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Arena of Valor Anspiel-Test– Ein Mobile-MOBA für zwischendurch?

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Mit Arena of Valor bringt Tencent ein MOBA für mobile Geräte. Ob sich für Euch ein Download lohnt und was Ihr im Spiel erlebt, erfahrt Ihr in diesem Test unseres Autors Patrick. Er ist überrascht, wie schnell und intuitiv sich das MOBA spielt.

In einem MOBA (Multiplayer Online Battle Arena) treten zwei Teams in einer Art Arena gegeneinander an. Beliebte MOBA-Games auf dem Computer sind Dota 2 oder League of Legends. Doch jetzt gibt es neue Verstärkung für mobile Geräte wie Tablets und Smartphones: Arena of Valor. Veröffentlicht wird das Free-2-Play-Game von Proxima Beta (Tencent Games).

Aber taugt so ein MOBA eigentlich auf mobilen Geräten oder bricht man sich beim Zocken die Finger? Das war die Frage, mit der ich mich ins mobile Abenteuer auf meinem Smartphone stürzte. Überraschend musste ich feststellen, dass ich viel besser mit der Bedienung klarkomme, als ich vor dem Test dachte.

Verständliche Erklärung im Tutorial von Arena of Valor

Gleich nachdem ich Arena of Valor gestartet hatte, wurde ich vom Tutorial begrüßt. Im Menü wurde direkt alles deutlich markiert, was ich drücken sollte – Es führte kein Weg an der Erklärung des Spiels vorbei. Für MOBA-Anfänger ist das vermutlich genau richtig so, denn so werden sie nicht ins kalte Wasser geworfen.

Namen eintippen und los geht’s. Auf einer speziellen Übungs-Map wurde mir zunächst die Kontrolle meines Charakters und dessen Fähigkeiten erklärt. Im Tutorial zockt man mit dem Helden Valhein, der als Fernkampf-Schütze coole Attacken wie Betäubungen und Flächen-Angriffe drauf hat.

Mit dem linken Daumen steuert man den Helden, mit dem rechten Daumen führt Ihr Angriffe und Skillshots aus. Das Ziel ist es, die gegnerischen Türme und anschließend den Kern der Gegner zu zerstören. Das Spielprinzip war mir durch meine Erfahrung in League of Legends schon bekannt und ist auch für Anfänger leicht zu verstehen.

Nachdem die grundlegenden Ziele und Aktionen im Tutorial erklärt wurden, war ich alsobereit für mein erstes Game außerhalb des Übungsgeländes. Als Belohnung für den Abschluss der Einführung wurde mir außerdem Valhein geschenkt, mit dem ich meine ersten Schritte im Game machte.

Arena of Valor Tutorial

Gamemodes und Klassenauswahl

Weiter ging es nach dem Tutorial mit einem Spiel gegen KI-Gegner. Das dient dazu, die grüne 5v5-Map von Arena of Valor zu erkunden, den Shop zu bedienen und sich an die Steuerung zu gewöhnen. Optisch sollte die Map für MOBA-Kenner keine große Überraschung sein. Drei Lanes und ein Jungle warten im 5v5 Modus “Große Schlacht”.

Die Computer-Gegner stellten für mein Team keine Bedrohung dar. Schnell rissen wir Ihre Basis ein und zerstörten den gegnerischen Kern. Das war einfach und dauerte nur 5-10 Minuten.Arena of Valor 5v5 Map

Anschließend folgte das erste Match gegen „richtige Gegner“ – echte Menschen! Im Game-Modus Menü könnt Ihr zwischen folgenden Modi auswählen:

  • 5V5 Große Schlacht: Das typische 5v5-Format mit drei Lanes und Jungle. Dauert etwa 12-18 Minuten
  • 3V3 Scharmützel: Eine Art Mini-Game für den schnellen Fight, dauert 4-6 Minuten
  • 5V5 Schatten Schlucht: Alle Spieler treffen sich auf einer Lane und spielen mit zufälligen Helden. Dauert 8-12 Minuten

Aufgeregt bestätigte ich die “Große Schlacht” und war für etwa 3 Sekunden in der Warteschlange. Ein Sound ertönt, das Smartphone vibriert – Ein Match wurde gefunden. Neun andere Spieler wollten zur gleichen Zeit zocken und befanden sich mit mir in der Heldenauswahl. Mit Valhein war ich jetzt ein bisschen vertraut, weshalb meine Wahl auf den tödlichen Schützen fiel. Gegen richtige Gegner wollte ich zumindest „etwas“ Sicherheit im neuen Spiel haben.

Arena of Valor Championselect

Top, Mid und Bot – Bekannte Map und intuitives Gameplay

Der Ladescreen war nur für weniger als zehn Sekunden zu sehen und schon befanden wir uns auf der Map. Gestartet wird in der Base.

Am Bildschirmrand ploppte gleich das Shop-Symbol auf und signalisierte, dass ich mir Start-Items kaufen soll. Empfohlene Gegenstände für Angriff oder Verteidigung nahmen mir gleich die Entscheidung ab, wie ich meinen Schützen ausrüsten soll.

Die Empfehlungen werden übersichtlich neben dem Shop-Symbol angezeigt und sind durch einmaliges antippen gekauft. Für Beginner ist das unkompliziert und eine gute Hilfe. Der Vorteil am Shop: Ihr könnt von überall auf der Karte einkaufen und müsst Euch nicht erst zurückporten. Dadurch gibt es keine Unterbrechung und der Spielfluss wird nicht unterbrochen – Nochmal mehr Tempo.

Arena of Valor 5v5 Shop

Danach geht es auf eine Lane. Üblicherweise teilt sich das Team nach dem 2-1-2-Prinzip auf, mit 2 Spielern oben, 1 Spieler in der Mitte und 2 Spielern unten. Eine Aufstellung mit nur einem Spieler auf der Top-Lane und dafür einem Jungler, habe ich bei meinen Test-Spielen nicht gesehen. Das könnte aber auch daran liegen, dass mein Account noch frisch ist und diese Aufteilung eher von erfahrenen Spielern genutzt wird.

Auf der Lane angekommen, konnte ich meinen Gegner mit Skillshots unter Kontrolle halten. Diese lassen sich einfach positionieren und zielgenau steuern. Ich hätte gedacht, dass mir das deutlich schwerer fallen würde, wenn ich auf einem kleinen Smartphone-Display (iPhone 6s – KEIN “6s Plus”) zocke.

In der oberen linken Ecke seht Ihr die Mini-Map, die übersichtlich, aber nicht störend im Match vorhanden ist. Dort lassen sich leicht Gegner und Verbündete erkennen. Wer genauer gucken will, hat außerdem eine Zoom-Taste.

Arena of Valor 5v5 Spiel Übersicht

Andere Zauber wie Heilung, Sprint oder der Backport in die Basis sind bequem auf dem Display erreichbar.

Ich farmte also auf der Lane, wie ich es von MOBAs gewohnt war. Machte Lasthits bei den Vasallen, um mehr Gold zu verdienen und gab regelmäßig meinem Gegner eins auf die Mütze. Die Duelle und Teamfights sind schnell vorüber und passen gut zum flotten Gameplay. Ein Duell mit meinem Lane-Gegner dauerte vielleicht 5-10 Sekunden – und das schon zu Beginn eines Matches, ohne viele Items.

Nach kurzer Zeit lag mein Team weit vorne. Wir dominierten die Gegner gnadenlos und konnten nach etwa sechs Minuten den gegnerischen Kern zerstören. 28:0 Kills für unser Team. Autsch. Es wird deutlicher: In Arena of Valor sucht man vergeblich langsames, taktisches Gameplay. Hier geht’s darum, den Gegner platt zu machen – Und das möglichst schnell!

Arena of Valor Winning

Trotz Bedenken: Die Steuerung und Übersicht funkioniert

Vor dem Test habe ich mir Gedanken über das Spiel gemacht. Es ist mein erstes MOBA auf einem Smartphone und ich konnte mir absolut nichts unter der Steuerung vorstellen. Wie soll das funktionieren? Skillshots mit dem einen Daumen steuern, während ich mit dem anderen meinen Helden steuere?

Ich soll also auf dem kleinen Display das übernehmen, was ich sonst am PC mit Maus und Tastatur ausführe. Das klang anfangs wirklich kompliziert und ich kann verstehen, wenn Ihr ähnliche Bedenken habt.

Allerdings fiel dann beim Spielen auf, dass das gar nicht so schwierig ist. Nach den ersten paar Minuten hat man die Steuerung raus und kann seine Skillshots gut positionieren. Das ist auch für ungeübte Mobile-Gamer kein Problem.

Arena of Valor Skillshots

Der 3V3 Modus in Arena of Valor ist besonders schnell!

Nach drei bis vier erfolgreichen Runden im 5V5-Modus „Große Schlacht“ packte mich die Neugier. Das Gameplay war flüssig und leicht zu verfolgen. Die Ziele waren klar (das Spiel und Eure Mitspieler markieren zwischendurch, was angegriffen oder verteidigt werden soll) und die Matches spielten sich rund. Machen die Modi alle so viel Spaß?

Als nächstes wollte ich den 3V3-Modus von Arena of Valor ausprobieren. Mit einer Spieldauer von 4-6 Minuten angekündigt, konnte ich mir ehrlich gesagt gar nichts unter diesem Modus vorstellen. Zunächst lief alles wie gewohnt: Anmelden, Heldenauswahl, Ladebildschirm, Shop.

Zum Start konnte ich hier gleich drei Talentpunkte in meine Skills investieren. Das verbessert die Helden und sorgt für mehr Schaden und ein höheres Tempo direkt zu Beginn. Und so fühlte es sich auch an. Es steht nur eine Lane zur Verfügung, auf der sich alle treffen. Darauf ist ein Turm, danach kommt der Kern. Schnell und unkompliziert. Ist der Turm kaputt, kann man den Kern angreifen. Kern kaputt: Spiel gewonnen.

Hier wird nicht erst minutenlang Gold verdient, wie man es aus anderen MOBAs kennt. Die Spieler knallen gleich aufeinander und kämpfen. Die Vasallen wirken eher wie eine nett gemeinte Zugabe.

15 Kills in 3 Minuten

6 Minuten wurden für diesen Modus durchschnittlich als Spielzeit angegeben. Das erschienen mir immer realistischer, als wir nach 2 Minuten die ersten Angriffe auf den gegnerischen Kern machten. Es gab dann noch einen Teamfight und plötzlich hatten wir gewonnen. 2 Minuten und 47 Sekunden – 14:1 Kills. Dieser Modus geht ja wirklich schnell.

Um herauszufinden, ob das nur Zufall war, spielte ich gleich noch eine Runde 3V3. Diese war nach etwa 6 Minuten vorüber, denn hier waren die Teams besser balanced. Die Zeiten sind also realistisch und sorgen für ein ganz neues Moba-Feeling. Zugegeben, die kurzen Zeiten laden auch dazu ein zu sagen „ach komm, eins geht noch. Auf die fünf Minuten kommt es jetzt auch nicht mehr an … .“

Arena of Valor 3v3 Win 2 Minuten

5V5 mit zufälligen Helden – Auf in den Spaß der Schatten Schlucht

Der nächste Modus stand auf dem Plan. Fünf gegen Fünf auf einer Lane. Der Schatten Schlucht-Modus wird mit einer Dauer von 8-12 Minuten angegeben. Also das Mittelding zwischen „Große Schlacht“ und „Scharmützel“. Bedeutet: Alle Spieler bekommen einen zufälligen Helden zugewiesen, mit dem sie sich alle auf der mittleren Lane bekämpfen. Andere Lanes gibt es nicht, eine Heldenauswahl fällt also auch flach. Dieser Modus eignet sich dazu, das Gameplay der Helden zu lernen, die Ihr zugewiesen bekommt.

Spielerisch gibt es hier keine großen Unterschiede zu den anderen Spiel-Modi. Außer, dass man sich nicht zurück in die Base teleportieren kann. Und wer shoppen will, kann das nicht unterwegs machen, sondern muss zunächst sterben und in der Basis einkaufen. Zwei Tower müssen zerstört werden, bevor der Kern angegriffen werden kann.Arena of Valor Spielmodi Übersicht

Jetzt wird getankt

Ich hatte eine Tank-Heldin namens Mina, die Gegner an sich heranziehen und spotten konnte. Obwohl ich bisher immer für den Schaden zuständig war, war ich nun derjenige im Team, der auf die Mütze kriegen sollte. Na toll.

Im Shop griff ich dann zu Resistenzen, um mehr Schaden auszuhalten und orientierte mich mit meinen vier Teammates zu unserem Turm. Dort warteten auch schon die Gegner auf uns. Auch in der Rolle des Tanks fühlte ich mich nach ein paar Minuten wohl. Nach etwa 10 Minuten konnten wir das Match für uns entscheiden.

Der Sinn des Spielmodus wurde erfüllt, denn ich lernte einen neuen Helden kennen und kann diesen in Zukunft selbst weiterspielen oder weiß ihn einzuschätzen, wenn ein Gegner mit Mina auf mich zu gestürmt kommt. Um Euren Helden-Pool zu erweitern, ist die Schatten Schlucht eine gute Wahl.

Arena of Valor Mina

Fazit: Keine PC-MOBA Alternative, aber eine Ergänzung

Arena of Valor ist genau das Richtige für die Leute von Euch, die ein schnelles MOBA für zwischendurch suchen, das nicht auf Kern-Elemente verzichtet.

Es gibt eine große Auswahl an Helden: Von den angezeigten 40 Helden sind gerade 7 gratis, andere könnt Ihr durch Erfolge im Spiel geschenkt bekommen oder durch Ingame-Währung oder gegen Echtgeld kaufen. Eine Pay-2-Win-Komponente konnte ich beim Test nicht finden. Es gibt allerdings Helden, die aktuell nur für die Gutscheinwährung (die Ihr durch Echtgeld erwerben könnt) zu kaufen sind.

Die Helden lassen sich leicht steuern und auch kniffelige Skillshots wie Grabs, bei denen Ihr Gegner an Euch heranzieht, lassen sich auf Smartphone-Displays zielgenau ausrichten.

Im Item-Shop könnt Ihr Eure Helden ganz dem eigenen Spielstil anpassen. Es gibt viel Auswahl an Gegenständen zur Verteidigung, Angriff, Lebensraub, Abklingzeitreduzierung etc.

Für mich würde ein mobile MOBA kein Spiel MOBA auf dem PC ersetzen, weil ich auch gerne eine halbe Stunde und länger in Matches verbringe, bei denen es dann auf die gesamte Spieltaktik ankommt. Eine gelungene Alternative ist Arena of Valor aber auf jeden Fall. Die kurzen knackigen Matches lassen sich bequem in der Mittagspause im Büro oder während der Wartezeit in anderen Games zocken.

In WoW für den LFR angemeldet und nichts zu tun? Ihr wartet in Eurem Lieblingsshooter noch darauf, dass Euer Freund bereit zur Match-Suche wird? Ein 4-10 Minuten-Match lässt sich hier locker einbringen und macht auch noch Spaß.

Ist Arena of Valor etwas für EUCH? Als MOBA-Fan, der gerne neues ausprobiert, solltet Ihr dem mobile MOBA eine Chance geben. Ich ging vor dem Test davon aus, dass die Bedienung nicht leicht und die Skillshots eine Qual werden, wurde dann aber schnell eines Besseren belehrt. In den kurzen Matches kommt trotzdem etwas MOBA-Feeling auf. Das wird aber nun mit erhöhter Geschwindigkeit gepaart. Zwar bieten die kurzen Matches nicht so viel Tiefgang wie eine stundenlange Partie auf dem Computer, doch ist das manchmal ganz angenehm.

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Patrick Freese
Teemo for president!
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