Chef von Far Cry 4 sagt: „Eigentlich müssten Streamer die Spiele-Entwickler bezahlen“

Alex Hutchinson, der Creative Lead hinter Spielen wie Far Cry 4 und Assassins Creed 3, hat sich zur aktuellen Situation auf Twitch geäußert. Dort beschweren sich derzeit Streamer über Löschungen von Clips, in denen urheberrechtlich geschützte Musik enthalten war. In seinen Augen sollten die Streamer sich nicht beschweren, denn er findet, dass sie eigentlich auch Spiele-Entwickler bezahlen sollten.

Worum geht es? Seit Jahren nutzen einige Streamer auf Twitch Musik, die sie im Hintergrund laufen lassen. Das war eigentlich gegen die Regeln der Plattform, blieb aber lange ohne echte Konsequenzen.

Nun jedoch löscht Twitch Clips mit Musik und verwarnt die Streamer. Bis Freitag haben die Streamer nun Zeit, um selbstständig ihr Material durchzuschauen und Inhalte zu löschen.

Hutchinson, dessen Studio inzwischen Teil von Googles Stadia Division ist, ist der Meinung, dass die Streamer sich weniger Sorgen wegen der Musik und viel mehr wegen der Spiele machen sollten, die sie täglich zeigen. Schließlich verdienen sie ihr Geld mit Inhalten, für die sie nicht bezahlen.

Für seine Aussage bekam Hutchinson vereinzelt positiven Zuspruch, gleichzeitig aber auch viel Kritik. Kritiker sehen die Streamer vor allem als „Werbe-Banner“ für die Spiele.

„Sollten Lizenzen kaufen, wie in jedem echten Business“

Was sagt Hutchinson genau? In einem Tweet sagt der Entwickler, dass für die Streamer alles weg wäre, wenn die Publisher beschließen würden, dass Spiele nicht mehr auf Twitch gezeigt werden dürften.

Er ist der Ansicht, dass Streamer eine Lizenz beim Entwickler kaufen sollten, um dann für die Nutzung zu bezahlen, so „wie es bei jedem echten Business“ abläuft.

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In einem weiteren Tweet wird er noch konkreter. Er sieht die Streamer als Entertainer einer Show, wobei sie für den gezeigten Content nicht bezahlen. Den Kauf des Spiels allein sieht er nicht als ausreichend an.

Wie fallen die Reaktionen aus? Viele sind der Meinung, dass Hutchinson zwei große Punkte in seinem Tweet ignoriert:

Ein Twitter-Nutzer schreibt, dass große Titel wie Minecraft, Fortnite, Fall Guys und Among Us ohne Streams nie so groß geworden wären, wie sie heute sind und vermutet gleichzeitig, dass Publisher durch eine solche Lizenz eher Verluste machen würden:

Andere kritisieren zudem, dass es viele kleine Streamer gibt, die sich eine solche Lizenz gar nicht leisten könnten. Diese Einschränkungen könnten für ganze Streaming-Kultur große Veränderungen bedeuten.

Gibt es auch positive Stimmen? Ja, es gibt es auch Nutzer, die dem Tweet teilweise oder sogar im Ganzen zustimmen. Schließlich sei Streaming oftmals eine „legale Grauzone“ – die Rechte liegen am Ende beim Entwickler und Publisher.

Doch dass die Publisher ihre Rechte nicht durchsetzen, sehen einige als klaren Beweis dafür, dass sich Streaming eher positiv auf die Spiele auswirkt:

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Andere sind der Meinung, dass man Twitch eher in die Pflicht nehmen sollte. Ähnlich wie bei Spotify sollte sich die Plattform darum kümmern, dass die Spiele-Entwickler bezahlt werden, schließlich verdiene Amazon viel mit seiner Plattform.

Google distanziert sich von Hutchinson

In einem offiziellen Statement distanziert sich Google von der Meinung der Aussage des Entwicklers. Dort heißt es:

Die jüngsten Tweets von Alex Hutchinson, Creative Director im Montreal Studio of Stadia Games and Entertainment, spiegeln nicht die Meinung von Stadia, YouTube oder Google wider.

Via 9to5Google

Auch der YouTube Lead Ryan Wyatt betonte auf Twitter, der Publisher und Creator eine gute Partnerschaft haben:

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Welche positiven Folgen das Streaming haben kann, zeigt sich tatsächlich am besten an Among Us. Das Indie-Spiel blüht 2 Jahre nach Release auf, weil es auf Twitch beliebt wurde. Inzwischen schafft es der Titel regelmäßig in die Top 5 auf Steam.

Quelle(n): VGC
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Fuchswerk

Das mag jetzt fieß klingen, aber ich glaube Mr. Hutchinson darf sich bald nen neuen Job suchen. Und jemand der sich so in die Brennesseln gesetzt hat dürfte bei der RIAA gern gesehen werden. Und da wird er wohl dann auch landen.

Jakobhai

Weil hier viele Nintendo als Argument nehmen, bei Nintendo gab es nie Lizenzen, sondern man musste lediglich eine Gewinnbeteiligung zahlen, was es für kleine Streamer besser macht als ein Lizenzkauf.
Auch hat Nintendo damit vor 2 Jahren aufgrund schlechten Verkaufszahlen aufgehört, mittlerweile darf man Spiele von Nintendo so streamen.

Envy

Ich verstehe worauf er hinaus will und das ist durchaus berechtigt, aber das funktioniert so nicht ganz.

Im Prinzip müsste er das Geld für Lizenzen von Twitch direkt verlangen und nicht von Streamern.

So gesehen müsste man das vergleichen mit einem Fernsehsender. Der Fernsehsender kauft Lizenzen für diverse Serien, Filme etc und schaltet daraufhin Werbung um wiederum Einnahmen zu generieren.

Bei Twitch sind nicht die einzelnen Streamer die verschiedenen Sender die man umschalten kann sondern Twitch ist der Fernsehsender bei dem verschiedene Sendungen laufen.

Das ist etwas komplizierter und kann man nicht so einfach pauschalisieren wie er das machen möchte.

Wenn ich als Unternehmer, bei Twitch Zeit für Werbung kaufen möchte, dann bezahle ich Geld direkt an Twitch und nicht direkt an einen bestimmten Streamer. Die Streamer verdienen zwar auch Geld mit Werbung aber sie selbst haben keinen Einfluss auf die Werbung.

Man könnte das noch weiter ausführen aber es sollte klar sein was ich damit meine.

Claymoreking95

Lächerlich aus meiner Sicht da für mich Streamer immer Menschen waren die entweder durch lets plays die Produkte getestet haben für die Öffentlichkeit oder ebend als Werbegesicht gedient haben.

Wenn ich mir ein Produkt kaufe egal ob Spiel, Auto oder Kosmetika schaue ich mir zuvor Bewertungen an.
Sollen jetzt alle Produkttester oder ähnliches Geld zahlen damit sie die Produkte Bewerten dürfen ?
Wenn man irgendwas veröffentlich dann darf man natürlich seine Meinung äußern ob negativ oder positiv, in Deutschland hat man das Recht auf freie Meinungsäußerung und dann dürfte Stift und Waren Test auch nichts mehr veröffentliche.

Frost

Ein „Spieletest“ ist jetzt schon etwas anderes als ein „Let’s Play“.

In einem Spieletest werden ja nur Punkte wie allgemeine Spielbarkeit, Story etc. des Spiels bewertet, möglichst Spoiler-frei.

In einem Let’s Play werden diese Spiele möglichst versucht von Anfang bis Ende vorzuspielen.

Ich hab mir damals ein kommentarloses Let’s Play zu Resident Evil 7 angeschaut. Das hat gereicht um bei Gesprächsrunden mit Freunden mitreden zu können und das Spiel musste ich mir dann auch nicht mehr kaufen.

Es ist legal bzw. eine Grauzone, aber Fakt ist, in diesem Fall haben sie dadurch eventuell eine Kopie weniger verkaufen können.

Ich finde die Kritik schon irgendwie nachvollziehbar.

Kolbe

Ich sehe das ähnlich wie Frost.
Spiele testen usw ist ja eine Sache aber die spielen die Spiele teilweise extrem Umfangreich und verdienen damit Geld.
Wenn sie nur so spielen würden als wäre es eine Demo wäre es eine Sache.
Aber das ähnelt nun eher wie eine „Sky Bar“ die bezahlen auch deutlich mehr dafür als wenn du das Zuhause für dich hast weil sie damit ja Geld verdienen.
Oder anders… denkt mal zurück an die Videotheken… die mussten auch spezielle Lizenzen haben um Filme verleihen zu dürfen bzw mussten glaub ich spezielle Versionen der Filme usw ordern um diese verleihen zu dürfen.
Und so denkt er sich das wohl auch… testen ja gern jederzeit aber vollständig Spielen für tausende von Zuschauern und damit teilweise Millionen verdienen nur mit Rücksprache.

Ich kann ihn verstehen… sie investieren Millionen in Entwicklung und Unterhalt und dann kommen streamer kaufen sich eine Version und machen damit teilweise Millionen und wollen dann auch noch das man ihnen den Roten Teppich ausrollt. Und das mit dem roten Teppich regt ihn wohl eher auf.

Vier2Acht

Beim kauf des Spieles hat man doch bereits die Lizenz bezahlt…..

Christopher

Private Nutzung und eine öffentliche Aufführung sind aber zwei paar Schuhe.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Christopher
Christopher

Hmmm, Nintendo z. B. fährt schon seit Jahren eine rigorose Lizenz-Strategie. Anhand des Erfolgs der Spiele und Marke, lässt sich daraus kein negativer Trend bei den Verkaufszahlen ableiten.

Ob man dies auch auf andere Marken/Publisher/Studios übertragen kann, wäre zumindest eine spannende Diskussion wert…

Fakt ist jedoch: Egal ob Musik, Film, Grafik etc.pp, im professionellen Medienbereich läuft nichts ohne Lizenzen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Christopher
Mac31

Es steht den Copyright-Inhaber jederzeit frei, von ihren Recht Gebrauch zu machen, und für das streamen von Games Lizenzen zu verlangen. Allerdings praktisch alle Entwickler von Games haben sich dagegen entschieden. Aus Großmut, oder Eigeninteresse?
Vielleicht sollte Alex Hutchinson es einfach mal ausprobieren, ob man mit der Methode besser fährt.

Daniel

In Prinzip hat er recht.
Egal was man mit Medien macht, ohne Lizenzen geht gar nichts.
Einige Streamer verdienen sich eine goldene Nase und der Entwickler bekommt nichts. Obwohl der Entwickler die ganze Arbeit hat. Noch dazu kann ein Streamer auch Spiele zu Fall bringen.

Frank

Alle schreiben hier von Werbung für das Game was ja zu einem gewissen Teil auch berechtigt ist. Allerdings haben streamer nicht nur positives über die Spiele zu sagen die sie spielen. Wenn sich ein paar Streamer beim Spielen konstant über das Spiel aufregen und die Entwickler beschimpfen wirft das kein gutes Licht auf das Spiel. Komsequenzen hat das für die Streamer keine. Klar können die auch einfach bei Twitter schreiben Spiel XYZ gefällt ihnen nicht. Aber ist trotzdem was anderes. Die Streamer haben Narrenfreiheit und es sollten definitv Regeln gelten wie die Lizenzen bzw. Das Urheberrecht gelten in Streams.

Threepwood

Ich finde den Gedanken total verständlich und nachvollziehbar Übertragungslizenzen in dieses Wirrwarr der Streams einzubinden.
Ab einem gewissen Einkommen aus diesem System, was die Anbieter ja gut nachvollziehen können > Sendelizenz für Spiel X für Zeitraum Y, um ähnlich wie bei Musik und weiterer Kunst jeglicher Art etwas zu schaffen, wo nicht am Erschaffer vorbei verdient wird.

Ich glaube vor allem kleineren Entwicklern geht da oft der Spontankauf für um die 20€ flöten. Alles was linear, Story lastig und dergleichen ist wirkt beim ersten Mal. Und aus Geiz und sonstigen Gründen wird sowas ja gern geschaut.

Die Streamer sollten sich mal nicht zu wichtig nehmen bezüglich ihrer angeblichen Werbewirkung im Gaming. Die Firmen sind weniger auf die angewiesen, als umgekehrt. Denn viele müssten ohne diese Grauzone tatsächlich real arbeiten gehen.
Ich rechne damit, dass sich in den nächsten Jahren bezüglich Copyright und der Frage, wer hier eigentlich durch wen verdient, noch so einiges rechtlich ausgefochten und beschlossen wird.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Threepwood
Jokl

Pro oder Contra, das Urheberrecht und generell Verträge im digitalen, bedürfen sicherlich noch einigen Verbesserungen.
Ich nutze zwar kein Twitch, aber sehe mir gerne LPs auf Youtube an, teils zur Unterhaltung oder um einen besseren Eindruck des Spiels zu bekommen.
Daher sehe ich das zumindest aktuell als freie Werbung, was sicher jedes größere Unternehme gerne nimmt, so lange die Werbefigur nicht gerade sehr fragwürdig ist.

Es ist eine Art Synergie zwischen Streamer und Hersteller, in der Masse sind die Hersteller sicher nicht auf die Streamer angewiesen, profitieren aber bestimmt.
Wie hier schon jemand schrieb, unterhalten richtig erfolgreiche Streamer ihre Leute aber nicht nur mit Games, das sind mittlerweile Entertainer für sehr viele Bereiche.

Acranox

Im Grunde genommen zahlen die Streamer schon dafür.

Sie kaufen sich das jeweilige Spiel und machen dann auf Twitch oder anderen Plattformen auch noch Werbung dafür.

Das Sie damit Geld verdienen können ist doch ein netter Nebeneffekt.

Würde einfach Mal behaupten daß der Werte Herr Hutchinson den Hals net voll genug bekommt und neidisch ist.

Todesklinge

Die kriegen zum Großteil die Spiele umsonst und/oder viel Geld das die das Spielen. Eben Spielveträge in bis zu millionen Höhe.

Lodreyon

Geht man vom aktuellen Thema „Genshin Impact“ aus und sieht sich diverse Streamer an, die den Begriff „Whale“ längst um LÄNGEN überschritten haben, könnte man meinen, dass sie tatsächlich die Entwickler direkt bezahlen wollen. Der Streamer „Tenha“ z.B. hat inzwischen weit über 20.000$ in Gebete gesteckt.

Cameltoetem

Keine Ahnung. Aber ich fände es richtig wenn die Entwickler selber richtig Kohlen bekommen würden. Man verdient als Senior ja schon ganz gut aber verglichen mit dem was Streamer verdienen ist es zu wenig.
Aber es hängt ja auch nicht nur an den Entwicklern. Da hängen eine ganze Menge Leute mit technischem Background dran. Ich glaube auch, wenn ein Senior richtig Geld bekommt bedeutet es den Leuten auch deutlich mehr Senior zu werden.

Todesklinge

Das wäre ungefähr so, als wenn man ein Kinofilm auf Youtube/Twitch in ganzer Länge ausstrahlt.
Wer würde da noch in das Kino gehen oder sich den Film auf BluRay kaufen wollen?

Im Grunde wird das Spiel von Anfang bis Ende öffentlich gezeigt, wofür viel Geld für die Entwicklung bezahlt wurde. Die Leute schauen sich das an und der Streamer der das zum normalen Preis gekauft hat, kriegt dafür noch Geld von den Zuschauern. Nicht die Entwickler dahinter.

Vermutlich wird es ein Teil der Spieler kaufen, der Großteil doch nicht (weil ja schon alles gesehen wurde).

Das betrifft vor allem Singleplayer Spiele!

Warum sollte ich ein Spiel spielen, bei dem ich bereits alles (Streams) gesehen habe? Um das 1:1 nachzuspielen?

Irina Moritz

Warum sollte ich ein Spiel spielen, bei dem ich bereits alles (Streams) gesehen habe? Um das 1:1 nachzuspielen?

Es hängt ganz vom Spiel ab. Natürlich macht es wenig Sinn, z.B. sich ein stark story-lastiges Spiel wie The Last of Us oder Horizon: Zero Dawn vorher komplett anzuschauen. Aber Twitch gibt Games oft massiven Boost, wie man es in Fällen von Fall Gyus, Among Us oder auch Fortnite sehen kann. Leute schauen sich in Streams an, wie viel Spaß man in den Games mit anderen haben kann und kaufen sie dann oder laden sie sich runter. Da ist es sogar wichtig, dass sie das Gameplay vorher schon gesehen haben.

Ich finde, es ist schwierig, da einen genauen Vergleich zu ziehen, weil in vielen Fällen die Entwickler extrem stark vom Streaming profitieren. Wenn jemand hingegen einen Film streamen würde, hätte der Besitzer gar nichts davon, egal wie man das dreht.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Irina Moritz
Dimpfelmupser

Filme kann man nur anschauen und nicht selbst entscheiden wie der Held vorgeht

Einige Story „Schlauch“ Spiele sind da genauso. Die Story is bei jedem gleich. Da spoilert man ja alles

Aber… (und hier kommen die Let’s Player ins spiel)

Spiele die Entscheidungsfreiheit haben, kann man selbst spielen wie man will und nicht nur über die Möglichkeit den Streamer über die Schulter zu schauen

„Ich will das auch Spielen!! nur auf meine Weise!“ ist der Antrieb hier

Sicher Cutscenen sind auch Spoiler, aber das dazwischen ist auch wichtig

Oh, ich sehe es gerade. Irina meint ca. das gleiche. Zufall (ich brauche halt immer was wegen meine Textfehler)

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Dimpfelmupser
diesel

genau so seh ich das auch. Die ganze „Streamkultur“ hat das spielen kaputt gemacht. Besonders bei SP Storyspielen wo man dann lieber den Chat liest, die Alerts alle paar sek. bimmeln. Leute mit ihren priv. Problemen den Chat nerven und teilweise sogar die dämlichste Musikuntermalung bei Games drübergelegt wird so das sogar ganze Atmosphärekiller entstehen. Das alles prägt nachträglich und teuer entwickelte Spiele verkommen zum Fast Food nebenbei-Fraß. Entwickler sehen sich das übrigens auch an und merken dann sehr schnell ob sich Spiele mit guten Storys und Dialogen denn noch lohnen wenn die Aufmerksamkeitsspanne die einer Fruchtfliege ist

Robin

Super Argumentation. Ich gehe mit meinen Kindern dann demnächst auch in den Freizeitpark. Aber nur vor die Tore. Man kann da nämlich die Attraktionen schon sehen und dann muss man diese ja selber gar nicht mehr nutzen. Streamer und Youtuber sind 1A Werbefiguren. Nicht umsonst zahlen Publisher hohe Beträge, damit diese ihre Titel pushen. Wenn man Streamern zuguckt, dann geht es meistens um die Person, die Unterhaltung das zwischenmenschliche. Ein Spiel selbst zu zocken ist etwas ganz anderes. Klar können Storyspiele gespoilert werden aber die Zielgruppe dieser Spiele wird ohnehin selbst zocken wollen.

Todesklinge

Etwas physisches mit etwas digitales zu vergleichen ist unsinnig.

Wie wäre es mit diesem Vergleich:

Eine DVD über den Freizeitparkt für 49,95€ oder der gleiche Film kostenlos auf Youtube, während dabei einer vielleicht ein Schnitzel mit Pommes isst und dazwischen ein paar Worte erzählt.

Würdest du den Film über den Freiteitpark noch mal anschauen und diesmal für 50 Euro kaufen wollen?

Und jetzt stell dir vor DU bist der Besitzer des Freizeitparks und siehsg wie dir viele Einnahmen fehlen, weil das auf Youtube kostenlos ist (dabei siehst du wie viele Spenden der bekommt der das Schnitzel dabei isst).

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Todesklinge
Jona

Sry aber da war Robins Vergleich besser.

Mit einem Fahrgeschäft (im Freizeitpark) kann man interagieren, fahren, Spass haben. Das Selbe gilt für Spiele.

Mit einem Film (Selbst wenn er vom einem Freizeitpark ist) kann ich nichts weiter machen als ihn mir anzusehen.

Spiele sind anders, interaktiv eben. In einem Stream kann es sein dass Ciri am Ende stirbt, bei mir lächelt sie mich vielleicht auf meinem Weingut an.

Ob ich mir den Film jetzt für 49,95€ kaufe oder gratis erhalte, die Erfahrung wird immer die Selbe sein

Todesklinge

Die Spiele die alternative Enden haben sind so wenige. Häufig gibt es für alle ein „festes Ende“.

Das was Robins schrieb ist überhaupt kein Vergleich.
Um das noch verständlicher zu erklären. Du sitzt „fest“ in der Achterbahn… du gehst einen festen Weg im „Gruselhaus“ oder sonst etwas. Es ist alles fest vorgeschrieben!

Da gibt es keine Alternativen, dass könnte sich auch keiner leisten es für jeden Besuchee anders zu gestalten.

Tim

Ein Spiel zu spielen ist immer noch etwas anderes als es nur zu gucken. Egal welches Genre egal ob Story fokussiert oder Sandbox.

Es gibt nur ganz ganz wenige Ausnahmen, wo der Anteil an Gameplay so gering ist das es keine Rolle mehr spielt ob ich es selbst „spiele“ ( gucke) oder mir in einem Stream angucke.

Ich habe heute Good of war gespielt und ein Freund der mir zugesehen hat, sagte: „Boa du machst mir gerade so Lust auf das Spiel“

Und dieser Effekt tritt wesentlich häufiger auf als irgendein anderer, zu erkennen an Verkaufszahlen, und Spielerzahlen.

Jemand der ein Spiel in einem Stream schaut und es sich nicht selbst kauft hätte es sich sehr wahrscheinlich auch nicht gekauft wenn er keinen Stream gesehen hätte.

Todesklinge

Ich kenne diesen Effekt auch sehr gut.
Man sieht ein Spiel und kriegt Lust darauf es selber zu kaufen/spielen.

Das wäre der Idealfall… warum existiert dann dieses Thema? Vielleicht weil nur der geringste Teil das ebenso kaufen würde, nachdem man schon alles gesehen hat.

Ich habe mir vor Jahren „Kingdome Come Deliverence“ auf Youtube angeschaut und war von dem Spiel auch sehr begeistert. Bei Epic Games gabs das Basisspiel vor einigen Monaten kostenlos, also habe ich mir die Complete Edition gekauft (Basis Spiel + alle Addons).
Kurz reingespielt aber für langweilig empfunden da ich die ganze Story schon kenne.
Abseits der Wege ist auch nicht viel, hier und da mal eine Quest…

Es fehlt komplett das Gefühl der Überraschung und des Neuen.

Cukky

Ich muss ihm da zustimmen.
Kleine Entwickler können diese Lizenzen ja weiter fü Lau raus hauen.
Aber z.B ein CoD könnte den einen oder anderen Euro dafür verlangen.

Wenn die Entwickler das aber wirklich wollten hätten Sie, Wie Nintendo auch, schon längst durch gegriffen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Cukky
dingydangy

Grundsätzlich hat er natürlich Recht: die Entwickler können natürlich eine Nutzung verbieten oder Geld dafür verlangen. Da kann man als Streamer nicht meckern, wenn
sein Businessmodell darauf basiert, anderer Leute Kreationen zu verwerten. Musiker zahlen ja auch Lizenzgebühren wenn ihr neuerschaffener Song Samples anderer Musiker verwendet. Für die kleinen Entwickler ist das allerdings ein Dilemma:
sollen sie die Lizenzen für lau raushauen, wie du sagst, und dabei hoffen, dass sie bekannter werden?
oder vielleicht strikt vorgehen, weil sie wissen, so wie heute Triple-A Spiele rausgehaun und im Gamepass verschenkt werden zahlt eh kaum einer für irgendein kleines Spiel,
das er schon quasi „durchgeguckt“ hat?
Den Großen kanns ja egal sein: die sind nicht wirklich darauf angewiesen (FIFA, CoD usw kennt jeder), und wenns darauf ankommt, haben sie auch die Macht, dagegen vorzugehen (a la Nintendo) und können auch öffentliche Kritik ldaran ocker aussitzen.

Nico

Ohne lets player und twitch streams würden viele Spiele weniger verkaufszahlen vorweisen

Nico Saborowski

Das sagt man zwar immer… aber gibt es auch belastbare Quellen für diese Aussage?

Kruppchan

Ich persönlich könnte nur aus eigener Erfahrung sprechen, ich habe mir ca 2 von10 Spielen geholt die ich erst uninteresant fand, aber durch streams oder lps mir dann doch gekauft habe. Sogar AC Oddyseey obwohl ich Ubisoft überhaupt nicht leiden kann.

Nico Saborowski

Ja – bei mir ist das bei manchen Spielen auch so gewesen.

Frage ist ja, wo das Verhältnis von „Ich schau es mir an und kauf es dann“ oder „Ok, anschauen reicht“ liegt.

Lässt sich wahrscheinlich auch schwierig feststellen. Außer Kundenbefragungen wie „Wieso hast du dich für XYZ entschieden?“ oder das Tracking von „Streamer-Gutschein-Codes“ fällt mir nichts ein.

Jona

Wie wärs wenn man die ganze Sache einfach als das sieht was es ist ? Werbung und Entertainment ?

Der Stream von einem Spiel ist wie Werbung von….kA Mercedes. Nur dass der Stream ausführlicher und sehr wahrscheinlich auch informativer ist.

Ein Streamer spielt das Spiel und zeigt dabei dessen Vor.- und Nachteile.

Stellt euch mal vor Mercedes würde in seiner Werbung sagen :“ Wir haben ein tolles Auto, es hat einen Stern vorne drauf. Allerdings verbraucht er 15 Litter auf 100 Kilometer, springt im Winter oft nicht an und kostet aufgrund der Marke 10.000 Tacken mehr. Das Fahrgefühl ist aber erstklassig“

Genau so sind (die meisten) Streams von Spielen. Ich kann mir das Gerippe ansehen und falls ich entdecke das es defekt kann ich mich gegen einen Kauf entscheiden.

Ich sehe mir persönlich auch keine Streams von SP Spielen an. Von allem Anderen jedoch schon .

Holzhaut

Ich würde vermuten, dass das ganz klar vom Spiel abhängig ist. Multiplayer Titel werden wohl eher profitieren, bei Singleplayer Spielen könnte ich mir gut vorstellen, dass das „anschauen reicht“ überwiegt. Zumindest wird es ein schlechteres Verhältnis haben als Multiplayer Spiele. Es wäre wirklich mal interessant dazu ein paar Zahlen zu sehen, aber das ist halt sehr schwierig.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Holzhaut
Jona

wie will man hierzu Zahlen ermitteln ? Das ist die gleiche Problematik wie mit den Raubkopien. Ich gehe immer noch stark davon aus dass sich viele Leute welche illegal eine Kopie ziehen sich diese sonst nicht gekauft hätten. Warum ? Weil viele hiervon sehr wahrscheinlich einfach nicht genug Kohle haben. Aber ist nur meine Meinung

Dimpfelmupser

Er hat wohl die ganzen Let’s Play Videos verschlafen

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