CS:GO Star verurteilt, weil er vergaß, 120.000 $ Preisgeld zu versteuern – Ups

Der schwedische CS:GO-Profi Robin „Flusha“ Rönnquist bekam ordentlich Ärger mit dem Gesetz. Weil er über 100.000 Dollar Preisgeld nicht versteuerte, drohte ihm sogar der Knast.

Um wen geht es? Flusha ist ein Top-Pro-Gamer aus der Counter-Strike-Szene. Für sein eSports-Team Fnatic erzielte er zahlreiche Siege. Besonders mächtig war Flusha 2015. Dort gewann er beim ESL One Katowice und ESL One Cologne. Seinem Team brachte er durch seine Erfolge knapp eine Million US-Dollar an Preisgeldern ein, wovon ihm freilich ein Anteil zustand. Und genau da begannen die Probleme für den 27-jährigen CS:GO-Profi.

Counter-Strike-Profi wird wegen Steuerhinterziehung verurteil

Was ist passiert? Flusha bekam 2015 laut der Seite Dexerto um die 1,04 Millionen Schwedische Kronen, was in etwa 120.000 US-Dollar entspricht, als Anteil an den Preisgeldern ausbezahlt. Dabei vergaß der junge Profi jedoch, dass in Schweden Preisgelder zum Einkommen zählen und daher der Einkommensteuer unterliegen. Die liegt bei Einkommen über 675.700 Kronen bei 57 Prozent.

fnatic gewinnt esl cologne
Fnatic bei der Siegerehrung 2015 in Köln.

Flusha versteuerte jedoch das Geld nicht und irgendwann kam die Sache ans Licht. Daher wurde Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben. Flusha gab jedoch an, aus Unwissenheit und ohne böse Absicht gehandelt zu haben. Es sei ein Versäumnis gewesenen und er habe keine Steuern hinterziehen wollen.

Wie ging die Sache aus? Flusha wurde wegen Steuerhinterziehung verurteil und im schlimmsten Falle hätte er für vier Monate ins Gefängnis gemusst. Das Urteil fiel am Ende aber milder aus. Flusha muss:

  • die geschuldete Steuer-Summe plus ein Bußgeld in Höhe von umgerechnet 23.300 Dollar nachzahlen
  • 120 Stunden Sozialarbeit leisten
  • umgerechnet 100 Dollar an einen Fond für Opfer von Kriminalität spenden

Flusha gibt an, ohne böse Absicht gehandelt zu haben, diese Profis hingegen nicht:

7 CS:GO-Profis werden gebannt, weil sie wetten und sich nichts dabei denken

Flusha ist nicht der einzige eSport-Profi, der im Spiel gewinnt, aber gegen das Finanzamt verliert. So wurde der Sieger der großen Fortnite-WM 2019 ordentlich vom Finanzamt der Stadt New York rasiert, weil er in dieser Stadt hohe Summen an Preisgeldern gewonnen hatte. Dem Sieger wurden so über die Hälfte seiner 3 Millionen Dollar Preisgeld abgeluchst.

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Sveasy

Wäre man garstig könnte man jetzt sagen „super beim zocken/Streamer aber im echten Leben nix gebacken bekommen“ aber ich bin ja nicht garstig und beschränkt mich auf ein 🤦‍♂️

Tapir

Bei 57% Abzügen kann man das durchaus mal „vergessen“.

Andy

Kann man ja mal vergessen

Incursio

Dann kann er vielleicht bald im Knast das Klo spühlen 😂

Lp obc

Aus Versehen? Hmmmm

Zord

Unwissentheit schützt nunmal vor Strafe nicht. Denke das wir solche Geschichten in den nächsten Jahren noch öfters hören werden, vor allem von Twitch Stars.

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