6 Tage nach Release – Was hat sich beim Piraten-MMO Atlas getan?

Das Piraten-MMO Atlas musste einiges an Kritik einstecken. Von „Ark-Reskin zum Vollpreis“ bis zu „unspielbar“ reichen die Meinungen. Nun erschien ein großes Update.

Hat sich die Stimmung in Atlas in den Tagen seit Release verbessert? Wir haben nachgeschaut.

Entwickler verbessern Atlas stetig

Was brachte das Update mit sich? Die Entwickler veröffentlichten seit Release der Early-Access-Version am 22. Dezember mehrere kleinere Patches. Nun folgte ein größeres Update, das sich um einige der Kritikpunkte kümmert.

  • Die Performance des Spiels wird verbessert
  • Es soll weniger Lags geben
  • Die Belohnungen der Schatzjagden wurden verdoppelt, um den kritisierten Grind zu minimieren
  • Einige Bugs wurden behoben, darunter Probleme beim Respawning von Ressourcen und bei der Übernahme von Schiffen nicht-alliierter Spieler
  • Ihr dürft nun feindliche Schiffe auf den „Lawless“- und „Golden Age Ruin“-Servern übernehmen
Atlas Bauen am Schiff

Großes Problem bleibt: Die Beanspruchung des Landes

Nach wie vor gibt es aber ein großes Problem, das die Entwickler noch nicht in den Griff bekommen haben: Das Land-Claim-System, bei dem Gebiete ohne Kosten beansprucht werden können. Nur, wenn die Spieler nicht in der Nähe sind, können die Länder erobert werden. Das System soll aber eine Überarbeitung erfahren.

So schreibt Spieler „Easy Target“ auf Steam etwa: „Wenn man es zu einer Insel außerhalb von Freeport schafft, weiß man, dass es keine Möglichkeit gibt, sich niederzulassen, da das gesamte Land beansprucht wird. Und selbst, wenn man eine Flagge findet, die man erobern kann, dauert es Stunden. Das Spiel soll 40.000 Spieler gleichzeitig spielen lassen, aber es gibt nur rund 100/150 Inseln und jede Insel hat vielleicht ein oder zwei Gruppen. Es ist fast unmöglich, ein Boot oder ein Haus zu bekommen, wenn man kein Land beanspruchen kann.“

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Die Stimmung scheint sich minimal zu bessern

Wie ist die Stimmung momentan? Die Bewertung des Spiels auf Steam liegt bei aktuell 28% und damit größtenteils negativ. Am 25. Dezember befand sich die Bewertung noch bei 25 Prozent. Die Wertungen steigen also, wenn auch sehr langsam.

Selbst bei den Reviews, die Atlas einen katastrophalen Zustand bescheinigten, ist ein Aufwärtstrend zu erkennen. Sie scheinen auch „fairer“ zu werden. Denn Spieler weisen verstärkt darauf hin, dass es sich um ein Early-Access-Spiel und nicht um eine „fertige“ Releasefassung handelt, auch wenn der zähe Grind in letzter Zeit vermehrt als ein Ärgernis eingestuft wird.

  • Iskaltýr meint auf Steam : „Es ist nun mal ein Early Access Spiel und dann muss man halt mit Komplikationen leben, das hat Early Access so an sich.“
  • Neumann | Basti zeigt sich begeistert: „Lasst euch nicht von den ganzen schlechten Bewertungen blenden! Atlas ist am Anfang etwas schwer, aber wenn man erst mal eine Base hat, dann geht’s ab! Wir sind eine Gruppe von 8 Leuten und wir feiern dieses Spiel mega.“
  • Dagegen kreidet Aznee das Grinding an: „15 Stunden Farming für ein großes Schiff, damit man von einem verbuggten Geister-Schiff innerhalb von unter 1 Minute versenkt wird. Super Spiel Prinzip….. Nicht!“
  • Auch Mein-MMO-Leser Malfrador findet das MMO besser, als es in den Bewertungen auf Steam dargestellt wird, wie er in seinem Leser-Review zu Atlas schreibt.

Viele Spieler des Survival-MMOs sind sich aber in einer Sache einig: Atlas macht vor allem in der Gruppe mit Freunden Spaß. Man scheint das Spiel entweder zu hassen oder zu lieben. Zwar sind diejenigen, die es empfehlen, in der Minderheit. Aber dafür sind sie dann umso enthusiastischer.

Atlas nicht tot

Atlas wächst weiterhin, obwohl „größtenteils negativ“ bei Steam

Darum ist Atlas ein Phänomen: Das Spiel verkauft sich aktuell sehr gut. In der Liste der Top-Spiele auf Steamcharts konnte sich Atlas direkt auf Platz 12 der meistgespielten Titel einreihen. Der Peak von gleichzeitig aktiven Spielern liegt in den vergangenen sechs Tagen seit Start bei 52.920 Spielern. Der neue Rekord wurde erst kürzlich wieder eingestellt. Bei den Topsellern auf Steam ist es trotz Winter Sale immer noch auf Platz 1.

Atlas Topseller
Stand: 28.12.2018

Atlas scheint einen Nerv zu treffen. Die Spielerzahlen sind hoch, genau wie deren Spielstunden. Bereits nach 6 Tagen haben Spieler über 4,5 Millionen Stunden in Atlas verbracht. Zum Vergleich: Elite Dangerous, oft ein Top-50-Titel auf Steam, sammelte laut Steamcharts insgesamt etwa 4,2 Millionen Spielstunden an. Die Mechaniken im Spiel scheinen dies aber auch zu forcieren.

Wenn die Entwickler nun stetig Patches liefern und an frischem Content arbeiten, um das MMO zu verbessern und die Spieler bei Laune zu halten, dann könnte sich Atlas durchaus als feste Größe im Genre etablieren. Einige Enthusiasten scheinen wohl gerade das zu mögen, was andere wiederum kritisieren.

„Es ist nur ARK mit Wasser“ – Lirik und Summit1g enttäuscht von Atlas

Die US-Seite MMORPG.com schrieb passend dazu, dass Atlas ein wahnsinniges Projekt sei, aber noch weit weg von dem ist, wie es im Trailer dargestellt wurde. Dennoch ist es nicht so schlecht, wie es gerade dargestellt wird. Es habe seinen Reiz und sei an sich ein spannendes, spaßiges Spiel, sodass man sich immer wieder einloggen müsse. Es dürfte vor allem Spielern gefallen, die bereits mit Ark ihren Spaß hatten und kein Problem damit haben, dass es noch sehr früh in der Entwicklung ist.

Atlas verspricht nach miesem Start auf Steam: „Dieses Spiel wird richtig groß“

Der angesprochene Trailer, den ihr auch oben sehen könnt, wurde übrigens auf YouTube überspitzt parodiert. Dieses Video ist viral gegangen:

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Carsten Bornhöft

Was ich total blöde finde ist der Umstand das wenn Du Dir einen Bären tamest und auf dem rumreitest eigentlich niemand mehr in der Lage ist Dir etwas anzutun. Ein bisschen wie ARK, auf irgendwelchen Tieren rumreiten. Wenn man einen Bär tamed könnte man damit zum Zirkus und den gegen Gold tanzen lassen, aber das als Reit und Nutztier zu verwenden ist dasselbe Honki Game wie ARK, wo Du neuerdings schon auf Ameisen reiten kannst, das stiehlt dem Spiel jegliche Form von „Piraten Thema“ , mal sehen wann man bei Atlas auf Seemöwen durch die Luft segelt, natürlich mit Schmiede, Loom und Tanning Sattel.

Jan Stuhrmann

Also selbst nach dem Update konnte ich das Spiel nicht zocken, da ich mitten im Ozean gespawnt bin oder einfach durch die Welt fiel. Ich habe das Spiel auch zurück gegeben, so ne scheiß Politik und so ein scheiß unfertiges Spiel supporte ich nicht

ElfterName

Mir kam es wirklich so vor, wie ein „reskintes“ Arc, das selbst für ein EA Titel eine Katastrophe war. War aber nicht weiter schlimm, weil ich es zurückgeben konnte. Vielleicht wird es ja in ein paar Monaten besser, aber bis dahin behalte ich mein Geld erstmal.

chrizQ

Kleiner Rechtschreibfehler in dem Absatz über dem gehängten Skelett. „in der Mindestzahl“ müsste „in der Minderzahl“ heißen. 😉

Viciskander

Geht’s nur mir so oder lesen sich die News zu Atlas exact genauso wie zu Bless anodazumal 😉

IchhassePvP

Keine Ahnung was man davon hat völlig unfertige EA-Titel zu spielen und sich dann im Anschluss über alles zu beschweren was eben noch nicht ansatzweise fertig ist.

Aber manche Leute verbrennen sich scheinbar gerne dutzendfach die Finger an so fehlerhaften Abzocker-Geschäftsmodellen.

Mit rund 75% negativen Bewertungen ist das Spiel doch jetzt bereits dem Tode geweiht, wie so häufig die selbe Falle, dann wenn das Spiel mal fertig entwickelt wurde spielt es keine Sau mehr.
Never ending Story eben.

Jahad

150 Inseln ?? Lass ma Daumen mal Pi überschlagen das Ganze.

15 x 15 Server, 1- 5 Insel pro server. Also sagen wir 3 im Schnitt.

15x15x3 = 675 Inseln
Wieviele Freeports gibt es ? kA sagen wir 20 Inseln

675 – 20 = 655

Dann haben wir sicher 10% unnütze Inseln (hier ziehe ich auch das Gebiet des Kraken mit ab)

655 * 0,9 = 589

Wenn wir jetzt sagen auf jeder Insel sind 50 Spieler (ja, im Schnitt halt) dann kommen wir auf Platz für 29.450 Spieler. Und da diese Milchmädchenrechnung sicher fehlerhaft ist kann es auch gut sein dass wir auf 40.000 kommen 🙂 vielleicht auch nur auf 20.000.

Auf jeden Fall sollte genug Platz da sein

Natürlich kann ich auch komplett falsch liegen

Kendrick Young

du vergißt die lawless inseln da kann man nicht claimen 😉 sind ca 400 claimbare inseln, 40k spieler denke ich haut schon hin, sind halt nurnich alle gleichzeitig on, große gilden haben sogar verschiedene schichten ^^

das Problem ist aber das claiming system wenn das überarbeitet wird dann könnte genügend platz sein.

Chiefryddmz

Milchmädchen ????????????????

Zindorah

Ich denke Atlas wird sich nach dem üblichen Hype so bei 20-40k ansiedeln. Die meisten auf Pserver und auf dem großen offical nur die 6-8 großen PvP Gilden.

Es kommen immer mehr 200+ Gilden von Ark zu Atlas was es den meisten kleinen Leuten unmöglich macht zu spielen. Eventuell können sie Entwickler ja Server machen wo maximal 20 Leute im Clan sein können + 1 Allianz.

Stormcaller

Atlas ist eben das was draufsteht: Ein Early Access Titel mit viel Potential, der aber noch mit vielen technischen Defiziten und unausgegorenen Mechaniken kämpft. Ich wünschte nur, die Devs hätten sich ein wenig klüger verhalten. Wenn sie gleich gesagt hätten, dass es als DLC für Ark geplant war, sie sich aber aufgrund der Größe für ein Standalone-Projekt mit eigener Betreuung und eigenem Dev-Team entschieden haben, hätte keiner einen Anstoß daran genommen.

Gleiches mit der Verschieberei. Und wenn sich dann noch Devs hinstellen und in öffentlichen Stellungnahmen sagen, dass Atlas jetzt schon eines der besten Spiele aller Zeiten wäre … erwarten die Spieler das eben auch. Davon ab, das Spiel selbst macht Spass, wenn man weiß worauf man sich einlässt.

UncleRiot

Atlas trifft einen Nerv – genau wie ARK. Der Start ist allerdings genauso, wie bei ARK … leicht vermasselt.

Im Trailer wird ein AAAAA+ Spiel beworben, dass aber keinesfalls an einen derartigen Titel rankommt. Black Flag bspw. war ein derartiges Spiel – wenn auch nach Schema F aus der Reihe und mit nicht wirklich vielen Sandbox-Inhalten – aber eben ein AAA Titel.

Dass ATLAS so oft gekauft wird, ist auch kein Wunder – auch ich habe es gekauft, da ich auf ein Spiel in der Art Lust habe – allerdings kann man schon kritisieren, dass die Entwickler anscheinend nicht so viel dazu gelernt haben und es genauso wie bei ARK nochmal in der gleichen Art und Weise probieren (wie ein Hobby-Entwickler-Club).

Bspw. ist mir völlig unklar, warum man mit den bisherigen Einnahmen nicht in entsprechende Spezialisten investierte, die sich um Performance, Kampf-Feedback, Netcode u.v.m. kümmern. Ich schrieb es schon an anderer Stelle: Es macht den Anschein, dass nach wie vor Enthusiasten an Board sind – es fehlt aber augenscheinlich an Profis für die wichtigen Teil-Baustellen, die man gut und gerne hätte „einkaufen“
können.

Statt dessen wird so weitergemacht, wie bei ARK – aus dem Baukasten. Bei Ubisoft ist der Baukasten ausgereift. Bei Wildcard samt Töchtern aber eben nicht.
Das erklärt für mich die schlechte Bewertung. Die Idee ist toll – die Umsetzung aber bisher nicht prickelnd. Die „EA“-Keule lasse ich hierbei (siehe ARK) auch nicht gelten. Würde es sich um ein völlig neues Konzept handeln, sähe ich das anders.

Vermutlich werde ich trotzdem sehr viel Spaß mit dem Spiel haben – die Art und Weise gefällt mir allerdings überhaupt nicht. Zum zweiten Mal fahren Sie das gleiche, schludrige Konzept und kommen wohl auch damit durch.

Ich bin zwiegespalten, wie bei ARK auch. Die Art und Weise (wiederholt) bekommt von mir einen dicken Daumen nach unten – die Idee, das Konzept und das möglich Endergebnis werden wahrscheinlich dann aber doch vielversprechend.

Mich erinnert das Vorgehen ein wenig an „Hello Games“ – wobei die Entwickler von „Hello Games“ trotz des anfänglich sehr kleinen Teams schon bewiesen haben, dass sie sehr Kompetent in vielen wesentlichen Belangen sind – außer im großmäuligen Marketing.

Wir werden sehen.

Kendrick Young

Ka das Spiel wurde aber Niemals als AAA Titel beworben, es wurde gesagt das es in den Early Access kommt. Wenn dann jeder zu große erwartungen hat, naja ….

Zumal die Performance mittlerweile gut ist, Netcode ist solide, da hab ich schon bei ettlichen triple AAA titeln aus großen Studios schlimmere Spiele gesehen.
Kampffeedback ist natürlich verbesserungswürdig, ist aber halt auch Early Access..

Olli

Ich habe einige Interviews im Vorfeld gelesen. Die haben da schon viel in den Mund genommen. Das mit der Performance oben ist auch so ein Beispiel.

Und da steckt viel Geld drin, das ist ein großes Investment.

Nora mon

Ark wurde von Anfang an als Vollpreis AAA beworben sobald es fertig ist.

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