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WildStar im Blick: Im Sommer wird vieles anders, aber wird es auch besser?

Für WildStar ist der diesjährige Sommer die Zeit, um sich auf das neue Free2Play-Model des SciFi-Titels einzustellen. Die ersten Schritte wurden schon unternommen, doch eine Vielzahl von Veränderungen kommen noch auf die Spieler zu.

Eine Vereinfachung der Charakterwerte ist einer der wichtigsten Schritte, welchen die Entwickler angehen wollen. Statt abstrakter (aber sehr kreativer) Bezeichnungen wie “Moxie” und “Finesse” wird es eine Reduktion auf klare Bezeichnungen wie “Angriffskraft” und “Unterstützungskraft” geben. Damit sollte jedem Spieler auf den ersten Blick klar sein: Angriffskraft sorgt für mehr Schaden, Unterstützungskraft für bessere Heilung.

Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass man dem System keine Tiefe wegnimmt und Spieler noch immer unterschiedliche Prioritäten legen können. Grundsätzlich zielt das System auf folgenden Gedanken ab: Für Profis ändert sich nichts, Neulinge sollen aber leicht verstehen, was nützlich ist und was nicht.

Ein Aufwind bereits erkennbar

WildStar Geburtstag

Ob die Umstellung auf F2P die große Wende bringt?

Seit der Ankündigung des Free2Play-Models erlebt WildStar einen kleinen Aufwind. Allein für die Beta der F2P-Variante haben sich über 100.000 Nutzer registriert und die Anzahl der aktiven Abonnement hat sich ebenfalls wieder erhöht. Feste Zahlen dazu gibt man natürlich nicht heraus, denn das würde nur zu unschönen Vergleichen mit anderen Genre-Riesen führen, und wie wir wissen, kann WildStar da nur verlieren.

Weitere Hoffnungen setzt man in den chinesischen Markt, denn dort feiert WildStar bald seine Veröffentlichung und die Fangemeine wächst stetig an.

Neue Inhalte, bessere alte Inhalte

WildStar Ultimate Protogames

Die Instanzen sollen zugänglicher werden und darüber hinaus eine Alternative zum Questen bieten.

Aber auch abseits der reinen Umstellung werkelt man fleißig an neuen Inhalten. So erwartet PvPler eine neue, abgedrehte Arena in der auf mehreren Ebenen gleichzeitig gekämpft wird. Wer Gruppeninhalte über alles liebt, kann ebenfalls aufatmen, denn man möchte es ermöglichen, in WildStar komplett durch Gruppenaktivitäten wie Instanzen, Abenteuer und Schiffsjungenmissionen das Maximallevel zu erreichen. Gerüchteweise wird es sogar in nicht allzu ferner Zukunft einen neuen Raid geben, dazu liegen aber noch keine konkreten Informationen vor.

Ingame-Shop: Was wird er anbieten?

WildStar Holo Garderobe Farben

Neue Farben könnten für Echtgeld angeboten werden.

Natürlich nimmt man mit der Umstellung auf ein Free2Play-Modell auch gewisse Einschnitte in Kauf. “In Kauf” trifft es besonders gut, denn im Regelfall landen diese Dinge in einem Ingame-Shop. Obwohl seitens Carbine noch keine konkreten Pläne vorgelegt wurden, kann man sich viele Dinge vorstellen: Besondere Pets und Reittiere verstehen sich von selbst, ebenso wie einzigartige Kostüme, damit sich der zahlende Spieler von der Masse abheben kann und für ein paar Euros ein kleines bisschen mehr funkelt, als der ganze Rest der Spielerschaft.

Bei WildStar würden sich noch einige andere Dinge anbieten: Neben exklusiven Housing-Gegenständen und besonderen Farben zum Colorieren der Rüstungen werden vermutlich auch die beliebten “Booster” ihren Weg ins Spiel finden. Denn wenn Spieler für eines gerne Geld ausgeben, dann für den Umstand schneller durch Levelgebiete pflügen zu können, um den 1236. Twink in Instanzen auszustatten.

Veränderung ist immer gut – oder?

Eine Tatsache ist, dass sich WildStar auf jeden Fall immer weiter von dem weg entwickelt, dass es zu Beginn gewesen ist. Am Anfang war selbst das Leveln anspruchsvoll und so manche Quest endete erst nach einigen Toden (zumindest als Esper). Instanzen waren fordernd und bockschwer, das oft gewollte “Hardcore”-Gefühl spürte man – und häufig überwältigte es einen.

WildStar

Ob die Änderungen wirklich den gewünschten Erfolg bringen, bleibt abzuwarten.

Inzwischen ist WildStar deutlich einsteigerfreundlicher, die Abstufungen der verschiedenen Schwierigkeitsgrade verwischen immer stärker und ermöglichen es so einer größeren Gruppe von Spielern, alle verfügbaren Inhalte irgendwann zu erleben. Ist das eine gute Veränderung? Ich weiß es nicht. Wird die Veränderung dem Spiel helfen, neue Spieler zu finden? Auf jeden Fall. An meiner grundsätzlichen Meinung gegenüber WildStar hat sich bisher wenig geändert. Es ist gut in dem, was es tut. Es hat spaßige Elemente, vor allem das Housing in diesem Ausmaß ist für mich eine absolute Bereicherung der MMORPG-Erfahrung. Zumindest springt dort das Rollenspielerherz vor Freude fast aus der Brust.

Der “Weg zum Free2Play” wird Veränderungen bringen. Nicht alle davon werden gut sein, aber auch nicht alle schlecht. Und mit dieser großen Weisheit des Tages entlasse ich Euch nun.

QUELLE mmorpg.com
Cortyn
Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!
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