Ein chinesischer Hersteller hat Tesla bereits überholt, jetzt will er mit seinen Autos Europa erobern

Ein chinesischer Hersteller hat Tesla bereits überholt, jetzt will er mit seinen Autos Europa erobern

Der chinesische Autohersteller BYD hat große Pläne für Europa. Tesla hat man bereits bei den Verkaufszahlen überholt und mit einem neuen Werk in Ungarn will man europäische Hersteller unter Druck setzen. Und der Plan von BYD könnte aufgehen.

Um welchen Hersteller geht es? Der chinesische Hersteller BYD („Build Your Dreams“) ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. 2024 verkaufte das Unternehmen 4,25 Millionen Fahrzeuge, das Zehnfache wie im Jahr 2020. – und peilt dieses Jahr 5,5 Millionen an. Der Umsatz stieg zuletzt um 27 % auf 108 Milliarden US-Dollar.

Was hat das mit Europa zu tun? Der heimische, chinesische Markt ist übersättigt und für viele Hersteller, darunter BYD, ist Europa der zentrale Markt für die Zukunft. BYD konnte die Verkäufe binnen eines Jahres verdreifachen, bietet sehr günstige Modelle an und investiert aggressiv in Infrastruktur, Expansion und Werbung. Möglich sind so konkurrenzlos niedrige Preise laut Analysten durch chinesische Staatssubventionen. Diese staatlichen Subventionen stehen jedoch schon länger unter scharfer Kritik, da sie den Markt verfälschen sollen.

BYD hat Tesla 2025 erstmals bei Verkäufen von Fahrzeugen überholt

Wie sieht es mit Tesla aus? BYD hat Tesla erstmals bei den Elektroverkäufen weltweit überholt und in Europa mehr Fahrzeuge im April 2025 zugelassen als Tesla: Tesla hat im ersten Quartal 2025 so wenig Fahrzeuge verkauft wie schon lange nicht mehr. Und das hat Gründe:

Während BYD sein Modellangebot und seine Preise ständig optimiert und neue Ideen und Innovationen rasch einführt, leidet Tesla unter einem veralteten, schmalen Angebot und Imageproblemen: Anstatt auf ein Auto für die breite Masse zu setzen, setzt Elon Musk auf ein Robotaxi, welches laut Experten nie profitabel sein könnte.

BYD hingegen setzt auf eine massive Expansion der Händlernetze und auf lokale Produktion in Europa, um Zölle zu umgehen und Marktanteile zu gewinnen: Die neue BYD-Fabrik in Szeged (Ungarn) soll ab Ende 2025 die ersten Elektrofahrzeuge produzieren und ist Teil eines massiven Expansionsplans des chinesischen Konzerns BYD.

In Europa hat man die starke Expansion aus China als Gefahr für den eigenen Markt ausgemacht. Deswegen hat die Europäische Union (EU) im Oktober 2024 Strafzölle von bis zu 45 % auf Elektroautos aus China eingeführt, um gegen staatliche Subventionen und unfaire Wettbewerbsvorteile vorzugehen (via marktundmittelstand.de).

China hat ein Problem: Auf dem heimischen Markt werden so viele Autos produziert, dass jetzt sogar Neuwagen als gebraucht verkauft werden. Dennoch ändert es nichts an der Tatsache, dass es in China große Überkapazitäten gibt: China produziert so viele Autos, dass jetzt sogar Neuwagen als gebraucht verkauft werden müssen

Quelle(n): fortune.com
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Keragi

Ich verstehe ehrlich gesagt die EU Zölle gehen Fahrzeuge wie BYD nicht, es heißt China subventioniert, was ja jedes Land mit seiner Wirtschaft macht, wenn ich da an die ganzen deutschen Lobbyisten denke die im EU Parlament für die Deutsche Automobil Branche lobbyieren und die Gesetzgebung die immerwieder Ausnahmen für die lokale Autobranche erwirkt. Freier Markt und so, bla bla, aber China soll jetzt böse sein weil sie billiger produzieren können. Die Leute wollen günstige e Autos aber wenn China diese Lücke bedient ist es auch wieder nicht richtig.

Yoma

Korrekt. Die Zölle wurden quasi zum “Schutz” der europäischen Autobauer gemacht. Nur, der Bürger bezahlt den Aufpreis. Dann regt man sich über Trump auf, dabei kamen diese Zölle vor ihm. Letztens mal eine Zusammenfassung gesehen was VW so jedes Jahr an Subventionen bekommt, das geht in die Mrd.

Zuletzt bearbeitet vor 7 Monaten von N0ma
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