die Hintergrundgeschichte des Spiels zu erfahren.

Sollte euch in der Wildnis ein verwirrt wirkender Jäger über den Weg laufen, der kopflos durchs Unterholz stolpert, das bin mit großer Wahrscheinlichkeit ich. Seid nett zu mir, ich lerne noch!

Freut Ihr euch schon auf den Release? Wer noch unschlüssig ist, kann übrigens bald an der offenen und letzten Beta zu Monster Hunter World teilnehmen, die in Kürze beginnt.


Vorschau Produkt Bewertung Preis
Monster Hunter: World - [PlayStation 4] Monster Hunter: World - [PlayStation 4]* 187 Bewertungen 51,62 EUR
Monster Hunter: World - [Xbox One] Monster Hunter: World - [Xbox One]* 28 Bewertungen 59,99 EUR

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