Twitch-Streamerin Fibii zeigt stolz ihre eigene KI, doch der Chatbot fliegt ihr so schnell um die Ohren, dass sie ihn nur Tage später löschen muss

Twitch-Streamerin Fibii zeigt stolz ihre eigene KI, doch der Chatbot fliegt ihr so schnell um die Ohren, dass sie ihn nur Tage später löschen muss

Streamerin Fibi „Fibii“ Pfeifer streamt schon einige Jahre auf Twitch und hat vor kurzem ihren eigenen KI-Chatbot gelauncht. Das Projekt wurde von der Community jedoch stark kritisiert. Nach einigen Tagen stellte Fibii den Chatbot ein, da sie einsah, was für Gefahren das Projekt in sich hatte.

Was ist das für ein KI-Chatbot? Den KI-Chatbot von Fibii kann man sich wie einen normalen Chatbot vorstellen, mit dem man chatten kann. Der Fibii-Chatbot hat zusätzlich die „Persönlichkeit“ der Twitch-Streamerin. Er ist darauf programmiert, die Antworten so wie Fibii selbst zu schreiben.

Dafür hat die Twitch-Streamerin, wie sie in ihrer Ankündigung sagte, das Programm selbst trainiert. Das Chatten ist eine kostenlose Funktion, bot aber nur eine begrenzte Anzahl an Fragen, die man stellen konnte.

Wollte man mehr chatten, so konnte man Abo-Modelle in Höhe von 1,49 Euro oder 4,99 Euro im Monat abschließen. Hinzu kam eine Art Leaderboard, bei dem die Nutzer höher geranked wurden, die sich schon länger mit dem Chatbot unterhalten.

Fibii gehört zu einer der deutschen Twitch-Streamerinnen, die ihr auf jeden Fall kennen solltet:

3 deutsche Twitch-Streamerinnen, die ihr kennen solltet

Community kritisiert Chatbot, Fibii realisiert Fehler

Was ist die Kritik? Die Community wies Fibii schnell auf die potenziellen Gefahren hin. Beispielsweise würden so parasoziale Beziehungen, die die Zuschauer gegebenenfalls zu der Twitch-Streamerin haben, gefestigt werden oder sie würden durch den Chatbot entstehen können.

Parasoziale Beziehungen können zwischen Personen des öffentlichen Lebens, wie z. B. Schauspielern, Musikern oder Influencern, und ihren Zuschauer entstehen. Dabei entwickelt der Zuschauer eine scheinbar persönliche Bindung zu der Medienfigur; diese ist allerdings nur einseitig. Trotzdem fühlt sich der Zuschauer der berühmten Person nahe und kann auch eine emotionale Beziehung zu ihr aufbauen.

Das birgt potenzielle Risiken mit sich, weil sich der Zuschauer in eine solche Bindung hineinsteigern kann, die Empfindungen aber nie erwidert bekommen wird. Im schlimmsten Fall sind diese Menschen nicht nur unglücklich, sondern können auch in problematisches Verhalten, wie z. B. Stalking, abgleiten.

Der User TwitchSpion zeigte sogar auf, dass der KI-Chatbot die eigenen Taten der Twitch-Streamerin verurteilte (via X.com):

User TwitchSpion auf X kritisiert Twitch-Streamerin Fibii.

Hinzu kam, dass das Programm wesentliche Sicherheitslücken aufwies und es so simpel war, die Daten der Nutzer auszulesen.

Wie reagierte Fibii? Fibii nahm die Kritik an und postete zunächst ein Statement auf X, in dem sie sich entschuldigte und beteuerte sich den Konsequenzen vorher nicht bewusst gewesen zu sein. Mittlerweile ist dieses Statement jedoch gelöscht worden. Die Twitch-Streamerin zog daraufhin Konsequenzen und löschte den Chatbot kurzerhand.

In einem weiteren kurzen Statement in ihrem Twitch-Stream (via twitch.tv) sagte Fibii unter anderem, dass sie „nicht darauf gekommen“ wäre, dass Menschen eine parasoziale Beziehung zu ihr mithilfe des Chatbots entwickeln könnten. Sie hat dann in „einer kurzen Schlussreaktion“ den Chatbot gelöscht.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Twitch-Streamerin Fibii für ihr Verhalten kritisiert wird. Als sie einen ihrer Livestreams während der Fahrt aus dem Auto streamte, reagierte ihre Community entsetzt: 18-jährige Twitch-Streamerin fährt so unverantwortlich, dass Zuschauer der Polizei Clips schicken wollen

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Gummipuppe

Ich bezahle also dafür, das ich eine „intensivere“ Unterhaltung mit einem Chatbot führen darf? Das nenne ich mal echt Fan-Pflege – es wird immer verrückter.

Yoma

Der User TwitchSpion zeigte sogar auf, dass der KI-Chatbot die eigenen Taten der Twitch-Streamerin verurteilte (via X.com):

Gut gefragt.

Wollte man mehr chatten, so konnte man Abo-Modelle in Höhe von 1,49 Euro oder 4,99 Euro im Monat abschließen. Hinzu kam eine Art Leaderboard, bei dem die Nutzer höher geranked wurden, die sich schon länger mit dem Chatbot unterhalten.

Da hat sich aber jemand richtig Gedanken gemacht. 😮 Mir scheint da tummeln sich im Hintergrund Firmen, die den Streamern dann diese zweifelhaften Angebote schmackhaft machen.

Nachwievor ist mir aber schleierhaft warum man sich mit einem Computer unterhalten möchte, außer für Informationszwecke. Frei nach Battlestar Galactica – Toaster.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von N0ma
mein-mmo-2F

Mein ich auch. 🙂
Wenn man die Begriffe “parasoziale Beziehung” und “Geld aus der Tasche ziehen” zusammen durchgooglet, kann ja eigentlich nichts anderes als eine negative Antwort dabei herauskommen.

K-ax85
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