Der neue DLC Stonethorn zeigt mir wieder, warum die Dungeons in ESO so gut sind

The Elder Scrolls Online (ESO) erhält mit Stonethorn einen neuen DLC, den MeinMMO-Redakteur Alexander Leitsch bereits zusammen mit den Entwicklern gespielt hat. Die beiden neuen Dungeons haben es ihm besonders angetan.

Was ist Stonethorn? Der neue DLC zu ESO erscheint heute, am 24. August, für den PC und am 1. September für die Konsolen PS4 und Xbox One. Im Fokus der neuen Inhalte stehen zwei Dungeons, die ich bereits auf dem Test-Server ausprobieren konnte:

  • Steingarten ist ein Dungeon in der finsteren Schwarzweite und dort trefft ihr auf den Alchemist Arkasis, der wie Frankenstein versucht, verrückte und gruselige Schöpfungen zu kreieren.
  • Kastell Dorn, eine Festung der Vampirfürstin Dorn und ihrer dunklen Armee.

Zudem bietet Stonethorn eine Prolog-Quest, die zum letzten Update des Jahres, dem vierten DLC, hinführt, sowie einige technische Verbesserungen an der Performance, ein 2-Spieler-Mount und eine coole Neuerung für alle Housing-Fans.

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Was habe ich gespielt? Zusammen mit Creative Director Rich Lambert, Content-Designer Shane Slama und Dungeon-Lead Mike Finnigan habe ich mich in das Dungeon Kastell Dorn gestürzt. Im Anschluss habe ich mit zufälligen Mitspielern auch den Steingarten erkundet.

Beide Dungeons haben bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen:

  • Sie sind unterschiedlich aufgebaut
  • Bieten verschiedenste Mechaniken bei den Bosskämpfen
  • Erzählen eine interessante Geschichte
  • Sie sind optisch wunderschön anzuschauen und haben etwas von Gruselgeschichten aus meiner Kindheit. Zum einen geht es gegen Dracula (Vampirfürstin), zum anderen gegen Frankenstein (den Alchemisten).

Beide haben deshalb meine Liebe zu den Dungeons in ESO neu entflammt.

Über den Autor: Alexander Leitsch ist verantwortlich für MMORPGs auf MeinMMO. In Guild Wars 2 verbrachte er bereits über 7.500 Spielstunden, doch auch der Vorgänger GW1, Black Desert, SWTOR, WoW Classic oder ESO beschäftigen ihn regelmäßig.

Zuletzt hat er auch das MMORPG Crowfall in der Beta ausprobiert und seine Erfahrungen zusammengefasst.

Sinnvolle Trash-Mobs und spannende Mechaniken in Kastell Dorn

Bevor es mit dem Dungeon losgeht, gilt es erstmal ein gutes Team auf die Beine zu stellen. Glücklicherweise übernimmt der Dungeon-Lead Mike Finnigan die Rolle des Tanks und auch der Heiler wird schnell vergeben. ESO setzt in Dungeons auf eine klassische Holy Trinity aus einem Tank, einem Heiler und zwei DDs.

Ich wiederum kann mich im Dungeon also in Ruhe auf Schaden und die verschiedenen Mechaniken konzentrieren.

Von der Schwierigkeit bleiben wir im normalen Modus. Für Veteranen gibt es aber auch eine höhere Schwierigkeitsstufe, in der die Bosse stärker werden und neue Mechaniken bekommen.

Castell Dorn Bild
So wunderschön und atmosphärisch sieht das Castell Dorn aus.

Worum geht es in Kastell Dorn? Im Kastell Dorn, einer wirklich wunderschönen und sehr atmosphärischen Burg, versucht die Vampirfürstin Dorn eine Armee aus Vampiren aufzustellen. Zusammen mit Gwendis und dem Vampir Talfyg versuchen wir die Festung zu stürmen und ihren Machenschaften Einhalt zu gebieten.

Doch das ist gar nicht so leicht.

Die ersten Bosse: Schon nach wenigen Kämpfen treffen wir auf die Grausige Tindulra, den ersten von 5 Bossen in dem Dungeon. Tindulra arbeitet mit sehr vielen Flammen-Effekten und AoE. Wer hier zu langsam reagiert, verliert schnell sein Leben, wie es auch Rich Lambert in unserem Durchgang passiert ist.

Nach dem ersten Boss betreten wir die Burg und treffen auf die ersten Vampire. Talfyg, der uns zur Burg geführt hatte, lässt uns in einer Falle zurück und flieht. Später wird er dafür noch die Quittung von uns bekommen.

Erstmal geht es jedoch gegen das Blutzwielicht, eine schrecklich aussehende Kreatur, die ständig versucht, mich in ein Becken mit Blut zu ziehen. In diesem Becken erleidet man viel Schaden. Hier hilft nur die richtige Positionierung an der Wand oder geschicktes ausweichen.

ESO Castell Dorn Vampir Blutbecken
In dieses Becken solltet ihr euch nicht ziehen lassen.

Zudem hat das Blutzwielicht kleine Diener, die ihn ständig heilen. Diese sollte man zügig ausschalten, besonders im schweren Modus.

Ein Sieg über die Kreatur gelingt uns diesmal jedoch ohne einen toten Mitspieler.

Selbst der Trash hat Sinn: Auf dem Weg zum dritten Boss weisen mich die Entwickler auf ein Detail hin, das ich an ESO immer sehr schätze:

  • Trash-Mobs zwischen den Bossen enthalten meist Mechaniken, die beim Boss-Kampf danach eine Rolle spielen. So lernt man spielerisch und leicht das, was man später unbedingt wissen muss.

Vor dem dritten Boss lerne ich die Mechanik mit den Spektralen Sensen kennen, die sich auf Kadaver werfen lässt, um daraus nützliche Diener zu gewinnen, die uns im Kampf unterstützen. Genau das wird im nächsten Kampf benötigt, sonst wird es schwer gegen Vaduroth, einen Daedra, der bereits tote Vampire nochmal wiederbeleben kann.

Zwar ist ESO nicht das einzige MMORPG, das eine solche Erklär-Mechanik nutzt, doch trotzdem ist es ein kleines Detail, das in den Dungeons immer wieder gut umgesetzt wird.

ESO Kastell Dorn Armee
Im Kastell Dorn warten allerhand gefährliche Kreaturen auf uns.

Auf zu Vampirfürstin Dorn: Boss 4 wiederum ist Talfyg, der Vampir, der uns im Laufe des Dungeon-Runs hintergangen hatte. Er hat als besondere Mechanik Gargoyles, die er aktivieren kann. Dabei wird immer der Gargoyle aktiv, dem der Boss am nächsten steht.

Durch geschicktes Kiten und die richtige Strategie könnt ihr so bestimmen, ob ihr lieber gegen langsame Nahkämpfer oder gegen schwächere, aber dafür direkt aktive Fernkämpfer antreten möchtet. Insgesamt müsst ihr gegen 3 der 6 Gargoyles antreten. Im Veteranen-Modus hingegen werden alle aktiv.

In diesem Kampf greift auch Gwendis mit ein oder nutzt CC für die Gargoyles. Eine nützliche Ergänzung für das Team also!

ESO Gwendis
Gwendis begleitet euch in beiden Dungeons des neuen DLCs.

Im großen Finale wartet dann die Vampirfürstin selbst auf euch. Sie hat die besondere Mechanik, dass sie mehrmals im Kampf verschwindet und den ganzen Raum verdirbt. Nur ein kleiner, sich bewegender Kreis ist sicher. In diesem müsst ihr euch durch den Raum bewegen und Diener von Fürstin Dorn besiegen, damit diese wieder auf den Boden zurückkehrt.

Allerdings versuchen die Vampire euch immer wieder aus der sicheren Zone herauszuziehen. Hier muss ich stets wachsam sein und ausweichen, was mir zweimal nicht gelingt. Doch dank eines guten Heilers überlebe ich die Aktionen gerade so.

Ansonsten arbeitet auch die Vampirfürstin mit vielen AoE-Feldern und verschiedenen Angriffen. Sie erinnert von den Mechaniken eigentlich nicht an einen generischen Dungeon-Kampf, sondern eher an einen Raid-Boss in anderen MMORPGs. Nur werden hier die Fehler etwas mehr verziehen.

ESO Vampirfürstin Dorn Kampf
Das helle, sich bewegende Feld dürft ihr nicht verlassen, sonst gibt es ordentlich Schaden.

Geheime Wege und viele Rätsel im Steingarten

Worum geht es im Steingarten? Der Alchemist Arkasis hat ein Laboratorium eingerichtet und versucht dort neue Monster zu kreieren. Er hat es geschafft Steinhüllen Leben einzuhauchen, was man bereits in der Erweiterung Greymoor erleben konnte.

Neben diesen Kreaturen warten hier auch viele Werwölfe auf euch, als Pendant zu den Vampiren im Kastell Dorn.

Wie ist der Dungeon aufgebaut? Während Kastell Dorn linear verläuft und klassisch 5 Bosse beinhaltet, ist Steingarten deutlich mysteriöser gestaltet. Es gibt verschiedene Items, die ihr sammeln, und Geheimnisse, die ihr entdecken könnt und teilweise auch müsst, um im Dungeon voranzukommen.

Der erste Boss im Dungeon ist ein riesiger Werwolf, der jedoch von meiner Gruppe und mir schnell besiegt wurde. Mir persönlich gefällt dabei die Optik des Dungeons sehr, immerhin erinnert alles an einen abgedrehten Professor und es hat auch etwas SciFi-artiges.

ESO Steingarten Charus
Im Steingarten sieht alles etwas abgedreht und verrückt aus.

Die Geheimnisse in Steingarten: Nach dem ersten Boss und einigen Stein-Kreaturen kommt ihr an die erste Stelle mit Geheimnissen in dem Dungeon. Hier möchte ich euch nicht zu viel spoilern, aber ihr könnt euch mit der richtigen Strategie zusätzliche Buffs besorgen.

Außerdem könnt ihr im Dungeon mit Hilfe von Tränken vorübergehend zu einem gigantischen Werwolf werden. Zu Beginn gibt es davon recht wenige, später werden es immer mehr.

Im Dungeon gibt es zudem 3 Blood Knights, die ihr bezwingen könnt, um den Endboss Arkasis einfacher zu machen. Oder ihr lasst sie stehen für etwas mehr Herausforderung.

ESO Steingarten Stein-Monster
Arkasis geht im Steingarten verrückten Experimenten nach.

Der Kampf gegen Arkasis: Während des Kampfes gegen Arkasis läuft Gwendis durch den Raum und sabotiert die Geräte des Alchemisten. Das ist auch bitter nötig, denn nach jeder Welle von Gegnern, die wir besiegen müssen, transformiert sich der Boss und wird stärker als zuvor.

Ihr seid außerdem in diesem Boss-Fight in der Lage, euch wieder in einen Werwolf zu verwandeln und so gegen die Stein-Monster von Arkasis anzutreten. Und der Kampf Werwolf gegen Stein-Riese sieht optisch einfach fantastisch aus.

Am Ende gelingt es uns Arkasis zu bezwingen und den Dungeon zu beenden. Hier bin ich vor allem gespannt, wie der Kampf wohl im Veteranen-Modus aussieht.

Das sind die 5 verrücktesten Bosse im MMORPG ESO

Nicht alles an den Dungeons ist perfekt

Sowohl Kastell Dorn, als auch Steingarten haben mir beide viel Spaß gemacht. Sie sind atmosphärisch gelungen, führen die Geschichte rund um das „Schwarze Herz in Skyrim“, die Obergeschichte des gesamten Jahres in ESO, fort und bieten zahlreiche Mechaniken, die man erstmal kennenlernen muss. Oder eher müsste.

Denn zumindest im normalen Modus hatte ich das Gefühl, als würden hier Perlen vor die Säue geworfen. Die Mechaniken können meist mit viel Schaden umgangen werden und nur wenige Fehler sind wirklich tödlich. Das ist gut für Spieler, die einfach nur locker die Geschichte erleben und dabei keine zu großen Herausforderungen erleben wollen.

Für die anderen gibt es den Veteranen-Modus. Spannend ist in diesem Zusammenhang die Aussage von Mike Finnigan, dass die Entwickler zuerst die schwere Version der Dungeons erstellen und danach die Mechaniken weiter nach unten bringen, um einen angenehmen Schwierigkeitsgrad zu haben. Das scheint aus meiner Sicht die genaue richtige Herangehensweise zu sein. Andersherum lernt man zwar in der „Noob-Version“ den Boss kennen, aber der hat plötzlich im Hard Mode ganz neue Mechaniken. Hier werden die Mechaniken einfach nur simpler gemacht für die Einsteiger.

ESO Harrowstorm Titel
Schon Anfang des Jahres erschien mit Harrowstorm ein DLC voller Dungeons.

Ein Punkt jedoch, der mich persönlich bei ESO immer etwas stört, ist die Politik der DLCs. Wer kein monatliches Abo (ESO+) besitzt, kann die neuen Dungeons nur betreten, wenn sie für Kronen gekauft werden. Das kann mitunter teuer werden, wenn man denn alle DLCs besitzen möchte.

Das war einer der Gründe, warum ich die coole Greifhaken-Mechanik aus Harrowstorm bisher nie auf dem Live-Server erlebt habe.

Die beiden neusten Dungeons allerdings werde ich mir zulegen, auch um nochmal die wundervolle Atmosphäre genießen zu können.

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Xhnnas

Also die mittlerweile 38/40 Dungeons waren der Grund warum ich nach 6 Jahren mit ESO aufgehört habe. Ich war „casual“ Spieler. Vielleicht 1-2 mal die Woche für ein Paar Stündchen online. Eine Gruppe generell über die Gruppensuche zu finden war schon schwer. Einen spezifischen Dungeon für eine Quest oder ein eher unbekanntes Rüstungsset eher unmöglich.

Es wurden nur 2arten von Dungeons gemacht:
– Aktuelle Gelöbnisse
– Die wo die Standardsets droppen.

Wenn man mal eine Gruppe gefunden hatte auf normal, wurde da durchgerannt als ob es um jede Sekunde geht.
Heroisch habe ich mich trotz CP~700 mit keinem Charakter getraut. Es wurde nichts erklärt und man wurde gekickt wenn man nicht performt. Gerade als DD ist man ja beliebig austauschbar.

Im Endeffekt habe ich dann die letzten Paar Monate nur noch alleine gespielt und keinen Dungeon mehr besucht. Klar, es gibt genug content für Solo Player, ab er auch genug andere Single Player Spiele die spannender sind.

Edit: man sollte die Dungeons einfach reduzieren bzw. Saison bedingt öffnen/Schließen und auf maximal 10 stück begrenzen.

N0ma

Meine Frage wäre spielt die neuen Dungeons überhaupt einer. Zu meiner Zeit war es schon schwierig für die neuen Dungeons Leute zu finden die sich damit auskannten. Wenn 3 von 4 Leuten planlos durch nen Veteran latschen macht das keinen Spass.

CptnHero

hab gerade erst aufgehört mit Eso aus unter anderem diesem Grund.
Ich wollte eigentlich die ganzen Dlc achievements angehen, aber nach 2 wochen rumfragen in den gilden und discords, hatte ich die schnauze voll.
Zum release findest sicher leute…aber sobald diejenigen die Achievements haben, gehen die meisten nie wieder rein.
Hatte am Ende wirklich das Gefühl, dass ich als Mann eher nen Termin beim Frauenarzt bekomme, als nen Termin für einen Dlc Dungeonrun hinzubekommen 😐

N0ma

Den Eindruck hatte ich auch Achievement abhaken, das wars. Dazu muss man dann nur eine Gruppe finden wo die anderen 3 Leute wissen was sie tun.

mordran

Dann testet halt mal Veteran Modus.

Der ist richtig heftig:

https://www.youtube.com/watch?v=3qXTUfnieio

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