WildStar denkt olympisch: Gold ist nicht alles

Beim SF-MMO WildStar erwiesen sich Veteranen-Verliese als Gift für die Moral der Spieler. Denn zusammengewürfelte Gruppen brachen nach dem ersten Fehler ab, weil die begehrte Gold-Auszeichnung nicht mehr zu erreichen war. Daran schraubt Carbine nun. Außerdem werkelt man an den FPS-Problemen der AMD-Benutzer. Zeichnet sich hier ein Durchbruch ab?

„Gold oder gar Nix“ hat ein Ende

Da hatten wir bei Mein MMO wohl den richtigen Riecher mit unserem Artikel über die giftige Atmosphäre, die in den Verliesen von WildStar herrscht. Das Problem liegt daran, dass Spielergruppen, um ein Veteranen-Verlies mit „Gold“ abzuschließen, keine Fehler machen dürfen. Passieren die doch, sind die Spieler frustriert und die Gruppe löst sich auf. Es gibt keinen Grund für manche, die Instanz jetzt noch zu Ende zu spielen. Denn sie sind hinter besonders starken Items her, die es nur für Gold-Gewinner gibt: „Gold or Bust“ – Sekt oder Selters, Hopp oder Topp, hieß die Devise.

Genau hier setzt Carbine an. Man möchte den Schwierigkeitsgrad der Instanz halten und auch das Niveau der Gold-Runs nicht senken, aber den Spielern einen Anreiz dafür bieten, eine Instanz auch dann abzuschließen, wenn Gold nicht mehr möglich ist. Und man dreht an den Schrauben, an denen es zählt: Beim Loot.

Epics für jeden, aber für Gold-Gewinner noch ein bisschen mehr?

Die jetzigen Gold-Rewards, die Top-Items bringen können, werden von den Gold-Belohnungen gelöst und an die Endbosse oder Abschluss-Prüfungen der Abenteuer und Verliese gekoppelt.

Jede errungene Medaille wird den Spielern Bonus-Rolls auf den Instanz-weiten Loot gewähren und zusätzlich Gold (die Währung diesmal) in die klamme Abenteurer-Kasse spülen und Bonus-EXP geben. Für Bronze gibt es einen Roll, für Silber zwei und für Gold drei Zusatz-Rolls. Die Änderungen sollen schon bald in Kraft treten. Allerding erst nach dem „Strain“-Drop, der Anfang Juli erwartet wird.

Community reagiert gespalten: Werden Top-Spieler nun benachteiligt?

Durch die Änderungen wird es wichtiger, einen Dungeon überhaupt abzuschließen als ihn „perfekt“ zu meistern. Wie in einigen Statements deutlich wurde, war man bei WildStar unzufrieden mit der Anzahl der Spieler, die ein Veteranen-Verlies auch wirklich durchspielen.

Dungeons in WIldStar

Vorgeschlagene Änderungen aus der Community waren unter anderem, sogenannte „Gold“ oder „Medaillen“-Runs im Group-Finder kenntlich zu machen oder einer Gruppe die Möglichkeit zu geben, die Instanz zu „resetten“. Bei einer Umfrage auf Mein MMO.de stimmten von ca. 190 Teilnehmern fast 70% für eine Änderung des Systems.

Im Moment sind die Details der Änderung noch unklar. Ob Gruppen, die einen Veteranen-Verlies auf Gold abschließen, ein „garantiertes“ Item mit erhöhter Qualität erhalten oder ob deren Chance darauf nur höher ist, ist den bisherigen Aussagen Carbines noch nicht zu entnehmen. Die Community reagiert gespalten auf die angekündigte Änderung. Während einige Spieler sie als einzig richtigen Schritt begrüßen, sehen die anderen Carbine damit auf einen Weg zu „Sozialamts-Epics“, der schon Bizzards World of Warcraft ruiniert habe.

Ein Ende der Performance-Probleme für AMD-Nutzer?

Neben den Problemen mit dem etwas zu elitären End-Game schlagen sich viele WildStar-Spieler mit Performance-Problemen herum. Gerade Spieler, die auf ein AMD-System schwören, haben mit Problemen und einbrechenden Frame-Raten zu kämpfen. Für die gibt es nun einen Silberstreif am Horizont. Der Carbine Mitarbeiter Virtue postete im offiziellen Forum folgendes:

I’ve got incredibly good news for you next week… One of our Engineers had a major breakthrough on AMD stuff this afternoon (it’s in testing right now) and affects AMD CPUs.

Einer der Techniker von Carbine hat wohl den gordischen Knoten um die AMD-Prozessoren gelöst. Das befinde sich zur Zeit in einer Test-Phase und könnte schon nächste Woche zum Einsatz kommen.

 

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Quelle(n): forums.wildstar-online.com
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