Noch ein WoW-Addon schmeißt hin: Kein ElvUI mehr in Midnight

Noch ein WoW-Addon schmeißt hin: Kein ElvUI mehr in Midnight

Die nächste Erweiterung von World of Warcraft muss auf ein beliebtes Addon verzichten. Die Macher von ElvUI hören auf.

Blizzard hat vielen Addons den Kampf angesagt. In World of Warcraft soll Chancengleichheit herrschen, weshalb die Funktionen vieler Addons eingeschränkt werden. Doch das betrifft auch viele Addons, an die man auf den ersten Blick gar nicht denkt. Eines der beliebtesten Addon-Pakete ist „ElvUI“. Die Macher dahinter sagen nun: Die Arbeit daran wird erstmal eingestellt.

Was ist ElvUI? ElvUI ist eines der bekanntesten Addons, um die Benutzeroberfläche von World of Warcraft in großem Stil anzupassen. Dazu gehört nicht nur das Aussehen des direkten Interface, also etwa der Gruppenmitglieder oder der Lebensanzeige, sondern auch Spiel-Elemente wie die „Name Plates“, also die Namensplaketten von Feinden in der Welt, an denen man etwa deren HP ablesen kann oder aber deren aktuelle Debuffs oder Zauberzeiten.

EvlUI setzt auf zahlreiche unterschiedliche Plugins, mit denen man das Spiel weiter anpassen kann. Wer will, kann sich etwa das Interface von Diablo holen oder aber das von Guild Wars nachbauen. Die verschiedenen Plugins erfreuen sich großer Beliebtheit – manche haben mehrere Millionen Downloads und zählen damit zu den beliebtesten Interface-Modifikationen für World of Warcraft überhaupt.

ElvUI will große Veränderungen von Blizzard

Was haben die Entwickler gesagt? In einem Statement auf X heißt es vom Entwickler:

Die Entwicklung von ElvUI für Midnight ist offiziell pausiert. Wir müssten sehr bald einige große Änderungen von Blizzard sehen, um die Interface-Alternativen anzubieten, die unsere Nutzer wollen.

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Damit ist klar: Wenn Addons wie ElvUI noch eine Chance haben sollen, müsste sich an der Alpha und baldigen Beta von Midnight einiges ändern, denn sonst werden die entsprechenden Entwickler ihre Projekte wohl bereits eingestellt haben.

Warum hört ElvUI auf? Der Grund dafür liegt bei Blizzard, denn die ändern World of Warcraft gehört. Viele Interface-Addons, die während des Kampfes Informationen auslesen, werden künftig nicht mehr funktionieren. Eigentlich soll das nur Addons betreffen, die dazu genutzt werden, einen spielerischen Vorteil zu erhalten, doch dadurch sind unweigerlich auch ein paar Addons betroffen, die Darstellungen im Kampf verändern – wie eben die Namensplaketten – aber nicht so dramatische Auswirkungen haben wie etwa WeakAuras, die es bald auch nicht mehr gibt.

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Gamestv

Ich hoffe das mein ui addon namens classicui weiter funktioniert

Caliino

Wundert mich nicht, irgendwo muss ja selbst das “harmlose” UI-Addon seine Daten in Bezug auf Buffs/Debuffs und Timer her haben.

Ergo ein logischer Schritt seitens Blizzard auch denen den “Kampf” anzusagen und ich glaube auch nicht dass sich daran so schnell was ändert. Denn egal was ein Addon macht, es beeinflusst IMMER das Spielgeschehen und das Hausrecht ist und bleibt da beim Entwickler.

TheDude

Wenn ich merke, dass ich nicht mehr erwünscht bin, dann helfe ich auch nicht bei der Umstrukturierung. Ich habe das Addon selbst nie benutzt aber deshalb sage ich nicht, es sei mir egal, denn ich nutze Andere, die vor genau den gleichen Problemen stehen.

huehuehue

Ich glaube, das Problem ist hier weniger, dass jemand “nicht mehr erwünscht” ist (das ist ja nicht der Fall, man wird sogar ausdrücklich und persönlich eingeladen, die Änderungen zu testen und ausführlich Feedback zu geben), sondern, dass Blizzard komplett wild an Spiel und API(s) herumhandwerkt und jetzt gerne hätte, dass die Addonentwickler für sie testen, welche Schnittstellen, denn “zuviel” zugemacht wurden und welche man wieder ändern müsste, damit nicht-Kampfdateien-auslesende-Addons so funktionieren, wie bisher, die aber keine große Lust darauf haben, dass kostenlos für Blizzard zu tun, wenn zusätzlich sowieso schon viel mehr an (freiwilliger) Arbeit als bei den allermeisten anderen Erweiterungen in die Addons gesteckt werden muss/müsste, weil Blizzard halt zB. auch sein eigenes Interface und wie es funktioniert, auf links dreht.
Die haben halt wenig Lust drauf, (zusätzlich) die Arbeit zu machen, die eigentlich Entwickler machen sollten – ohne zu wissen, ob diese Arbeit denn überhaupt etwas bringt und nicht Vieles, aus anderen Gründen, gesperrt bleibt und ihre Addons dann trotzdem viel weniger können, als sie könnten.

Zuletzt bearbeitet vor 5 Monaten von Huehuehue
Caliino

Dabei muss ich Blizzard aber ein klein wenig in “Schutz” nehmen:
Blizzard selbst weiß ja nicht welche API’s von den jeweiligen Addons auch “gebraucht” werden.

In der Regel gibt es dafür eine (sehr lange) Liste was und wie ausgelesen wird. Allerdings wird genau die – vermutlich selbst bei Blizzard-intern – noch in Bearbeitung/nicht Final sein, eben weil man auf die “externe Rückmeldung/Hilfe” angewiesen ist und/oder abwarten will.

Wo ich dir aber recht gebe ist, dass Blizzard wahrscheinlich nun willkürlich/viele API’s einfach dicht gemacht hat und jetzt die von Ihnen zugelassenen Sachen wieder (auf Nachfrage) freigeben will.

Ich verstehe zwar wenn die Entwickler das jetzt nicht/erst später mitmachen wollen, aber die haben es bis dato auch freiwillig und zum großen Teil unentgeltlich gemacht. Wenn Ihnen das nicht (mehr) passt, dann sollen Sie es sich einfach bezahlen lassen und Punkt. Wenn die Qualität/Leistung passt, dann werden die Spieler auch bereit sein für die externen Addons zu bezahlen…

Sazi

Auch wenn ich früher selbst ElvUI genutzt habe … ich finde den Weg von Blizzard richtig. Man war ja teilweise mehr damit beschäftigt, seine Addons und Einstellungen aktuell zu halten als zu spielen. Natürlich trifft es jetzt viele Addon-Autoren, die viel Herzblut ihn ihre Projekte gesteckt haben. Und das ist in der Tat der negative Teil der Story. Aber dem Spiel kann es langfristig nur gut tun. Zumal der Mehraufwand, diese ganzen APIs zu pflegen, dann auch wegfällt und an anderen Stellen besser ins Spiel investiert werden kann.

Und wer unbedingt das UI von Guidwars haben will, kann ja Guildwars spielen. Die vielen Oberflächenanpassungen sorgen auch dafür, dass WoW kaum noch ein einheitliches “Gesicht” zeigt. Was für die Marke und die Wiedererkennung auch nicht förderlich ist.

skp

“Die vielen Oberflächenanpassungen sorgen auch dafür, dass WoW kaum noch ein einheitliches “Gesicht” zeigt”
Gerade diese Vielfalt war doch Teil des Charmes von WoW – dass jeder sein Interface so bauen konnte, wie er spielt. Ob Minimalismus, RP-Look oder Hardcore-Raid-HUD – das war Ausdruck der Community, nicht Schwäche der Marke.

Sazi

Ich bin da halt anderer Meinung. WoW hat sicherlich ganz andere Merkmale, die als Charme zu bezeichnen sind.

Minimalismus, RP-Look und Hardcore-Raid-HUD kann man übrigens auch mit dem Standard-CI erreichen. Wenn WoW aber in jedem Video anders aussieht, ist das ein Problem mit der Marke. Damit meine ich nicht, wo man welches Fenster positioniert ist. Es geht darum, welchen Style dieses Fenster hat. Wenn das Charakter-Bild im Guildwars-Style daherkommt, schadet das der Marke.

Ich hoffe, das es nun klarer ist.

rockstar0612

Blizzard lädt schon die Addon Entwickler ein, dabei mitzuhelfen, welche APIs freigegeben werden müssen und dann so ein Move zu machen, ist für mich einfach nur mega bescheuert.

Momentan finde ich, machen sich die Addon Entwickler wichtiger, als Sie wirklich sind. Das was Blizzard macht, ist vollkommen richtig und ich finde den Weg, den Sie gehen gut.

Ich habe früher gerne ElvUI verwendet, aber da es einfach extrem viel Ressourcen gezogen hat und Blizzards UI schon vieles machen konnte, benutze ich seit Dragonflight nur noch das Standard UI.

vulperabeste

Ja, sehe ich genauso wie du. Vorallem darf man – finde ich – nicht vergessen, dass diese Addon-Entwickler nicht wirklich für das bezahlt werden was sie machen, vielleicht ein paar Donations aber das war’s.

Caliino

Aber es steht denen doch komplett frei sich für Ihre Programmierkenntnisse/Arbeit auch bezahlen zu lassen?

Wenn die Qualität/Leistung passt, werden die Spieler auch bereit sein um für externe Addons zu bezahlen…

vulperabeste

Aber es steht denen doch komplett frei sich für Ihre Programmierkenntnisse/Arbeit auch bezahlen zu lassen?

Die entwickeln Addons für ein Spiel das sie Lieben und verbessern wollen. In ihrer Freizeit. Sollen die ganzen Addon-Entwickler jetzt Geld für ihre Addons nehmen, oder worauf willst du hinaus? Ich verstehe es wirklich nicht.
Es ist ja nicht der Standard, dass Leute für WoW-Addons bezahlen, sondern eher komplett unüblich.

Wenn die Qualität/Leistung passt, werden die Spieler auch bereit sein um für externe Addons zu bezahlen…

Ich hatte ja extra geschrieben, dass die ein paar Donations von dem ein oder anderen Addon-Nutzer bekommen, aber naja.

Es kann nicht sein, dass Blizzard seine API beschneiden möchte, dann aber bei denen nachfragt, weswegen sie das überhaupt erst beschneiden müssen. Das ist einfach frech von Blizzard, wenn die an die Schnittstellen ran wollen und gewisse Funktionen davon ausschließen wollen, dann müssen sie schon selbst wissen welche genau das sind und nicht bei den Addon-Entwicklern nachfragen, das zeigt einfach nur wie schlecht Blizzard inzwischen aufgestellt ist. Die Entwickler die da arbeiten kennen das Spiel 0,0 und müssen jetzt halt Leute fragen, die das Spiel besser kennen als sie und da bleiben nur die Addon-Entwickler.
Und da sage ich ganz ehrlich, ohne eine gewisse Entlohnung von Blizzard würde ich denen auch nicht helfen und nur zuschauen.

Caliino

Ich glaube du missverstehst da etwas bzw. hast zu wenig Ahnung von den Systemen dahinter:

Diese API’s sind in der Regel sehr lange “Listen” mit hunterten wenn nicht tausenden Einträgen was und wie ausgelesen werden kann. Eben diese Liste wird von Blizzard zur Verfügung gestellt und danach können sich alle anderen Addon Entwickler richten.

Jetzt ist es aber so, dass die bisherige API viel zu viele Informationen preisgeben hat und Blizzard das nun einschränken will/muss um die übermächtigen Addons zu blockieren.

Das Ding ist dabei aber, dass Blizzard ja nicht weiß womit die ganzen Addons arbeiten – und dabei sind sie eben auf Hilfe angewiesen. Alles was potentiell wieder zu übermächtig werden könnte wird sicher auch weiterhin blockiert und der Rest (auf Nachfrage) freigegeben.

Eine Checkliste für Mounts, Transmog oder sonstiges braucht halt ganz andere Daten wie ein DPS Meter der ganze Kämpfe ausliest oder eines welches den Ingame Markt oder Events beobachtet.

Und ich gebe dir da schon Recht, dass Blizzard da vorgeben muss was und wie. Wenn du aber nicht weißt womit und wie die Addons arbeiten, können selbst die kleinsten Änderungen oder Sperren fatale Folgen haben.

Ein einfacher Vergleich ist dabei ein Restaurant welches gerade die Speisekarte (API) komplett überarbeiten will, aber auf die Kunden (Addon-Entwickler) angewiesen ist was die überhaupt essen (verwendete API’s) wollen.

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von Caliino
vulperabeste

Ich verstehe das Argument voll und ganz, allerdings kann man doch nicht die Leute danach fragen, die das System ausnutzen? Da geht man als Entwickler doch auch Gefahr, dass die einem etwas vielleicht nicht mitteilen um den Vorteil zu bewahren.

Blizzard hat doch wirklich kein Geldproblem. Wenn es denen wirklich so wichtig ist, dann sollen die da einen Entwickler hinsetzen der sich JEDE API-Funktion einmal anschaut und prüft ob die nötig ist oder nicht. Kostet halt Geld. Aber das möchte Blizzard nicht ausgeben, sondern die Infos lieber von den Addon-Entwicklern haben, denn die kosten ja kein Geld und machen das aus der Liebe zum Spiel 😉

Caliino

dann sollen die da einen Entwickler hinsetzen der sich JEDE API-Funktion einmal anschaut und prüft ob die nötig ist oder nicht.

Und genau das passiert doch auch im Zuge dessen:
Die Addon-Entwickler geben Ihre ausgelesenen API’s an Blizzard weiter und die prüfen ob und wie die (wieder) freigegeben werden.

Das Ding ist halt dass jede einzelne Zeile meist auf Sekundenbasis abgefragt, geschrieben und den x-tausenden Clients in unterschiedlichsten Regionen/Server/Instanzen usw. verteilt werden muss.

Folgen davon? Eine enorme Rechenlast für die Server – egal ob benötigt oder nicht.

Und genau da setzt Blizzard jetzt eben an um alles unnötige rauszufiltern -> weniger Last für die Server = bessere Performance für die Spieler (und weniger Kosten für Blizzard)

rockstar0612

Ich bin in der IT tätig, deshalb sehe ich das vielleicht anders.

Wir haben z.B. eine große Umstellung der Firewall gehabt. Dort wurden viele Sachen gesperrt und wir haben die Nutzer usw gesagt, schaut, was nicht mehr geht und sagt uns was freigeschaltet werden muss. Nur der weiß, was worauf zugreifen muss und wenn nicht, dann zumindest der Entwickler der Software. Wir wissen das alles nicht und lassen nur das zu, was man uns sagt.

Blizzard MUSS die Entwickler also einbinden, da Blizzard schlicht weg nicht wissen kann, was alles in deren Code steckt, da viele Addon Entwickler, wie du schon sagtest, nur Hobby-Entwickler sind. Vielleicht wird auch etwas abgefragt, was komplett unnötig ist, aber von deren Seite umgestellt werden muss, nicht von Blizzard.

Es kann sein, dass in ElvUI vielleicht APIs oder etwas angesprochen wird, was eigentlich komplett unnötig ist und deshalb nicht mehr funktioniert. Da muss jemand drinne sein, der den Code kennt. Das darf man nicht von Blizzard erwarten, dass alles zu wissen.

Caliino

Ich sehe es ähnlich wie Marc und zitiere hier nochmal meinen Kommentar von oben:

Blizzard selbst weiß ja nicht welche API’s von den jeweiligen Addons auch “gebraucht” werden.

Ganz unrecht hast du ja nicht, aber die ganze Arbeit nun an Blizzard abtreten zu wollen ist meiner Meinung nach auch nicht richtig.

Ein Addon welches fürs Pet sammeln benutzt wird, braucht halt komplett andere Daten als eines fürs Transmog und nochmal andere als eines fürs Interface, RP oder sonstiges…

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