3 Dinge, die sich alle anderen MMORPGs von Guild Wars 2 abschauen und 3 Fehler, die sie vermeiden sollten

Guild Wars 2 gehört zu den erfolgreichsten westlichen MMORPGs auf dem Markt und hat einige Dinge anders gemacht, als seine Genre-Kollegen. MeinMMO-Redakteur Alexander Leitsch hat einige positive und negative Aspekte zusammengetragen, an denen sich seiner Meinung nach andere MMORPGs orientieren sollten.

Guild Wars 2 erschien 2012 und hat einige interessante Ansätze. So setzt das MMORPG auf ein Skallierungs-System, durch das auch Level 80-Spieler deutlich an Stärke eingebüßt haben, wenn sie in Low-Level-Gebieten unterwegs sind. Zudem verzichtete es lange Zeit auf eine Holy Trinity und klassische Inhalte wie Raids oder eine Itemspirale.

Manche dieser Aspekte haben sich inzwischen verändert, andere wiederum sind geblieben. Neue MMORPGs können jedoch viel von den positiven und negativen Aspekten von Guild Wars 2 lernen. Was das genau ist, habe ich hier zusammengefasst.

Wer spricht hier? Alexander Leitsch ist der MMORPG-Experte auf MeinMMO. In Guild Wars 2 hat er bereits über 7.500 Spielstunden investiert. Doch auch in anderen Games wie WoW, ESO, Black Desert oder seit neustem Swords of Legends Online fühlt er sich heimisch.

Das sollten alle von Guild Wars 2 übernehmen

Events in der offenen Welt

Eines der größten Pluspunkte an Guild Wars 2 sind die Events in der offenen Welt. Es gibt nichts Besseres, als spontan in einer Event-Kette zu landen, an der dutzende Spieler teilnehmen und die zudem Einfluss auf die Umgebung hat.

So gibt es in dem Gebiet Harathi-Hinterland eine Reihe von Festungen, um die sich die Spieler mit Zentauren streiten. Sind alle diese Festungen eingenommen, könnt ihr gegen den Anführer der Zentauren kämpfen und guten Loot bekommen.

Ein anderes Beispiel ist die Karte Widerstand des Drachen, die einzig und allein dafür existiert, den Alt-Drachen Mordremoth herauszufordern und zu bekämpfen. Dafür startet die Karte alle 2 Stunden von Neuem und ich kämpfe mich zusammen mit anderen Spieler aus dem Norden bis in den Süden der Karte. Am Ende wartet dann der Alt-Drache selbst, der zudem minutenlang Gegenwehr gibt und immer wieder ganze Spielergruppen auslöscht.

GW2 Mordremoth
Der Alt-Drache Mordremoth ist einer der Weltbosse im Spiel.

Diese Welt-Events in Guild Wars 2 sind deshalb so besonders, weil sie einfach überall auftauchen und immer wieder Spieler anziehen. Zwar kann ich mich auch bewusst mit Hilfe eines Timers in diese Events stürzen, aber auch ganz aus Versehen von einer großen Gruppe von Spielern mitgerissen werden.

Bei jeder neuen Karte freue ich mich schon darauf, die neuen Welt-Events oder Bosskämpfe mit einer riesigen Masse von Spielern auszuprobieren.

Das actionreiche Kampfsystem

Zwar setzt Guild Wars 2 im Grunde auf ein Tab-Targeting-System, doch es ist beeindruckend, was das MMORPG daraus macht:

  • Fast alle Fähigkeiten lassen sich im Laufen verwenden
  • Durch die Ausweichrolle spielt sich der Kampf insgesamt viel dynamischer
  • Der Waffenwechsel im Kampf ermöglicht es mir zwischen Nah- und Fernkampf frei zu wechseln
  • Es gibt viele Fähigkeiten, die mit Bewegungen zu tun haben (Sprünge, Rollen zur Seite, Teleports etc.)
  • Es gibt keinen global Cooldown auf Fähigkeiten wie etwa in SWTOR

Zudem setzt Guild Wars 2 auf ein interessantes Combo-System. Bestimmte Fähigkeiten wie Feuerwände oder ein Lavabrunnen zählen als sogenanntes “Feld”. Wer einen Finisher in einem solchen Feld verwendet, sorgt für einen zusätzlichen Effekt, wie eine Feuerexplosion oder brennende Pfeile beim Durchschießen.

Das führt insgesamt dazu, dass Guild Wars 2 eines der besten und flüssigsten Kampfsysteme aller MMORPGs bietet. Davon kann sich im Grunde jedes neue Spiel etwas abschauen, übrigens genau wie von der fairen Ausrüstung im PvP, die in Arenen niemals eine Rolle spielen sollte.

Guild Wars 2: Die besten Klassen in PvE und PvP 2021

Färbungen der Rüstung

Guild Wars 2 wird scherzhaft auch Fashion Wars 2 genannt und das aus gutem Grund. Das Spiel bietet eine Vielzahl von Rüstungen, Waffen, Rückenteilen und Kostümen, die das Aussehen meines Charakters verändern können. Dazu kommt ein Transmutationssystem, über das ich einen Skin nur einmal freischalten und dann endlos oft nutzen kann.

Das wahre Highlights von Fashion Wars 2 ist jedoch das Färbungs-System. So hat jede Rüstung oder jedes Kostüm mehrere Farbslots, die beliebig eingefärbt werden können. Derzeit (Stand 25. Juni) gibt es 606 unterschiedliche Farben im Spiel.

Wer also das Designen von eigener Ausrüstung liebt, kommt in Guild Wars 2 garantiert auf seine Kosten.

Guild Wars 2 Farben
Über 600 Farben und die Möglichkeit, jede Ausrüstung passend zu färben.

Diese Fehler von Guild Wars 2 sollten andere MMORPGs vermeiden

Die undurchsichtige Update- und Story-Struktur

Das größte Problem für Neueinsteiger ist die Update- und Story-Struktur. Denn die hat gleich zwei große Schwächen.

  • Zum einen fehlen in Guild Wars 2 bestimmte Story-Inhalte, die nie wieder nachgespielt werden können und eine Lücke in der Geschichte für Neueinsteiger hinterlassen
  • Zum anderen müssen Spieler alte Episoden kaufen, obwohl andere sie einfach gratis bekommen haben

Was ist das Problem mit der Story? Die Geschichte von Guild Wars 2 beginnt mit der Personal Story. Diese dreht sich um die Abenteuer zwischen Level 1 und 80.

Danach folgt in der Chronik die erste Staffel der Lebendigen Welt. Doch genau diese Staffel war etwas ganz besonderes, denn die Ereignisse blieben nur 2 bis 4 Wochen im Spiel. Danach wurden sie für immer entfernt. Für Spieler, die live dabei waren, war das ein spannendes Erlebnis. Für Nachzügler und Neueinsteiger jedoch fehlen etwa 1,5 Jahre der Geschichte. Diese Lücke konnten die Entwickler bis heute nicht vernünftig schließen.

Was ist das Problem mit den Updates? Wer jetzt die neuste Erweiterung Path of Fire kauft, bekommt damit Zugriff auf das Grundspiel und die erste Erweiterung Heart of Thorns. Doch dazwischen liegen immer wieder neue Staffeln mit mehreren Episoden der Lebendigen Welt.

Und diese Staffeln müssen die Spieler extra kaufen, es sei denn, sie waren live während die jeweilige Episode erschien online. Dann gab es sie gratis. So kann es auch sein, dass Spieler ein paar Episoden der Staffeln besitzen, aber nicht alle.

Im Klartext hat jemand, der heute Path of Fire kauft, Zugriff auf die folgenden Story-Inhalte:

  • Die Story des Grundspiels – Ja
  • Die Story der 1. Staffel der Lebendigen Welt – Nein, niemals
  • Die Story der 2. Staffel der Lebendigen Welt – Ja, wenn ihr bezahlt
  • Die Story von Heart of Thorns – Ja
  • Die Story der 3. Staffel der Lebendigen Welt – Ja, wenn ihr bezahlt
  • Die Story von Path of Fire – Ja
  • Die Story der 4. Staffel der Lebendigen Welt – Ja, wenn ihr bezahlt
  • Die Story der 5. und aktuellen Staffel der Lebendigen Welt – Ja, wenn ihr bezahlt, dann die letzte Episode

Ein ziemlich verwirrendes System, das bitte kein anderes MMORPG jemals einführen sollte.

Guild Wars 2 Chronik
In der Chronik könnt ihr die Geschichte nachverfolgen und bestimmte Missionen starten.

Schlechte Kommunikation mit den Spielern

Fans von so gut wie jedem Spiel dieser Welt werden sich bereits über die schlechte Kommunikation der Entwickler beschwert haben. Aber bei Guild Wars 2 hat das ein ganz neues Level für mich erreicht. Denn immer wieder hatte man das Gefühl, sie würden endlich mit ihrer Community interagieren, nur um wenige Tage später alles fallen zu lassen oder in ein Fettnäpfchen zu treten.

Das Beispiel neue Addons:

  • Vor dem Release von Heart of Thorns wurden 9 Monate lang fast täglich neue Infos geteilt.
  • Zum Release wurden die Entwickler plötzlich ganz still.
  • Nach dem Release wurde nur sehr zögerlich überhaupt auf Anfragen der Community reagiert, die jedoch mit etlichen Bugs und Problemen zu kämpfen hat. Auch die hochgestellten Erwartungen wurden nicht erfüllt. Infos zu neuem Content und der Zukunft des Spiels gab es kaum.
  • Beim nächsten Addon Path of Fire gab es ein großes Ankündigungs-Event und 1,5 Monate später erschien die Erweiterung. Hype und regelmäßige neue Infos gab es kaum.
  • Ähnlich scheint es jetzt auch mit der kommenden Erweiterung End of Dragons abzulaufen.

Das Beispiel Raids:

  • Mit Heart of Thorns bekam Guild Wars 2 die ersten Raids überhaupt.
  • Mit der Zeit kamen 6 weitere dazu, doch sie wurden qualitativ und von der Schwierigkeit her immer schlechter.
  • Seit 2 Jahren gab es überhaupt keinen Raid mehr. Auf die Frage, ob jemals wieder ein Raid kommt, antworten die Entwickler nicht.

Das Beispiel PvP:

  • Zur Beta und zum Release wurde viele von E-Sports oder großen PvP-Turnieren gesprochen.
  • Doch plötzlich war es um das Thema fast komplett still.
  • 2014, zwei Jahre nach Release, wurden dann zusammen mit der ESL die ersten Turniere gestartet. In Windeseile es Turniere um 50.000 oder auch 200.000 Dollar Preisgeld.
  • Im Sommer 2016 wurde der komplette E-Sports-Betrieb quasi über Nacht abgeschaltet. Seitdem gibt es dazu keinen Ton mehr.

Das Beispiel Chef-Etage: Eine der verrücktesten Geschichten rund um Guild Wars 2 schrieb der Game Director Mike Zadorojny, der im Oktober 2019 die Führung von Guild Wars 2 übernahm, weil der bisherige Präsident Mike O’Brien die Firma verließ. Die ersten Monate hörte man jedoch kaum was vom neuen Chef. Im März 2020 stellte sich dann heraus, dass er im November ArenaNet bereits verlassen hatte.

Hinzu kommen immer wieder Skandale oder kuriose Geschichten, wie etwa der Rauswurf der Entwicklerin Jessica Price samt Sexismus-Debatte oder misslungene Werbe-Deals wie der mit der Sandwich-Kette Quiznos, die nur in Amerika existiert und die selbst dort kaum einer kennt (via reddit).

Lohnt es sich 2021 noch mit Guild Wars 2 anzufangen?

Rein horizontale Progression

Dieser Punkt ist der kontroverseste Punkt dieser Liste. Denn eines der Markenzeichen von Guild Wars 2 ist, dass es keine Erhöhung des Level-Caps und keine Itemspirale gibt. Wer sich 2012 die maximale Rüstung – die Aufgestiegene Rüstung – besorgt hat, ist damit 2021 noch immer perfekt ausgerüstet.

Dieser Aspekt macht Guild Wars 2 wohl zum casual- und einsteigerfreundlichsten MMORPG überhaupt. Es führt allerdings auch dazu, dass einem schnell die Ziele verloren gehen.

So sehr ich als Multi-MMORPG-Spieler dieses System schätze, so sehr verstehe ich, dass Spieler deshalb irgendwann die Lust an Guild Wars 2 verlieren. Um aber langfristig Leute an ein Spiel zu binden, halte ich es für sinnvoll, regelmäßig eine Anpassung vorzunehmen, die dazu führt, dass man sich neue Ausrüstung ergrinden muss. Allerdings mit Einschränkungen:

  • Ein neues Item-Level sollte nicht zu oft eingeführt werden und nicht jeder Dungeon oder Raid gleich eine Erhöhung bedeuten.
  • Im PvP sollte die Ausrüstung grundsätzlich fair sein und keine Rolle spielen. Hier steht der Skill im Vordergrund.

Wie sieht ihr Guild Wars 2 und die hier genannten Punkte? Was bräuchte eurer Meinung nach das perfekte MMORPG? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Trotz seiner Macken gehört Guild Wars 2 zu den besten MMORPGs auf dem Markt. Welche Spiele wir von MeinMMO sonst empfehlen können, erfahrt ihr hier: Die 15 aktuell besten MMOs und MMORPGs 2021.

Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
16
Gefällt mir!
Kommentar-Regeln von MeinMMO
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Community-Aktivitäten
Hier findest Du alle Kommentare der MeinMMO-Community.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
10 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
Threepwood

Selbst Entwickler von absurd offensichtlichen Scam-Games sind transparenter und kommunikativer als Anet.
Allein dieser Umstand killt für mich ein eigentlich tolles Grundgerüst von dem Spiel. Die großen Events sind cool, einige Worldbosse auch. Farbsystem und genormtes PvP wünsche ich mir in allen MMORPGs, eine RvRvR Zone auch.
GW2 hat tolle Aspekte, keine Frage. Leider kommen auf jeden guten Aspekt aber auch drölfzig beknackte Ideen und eine Lernresistenz gegenüber dem Genre und ihrem wahnsinnig guten Guild Wars 1, dass es echt traurig ist zu realisieren, was GW2 nicht ist, aber locker hätte sein können.

Ich bin gespannt auf Cantha, primär aus der Nostalgie heraus. Erneut ist es aber wieder viiiiel zu ruhig für ein anstehendes Addon.
Ich würde mich mittlerweile aber nicht mal mehr wundern, wenn nebenbei rauskommt, dass die seit 8 Monaten insolvent sind und nur noch 4 Leute + indischen Support haben.

Abaddon

Interessant wäre doch (für mich) die Frage, was kann GW2 von anderen spielen lernen?
Es gibt so vieles in GW2, die mich, nachdem ich ein anderes MMO angeschaut habe, wieder zurück kehren lassen. Häufig sind es Kleinigkeiten wie das Inventar. Man hat irgendwann kein Platzproblem mehr. Man kann viele sofort per Mausklick in das Materiallager einlagern.
Was die Story angeht, muss man wie auch in vielen anderen MMO schon echter Fan*-Boy sein, um überhaupt noch was zu blicken. Hinzukommt, dass man auch GW1 kennen sollte, um die Story tatsächlich umfassend zu kennen, sowie ein paar Bücher. Aber ehrlich, wem interessiert schon die Story? Ich z.B. kam bei FFXIV nicht über das Tutorial hinaus. Da habe ich nicht ein Kampf machen müssen und konnte nicht einschätzen, ob die von mir gewählte Klasse mir irgendwie liegt. Was zwar am Anfang immer eher schwer ist, aber wenn man gewisse Erfahrungen mit MMOs hat, dass geht es schon noch. Vor allem hatte ich das Gefühl, dass die NPC zu den ich dort geschickt worden bin, eigentlich keine neuen Infos hatten, sondern die Texte einfach nur total hohl war. In ESO komme ich mit dem Kampfsystem nicht zurecht. Auch wie die Gegner dort kenntlich gemacht worden sind, liegt mir nicht. Über das ständig überfüllte Inventar will ich nichts sagen, da ich nicht weiß, ob es später besser wird, aber so etwas nervt massiv.

Auch kann man sich in GW2 ALLES, was es im Shop gibt, erspielen. Es gibt kein P2W oder ähnliches, was mich auch immer wieder zurückkehren ließ.

Was das es keine Charakter-Progession gibt, kann bedauerlich sein, wenn man gerne seinen Charakter Leveln möchte. Aber dafür hat Anet die Beherrschungen eingeführt, die leider nicht besonders gut durchdacht sind, da viele Beherrschungen an bestimmte Karten gekoppelt sind und daher häufig extrem Sinn entleert. Das Beherrschungssystem könnte, wenn Anet sich da was überraschendes einfallen lassen würde, extrem spannende Möglichkeiten bieten. Einiges wie z.B. das Gleiten, die Mounts oder ähnliches levelt man gerne, weil diese überall Sinnvoll sind. Aber das man z.B. nur in Blutsteinsumpf während des Gleiten spezielle Fertigkeiten hat und sonst nirgends, macht das einfach lächerlich. Davon gibt es leider zu viele.

Was andere MMO besser machen ist häufig über ein Questsystem die Überlsichtlichkeit. GW2 hat ein Erfogssystem, das so dermaßen unübersichtlich ist, dass es einfach nur als ätzend bezeichnet werden kann.

GW2 ist ein tolles Spiel und daher bin ich nachdem ich hier und da mal “fremdgegangen” bin, gerne wieder zurück, doch leider und da muss ich dir absolut recht geben Sputti, ihr eigenes Spiel nicht zu spielen und hören schon mal gar nicht auf die Community.
Alleine, dass man nicht weiß, ob die Beiträge im deutschen Forum tatsächlich gelesen werden und auch niemand dort auf anliegen der Spieler eingeht, ist eine Frechheit. Klar, sie wollen Ressourcen sparen und man soll am besten auf Reddit oder ins englische Forum schreiben. Aber selbst da weiß man nicht, was von Anet-Mitarbeiter wahrgenommen wird.

Es gäbe noch viele Pro und Contra. Später vielleicht mehr.

Hauhart

Der horizontale Progress und das RMT hat mir den Spielspaß vermießt. Durch den horizontalen Progress hat man fix sein Endgame Gear, was dann also noch tun?
Endgame ist Gold & Transmog farmen. Doch warum soll ich das tun, wenn ich mir das alles per RMT (Echtgeldtausch) & Shop viel einfacher ercheaten bzw. erkaufen kann?

Für mich ergibt das Spiel so keinen Sinn, obwohl es eins der besten MMORPGs ist.
Schade!

CptnHero

Kampfsystem is wirklich gut, keine Frage^^
Auch wenn ich später immer weniger ein Fan von den festgesetzten skills der Waffen war. Schränkt einen ziemlich hart ein.
z.b wirst du mit kurzbogen waldi, niemals mit berserker stats schaden machen, weil alles auf conditiondamage ausgelegt ist. Verschwendete Chance für eine großartige Individualisierung a la Gw1 mMn.
Die World-events auf den Maps sind für mich auch etwas, was man in anderen Games so nich oft zu sehen bekommt. Z.b Tequatl oder Jormags Diener-Drache…sehr sehr schön inszeniert^^
Aber naja….es gibt einen Grund warum viele es fashion wars nennen…und das is oft nich die Tatsache, dass man viel einfärben kann, sondern eher weil Veteranen im Endgame oft nix anderes machen als irgendwelche Skins zu farmen (legendaries, gold grinden für mount skins, whatever)
Im Grunde is das für viele der einzige Anreiz das Game monatelang weiter zu spielen.

Ich überleg häufiger mal, ob ich beim 3ten Addon wieder reinschauen soll…
Aber jedes Mal denk ich mir dann…was soll ich nach der Story und den neuen Spezialisierungen machen? Skins farmen? achievements die meist 1 AP und nen feuchten Händedruck geben?
Das Game ist mMn einfach sehr schlecht darin, Spielern einen richtig schönen Anreiz zu geben.
Geht vielleicht auch nur mir so, keine Ahnung…

Scaver

Ich stimmte bei vielem zu, aber nicht bei allem.
Ich vergleiche es immer gerne mit den MMORPGs die ich spiele und allem voran WoW.

– Events in der offenen Welt sollte es geben. Keine Frage und zwar in JEDEM MMORPG!

– Das Kampfsystem… da scheiden sich eh immer die Geister. Ich liebe es so Old School wie es in WoW ist. Ich würde das Kampfsystem aus GW2 nicht in WoW haben wollen.
Aber in GW2 liebe ich es. Denn an dem Kampfsystem hängen auch viele andere Sachen wie Mechniken von Bossen in Raids, die Synergie von Skills zwischen den Klassen usw.

– Ausrüstung färben wäre in WoW eine kleine Katastrophe. Wieso? Das liegt am Ausrüstungssystem in WoW. Es gibt jeden Raid in 4 Modi. Jeder Modi droppt, bis auf der höchste, die selbe Rüstung, nur in anderen Farben.
Mit einem Färbesystem könnte der, der den niedrigsten Modus spielt die selbe Farbe nutzen, wie der, der den höchsten oder 2. höchsten Modus spielt.
Das Farbsystem war in WoW daher auch schon immer eine Motivation dafür, Modi zu spielen die man eigentlich nicht so mag, wenn man aber die Farbe haben möchte.

Dafür hat WoW aber ein tolles Transmog System, ähnlich wie es das in GW2 auch gibt. Ich kann das Aussehen meines Items verändern in das Aussehen des Items der selben Klasse und des selben Slots.
Und wenn ich Farbe X will und bekomme die aus dem niedrigsten Modus, trage aber die Rüstung aus dem 2. höchsten Modus, dann geht das auch.

Grundsätzlich bin ich aber dafür, dass MMORPGs, wo die Farbe der Ausrüstung keine weitere Bedeutung hat, geändert werden können sollte. Und da wo die Farben eine Bedeutung haben, z.B. weil es mehrere Varianten aus verschiedenen Quellen gibt, sollte das nicht möglich sein.

Zu den Fehlern.

– Ich denke JEDES MMORPG das länger auf den Markt ist und daher viel Story hat und auch Veränderungen in der Story und der Welt erlebt hat, wird das Problem haben, dass sie für Neueinsteiger unübersichtlich ist. Ist bei WoW nicht anders. Nicht umsonst wurde da viel geändert mit Shadowlands, damit Neueinsteiger erst mal besser der aktuellen Story folgen können.

Das man aber alten Content nachträglich KOSTENPFLICHTIG freischalten muss, geht gar nicht. Zum Glück gibt es immer mal wieder Events, wo diese nachgeholt werden und dann kostenlos werden. So konnte ich mir die Teile der Lebendigen Welt zuletzt in GW2 auch endlich kostenlos freischalten.
Für Neue Spieler die dann aber da angekommen sind und nicht darauf warten wollen, ist das natürlich keine Option.

– Gut ich denke das mit der fehlenden Kommunikation kann wirklich jeder nachvollziehen und kennt jeder in irgendeinem Umfang aus diversen MMORPGs.

– Ja, der rein horizontale Progress… manche lieben ihn, ich hasse ihn! Hat man diesen erreicht gibt es nichts sinnvolles mehr zu tun. Denn gerade das ist DER KERN schlecht hin für ein MMORPG: Die Weiterentwicklung des Chars. Aber weder an Skills kann man Arbeiten, noch an Ausrüstung. Content nur des Spaßes wegen zu spielen motiviert halt nicht lange. Einen Dungeon oder Raid besuche ich “aus Spaß” im Schnitt 2-3x, dann NIE WIEDER, wenn ich da nichts anderes erlangen kann.
Selbst Erfolge motivieren nicht all zu lange. Entweder man schafft es nach ein paar versuchen oder lässt es halt auch sein.

Hier wieder mein Vergleich mit WoW: Die machen es in meinen Augen genau richtig.
Ja, jeder neue Dungeon und Raid erhöht das Itemlevel und man muss erneut farmen um es zu bekommen.
ABER: Es gibt diverse Quellen und in den Quellen meist noch unterschiedliche Modi um alle Arten von Spieler zu berücksichtigen. Sei es der Gelegenheits-Multi-MMORPG-Spieler, der Casual Spieler, der Hardcore Raider oder der Mega Fanatiker der alles immer BiS haben muss und sei der Unterschied auch nur bei 0,01%!

N0ma

“Ja, der rein horizontale Progress… manche lieben ihn, ich hasse ihn! Hat man diesen erreicht gibt es nichts sinnvolles mehr zu tun. Denn gerade das ist DER KERN schlecht hin für ein MMORPG: Die Weiterentwicklung des Chars.”

Ja aber nicht so. WoW benötigt zig Anpassungsmechaniken um diesen Gearprogress-Müll halbwegs zu kompensieren. Mit dem Ergebnis das es nie den Zustand von Balancing erreicht. Auch ist das was man gestern erreicht hat heute schon wieder nichts wert weil neues Item Level ins Spiel gebracht wurde.

Optimal wars in GW1 gelöst, max Gear 60 Kupfer. Danach hat man seine Spielfertigkeiten entwickelt auf deutsch Skills 😉 und als Charakterprogress seine Titel, Pets, Emotes, Skins. Das hat vollkommen gereicht.

Von em Weg ist GW2 leider abgerückt, keine vernünftigen Titel, keine wertvollen Pets, Skins aus der Dauerpresse und beim Gear noch eine weitere sinnlose Stufe eingebaut.

N0ma

Achja das Transmogsystem von WoW ist Mittelalter. Wie mans richtig macht kann man sich zB bei Rift anschauen. Beliebige viele Garderoben auf die man jederzeit umschalten kann und dann hat man den Skin an den man möchte.

Ich werfe WoW gar nicht vor das die so ein System mal entwickelt haben, aber das man seit dem nichts dran geändert hat.

Nico

kampfsystem ist ok, mir fehlt da aber ehrlich gesagt was. Ka was genau sind mehrere sachen, dungoens ohne holy trinity fühlen sich oft mies an. Und die skills sind auch nur ein schatten seiner selbst, die skillungen varieren einfach kaum auf max level. Zustandsbuilds bei x klassen usw Klar gibt auch andere aber das kann man dann auch ähnlich auf andere projezieren.

Dazu kommt das Guild Wars 2 eigentlich seinen namen selbst garnicht mehr gerecht wird. Guild Wars 1 war in vielen belangen einfach viel besser. GvG fehlt, oder die Kämpfe um den Aufstieg usw.

BertBrot

Wenn sie das Rumgehüpfe abschaffen, wäre schon ein großer Vorteil. Leider fühlt sich GW2 an wie ein Jump&Run in gewissen Passagen und nicht wie ein MMORPG.

Scaver

Naja das Jump&Run betrifft ja eigentlich nur das Erkunden der Welt. Wenn Du das nicht machen willst, ist es fast nicht notwendig.

Aber gerade diese Sprungrätsel machen mir schon richtig Spaß. Und ich finde sie sind in GW2 so designed, dass Sie zum MMORPG passen (mit Gegnern, Fallen, man muss einen Skill oder Buff nutzen oder besser doch nicht etc).

Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.

10
0
Sag uns Deine Meinungx
()
x