Wie geht’s ESO: Blackwood einen Monat nach Release?

In The Elder Scrolls Online ist nun schon knapp ein Monat vergangen, seit das neueste Kapitel Blackwood erschien. Doch wie kommt die neue Erweiterung bei den Fans an und was hat sich alles im Spiel getan? Wir von MeinMMO haben für euch nachgesehen.

Wie lief der Launch? Zu großen Überraschung der Community lief dieses Mal tatsächlich alles glatt. Der Launch von Blackwood kam mit einer großen Online-Show daher und das neue Kapitel wurde ohne Probleme und Schwierigkeiten implementiert. Nach dem Fiasko im Jahre 2020 beim Greymoor-Launch war das umso erfreulicher.

Doch leider war die Zeit nach dem Launch von Blackwood nicht ganz frei von Problemen.

Was hat sich in dem Monat nach Launch getan?

Wie sieht es mit den Spielerzahlen aus? Die Entwickler veröffentlichen zwar keine konkreten Zahlen, doch wenn man sich die Zahlen auf Steam (via Steamcharts) ansieht, sieht man eine klare Steigerung. So wurde ESO in den letzten 30 Tagen im Schnitt von 21.232 Spielern zugleich gezockt (Stand 30. Juni 2021). Das ist eine Steigerung von über 11 Prozent zum Vormonat, wo nur ca. 18.000 Spieler im Schnitt online waren.

Was gab es für Probleme? Ein größeres Problem gab es dann aber doch noch, denn das schicke PS5-Performance- und Grafik-Update konnte bei vielen Usern nicht implementiert werden. Es wurde eine Disk vorausgesetzt, die viele User nicht hatten, da sie eine digitale Version nutzten. Durch die Bemühungen von Bethesda und Sony konnte aber ein Workaround gefunden werden und schließlich ein Fix.

Wie kamen die neuen Features an?

Wie kamen die Gefährten an? Das große neue Feature von Blackwood war nicht etwa eine neue Klasse, sondern NPC-Gefährten, die euch beim Questen unterstützen sollen. Die hatten es aber von vornherein schwer, denn die Mehrheit der Spieler hatte fest mit einer Klasse gerechnet und war entsprechend enttäuscht. Auch nach dem Release wollen die Gefährten nicht so recht zünden. Zwar loben diverse Fans die Sprüche der Gefährten und das Gefühl, nicht allein zu sein.

Doch wirklich nützlich sind die NPCs wohl nur für neue Spieler. Wer schon weiter ist, braucht sie nicht wirklich und fühlt sich oft sogar von ihnen belästigt. Daher machen sich manche Spieler erst gar nicht die Mühe, beide Gefährten freizuspielen.

Andere Spieler würden die Gefährten gerne öfter mitnehmen, wenn man sie wenigstens anpassen könnte. Denn so wie es derzeit läuft, rennen zig Klone derselben zwei Hansel in Tamriel an der Seite der Spieler herum.

ESO Companion System
An den Gefährten scheiden sich noch die Geister.

Wie spielen sich die neuen Oblivion-Portale? Eine Neuerung, die besser ankommt, sind die neuen Welt-Events namens Oblivion-Portale. Deren Gameplay hat nicht nur unseren MeinMMO-Autor Alexander Leitsch begeistert. Denn anders als bei Gramstürmen oder Drachen kann man hier auch mit kleineren Gruppen etwas erreichen und hat nicht nur ein großes Massengekloppe, sondern einen Weg mit mehreren Bossen, auf dem man sich bis zum finalen Obermotz durchschlägt.

Was hatte es mit dem neuen Super-Item auf sich? Einen nachhaltigen Einfluss auf das Spiel hat das neue mystische Item „Watkilt eines Harpuniers“. Das ist irre stark und jeder will es haben. Doch um es zu bekommen, muss man einen elendigen Grind nach Spuren absolvieren, was wiederum viele Spieler frustriert hat. Wenn ihr es auch versuchen wollt: Unsere Autorin MiezeMelli hat einen Guide dazu verfasst, wie ihr das Watkilt eines Harpuniers bekommt.

Welche Updates kamen noch? Mitte Juni kam ein Update zu Update 30, welches die Grundlage von Blackwood bildete. Darin war ein heiß ersehntes neues Feature enthalten, mit dem ihr euch Premium-Items aus Lootboxen ohne Echtgeld verdienen könnt. Der Grind, um diese „Bestrebungen zu bekommen“, ist allerdings gewaltig.

Wie lief der neue Raid? Die neue Prüfung (So heißen die Raids in ESO) heißt Felshain und wurde schon bezwungen. Die Gilde Calamity schaffte die Instanz weltweit als erste im Speedrun, Hardmode und ohne, dass jemand dabei gestorben war. Das Video zum Raid findet ihr hier.

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Das sagen die Fans

Das sind die positiven Stimmen: Das Feedback der Fans fällt weitgehend positiv aus. Bei einer Umfrage im deutschen Forum war ein großer Teil der Befragten klar der Meinung, dass es sich um ein gelungenes neues Kapitel handele. Einige der Stimmen aus der Community haben wir hier für euch gesammelt:

  • Hämähäkki: „Also ich bin im Vergleich zu Greymoor auf jeden Fall zufriedener. Bis auf ein paar kleinere Bugs ist mir nichts Wildes aufgefallen.“
  • Shadow_CH: „Ich mag die Hauptstory, das Gebiet ist schön gemacht und auch die Gewölbe und Verliese sind toll! Von den Gefährten bin ich sogar positiv überrascht (kommt wohl drauf an, welche Erwartungen man an sie hatte). Besonders gut gefallen mir die zahlreichen Zufallsbegegnungen in diesem Gebiet, die dem ganzen mehr Leben einhauchen. Auch die Oblivion-Portale gefallen mir, da sie mal eine tatsächliche Abwechslung zu Dolmen / Geysiren / Drachen / Gramstürmen sind. Die meisten Bugs stören mich nicht groß, denn das hatten wir schon deutlich schlimmer (ich schaue in deine Richtung Markarth)“

Das ist ein negativer Beitrag: Allerdings mag nicht jeder das neue Kapitel. Die negativen Stimmen sind zwar klar in der Unterzahl, aber der Kommentar von User PhalasSP steht hier stellvertretend für die Kritik am Kapitel:

Der Questumfang für ein Vollpreis-Addon ist wohl eher ein Witz. Und da beschweren sich Spieler über den Inhalt einer WoW-Erweiterung? Die sind mindestens 10-mal so Umfangreich und das ohne die Patches, die folgen.

Nicht mal ein 5er Dungeon hat es in das normale Addon geschafft, sondern nur in den Pre-DLC. Dazu keine neue Arena etc. Wie kann man da begeistert sein?

Nach nicht mal 6h waren alle Quests im Dunkelforst durch. Dazu wieder keine Itemlevel-Anpassung. Und bis auf die letzte Quest waren alle wie 08/15 inszeniert von den Quests. Denke, in der heutigen Zeit kann man da besseres erwarten.

Was soll man überhaupt farmen im neuen Addon? Bis auf Einrichtungsitems und Handwerksstile ist alles nutzlos. Aber vielleicht hat ESO auch nur noch das Ziel, ein P2Collect-Spiel zu werden und Progress und Endcontent etc. sind ihnen egal. Was man gut an dem Itemlevel-Sytem erkennen kann …

Das Spiel scheint nur noch dazu da zu sein, um Handwerksstile und Einrichtungsitems zu sammeln und zu kaufen.

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Das kommt noch im Laufe des Jahres

Das sind die weiteren Pläne für 2021: Wie jedes Jahr ist auch das Kapitel Blackwood Teil eines großen Handlungsbogens, der in insgesamt 4 Phasen erzählt wird. Phase 1 und 2 sind bereits erledigt. Im 3. Quartal 2021 kommt dann mit dem DLC Waking Flame mit zwei weiteren Dungeons, in denen die Handlung weitergeht.

Das große Finale wartet dann im 4. Quartal auf euch. Da geht es in die „Deadlands“, dem Reich vom Oberschurken Mehrunes Dagon.

Mehr Infos zu den kommenden DLCs und Inhalten in ESO erfahrt ihr hier.

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Zuna-Kun

“Der Grind, Bestrebungen zu bekommen, ist gewaltig”

•Tötet 2 Reptilien

•Verwertet einen Gegenstand

•Tötet x Gegner

Jaaaaa…. Der Grind ist so rieeeeesig

Damian

So sehr ich die Welt von Tamriel auch mag, die fehlende Weiterentwicklung des Chars ist und bleibt ein grundlegendes Problem des Spiels. An keiner Stelle freut man sich über den Loot oder über eine tolle Questbelohnung. Alles Ramsch und überflüssig. Nach einer langen Questserie bekommt man z.B. einen Bogen als Belohnung, den man als Magicka Klasse überhaupt nicht nutzen kann und der zumeist ohnehin schlechter ist, als der Set-Bogen den ich mir herstellen kann. Das Questsystem motiviert nicht.

Corbenian

Ich muss auch sagen, dass ich vom Addon relativ enttäuscht bin. Die anderen Addons haben einen mehr gepackt. Meine Kritikpunkte sind eigentlich:

  • Die Story ist bislang verhältnismäßig lahm. Das war bei den anderen Addons gänzlich anders. Vor allem Greymoor hat einen sofort mitgenommen und begeistert.
  • Die Begleiter gefallen mir, aber sie wirken noch SEHR unausgereift. Sie sterben zu schnell, sie sind zu wenig anpassbar, die Interaktion ist nur oberflächlich…
  • Die Oblivion-Portale sind die größte Enttäuschung. Man rusht da im Grunde nur durch und bleibt dann beim Boss stehen, um den Respawn alle 5 Minuten zu besiegen. Der Kampf ist nicht imposant und wenig abwechslungsreich… dazu kommt, dass man nur alle Jubeljahre mal ein Portal findet. Kein Kartensymbol… man sucht ewig nach so einem Portal. Das liegt vor allem…
  • … an der viel zu großen bzw. leeren und weitläufigen Karte. Das Areal erinnert an Cyrodiil. Nur dort verstehe ich, warum man der Gigantomanie verfallen ist – bei einem Questgebiet fällt mir jedoch das Verständnis.

Loben möchte ich hingegen Leyawin. Die Stadt gefällt mir ausgesprochen gut. Sie ist authentisch, man fühlt sich als Oblivion-Spieler an die “gute alte Zeit” erinnert und die Hubs sind vernünftig strukturiert.

Unterm Strich könnte man meinen, dass es keine Testphase vor dem Release gab – sondern wir erleben sie gerade live. Schade eigentlich. Gerade Oblivion, Mehrunes Dagon und der von unterschiedlichsten Kulturen und Rassen beeinflusste Blackwood hatten mich eigentlich sehr getriggert.

Ceallach

ich muss ganz erlich sagen ich bin entäuscht, und hab deshalb auch seit 1 monat nichtmehr wirklich gespielt. Es ging Buggy weiter wie vorher, auf der PS derzeit kaum spielbar. selbst sachen die vorher noch halbwegs gingen sind aktuell nicht spielbar.
auch die neue Landschaft und der neue Raid sind eher so semi gut…
schade habe mehr erwartet.

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