Das neue Divinity von den Machern hinter Baldur’s Gate 3 wird mit KI erstellt. Aber das ist gar kein Problem, findet der Chef – und hat gute Gründe.
Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das die Massen spaltet. Manche lieben die Möglichkeiten, die KI bietet und wie es ihren Alltag erleichtern kann, andere sehen darin den Tod der Kreativität, die Bedrohung von Arbeitsstellen oder das Ende von origineller Kunst – egal ob bei Videospielen, Bildern oder Liedern.
Doch KI und deren Nutzung sind inzwischen aus vielen Bereichen gar nicht mehr wegzudenken. KI wird selbst von den größten Entwicklern benutzt – wie Larian Studios. Der Chef Swen Vincke erklärte in einem Interview kürzlich, wie er KI in seinem Unternehmen benutzt, doch das hat einen kleinen Shitstorm ausgelöst, dem er mit recht drastischen Worten entgegentrat.
Update, 17.12.2025, 11:10 Uhr: Wir haben noch eine Nachricht von Jason Schreier hinzugefügt, der das Interview mit den kontroversen Aussagen geführt hat. Er hat sein Transkript des Interviews veröffentlicht.
Divinity wird das neue Spiel, doch Baldur’s Gate 3 ist bei vielen noch in guter, frischer Erinnerung:
Woher kommen seine Aussagen? In einem Interview mit dem Magazin Bloomberg sprach Swen Vincke über die Entwicklung des neuen Divinity-Spiels, das mit seinem düsteren Trailer bei den Game Awards überzeugte. Auch wenn es bisher noch kaum Details zum Spiel gab, sprach Vincke im Interview auf eine Frage hin auch über KI und wie man Maschinenlernen bei der Arbeit verwenden würde.
In dem Artikel heißt es, dass „Entwickler oft KI-Tools benutzen, um Ideen zu erforschen, PowerPoint-Präsentationen zu füllen, Konzeptzeichnungen zu entwickeln oder Platzhalter-Texte zu schreiben.“ Es fiel auch der Satz, dass man bei Larian unter Vincke „hart in Richtung generativer KI drängen würde“.
Genau die Formulierung „Konzeptzeichnungen zu erschaffen“ sorgte für einen kleinen Shitstorm.
KI ersetzt Künstler – aber das stimmt nicht, sagt Vincke
Was ist die Kritik? Auf X, aber auch in verschiedenen Subreddits wird Vincke für das Interview und die Aussagen darin kritisiert. Gerade Konzeptzeichner sehen ihre Arbeit in Gefahr und sind sich sicher, dass KI-Kunst niemals mithalten kann. Es hagelte Beleidigungen und Befürchtungen wie „Jetzt geht es mit Larian zu Ende“ oder „Ein weiterer Stern fällt vom Himmel“. Außerdem gibt es Vorwürfe, Larian würde aus Gier weniger Konzeptzeichner beschäftigen, weil man die durch KI ersetzen könnte – also genau das, was viele immer prophezeit haben.
Die Realität sieht laut Vincke allerdings anders aus. Denn mit den vielen Vorwürfen auf das Interview konfrontiert, meldete er sich auf X mit klaren Worten und erläuterte noch einmal exakt, wie seine Aussagen zu deuten waren:
Holy Fuck, Leute, wir „drängen nicht hart“ in Richtung KI oder wollen damit Konzeptzeichner ersetzen.
Wir haben ein Team aus 72 Künstlern, von denen 23 Konzeptzeichner sind und wir stellen sogar weitere ein. Die Kunst, die sie erschaffen ist original und ich bin sehr stolz auf das, was sie tun.
Ich wurde explizit zu Konzeptzeichnungen und unserer Nutzung von generativer KI befragt. Ich habe geantwortet, dass wir es benutzen, um Dinge zu erforschen. Ich habe nicht gesagt, dass wir es benutzen, um Konzeptzeichnungen zu entwickeln. Das machen die Künstler. Und das sind wirklich Weltklasse-Künstler.
Wir benutzen KI, um Referenzen zu erforschen, genauso wie wir Google oder Kunstbücher verwenden. Im sehr frühen Status der Ideensammlung benutzen wir es, um grob zu umreißen, welche Komposition wir haben wollen, und ersetzen das dann mit der originalen Konzeptkunst. Da gibt es keinen Vergleich. (…)
Wir haben Kreative aufgrund ihres Talents angestellt, nicht für ihre Fähigkeit, das zu tun, was ihnen eine Maschine vorschlägt, sondern damit sie mit diesen Tools experimentieren können, um ihr Leben einfacher zu gestalten.
Jason Schreier, der das Interview für Bloomberg geführt hat, bekam daraufhin viele kritische Nachrichten über die sozialen Medien und den Vorwurf zu hören, er hätte Vincke im falschen Licht gezeigt oder Nachrichten aus dem Kontext gerissen. Um das zu entkräften, veröffentlichte er die entsprechende Passage seines Transkripts aus dem Interview auf BlueSky.
Daraus ist zu erkennen, dass Vincke KI für ein modernes Tool hält, das man schlicht in gewissem Umfang nutzen muss, wenn man am Zahn der Zeit sein will. Er sagt:
Dies ist eine von Technik vorangetriebene Industrie, also probierst du Zeug aus. DU kannst es dir nicht leisten, Dinge nicht auszuprobieren,denn wenn jemand das goldene Ei entdeckt und du es nicht benutzt, dann bist du in dieser Industrie tot.
So reagiert die Community auf das Statement: Im Subreddit der Larian Studios wird das Statement von Vincke diskutiert. Die meisten scheinen von dieser Erklärung beruhigt zu sein, allerdings meinen viele auch, dass es durchaus gut wäre, immer wieder einen Fokus auf die Gefahren von KI zu richten:
- „Vermutlich eine steile These, aber ich bin ehrlich gesagt froh darüber, dass selbst die Möglichkeit von KI bereits diesen Feuersturm auslöst. Offensichtlich können die Leute jetzt einmal tief durchatmen, wo alles erklärt wurde, aber wir sollten niemals die Benutzung von generativer KI in Kunst tolerieren. Nicht bei Synchronsprechern, nicht bei Künstlern, nicht bei Autoren. Bei gar nichts.“ – SmellsofGooseberries
- „Es ist wirklich frustrierend, zu sehen, wie die Reddit-Leute sich über etwas aufregen, während sie gleichzeitig wild desinformiert sind. Ich verstehe Swen.“ – Electrical_Corner_32
- „’KI’ ist einfach diese Sache geworden, die man aktuell hassen muss – also alleine den Begriff zu verwenden, sorgt schon dafür, dass die Leute zu den Waffen greifen. Die meisten dieser Anti-Beiträge haben ein sehr geringes Verständnis davon, wogegen sie eigentlich protestieren. Ich bin mir sicher, ich hab Swen schon vor einigen Monaten in einem Interview über KI reden gehört.“ – ShiteyLittleElephant
Larian benutzte KI schon bei Baldur’s Gate 3
Dass Larian KI in gewissem Umfang benutzt, ist auch gar keine neue Information. Schon vor zweieinhalb Jahren, also im Juli 2023, hat Swen Vincke im Interview mit MeinMMO erklärt, dass KI zur täglichen Arbeit gehöre, um Prozesse zu automatisieren, die kaum jemand erledigen will, oder eben zur reinen Inspiration. Man lässt sich also von der KI inspirieren und erschafft auf Basis davon dann tatsächliche, menschliche Kunstwerke.
MeinMMO hatte vor einigen Tagen auch die Gelegenheit, mit Swen Vincke ein langes Interview über das kommende Divinity zu führen. Auch wenn KI kein Thema des Interviews ist, erfahren wir viel über die Vision von Divinity – und was wir von dem nächsten großen Larian-Spiel erwarten können oder ob der Chef langsam dem Größenwahn anheimfällt.
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Soso, man nutzt also generative KI (also KI, die Dinge “erschafft”), “nur für das Erforschen von Referenzen”. Und wenn meine Großmutter Räder hätte, wäre sie ein Fahrrad…
Nichts gegen den Einsatz von KI für den richtigen Zweck, wie zum Beispiel den Leuten Arbeiten abnehmen, die keiner machen möchte oder Crunch zu reduzieren, also als “Werkzeug” aber diese Relativierung mit “das nutzen wir aber eh NUR für X” ist dann doch “relativ” schwach
Die eine zitierte Aussage fühle ich sehr: Leute sind einfach anti und haten sobald auch nur KI irgendwie Erwähnung findet. Und die meisten raffen gar nicht was KI ist. Die kotzen nur eine vorgegebene Meinung raus.
Nicht als Kritik gemeint, auch wenn KI nur Sachen vorschlägt ist das eine Beschleunigung, was am Ende dazu führt das man weniger Leute braucht. Das Larian mehr einstellt liegt daran wie sie selbst sagen schneller fertig sein zu wollen. Immerhin sagt er zu das das Enddesign vom Menschen kommt. Wobei letztlich muss das Spiel gefallen, welches Tool dazu benutzt wurde ist am Ende den meisten Leuten egal.
Nur weil etwas schneller geht, braucht man nicht weniger Leute.
Sie wollen ein Spiel lieber in 3-4 Jahren als in 6 Jahren erschaffen und KI kann dabei helfen. Es sind aber eher noch mehr Leute als zuvor. Nur können die dann in 3-4 Jahren schon an einem neuen Projekt arbeiten. Also ja, es werden dann weniger Arbeitsstunden gebraucht, aber – zumindest im vom Vincke beschriebenen Fall – reduziert es nicht die Anzahl der Mitarbeiter.
Es gibt nur nicht denselben Absatzmarkt für doppelt soviel Spiele. Wenn du Sachen automatisierst brauchst du weniger Leute, da ist egal wie rum du das rechnest. Um mal am Beispiel zu bleiben, wenn Larian das Spiel in der Hälfte der Zeit herstellt, müsste er doppelt ! soviel Leute einstellen um das auszugleichen, das macht er aber nicht.
Aber wie gesagt ist nicht als Kritik gemeint, wenn KI Sachen beschleunigt würde ichs auch einsetzen.
Ich versteh deine Argumentation echt nicht. Vor allem das mit dem “es gibt nicht denselben Absatzmarkt für doppelt so viele Spiele”.
Glaubst du wirklich, dass Fans von Larian, Baldur’s Gate 3 oder Gamer im Allgemeinen sich sagen: “Ne, wenn die jetzt alle 4 Jahre ein Spiel rausbringen anstatt alle 6 Jahre, dann kaufe ich das nicht mehr, das ist mir zu oft”.
Ich stimme dir zu, dass du weniger Arbeitsstunden für ein einzelnes Spiel brauchst. Das reduziert aber nicht die Anzahl der Mitarbeiter, vor allem in einem Unternehmen, das nach einem Spiel in aller Regel direkt am nächsten arbeitet. Das ist reine Steigerung des Outputs und keine Reduktion der Mitarbeiter.
Du hasts dir allerdings selbst bereits beantwortet 🙂 “in einem Unternehmen, das nach einem Spiel in aller Regel direkt am nächsten arbeitet” . Nur kannst du nicht einfach doppelt soviel Spiele in derselben Zeit absetzen weil der Markt dafür nicht da ist. Die Anzahl der Spielstunden pro Spieler für einen bestimmten Zeitraum bleibt gleich. Und auch die potentielle Spieleranzahl verdoppelt sich nicht mal eben.
Das ist leider eine falsche Betrachtungsweise. Man kann das Ganze einfach mathematisch durchrechnen, das hat mit Larian selbst doch nichts zu tun.
Geh wir einfach mal davon aus, das das alle Hersteller machen. Dann hängen die Angestellten entweder 3 Jahre rum und sind arbeitslos oder der Markt wird mit doppelt soviel Spielen überschüttet. Natürlich wird das keiner kaufen. Ist doch eigentlich ein simpler Zusammenhang ?
“Nur kannst du nicht einfach doppelt soviel Spiele in derselben Zeit absetzen weil der Markt dafür nicht da ist.”
Wie kannst du das wirklich glauben in einer Welt, in der jedes Jahr ein Call of Duty oder Fifa erscheint? Wie kannst du da glauben, dass die ausgehungerte Fan-Gemeinde von cRPGs nicht alle 3 oder 4 Jahre ein Spiel von ihrem Lieblingsentwickler kaufen und spielen wird?
Solange die Entwicklungzeit eines Spiels länger ist als die Zeit, die Fans zum Durchspielen des Spiels brauchen (und das wird, realistisch gesehen, wohl noch sehr, sehr lange der Fall sein), wird es auch genug Käufer geben.
Nichts für ungut es geht um Mathematik nicht um Glauben. Das ist auch nicht meine Meinung das ist Logik. Du hängst dich am Einzelbeispiel auf und übersiehst dabei den globalen Zusammenhang. Es geht hierbei weder um Larian noch um CoD,… es geht um den Gesamtmarkt oder Gesamtwirtschaft weltweit, wie immer man das nennen möchte.
Ich versuchs nochmal mit einem einfachen Beispiel. Was für Spiele gilt, gilt auch für Software und im Prinzip für alle Produkte, das ist ein universeller Mechanismus. Wenn ich eine Maschine baue die doppelt so schnell Brötchen herstellt wie ein Handwerksbäcker und die sagen wir mal dieselbe Qualität haben, dann wird irgendwann der Handwerksbäcker arbeitslos. Der Absatz an Brötchen wird gleich bleiben weil man isst deswegen nicht mehr Brötchen. Evtl auf Kosten von Brot aber dann wirds weniger Brotbäcker geben.
Du kannst gern deine Kollegen fragen, wenn du mir nicht glaubst.
Mit Mathematischen Argumenten bist du bisher auch nicht gekommen, keine Zahlen und keine Fakten, nur unbelegbare Mutmaßungen deinerseits.
Ein Beispiel:
Diese Aussage von dir hier, entbehrt jedweder Grundlage. Das funktioniert nicht mal als Mutmaßung da selbst wenn eine Planungs- oder Konzeptphase folgt was als nächstes Gemacht wird die Devs in der Zeit trotzdem zu tun haben. In der Regel dürfte die Planung, gerade bei größeren Studios, aber schon bestehen.
Aus 6 Jahren Entwicklungszeit, 4 Jahre machen, heißt nicht doppelt so viele Spiele auf dem Markt. Das ist keine funktionierende Rechnung.
“Sie wollen ein Spiel lieber in 3-4 Jahren als in 6 Jahren erschaffen und KI kann dabei helfen.” Daraus hab ich vereinfacht 3 Jahre gemacht, was die Entwicklungszeit “verdoppelt” und damit in 6 Jahren quasi doppelt soviel Spiele erstellen kann. Wieviel Zahlen brauchst du noch? Stand bereits alles im Thread.
Die Zahlen sind ein Beispiel. Selbst wenn man nur 50% schneller ist dann schafft man halt 50% mehr Spiele.
Ich verweise aber nochmal auf meine ursprüngliche Aussage “Beschleunigung, was am Ende dazu führt das man weniger Leute braucht.” Darum gings mir. Das Beispiel hab ich nur auf Cortyns Gegenmeinung aufgemacht, das waren ihre Zahlen.
Es wäre schön wenn du dir die Zeit zum Lesen genommen hättest und hier nicht einfach nur mit der Axt draufzuhauen. Ich empfinde deinen Kommentar als ziemlich beleidigend und zudem falsch.
Ki als Werkzeug selbst ist super, wenn es denn auch als solches genutzt wird und das traue ich Larian zu als auch z.B. Sandfall welche Expedition 33 gemacht haben. Beide haben sehr gute Spiele erschaffen in welchen man die Nutzung von KI nicht wirklich gemerkt hat. Erst als das ganze mal in Interviews gesagt wurde war der Aufschrei groß.
Und wenn Larian nun mit mehr Mitarbeitern und der Hilfe solcher Werkzeugen schneller Spiele produzieren kann, dann wird sich das auch entsprechend verkaufen, wenn die Qualität es natürlich her gibt. Arc Raiders ist auch ein gutes Beispiel für einen positiven Einsatz von KI. seien es nun die Voiceovers (mit Zustimmung der VAs), das anlernen der NPCs damit diese dynamischer sind oder das Matchmaking in die verschiedenen Gruppenkonstellationen und Verhaltensweisen der Spieler.
Zum Rest:
Erstmal finde ich es unangenehm, wie du mit Mathematik argumentiert, aber keine Belege lieferst und dann direkt sagst du empfindest es als beleidigen und falschen wenn du darauf aufmerksam gemacht wirst.
Ich glaub du unterschätzt wie extrem groß zum einen der cRPG Markt bzw. Der Videospielemarkt ist, für cRPGs alleine wegen D&D und den in den letzten Jahren erschienene Spielen.
Der Videospielemarkt wächst stetig. In ersten Halbjahr 2025 sind wir bei knapp 4% in Deutschland und 5-10% Weltweit (verschieden Quellen geben hier Prognosen ab). Alleine schon weil Gaming Jahr für Jahr eine immer größere Gruppe an Menschen erreicht.
Schau nach Asien da ist der Mobilemarkt z.B. riesig, das bekommst du hier gar nicht mit. Schau dir Gacha-Games an, davon werden so viele veröffentlich und sie werden trotzdem alle gespielt und vor allem auch fleißig in Game eingekauft. Die Leute die nur in diesem Genre sind spielen teilweise 4-5 gleichzeitig. Das mit CoD und FIFA war ein sehr gutes Beispiel von Cortyn. Eine große Masse spielt nur dieses Genre oder vielleicht noch 1-2 andere die sehr ähnlich sind (Shooter, Extraction Shooter, Battle Royal ). Wenn es hier ein neues Spiel gibt wird dieses gekauft von Fans des Genres. Die Verkaufszahlen sind mal mehr mal weniger gut aber das liegt einzig und alleine an der Qualität des Spiels und nicht weil die Leute daran ermüden.
Wie sollen sonst Liveservice Spiele funktionieren oder MMOs? Du kannst gar nicht so schnell nachliefern wie die Spieler konsumieren. Sagen wir mal ein Baldurs Gate 3 bietet dir im Durchschnitt 50-70 Stunden Spielzeit (damit man hier die extremen Randfälle rauslässt die in die hunderten Stunden oder halt in die andere Richtung gehen). Diese streckst du jetzt mal auf 6-8 Stunden Spielzeit Pro Woche. Joa, dann biste bei 8-10 Wochen so im Schnitt. Und jetzt rate mal was die Leute dann machen wenn sie fertig sind ? 1. Nochmal von vorne Anfangen, 2. Warten das der nächste Ableger kommt oder ein ähnliches Spiel oder 3. Sie spielen bis es was Neues gibt etwas anderes.
Wieso kaufen Leute spiele obwohl sie einen Pile of Shame haben? Der Markt müsste ja dann vertrocknen oder nicht? Seltsamerweise werden Spiele trotzdem weiterhin gekauft.
Und ob man nun am Ende wirklich weniger Leute braucht oder nicht hängt immernoch davon ab welche Größe die Spiele haben. Wenn diese entsprechend mit skalieren dann wird sich die Mitarbeitergröße entsprechend mitgehen. Es fallen dann halt simplere Tätigkeiten weg die ein Tool übernehmen kann. Dafür kann man dann aber auch komplexere Ding durch echte Menschen erschaffen und in diesen Bereich mehr Leute haben.
Gerade in der Software Branche fallen soviele Sachen hinten runter weil extrem viel Zeit mit Kleinigkeiten verbracht wird die nicht hochgradig Komplex ist aber halt gemacht werden müssen. Sei es nun Dokumentation, Formatierungen des Codes, simple Basisstrukturen der Programmiersprache aufbauen etc. Fällt das weg kann ich mit der gleichen Anzahl an Leuten mehr schaffen oder ich erweitere meinen Mitarbeiterbestand und kann damit dann sogar parallel an weiter Dinge arbeiten. So entstehen kürzere Entwicklungsphasen und weniger Crunch. Natürlich gibt es hier schwarze Schafe die das ganze ausnutzen um noch wirtschaftlicher zu werden, aber das als Maßstab zu nehmen find ich auch nicht korrekt
Es geht nicht um Larian. Wenn du 50% schneller produzierst hast du am Ende 50% mehr Produkte. Das meinte ich mit Mathematik.
Ihr argumentiert dagegen aus dem Bauch heraus. mit der Markt ist riesig, die Leute wollen mehr Spiele usw.
Nur, es gibt keinen unbegrenzten Markt. Der Markt ist irgendwann gesättigt. Sieht man btw bereits. Spieler geben nur eine begrenzte Summe aus, Spieler spielen nur eine maximale Zeit.
Warum setzt man Maschinen ein, weils kostengünstiger ist und schneller, darum gehts. Alle Entwickler werden das tun. Vielleicht wächst der Markt um 5% aber eben nicht um 50%.
“Und ob man nun am Ende wirklich weniger Leute braucht oder nicht hängt immernoch davon ab welche Größe die Spiele haben.”
Prozent ist unabhängig von absoluten Zahlen. Wie auch die anderen vor dir hängst du dich an Einzelbeispielen auf, statt die globale Gesamtwirtschaft zu betrachten.
Dokumentation macht KI nebenbei. Das kostet 0 Zeit.
Larian hats selbst gesagt er spart damit Zeit ein.
Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft was hier die ganze Zeit versucht wird dagegen zu diskutieren.
Ja an weiteren Spielen, davon red ich ja die ganze Zeit. Nur wie gesagt der Markt ist endlich.
Auch nochmal dazu. Zu Mathematik hatte ich bereits genug geschrieben, wenn ihr das anders seht dann ist das erstmal eure Sicht.
Wie ich das empfinde ist meine Sicht, das musst du mir nicht erklären.
Ich hatte bereits eine Menge geschrieben zum Thema. Wenn einer dann direkt ankommt mit “keine Zahlen und keine Fakten, nur unbelegbare Mutmaßungen deinerseits” ja dann empfinde ich das um mal ein anderes Wort zu nehmen – unschön.
Wie wäre es mal wenn du Zahlen dazu lieferst als nur den Leuten zu unterstellen es wäre aus dem Bauch heraus ? Du lieferst nichts an Zahlen argumentierst aber trotzdem mit 50% weniger Entwicklungszeit = 50% mehr Spiele. Ich habe dir wenigstens die Zahlen des Wachstums und ein Beispiel für die Spielzeiten gegeben, weil alles andere den Rahmen sprengen würde mit Quellen. So wie du argumentiert ist das wenig wissenschaftlich und nur rein rechthaberisch und komplett auf Emotionen gebaut.
Nur weil man eine Menge dazu schreibt heißt das nicht, dass es irgendwie durch Argumente oder Belege untermauert ist und einen Wahrheitsgehalt hat..Dann muss man auch Mal akzeptieren, dass andere Leute eine andere Meinung haben und damit vielleicht mehr Recht haben als man selbst mit subjektiven Fakten.
Wenn du dem entgegen wirken willst liefer doch mathematische Zahlen und Fakten die deine Aussagen untermauern.
Und wenn du meinst eine KI liefert eine Dokumentation oder andere Dinge einfach so nebenbei, ohne das sie dafür trainiert wurde irrst du dich gewaltig. Viele fachlichen Dinge die nicht im Standard Code rein technisch abgebildet werden versteht die KI einfach nicht ohne vorheriges Training. Da ist eine Investition nötig.
Gehe doch bitte auf den Text ein wie du selbst gefordert hast.
“Sie wollen ein Spiel lieber in 3-4 Jahren als in 6 Jahren erschaffen und KI kann dabei helfen.”
Das sind die Zahlen von denen ich rede. Damit ist man 3-2 Jahre eher fertig als ansonsten. Was denkst du denn was man in dieser Zeit macht?
Davon ab, lies den OT da steht alles drin was ich aussagen wollte. Alles andere sind Antworten auf das was davor gesagt wurde.
Nein, ich irre mich nicht gewaltig. Ich bin selbst Programmierer und das Thema diskutieren wir auch. Deshalb kann ich das auch schreiben was ich schreibe.
Also zuerstmal gibts in dem Bereich bereits KI die extra dafür da ist und zum anderen sagt Larian selbst das er unterm Strich schneller ist. Keine Ahnung was du hier vermitteln willst.