Sorry, Monster Hunter World, ich spiel lieber Dauntless – Das ist mein Grund

Das Online-Spiel Dauntless ist auf PC, PS4 und Xbox One endlich aus der Beta in den offiziellen Release übergegangen. Unser Autor Benedict hat sich das Spiel eine Weile lang angeschaut und sich ein wenig verliebt. Etwas, das Monster Hunter World nicht geschafft hat.

Seit dem Release von Dauntless am 21. Mai habe ich wieder ein paar Runden gespielt. Ich habe bereits früher gezockt, zur Beta 2018, aber nur bis Stufe 7 und nur ein paar Stunden lang. Wirklich weit kam ich nicht.

Trotzdem hat mich Dauntless damals und auch heute begeistert und zieht mich immer wieder für eine Weile in seinen Bann. Dabei konnte ich mit der inoffiziellen Vorlage, Monster Hunter, nie etwas anfangen.

Darum konnte mich Monster Hunter World nicht packen

Ich habe die Monster-Hunter-Reihe schon seit etwa 2010 mit Monster Hunter Tri verfolgt, weil mich damals ein Freund darauf aufmerksam machte. Eigentlich mag ich Action-RPGs und Geprügel mit coolen Waffen ganz gerne.

Bei Monster Hunter störte mich aber immer ein wenig, dass die Gegner nicht wirklich so erschienen, als reagierten sie auf die Schläge der Spieler.

Immer, wenn ich Gameplay sah, bestand das aus einer Gruppe, die wiederholt auf einen Gegner einschlug, den die Schläge nicht wirklich juckten. Außer, es fiel ein Teil von ihm ab.

Auch Mechaniken oder coole Events, wie sie jetzt im neuen Monster Hunter World vorkommen, haben mich nicht reißen können.

Obwohl ich bei jedem neuen Release von Monster Hunter in den vergangenen Jahren mal geschaut habe, ob es nicht doch vielleicht etwas für mich wäre, blieb ich außen vor. Und dann kam Dauntless.

Monster Hunter World Iceborn Screenshot
Monster Hunter kriegt den neuen Iceborne-DLC. Mich juckt das eher wenig.

Darum gefällt mir Dauntless

Dauntless ist, zumindest wenn man es von außen betrachtet, sehr ähnlich wie Monster Hunter. Aber Dauntless hatte, zumindest für mich, einige bedeutende Unterschiede:

  • Es hat etwas weniger Asia-Look
  • Die Waffen sahen von Anfang an interessanter aus
  • Es bietet Cross-Play zwischen PS4, Xbox One und PC
  • Die Story der zerbrechenden Welt, die wir vor der Auslöschung bewahren müssen, packt mich mehr
  • Es ist kostenlos

Besonders der letzte Punkt brachte mich dazu, es mir anzusehen – und auch, dass meine Kollegin Leya damals zum Start der Beta so von Dauntless schwärmte. Und es machte mir tatsächlich Spaß, in Dauntless der doch sehr bedrückenden Story zu folgen und die Behemoths zu jagen.

Auch die Geschichte von Dauntless spricht micht einfach mehr an. In Monster Hunter jage ich Monster, weil ich der Hunter-Gilde angehöre und es mehr oder weniger mein Job ist. In Dauntless jage ich sie, weil sie den Aether fressen, der das gesamte Gefüge der Welt zusammenhält. Töte ich sie nicht, sterben alle.

Das verlangen nach besseren Waffen und Rüstungen trieb mich dann jedoch schlussendlich weiter an – wie auch das Zusammenspiel mit Freunden.

Dauntless-Slayers
Behemoths prügeln mit der Gruppe macht schon Laune.

Zwei Kleinigkeiten, die stören

Auch, wenn Dauntless mich in seinen Bann gezogen hat, gibt es zwei kleinere Kritikpunkte:

  • Härtere Kämpfe benötigen viel Vorbereitung und Theorycrafting, um Elementar-Resistenzen und -Verwundbarkeiten auszunutzen
  • Die Kämpfe sind cool – aber immer, wenn ich eine besonders nette Combo machen will, muss ich abbrechen, um auszuweichen

Gerade der letzte Punkt nervt mich ein wenig. Dauntless bietet richtig coole Waffen, darunter sogar Pistolen für den Fernkampf. Die haben auch richtig coole Combos, aber eben nur, wenn man sie durch kriegt.

Die beiden Dinge sind aber eher kleine Übel und hindern mich höchstens daran, exzessiv zu spielen. Spaß macht Dauntless trotzdem.

Dauntless Charrogg
Dauntless hat coole Waffen, aber die sehe ich selten im vollen Einsatz.

Fazit: Warum ich lieber Dauntless spiele

Alles in Allem macht mir Dauntless großen Spaß. Besonders in kleinen Dosen. Ich mache mehrmals die Woche eine, vielleicht zwei Jagden pro Session und widme mich dann wieder anderen Dingen. So spielt es sich sehr angenehm.

Dauntless zeigt mir aber auch, dass ich Monster Hunter World nicht aktiv spielen möchte. Ich würde es höchstens genau so spielen wie Dauntless: Als Casual. Dafür wirkt mir Monster Hunter aber einfach zu komplex.

monster hunter world palico kissen header
Viele Spieler sind begeistert von Monster Hunter World. Ich nicht so sehr.

Außerdem lässt mich Dauntless auch mit Freunden auf PS4 oder Xbox spielen. Etwas, das ich persönlich sehr begrüße, auch wenn Dauntless aktuell ein paar Probleme hat:

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