Warum der Krieger bei Hearthstone so gut ist, dass es schon wieder schlecht ist

Bei Hearthstone galten nach der neuesten Erweiterung die „Krieger“-Decks eigentlich als die großen Gewinner. Aber im eSport wächst sich das zum Problem aus für jeden, der auf das Deck „Bomb Warrior“ setzt. Denn die werden gezielt gekontert.

Warum war der Krieger mit den neuen Karten so stark? Als die letzte Erweiterung bei Hearthstone, „Verschwörung der Schatten“, rauskam, sah der Krieger wie der große Gewinner aus.

Denn der behielt mit „Doktor Bumm“ eine starke Helden-Karte, während viele andere Heldenkarten anderer Klassen raus rotierten und nicht mehr im Standard-Format genutzt werden konnten.

Hearthstone Dr Bumm Artwork

Zudem bekam der Warrior einige fiese neue Möglichkeiten, Bomben im Deck der Gegner zu verstecken.

Der Trend ging ohnehin eher zu langsamen Controll-Decks durch den Archivar, es schien alles zu Gunsten des defensiven Kriegers zu laufen.

Gerade das „Bomb Warrior“-Deck war beliebt. Tempo-Storm hat das in seinem Meta-Snapshot aktuell auf Platz 2 liegen.

Die Idee der Decks: Man baut viel Defensive auf und plant, dass eine Vielzahl von Bomben im Deck der Gegner den nach und nach erledigen. Man sitzt die Spiele sozusagen aus.

Das sind die stärksten neuen Decks in Hearthstone und so kontert ihr sie

Viele bereiten sich intensiv auf Warrior als Gegner vor

Das ist jetzt das Problem: Wie dotesports berichtet, wird die Beliebtheit des Warriors ihm jetzt auf höchsten Niveau im eSport ein wenig zum Verhängnis.

Denn zum Start der „Grand-Master“-Tour in Las Vegas haben erfahrene Profis vorhergesehen, dass viele auf den „Bomb Warrior“ setzen würden.

Gerade Neulinge, die nicht wissen, was sie auf einem LAN-Turnier erwartet, würden auf die „sichere Wahl“ setzen, den Bomb Warrior, haben sie spekuliert.

Daher haben sich die Taktiker ausgiebig damit auseinandergesetzt, wie sie Decks erstellen, die sicher gegen den Krieger gewinnen können und mit ihnen experimentiert und geübt.

Großmeister wie Paul „Zale“ Nemeth oder Ryan „Purple“ Murphy-Root hätten sich in Streams intensiv damit beschäftigt, wie sie sicher den „Bomb Warrior“ besiegen, weiß Dotesports.

Hearthstone Oakheart artwork

Das ist jetzt das Ergebnis: Wie Dotesports berichtet, war der Warrior tatsächlich die mit Abstand meistgespielte Klasse am ersten Tag des Turniers. Es gab 1399 Games mit dem Warrior, fast doppelt so viel wie mit der zweitmeistgespielten Klasse, dem Schurken.

Aber nach dem ersten Tag hatte der Warrior nur eine 48% Win-Rate, die geringste unter den Top-4-Klassen.

Decks von Schamanen und Jägern zerstörten den Warrior im Turnier – gegen die holten Krieger nur 38% bzw. 42% Wins – das ist tödlich.

Wer Zeit investiert hat, um seine Decks so zu gestalten, dass sie den Krieger kontern, hat diese Zeit also wohl gut investiert.

Eine der besten Hearthstone-Karten gab es umsonst

Magier dominieren eSports-Turnier, holen den Sieg

Wie sah es im Finale aus? Im Finale der Masters gewann der Spieler Dog mit Magier gegen Gallon, der auf einen Krieger setzte.

Die Schluss-Phase des Turniers könnt Ihr hier sehen:

Bei der Deck-Liste von Dog (via hearthpwn) sieht man, dass er sich auf Krieger eingestellt hatte. Neben Harrison Jones hatte er auch einen Säurehaltigen Schlamm dabei, um Waffen des Kriegers zu zerstören.

Welche Klassen waren im Finale vertreten? Im neuen „Specialist-Format“ bei Hearthstone spielen die Grandmaster nur eine Klasse, die aber in drei Deck-Variationen. Bei den Top 8 waren:

  • 5 Magier
  • 2 Krieger
  • 1 Schurke

Der Krieger spielte also im Turnier durchaus eine wichtige Rolle, aber war lange nicht so dominant, wie man aus der großen Anzahl der mit ihm gespielten Matches hätte ableiten können.

Verschwörung der Schatten hat Hearthstones größtes Problem gelöst
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Quelle(n): dotesportshearthpwn
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