Sonys damaliger Chef Jim Ryan erklärte 2020, dass der Game Pass nicht nachhaltig sei. 6 Jahre später dürfte er sich bestätigt fühlen. Im Hintergrund rumort es und viele fürchten, dass Microsoft seinen Game Pass in den nächsten Monaten stark umbauen wird: Laut Gerüchten geht es um Preisanpassungen, Abostufen mit Werbung und die Streichung der Day-One-Titel.
Sonys früherer Chef Jim Ryan erklärte damals in einem Interview, dass das Geschäftsmodell des Game Pass nicht nachhaltig sei. So sagte er im Jahr 2020 (via Gamesindustry.biz):
Wir haben diese Diskussion bereits geführt – wir werden den Weg nicht einschlagen, Neuerscheinungen in ein Abonnementmodell aufzunehmen. Die Entwicklung dieser Spiele kostet viele Millionen Dollar, weit über 100 Millionen Dollar. Wir halten das einfach nicht für nachhaltig.
Eine Aussage, über die lang und ausgiebig gestritten wurde und für die Sony damals viel Kritik einstecken musste. 2024 trat Jim Ryan als Chef zurück und gab seinen Posten weiter.
Zwei Jahre nach dem Interview, 2022, stellte Sony dann seinen eigenen “Game Pass” für die PlayStation vor. Jetzt, 6 Jahre später, müssen wir Ryan wohl Recht geben. Denn es gibt verschiedene Gerüchte, dass sich der Game Pass stark ändern soll.
Ab 2027 Keine Day-One-Titel mehr und bald Werbung im Game Pass?
Welche Anpassungen soll es geben? Schon länger gibt es Gerüchte, dass sogenannte First-Party-Spiele am Erscheinungstag aus dem Abonnement fliegen sollen. Heißt, ein kostenloses Anspielen neuer Spiele wäre nicht mehr möglich. Ein gutes Beispiel ist Call of Duty: Modern Warfare 4, womit erstmals ein CoD nicht im Game Pass direkt zum Release enthalten ist.
Obendrein gibt es Gerüchte, dass es im nächsten Jahre neue Tarife geben könne, inklusive Werbung auf den günstigen Stufen.
In einem weiteren Bericht, den Fortune zitiert, heißt es, die neue Xbox-Chefin Asha Sharma beabsichtige die Einführung eines „À-la-carte“-Modells, bei dem Nutzer selbst auswählen können, welche Dienste sie nutzen möchten.
Sharma selbst hatte bereits mehrfach erklärt, dass sich die finanzielle Lage von Xbox in einer schwierigen Situation befände und sich hier einiges ändern müsse. Mit mehreren Preisanpassungen und einem harten Limit für die Cloud-Services hatte man sich nicht unbedingt beliebt gemacht. Gleichzeitig erklärte die Chefin, dass die Marke Xbox nicht zum Verkauf stehe.
Ziemlich sicher ist: Spiele, die über den Game Pass gespielt werden, bringen Xbox erst einmal kein Geld ein. Ein Beispiel ist Gears of War: E-Day. Der Titel soll zum Release etwa von mehr als 300.000 Personen gekauft worden sein, die Mehrheit hat aber die Gelegenheit genutzt, den Titel kostenlos über den Game Pass zu nutzen.
Hinzu kommen noch ganz andere Probleme: Die hochgesteckten Ziele, 77 Millionen zahlende Kunden zu erreichen, wurde kräftig verfehlt, aktuelle Schätzungen liegen irgendwo zwischen 30 und 40 Millionen laut dem Wall Street Journal (Paywall). Desweiteren ist der Game Pass unter Entwicklern nicht wirklich beliebt und viele erhoffen sich schon längere stärkere Veränderungen, denn der Game Pass generiert für die Entwickler keine Einnahmen.
Immerhin gibt es zumindest eine gute Nachricht. Denn Microsoft und Xbox haben gemeinsam betont, dass physische Spiele weiterhin eine wichtige Rolle spielen sollen. Eine wichtige Entscheidung für die Disc hatte man bereits vor 15 Jahren getroffen.
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