Chef eines harten Survival-Games auf Steam sagt, ein Konkurrent hat seine Assets geklaut, fordert die Löschung

Chef eines harten Survival-Games auf Steam sagt, ein Konkurrent hat seine Assets geklaut, fordert die Löschung

Seit Jahren gehört Rust zu den größten Spielen auf Steam und das, obwohl das Survival-Game ziemlich hart ist. Genauso hart fordert der Chef des Spiels jetzt die Löschung seiner Assets aus einem anderen Titel, der diese geklaut haben soll.

Um welche Assets geht es? Videospiele werden aus tausenden Objekten zusammengebaut. Die sogenannten Assets können dabei alles sein: Möbel, Waffen, Charaktere oder wie in diesem Fall: Sprengladungen.

Der Chief Operating Officer und Unternehmensleiter von Entwicklerstudio „facepunch“, dem Unternehmen hinter dem Survival-Spiel Rust, hat sich zuletzt ein Video zum Shooter Delta Force angesehen. Doch im Gameplay entdeckt er ausgerechnet eine Sprengladung, die einer seiner Mitarbeiter für Rust erstellt hat.

Dabei handelt es sich nicht nur um ein ähnliches Asset, sondern klar um exakt dieselbe Grafik. Der Chef vermutet einen Diebstahl und meldet sich auf Social Media zu Wort.

Die Videos von Delta Force sind stets aufwendig:

Ärger um eine Grafik

Was schreibt der Chef? Auf X.com hat sich der COO Alistair McFarlane an die Öffentlichkeit und auch an Delta Force gewandt. Dort schreibt er:

Hey Delta Force, @DeltaForce_Game, danke, dass ihr so große Rust-Fans seid. Bitte entfernt unsere Assets. Wenn ihr zusammenarbeiten wolltet, hättet ihr euch melden sollen.

Alistair McFarlane auf X.com

In einem Kommentar darunter verlinkt er genau das „gestohlene“ Asset, das der Lead Weapon & Prop Artist @ArtOfPilgrim als Mitarbeiter für Rust entwickelt hat. Dieser hat den Beitrag repostet den Beitrag auf X.com und pflichtet seinem Chef damit bei.

Kurioserweise lobt der COO trotz des angenommenen Diebstahls der Textur das cinematische Video von Delta Force auf X.com, das ihm wohl selbst sehr gut gefällt.

Hier könnt ihr die Grafik sehen, um die es geht:

Wie reagiert Delta Force auf die Vorwürfe? Statt den Streit öffentlich auszutragen, haben die Entwickler von Delta Force schon nach wenigen Stunden bei Alistair McFarlane gemeldet und den Streit geklärt und damit beendet.

Wie sie später noch öffentlich auf X.com erklärten, haben die Entwickler die Assets auf einem Online-Marktplatz für Entwickler eingekauft und nicht genug verifiziert, dass der Verkäufer das Asset auch wirklich selbst erstellt und nicht geklaut hatte.

Weiter bedanken sie sich bei Alistair McFarlane, dafür, dass er den Trailer in seiner Form unverändert live lässt. Delta Force verspricht, in Zukunft besser auf die Assets zu achten. Abschließend wünscht auch der COO den Entwicklern noch viel Glück mit der neuen Season ihres Shooters. Rechtliche Konsequenzen wird die Aktion für Delta Force also wohl nicht haben.

Trotz des öffentlichen Anprangerns des vermeintlichen Diebstahls der Texturen konnte der Streit zwischen den Entwicklerstudios von zwei der größten Spiele auf Steam nochmal glimpflich beendet werden. Das Happy End freut auch die Leser unter den Beiträgen. Delta Force ist schon in der Vergangenheit mit starken Kampagnen und Cinematics aufgefallen: Ein Konkurrent zu Battlefield bringt eine Koop-Kampagne, die auf einem ausgezeichneten Action-Film basiert

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grasy.swdev@gmail.com

Finde den Ausgang gut. Kann auch schnell mal anders rum passieren und trifft darum wohl nicht wenige Studios. Hab das mit den Assets zum ersten mal bei PUBG (Container, Gas-tank, …) bemerkt. Nicht jeder Stein in einer Welt muss unbedingt immer von Grund auf neu erfunden werden. Blöd aber wenn sich dann an der Arbeit von jemanden der das getan hat dann unrechtmässig jemand anderes berreichert und andere dann damit reinzieht. Der Schaden überschreitet die kosten vom Asset am Ende um ein Vielfaches. Interessant wäre noch gewesen auf welchem Marktplatz das passiert ist und wer das angeboten hat. Ich denke so was muss stärker geahndet werden. Es ist sicher viel Arbeit in das Video und das adaptieren in DeltaForce gelaufen. Ich bin mir auch nicht sicher wie sie kontrollieren wollen dass das in Zukunft nicht mehr passiert. So was müsste schon beim Asset-Store passieren.

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