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Star Citizen: Nicht alle Stretch-Goals werden zum offiziellen Start 1.0 im Spiel sein

In der neuesten Ausgabe der „10 for the chairman“ Fragerunde an Cloud-Imperium-Gründer Chris Roberts kam auf, dass man nicht alle Stretch Goals der Crowdfunding-Kampagne zum Start von Star Citizen umsetzen wird.

Crowdfunding ist so eine Sache. Was bekommt man am Ende für ein Spiel? Ist es wirklich das, was während der Crowdfunding-Kampagne angekündigt wurde? Oder sind die Unterschiede so groß, dass man sich veräppelt fühlt, wenn man Geld für die ursprüngliche Vision gegeben hat? Star Citizen ist ein Spiel, dass eine Gratwanderung durchlebt. Das, was man während der Kickstarter-Kampagne angekündigt hatte, steht zwar noch, wurde aber inzwischen um Dinge erweitert, die das Spiel doch anders machen – auf der anderen Seite steht die Frage im Raum, was denn mit den Stretch Goals ist?

Star Citizen Chris RobertsStar Citizen 1.0 wird „minimale realisierbare Feature-Liste“ umsetzen

Während der neuesten Fragerunde erklärte Chris Roberts nun, dass man zum Release die „minimale realisierbare Feature-Liste“ umsetzen möchte. Sozusagen mit den Features, die man als Mindestanforderungen für ein vernünftiges Produkt definiert.

Hiervon ausgenommen seien aber die Stretch Goals. Das würde allerdings nicht bedeuten, dass man diese komplett unter den Tisch fallen lasse. Star Citizen sei ein Onlinespiel, das man kontinuierlich weiterentwickle und daher werden auch so viele der Stretch Goals nach dem Release nach und nach ihren Weg in das Spiel finden. Man hätte auch keines der Stretch Goals gestrichen.

Star Citizen ist kein einfaches Produkt, es ist ein fortlaufender Prozess

Wenn sich Star Citizen gut spielt, guten Content hat, man jede Menge Orte erkunden kann und man ein gutes Spielumfeld hat, dann wird man sagen, dass es sich um Star Citizen 1.0 und nicht mehr um eine Alpha oder Beta handle. Dann werden aber noch nicht alle Features enthalten sein. Chris Roberts sieht die Entwicklung des MMOs als einen fortlaufenden Prozess, den er über 10 Jahre angelegt hat.

Diese Aussage führt aber derzeit dazu, dass sich die Community wieder untereinander streitet. Einige finden dies völlig ok, andere jedoch nicht. Sie merken an, Geld für die Vision des Spiels gegeben zu haben, die man während der Kickstarter-Kampagne vorstellte und dazu würden auch die Stretch Goals gehören.

Andreas meint:

Es ist eine schwierige Situation, in der sich Chris Roberts befindet. Star Citizen hat sich seit der Kickstarter-Kampagne zu etwas entwickelt, das viel größer als ursprünglich geplant ist. Man hat Glück, da

ss der Großteil der Fans diese Entwicklung positiv sieht. Bei anderen Spielen, wie etwa Shroud of the Avatar, sieht dies nicht ganz so rosig aus, wenn man sich von der ursprünglichen Vision stark entfernt. Wenn man für etwas im Vorfeld Geld verlangt, dann sollte das Endprodukt schon deutlich dieser Ankündigung ähneln. Da stößt es auch sauer auf, wenn man sich plötzlich von den Stretch Goals distanziert.

Auch die Aussage, dass sich Star Citizen als MMO in einem stetigen Entwicklungsprozess befindet, halte ich für eher fragwürdig. Klar, ein Spiel entwickelt sich stetig weiter, was vor allem für Onlinegames gilt. Doch eigentlich will man spätestens zum Release ein rundes und spaßiges Produkt haben, das dem entspricht, wofür man Geld ausgegeben hat. Und zu dem Zeitpunkt sind dann auch Wertungen für ein Onlinegame völlig legitim, sogar, wenn sich dieses noch weiterentwickelt.

Wichtig ist aber, dass man die Stretch Goals immerhin nicht streicht und sie irgendwann ins Spiel bringt.

QUELLE Imperial News Network
QUELLE Gamestar
Andreas Bertits blickt auf über 10 Jahre Berufserfahrung im Gaming-Journalismus zurück. Er war 6 Jahre Redakteur des Spielemagazins PC Games, bevor er sich selbstständig machte und ist nach wie vor leidenschaftlicher Gamer.
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