Mecker Mittwoch: Der wachsende Hass im Internet

Einen schönen Mittwoch alle miteinander. Auch diese Woche lasse ich Euch nicht ohne ein wenig Gemeckere davonkommen, auch wenn das Thema deutlich ernster ist. Zur Abwechslung dreht es sich dabei heute nicht um ein bestimmtes Game, sondern um das Internet im Allgemeinen. Denn für viele Dinge schäme ich mich, stellvertretend für die Leute, die es eigentlich sollten. Derbe Sprache gibt es übrigens auch. Ihr wurdet gewarnt.

In Spielen gehören Beleidigungen schon zum Alltag - doch auch im Rest des Internets nimmt das immer mehr überhand.
In Spielen gehören Beleidigungen schon zum Alltag – doch auch im Rest des Internets nimmt das immer mehr überhand.

Der Alltag in Twitch-Chats

In den letzten Tagen habe ich mich relativ viel auf Twitch rumgetrieben. Normalerweise schaue ich mir die Streams immer gemütlich in Vollbild vom Bett aus an, aber irgendwie hielt ich es für eine gute Idee, die Chats mitzubeobachten. Und das hat mir doch den Atem verschlagen. Während ich natürlich weiß, dass das hier das Internet ist und Idioten da traditionell besonders einfach hervorstechen können, hat mich die pure Anzahl der primitiven Kommentare doch überrascht. Sobald eine Frau zwischen 16 und 30 Jahren im Stream auftaucht, häufen sich Kommentare wie diese hier:

„Titten or Riot!“

„Die würde ich ordentlich rapen“

„Fick die Bitch an die Wand“

Ich muss etwas verpasst haben. Deppen gab es immer, doch früher hat man die isoliert. Wer randaliert, der wird ausgeschlossen. Wer sich nicht an Regeln halten kann, muss woanders spielen. Aber seit wann werden diese Leute in so großer Zahl geduldet, dass sie alles andere im Keim ersticken? Selbst die Streamer scheinen sich zum Teil damit abgefunden zu haben – welche Wahl haben sie auch?

Facebook und der Rechtsradikalismus

Ich wollte eigentlich nicht zu politisch werden, aber um Facebook und den Rechtsradikalismus komme ich bei diesem Thema leider auch nicht herum. Ich liebe Profile wie Katzen gegen Glatzen, deren Betreiber es sich zur Aufgabe gemacht haben, Nazis und deren „Argumente“ anhand ihrer eigenen Beiträge zu demontieren. Während ich über die ersten 10 Postings noch breit grinsen kann und über die nächsten 20 noch schmunzele, macht mich jedes weitere Bild trauriger.

KaGeGla2

Jeder Klick zeigt mir einen weiteren Menschen, dessen Hass so stark ist, dass er dem Anschein nach jede Menschlichkeit vergisst. Jeder einzelne Like einer Nachricht wie „Hoffentlich waren die Türen von außen verschlossen, als das Flüchtlingsheim brannte“ (natürlich im Original mit vielen Rechtschreibfehlern) lässt meinen Glauben an die Menschheit ein bisschen weiter bröckeln.

Das Internet ist eine Plattform geworden, ein Werkzeug, das sich perfekt für den Aufbau von Hass eignet. Deswegen danke ich jedem, der dagegen irgendwie vorgeht – auch wenn ich nicht jeden einzelnen Post gut finde und manche dieser Gruppen zu weit gehen.

„Unser“ glorreiches Internet?

Aus einer Plattform des Austausches wird langsam ein Ort des ungezügelten Hasses.
Aus einer Plattform des Austausches wird langsam ein Ort des ungezügelten Hasses.

Keine Sorge, ich will hier nicht noch politischer werden. Aber während die ältere Generation so langsam mit dem „Neuland“ Internet dann doch stärker in Berührung kommt, führen sich die Menschen auf wie wilde Tiere. Egal ob Hetzparolen auf Facebook oder vermeintlich „lustige“ Vergewaltigungsaufforderungen auf Twitch, all das nimmt so schnell und in einem Ausmaß zu, dass es nur noch erschreckend ist.

Wie erklären wir den Leuten, die erst in diesen und den nächsten Jahren das Internet wirklich kennenlernen, sowas? Wie wollen wir mit solchen Schattenseiten rechtfertigen, dass die Freiheit des Internets etwas ist, das geschützt werden muss? Natürlich würden die Idioten nicht verschwinden, wenn man ihnen die Plattformen entzieht. Aber was sich im Augenblick zu virtuellen Massenbewegungen des primitiven Hasses formt, sprengt jeden Rahmen der Toleranz.

Keine Lösung

"Sicher" ist das Internet schon lange nicht mehr. Wird uns bald jemand diese Aufgabe abnehmen?
„Sicher“ ist das Internet schon lange nicht mehr. Wird uns bald jemand diese Aufgabe abnehmen?

Ja, ich weiß, was einige sagen werden. Große Töne spucken, die ganze Zeit rummeckern und keine Lösung anbieten können. Aber ich sehe sie einfach nicht. Ich mag die Freiheiten des Internets, die Anonymität und all die wunderbaren Dinge, die eine vernetzte Welt mit sich bringt. Aber die Anzahl der Deppen steigt und ich befürchte, dass der Tag kommen wird, an dem die Kosten den Nutzen überwiegen. Dann wird jemand dagegen vorgehen und wir können es nicht verhindern – und haben es vermutlich auch nicht anders verdient, weil wir versäumt haben, das Internet zu beschützen, als es noch beschützenswert war. Und dieser Grenze kommen wir gerade in sehr vielen Bereichen immer näher.

Wie seht Ihr das? Wie sollte man mit dieser Problematik umgehen? Was könnten wir tun, um den Hass zu schmälern?

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Braun

Der Audgangspunkt der Agenda 2010 und jeder guten Sozialpolitik.

Damian

Eindeutig dafür, dass kein Beitrag mehr anonym gepostet werden kann. Es
ist unglaublich, welche brutale, menschenverachtende Seite des Menschen
durch die Anonymität im Netz erkennbar wird. Gerade in Sachen Rassismus,
Frauenfeindlichkeit und Homophobie scheint es keinerlei Grenzen zu
geben….

Corbenian

Es gibt keine Anonymität. Wie will man also anonym posten? Das Problem ist eher, dass einige Menschen denken, sie seien „anonym“. Es gibt unzählige Behörden, die das Internet schon längst gläsern gemacht haben. Hetzer könnte man problemlos aufgreifen.

Das Problem ist nur: Ab wann ist etwas Hetze? Gilt nur Hetze von Rechts als Straftat, oder auch Hetze von Links? Darf Jesus diffamiert werden, aber Mohammed muss gehuldigt werden? Wer soll sowas kontrollieren? Das hätte einen Verwaltungsapparat zur Folge, der unbezahlbar wäre.

Es gibt eine viel einfachere Lösung: Bildung. Bildung, Bildung und nochmals Bildung. Und ich spreche hier nicht von der Scheinbildung, wie sie aktuell in Schulen gelehrt wird. Was bringt es einem, ein Gedicht tausendfach zu interpretieren? Die Menschen müssen zu mündigen Bürgern erzogen werden, die Recht und Unrecht erkennen und entsprechend handeln. Nicht passiv dahin vegetieren, sondern agieren.

Nur leider ist derzeit angeblich kein Geld mehr für Bildung da. Es wird aktuell für Hetze und Krieg benötigt… darüberhinaus wären mündige Bürger ein Albtraum. Die würden die Demokratie tatsächlich sinnvoll nutzen und würden sie nicht mit Verachtung strafen…

doc

Im Internet die „Anonymität“ zu nehmen ist auch keine Lösung.
Nehmen wir doch Cornys Facebook-Beispiele, da steht ein Name dran. Mag sein das viele dort mit einem Nick oder ähnliches sowas posten, die Mehrheit macht dies aber mit dem Echtnamen!
Echtnamen ändern in der Sache gar nichts, schadet aber an anderen Ecken!

Cortyn

Natürlich sollte zwischen Hartz 4 und arbeitender Bevölkerung ein finanzieller Unterschied bestehen. Der richtige Schritt wäre aber, die Arbeitenden besser zu bezahlen und nicht die Hartz 4-Empfänger weiter zu brandmarken.

Übrigens gibt es interessante Studien, dass die Arbeitsmotivation von Arbeitslosen höher ist als jene von Leuten, die eine feste Stelle haben – der Mensch (Einzelfälle – wie immer – ausgenommen) will etwas in seinem Leben tun und schaffen. Das zeigt sich darin recht gut, finde ich.

Braun

Aber vom Etwas-Tun-Wollen zu unserer feinen Arbeits- oder Arbeitslosigkeitswelt, ist es doch ein ganzes Stück.
Auf die Idee zu diesem Salto Mortale kommt von allein kein vernünftiger Mensch.

Cortyn

Dann bin ich wohl kein vernünftiger Mensch. 🙂

Braun

Ernsthaft? Dein Tatendrang und die Phantasie den inhaltlich zu füllen erschöpfen sich in den Angeboten der Arbeitswelt?
Du würdest Dein Tun freiwillig mit Zwang adeln?
Das glaube ich jetzt schlichtweg nicht.

Joss

Meiner Ansicht nach ist das Instrumentarium von Hartz4 verfehlt. Es setzt nicht an intrinsischen Motivationen an, sondern arbeitet von vorneherein damit, den Arbeitslosen als selbstverantwortliches Opfer seiner Lebensplanung zu identifizieren. Das ist aber nur ein Teilmoment, alle strukturellen Faktoren werden ausgeblendet. In Deutschland (und nicht nur hier) ist es gewöhnlich von der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit zu sprechen, dahinter stehen aber Strukturen auf der einen und persönliche Schicksale auf der anderen Seite. Gerade angesichts der Sockelarbeitslosigkeit ist es kurzgegriffen, politische und ökonomische Verantwortung allein zu individualisieren. Zudem man nichts damit erreicht außer den Sozialneid und schließlich auch den daraus erwachsenden Hass zu einem Modus vivendi sozialen Handels zu machen.

Atom

Nichts gegen deine Kommentare oder so, alles toll geschrieben und so, aber mich interessiert gerade wie du hier gelandet bist so als Psychologe( scheint ja als wärst du einer). Spielst du etwa mmos?

Joss

Ich bin mit P&P, Tele- und Computerspielen aufgewachsen. Es hat mich dabei immer schon fasziniert, mich in Rollen hineinzuversetzen. Da gibt es auch Brücken zur Soziologie, Erving Goffman z.B. Dann lese ich gerne eine bestimmte Form der Fantasy wie Tolkien, Howard oder Martin und Horror von Lovecraft. Heute spiele ich Online-Rollenspiele wie z.B. EVE, LotRO und TSW. Ich mag auch die Unterhaltung über Spielethemen, wenn sie nicht zu flach gerät. Mein-MMO habe ich durch den Tipp eines Spiele-Freunds kennengelernt, mit dem ich mich öfter über Spiele und Spielegeschichte unterhalte. Als Soziologe interessieren mich aber auch Themen wie die Arbeit von Sarkeesian, Kommunikation und Umgangsformen in Communities oder wie sich die Online-Rollenspiele mit der Zeit oder durch Einführung bestimmter Vermarktungsformen verändert haben.

Atom

Auch mal interessant einen „Intelektuellen“ Gamer zu sehen

Xerang Zane

Das ist alles normal im Sinne von ‚folgerichtig‘ und wird sich noch steigern. Das Internet stellt hier nur den Spiegel der gesellschaftlichen Realität dar. Solange die vertikale Dimension gesellschaftlicher Entwicklung von der geldinteressengeleiteten Wissenschaft weiterhin nur funktional ausgelegt wird, werden die Mißstände ebenso weiterhin nur als unabwendbare Naturgesetzlichkeiten behandelt (was sie defacto nicht sind, weil sie von Menschen gemacht wurden) und die in den Köpfen vorherrschende Idee des Menschen als alles zerstörerendes Geschöpf auf Erden weiterhin Massenkonsens finden. Aber dieses Denken ist nicht die menschliche Natur! Das ist pure Ideologie, eine Ideologie, die die Menschen zu Konkurrenten erklärt hat, reduktiv, eindimensional und stumpf. Aber die meisten Leute, die ihre Position im Hierarchiegefüge zu halten imstande sind, glauben daran und nennen sich stolz Realisten. Egal wo ich hinschaue, egal wo ich hingehe, in welches kulturelle oder soziale Milieu auch immer, wenn die dortigen Menschen nicht schon ganz weit unten sind, dann haben sie in der Regel folgende Einstellung „Jo, Politik und Gesellschaft sind fürn Allerwertesten. Aber solange ich und meine Nächsten ihr Auskommen haben, ist alles in Butter. Nach mir dann mal die Sintflut.“

Eigentlich braucht es nur eines sehr intensiven Gefühls, das die Totalverweigerer, die Ausgestoßenen, die Dissidenten unserer Zivilisation und am besten noch die Massen der 3. Welt unter dem Banner des Widerstandes gegen die obere 5%-Elite, die 90% des globalen Kapitals kontrolliert, in Bewegung setzt. Und dieses Gefühl muss der herrschenden Konkurrenzideologie entgegengesetzt sein, damit sich die dort Zusammenfindenden nicht gegenseitig die Augen auskratzen, weil Sie noch immer sozialisationsbedingt an die materialistische Ideologie unserer Kultur glauben, ohne jetzt damit irgendwelchen alternativen Ideologien Auftrieb geben zu wollen. Ein neues System ließe sich nur dialektisch (als neue Qualität menschlichen Verstandes) und mimetisch vorantastend (als neue Qualität menschlichen Gefühls) aus dem Dialog sich ihrer Freiheit bewusst seiender Individuen, also wahrhaft selbstbewusster Menschen, heraus konstituieren. Das Ego wird von solchen Menschen als naturnotwendig aber nicht als erfüllungsstiftend für die menschliche Existenz angesehen, als sogenannter Reichtum des Herzens. Aber Selbstbewusstsein wird kulturbedingt leider von der Masse der Menschen mit Herrschaftsbewusstsein gleichgesetzt, was ganz deutlich am Paarungsverhalten und an der Kindererziehung beobachtet werden kann.
Ich persönlich glaube nicht, dass die Menschheit noch am Kollaps vorbeikommt. Die Wenigen, die kapiert haben, worum es geht, werden von der Masse als Spinner betrachtet, so wie ich, hahaha. So ist es doch eben auch bei jedem Einzelnen von uns. Manchmal muss man erstmal so richtig auf die Fresse bekommen, bevor man checkt was los ist.

Also wird zunächst das passieren, was Adorno und Horkheimer bereits in der Dialektik der Aufklärung prophezeit haben: „Die Menschheit wird von einer Allheit in Brand gesetzt, die sie selber ist und über die sie nichts vermag.“

Atom

Interessanter text aber du kannst doch auf einer gamingseite nicht so viele Fachwörter benutzen????

Xerang Zane

Sorry, anders weiß sich mein Ego einfach nicht selbst zu beweihräuchern.

Ramin

„Rechtsfreier“ Raum Internet gehoert einfach abgeschafft. Registrierungen nur noch mit echtem Namen und Adresse, feste IP-Adressen, bin ich schon seit Jahren fuer.

Zunjin

Sagt der Gastkommentator. 😛
Ansonsten kann ich das nur unterschreiben. 🙂

mmonsta

und ich dagegen.^^

Atom

Warum? Es schränkt doch deine Meinungsfreiheit nicht ein wenn jeder sieht wer denn da jetzt bullshit schreibt

Svatlas

Jeder sollte das nicht sehen“Wer ich bin“. Das wird schnell missbraucht. Die Polizei und Co sollte jederzeit Zugriff darauf haben, dann hört dieses asoziale Verhalten endlich mal auf.

Koronus

Ja was allerdings wenn Polizei missbraucht wird, oder Polizisten das selbst missbrauchen? Wie willst du das lösen?

Svatlas

In erster Linie vertraue ich dem Staat und somit der Polizei. Sollte der Fall eintreten, wäre das an Hand von Zugriffsdaten schnell zu belegen.

Koronus

Ich bin normalerweise ein Optimist allerdings glaube ich, dass du hier einfach nur ein Träumer bist denn es ist leider fast immer so, wer Macht hat, versuch sie zu bewahren und die Mächtigen finden nahezu immer einen Weg mit ihrer Ungerechtigkeit davon zu kommen.

Svatlas

Lieber bin ich ein Träumer, als so pessimistisch zu sein. Von was wäre wenn konnte ich mir noch nie was kaufen und zum Glück bin ich schon etwas älter.

Koronus

Das ist kein Pessimismus sondern österreichischer Realismus. Ansonsten ich mag zwar jung sein allerdings wiederholt sich die Geschichte und dank dem Internet und all der modernen Technologie haben die Mächtigen derzeit mehr Macht als je zuvor.

Svatlas

Das hat mit Realität nichts zutun. Das sind in erster Linie nur reine Vermutungen und über ungelegte Eier mache ich mir keinen Kopf. Es ist Deine Ansicht und somit belassen wir es dabei. Du gehst vom schlechtem aus und ich vom guten. Schönes Wochenende noch.

Gerd Schuhmann

Ich bin mir sicher, dass die Mächtigen früher ganz andere direkte Macht hatten als heute.

Heute ist das so eine grassierende Paranoia angeheizt von Science-Fiction-Filmen und Romanen. Über weite Teile der Menschheitsgeschichte waren die Rechte des Einzelnen, des Machtlosen, in der Tat einen Scheißdreck wert. Das sind alles relativ neue Konzepte, dass der Einzelne wirklich frei ist. Früher musstest dafür einer bestimmten Schicht angehören.

Ich finde angesichts der realen Probleme ist diese Angst um die eigene Privatsphäre fast schon … weiß ich nicht. First-World-Problem.

Dieses „Geschichte wiederholt sich“ … ist, in meinen Augen, ziemlicher Bullshit. Wenn sich Geschichte wiederholt, dann würden wir nicht den Tag der deutschen Einheit feiern, sondern den Opfern eines niedergeschlagen Volksaufstand gedenken.

Diese Überwachungsangst, das sind so Gedanken, die irgendwie direkt mit „Und dann komm ich in ein Lager enden.“ Ich denke da ist die Fiktion dran Schuld.

Ich weiß nicht, wie die österreichischen Politiker so drauf sind. aber bei den deutschen Politikern finde ich solche Szenarien absolut nicht vorstellbar.

Den letzten „harten Innenminister, den wir hatten“ – das war Manfred Kanther vor 17 Jahren. Seitdem hatten wir den früheren Anwalt der linksradikalen RAF und mit Schäuble und de Maziere zwar vielleicht bisschen technokratische Leute, aber Leute, die fest mit dem Humanismus verwurzelt sind, denke ich. (Genau wie Gottseidank der weitaus größte Anteil der Bevölkerung).

Und wenn ein Polikter mal was Kontroverses sagt, bekommt er auf breiter Front Gegenwind.

Also ich denke, wir haben viele reale Probleme. Die soziale Schere. Der Sozialvertrag. Armut. Zuwanderung. Religiöse Konflikte. Umweltverschmutzung. Klimawandel. Verteilungskämpfe. Raubtierkapitalismus.

Da müsste eigentlich die Aufmerksamkeit hin, aber das ist vom Einzelnen irgendwie zu weit weg. Und dann geht’s: Der Staat ist hinter mir her.

Seltsam. Das ist wohl so eine diffuse Bedrohung, in deren Zentrum man selbst steht und die die eigene Wichtigkeit betont – und deshalb mag man das irgendwie so … die sind hinter meinen Daten her.

Corbenian

Wird meine Meinung dann tatsächlich nicht eingeschränkt? Oder verbietet einem die political correctness dann, Probleme zu benennen, die politisch aber gerade unerwünscht sind? Welches göttliche Wesen schreibt einem dann vor, was richtig und was falsch ist?

Dann seid ihr auch dafür, die freien, geheimen Wahlen abzuschaffen, was? So kann man die NPD Wähler gleich „beseitigen“. Man hat doch nichts zu verbergen! Oder wie sagte mal ein Verbecher:

„Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten“

Zitat vom menschenverachtenden Monster Goebbels. Genau so hat dieser Abschaum diese Thematik kommentiert und missbraucht.

doc

Darin kann es keine wirklichen Vorteile geben!

Wenn ja, welche?

Ich sehe aber hunderte Nachteile!
Sei es nicht nur die mögliche Verfolgung von Menschen die politische, religiöse oder sonstige andere Meinungen vertreten.

In eigentlich jeder Situation in der ein Mensch durchsichtig wurde bzw protokolliert wurde, entstanden Nachteile der Bevölkerung. Da sind mir fluchende Kiddies wahrlich lieber.

Das währen aber auch nur die Extreme! Stellt euch vor was Werbefirmen damit alles anstellen könnten, kaum abstellbaren Werbe-Spam, da Anhand der IP jede Person identifiziert werden kann.

Solche kurzsichtigen Forderungen sehe ich schon fast als gefährlich an.

„Rechtsfrei“ ist das Internet sowieso nicht, es gelten die selben Rechte wie sonst auch.

N0ma

Ist mir lieber so als wenn jemand dauernd mit der Zensurkeule zuhaut. Das wäre nämlich dann die Alternative, falls das einigen nicht so klar ist.

Aus meiner persönlichen Erfahrung reguliert sich sowas von selbst, wie im RL auch und für die extremen Auswüchse gibts immer noch die Polizei oder Rechtstanwalt.

Atom

Und wenn der polizist oder der Anwalt selbst so ein Depp ist?

Satuin

Das i-net FSK 18 machen dann sind wir 70% bis 80% der deppen los. Der Rest sind hält erwachsenen asis denen das i-net abgenommen gehört !!!!

Soulmayhem

Das würde einfach gar nichts helfen. Die meisten „Kinder“ dies in der Art über die Stränge schlagen, haben meistens Eltern die sic nicht wirklich um ihre Kinder kümmern, dadurch wollen die Kinder aufmerksamkeit, was dann in einem Teufelskreis endet und die Eltern dem Kind alles geben haupsache sie haben ihre ruhe. Das findet man leider huetzutage immer öfters und es ist einfach nur erschreckend es jeden Tag wieder aufs neue zu erleben wie verkorkst teilweise die Jugend ist. Und vorallem wie „unkontrolliert“ sie ist, ich bekomme es zwar selbst nicht mit da ich meistens öffentliche Voicechats und ähnliches deaktiviert habe, aber dennoch bekommt man es mit. Wenn man ein Spiel ab 12 Jahren spielt hört man plötlich autäußerung die maximal einem 7 oder 8 jährigen Kind gehören können, später am tag spielt man dann ein Spiel ab 16 Jahren ein Kumpel streamt nebenbei auf Twicht, frägt jmnd ob wir ihn nicht helfen könnten. Wir bieten ihm an in die Party zu kommen damit wir mit ihm reden können. Ersten zwei Sätze und uns war klar, dass derjenige noch nicht mal ansatzweise das 16te Lebensjahr erreicht hat, daraufhin fragen wir ihn, könnte ja seind as er einfach nur ne schräge Stimme hat, bestätigt er uns einfach mir unserem verdacht und „gesteht“ das er 11 Jahre alt ist (wir haben ihn selbstverständlich höflich darauf hingewiesen dass wir sowas nicht dulden.) Am Abend spiel ich dann noch ein wenig nen Shooter (ab 18) und was muss ich miterleben, wie sich 3 „Kiddos“ darüber streiten wer jetzt cooler ist, weil der eine mit 14 der andere mit 12 und der letztere mit 11 !!!! ein Spiel ab 18 spielt.

Jedes mal wenn diese Situationen durch den Kopf gehen bekomm ich das kalte Krausen, und frage mich jedes mal dabei was bei der Erziehung der Kinder falsch gelaufen ist.

Nur die Frage ist wo man bei solchen Sachen anfangen soll man sieht viele Mängel aber nicht die Ursache. Ganz nach dem Sprichwort: „Ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.“

Atom

Ich habe auch mit 13 angefangen CoD zu spielen. Allerdings bin ich ziemlich ruhig und hatte damals bereits seltsamerweise eine Stimme bei der jeder zweite dachte ich wäre 15/16(bin jetzt 16). Mittlerweile finde ich meine Eltern hätten mir das vielleicht erst mit 14/15 erlauben sollen aber bei mir ging das ganz gut klar. Aber wenn ich jetzt teilweise 8! jährige in CoD treffe denk ich mir auch was da nicht stimmt. Wobei die dann meist beim bruder oder so spielen.

Joss

Um es mal aus der Sicht eines Soziologen zu skizzieren: Wir leben in einer hochkompetetiven Leistungsgesellschaft, die ständig Ausschuss und Defekte produziert. Peter Glotz beschrieb das mal mit den zwei Töpfchen: Be- und Entschleuniger. Im Töpfchen der Entschleuniger finden sich alle, die das Tempo der gesellschaftlichen Entwicklung nicht mitgehn können (oder wollen). Alles, was sich nicht mehr ausreichend verwerten lässt, wird hier untergebracht. Ob das nun Hippies im Herzen, Alte und/oder Kranke, schlecht ge- oder falsch ausgebildete sind, spielt für den Topf keine Rolle. Lediglich, dass diese Personen sich mehr und mehr von dem entfernen, was in der Gesellschaft mit positivem Status versehen und auch so gratifiziert wird. Diese Personen haben nun ein Problem: Wenn die Gesellschaft ihnen den Status verwehrt, müssen sie das kompensieren. Anerkennung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Hier besteht nun ein Pool an Optionen. Einige betreiben durch Solidarzusammenhänge Empowerment, kämpfen gegen ihre Exklusion an, andere suchen ihren Selbstwert und dessen Bestätigung in Computerspielen, Ehrenamt, Sport, kreativen oder kunstnahen Betätigungen, wieder andere vergessen sich und die Welt in Alkohol/Drogen und schließlich gibt es auch solche (und zwar ziemlich viele), die zusätzlich zu den genannten Optionen noch in verstärkter Form Ressentiments ausbilden.

Letztere suchen also nicht nur ein Statuskompensat, sondern auch einen Schuldigen für ihre Misere. Dabei überspringen sie den kompletten gesellschaftlichen Rahmen, blenden ihn aus, um eine oder mehrere Gruppe/n zu identifizieren, durch deren Abwertung die eigene Aufwertung intendiert wird. Vornehmlich Gruppen, die selbst aktiv für ihr Empowerment streiten: Frauen, Homosexuelle/Queers, Migranten. Aber auch die oft völlig irrationalen und unsachlichen Streitereien pro oder contra eines Computerspiels erhalten aus diesem Dunkelraum ihren Zündstoff. Ressentiments sind flexible und anpassungsfähige Konstruktionen. Die erlebte Gemeinschaftlichkeit im Ausleben dieser Ressentiments (Pegida, AfD, Hassgemeinschaften und der rechte Rand) stiftet dann schließlich eine Ersatzidentität, in der Status dadurch produziert wird, indem die gesellschaftlich wirksamen Zuweisen bestritten und negiert werden: Politiker sind korrupt, die Presse lügt.

Gesellschaftlich kann man auf diese Entwicklung entweder mit inklusiven oder mit exklusiven Strategien reagieren. Man sollte sich bei den inklusiven Strategien bewusst sein, dass diese zwangsläufig in einer Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse münden werden. Denn der Ausschluss wird ganz bewusst und sehenden Auges produziert. Man kann nicht den Bildungssektor entschlacken und auf das Filtern von Eliten ausrichten oder Fachkräfte global suchen (statt wie früher einzuarbeiten), sich dann aber wundern, dass die Ausgesonderten irgendwann an und mit sich krank werden. Der „Müllmann“ ist heute eben nicht mehr ein angesehener und ausreichend entlohnter Beruf, sondern der „Müllmann“ fühlt sich in einer Gesellschaft, in der nur die Gewinner zählen, auch als Müllmann und wird auch zunehmend nur noch als Verlierer entlohnt. Der Niedriglohnsektor umfasst heute so weite Teile der Gesellschaft, dass er selbst den Leistungsbereiten und -starken ein ständiges drohendes Menetekel ist. Und weil diese Entwicklung so weit fortgeschritten und schwer korrigierbar ist, reagiert die Gesellschaft auf das abgehängte Drittel mit Ausschluss. Es ist einfach (sieht man von der Nachhaltigkeit des Ganzen ab) kostengünstiger bestimmten Entwicklungen, wie der Gentrifizierung und den forcierten Marktkonkurrenzen, ihren Lauf zu lassen.

Sämtliche Hassausbrüche im Netz sind nur Symptome des hier kurz angerissenen hintergründigen Strukturwandels. Man kann heute Politiker daran bemessen, ob sie Symbol- oder Strukturpolitiken betreiben. Und auch die Medien sollte man unter dieser Perspektive kritisch betrachten. Leider mangelt es sogar vielen Universitätsabgängern heute an grundlegenden Kompetenzen, sich solche Entwicklungen noch reflexiv und kritisch zu erschließen. Dennoch gibt es solche kritische Inseln nach wie vor und diese sollte man suchen und verteidigen, anstatt sich zu sehr mit den Oberflächen (Verbots- und Moral- bzw. Werteverfalldiskussionen) aufzuhalten.

Braun

Zweiter Satz im vorletzten Abschnitt; Du meinst „exklusiven Strategien“; oder? Sonst müsste ich das noch mal erklärt bekommen.

Mal jenseits von der Vokabel: Gesellschaft – und kann man den Laden dann wirklich so nennen? Wo ist die Gemeinsamkeit (ohne die Gewalt, die diesen Laden konsituiert), das Gemeinschaftliche, daß man das Gesellschaft nennt?
Für die Apologeten dieser Kiste kein Problem, aber bei Lichte betrachtet…

Joss

Ich meine inklusive, denn wenn man ausgegrenzte gesellschaftliche Gruppen wieder in die Gesellschaft zurückholen (inkludieren) möchte, dann geht das nicht ohne Kritik und Auseinandersetzung mit der Leistungsdoktrin, der ständigen Beschleunigung, der allgegenwärtigen Konkurrenzen und dem Druck, der dadurch entsteht.

Das zielt z.B. auf Politiken wie die Agenda 2010, welche als Beschleuniger dieser Entwicklung gewirkt hat. Wer länger Hartz4 bezieht, verliert jedweden positiven Status in unserer Gesellschaft, die Menschen werden krank daran. Das lässt sich gut belegen durch Zusammenhänge zwischen Langzeitarbeitslosigkeit und Depression. Die Menschen würden seltener und weniger stark erkranken, wenn Hartz4 nicht so ausschließend und stygmatisierend wirken würde. Und wenn man nun solche Ausgrenzungen reflektiert, dann führt das zu einer kritischen Auseinandersetzung mit unseren gesellschaftlichen Strukturen, Normen und Werten. Die Agenda ist dabei nur ein Stichwort, das fängt in der Kindeserziehung an, geht über die Bildungspolitik bis zu Fragen der gesellschaftlichen Partizipation.

Grob gesagt: Menschen brauchen Anerkennung und Lebenspersepektive. Je mehr davon verloren geht, desto ausgeprägter die dissoziativen Folgen: Depression, Anomie, Fluchten in magisches Denken, Stereotypie, Ressentiments. Und die Heftigkeit der Reaktionen bezeugt auch den inneren Leidensdruck. Das ist kein Spaß, sondern es geht für den Betroffenen immer ums Ganze, nämlich das eigene Selbst, dessen Wert in jeder Äußerung in Frage steht.

Braun

Ahhh, ich hab es so gelesen, daß die […]strategien zu Kritik (durch die Betroffenen) führen und deshalb gedacht, es müsste sich dann wohl um exklusive handeln.
Ein Gedanke aus der Praxis: Die Abgehängten ergehen sich ja bekanntermaßen in recht heftiger Kritik.

Torchwood2000

Man sollte einfach akzeptieren, daß die Menschheit schlicht und einfach zum größten Teil noch zu primitiv für die zur Verfügung stehende Technik ist! Es ist/wäre so vieles machbar, doch die geistige und kulturelle Entwicklung hinkt mindestens 300 Jahre hinterher. Wir sind Primaten mit Handy die nur von Instinkten und Trieben gesteuert werden, ob wir wollen oder nicht.. Und damit meine ich nicht die 3. Welt oder Schwellenländer ausserhalb Europas oder Nordamerika. Entscheidungen unserer gewählten Staatsoberhäupter und Politiker sind doch das beste Beispiel ebenso die bekannte Zerstörung der Umwelt, gegen die NIEMAND etwas unternimmt. Mit etwas Glück überlebt die Spezies Mensch solange bis sie die nötige Evolutionsstufe erreicht, ansonsten geht’s uns eben wie den Dinosauriern und wir sterben aus.
Aber gegen mangelnde Evolution kann man halt nichts tun.

Wolf

Jopp die Verrohung der Gesellschaft im echten Leben macht mir viel mehr Sorgen als das was im Internet geschrieben wird. Twitch und Frauen ist eh kein schönes Thema. Das Verhalten mancher Frauen dort ist wirklich zum kotzen. http://i.imgur.com/P21KHxw.png

Cortyn

Wobei man bei Kaceytron dazusagen muss, dass sie ihre Rolle spielt um damit Geld zu verdienen. Das hat die in einem anderen Stream auch sehr deutlich gesagt. Die ist eigentlich ziemlich intelligent und hat einfach durchschaut, dass Leute Geld dafür zahlen, wenn sie deren Beleidigungen vorliest.

Gut finde ich es deswegen noch immer nicht, keine Frage. Aber sie ist damit (zumindest für mich) einfach ein schlechtes Beispiel – denn sie ist eiskalt berechnend.

Summy

Also ich kenne das Internet nicht anders. um die 90ger/00 wende rum, wo das Internet noch in den Kinderschuhen stand, gab es noch chats wo man sich eher aufhielt und unterhielt. damals nutze ich als junger hüpfer den web.de chat. Dieser wurde (glaube ich) nach immer mehr zunehmden pedofielen im Kinderchat, geschlossen. Zumindest ließ mich das erlebte darauf schlißen.
Ein Paar Monate danach wurde das netz immer schlimmer. Was anfangs nur für Firmen war und/ wurde viel zu schnell Zielscheibe der menschlichen Wut.

Was mich am meisten stört (und ich die letzten monate) auch im wow Forum erleben konnte, waren plötlich aus dem Boden schießende Treads die sich pausenlos um Flüchtlinge und sonstige erst von Rassismus drehten. Teilweise wurden total irrwitzige Sachen angesprochen (woh ich eher von trolls aus gehe) die als rassistisch in wow gestempelt wurden wo sich früher nie einer beklagt hat.
Das war teilweise schon verstörend was da angekratzt wurde.

Wo diese agresionen her kommen weis ich teilweise nicht aber es stimmt schon. Das internet an sich ist für viele ein sprachrohr oder auch elektrisches Tagebuch wo man einfach seinen Frust kund tun kann. Da aber auch im freien Netz die Meinungsfreiheit rapiede eingeschrenkt wird (man bedenke die ganzen selbsternannten organisationen wie perlen aus freitahl) durch Leute die einfach andere anzeigen und beim chef verpfeifen und anschließend sämtliche kontacktdaten öffentlich machen…. Was nicht nur für einzelne Personen sondern auf dauer auch für die Betriebe böse ausgehen kann.
Und da diese Leute mit die Meinungsfreiheit immer mehr einkriesen färbt dies auf die eh schon 8durch nationale differenzen) gezeichneten onlinespiele ab. Mal mehr mal wehniger. je nach Comunety.

Und ja Cortyn, es fällt sehr schwer momentan unpolitisch zu bleiben, aber eines führt zum anderen und dadurch lassen sich tief eingreifende diskusionen nicht vermeiden. Und schweigen bringt auch nichts. Das macht alles nur schlimmer.
Leider reicht der Gesprächsramen der dafür notwendig ist, hier nicht aus und gehört auch meiner Meinung nach nicht hier her, da es denn sinn dieser Seite nur verfällscht. Trotzdem kann ich deine Bedenken verstehen.

mmogli

abschaffen von facebook und co und paar probleme weniger. …….ich selbst hab „fb“ nicht und hey ich lebe immer noch

CiaphasHRO

Das Hauptproblem ist meiner Erfahrung nach das es eine zahlenmäßig wachsende Schicht gibt in der gutes Benehmen und respektvolle Umgangsformen als Schwäche oder antiquiert gelten bzw. respektloses und teilweise regelrecht asoziales Verhalten als erstrebenswert und Zeichen besonderer Individualität angesehen werden. Ich bin erst 30 Jahre alt aber wenn ich mir anhöre wie an der Bushaltestelle der 15 Jährige mit seiner wesentlich jüngeren Freundin redet habe ich Angst um meine beiden Mädchen. Ich will das jetzt nicht auf das Alter alleine reduzieren aber das Vermitteln von elementaren Grundwerten, wie z.B. dem Respekt anderen Menschen gegenüber, hat meinem persönlichen empfinden nach stark nachgelassen. Und im anonymen Internet ist es noch einfacher seinen niederen Instinkten ungestraft nachzugehen. Ich war/bin ein großer Star Trek Fan. Was mich immer am meisten fasziniert hat, neben dem ganzen Weltraumkram, war immer dieser respektvolle Umgang der Menschen untereinander. Das Ziel war nicht das anhäufen von materiellen persönlichen Statussymbolen sondern das gemeinsame verbessern des Lebens aller Menschen. Status wurde durch Wissen definiert und jeder Mensch strebte danach sich selbst zu verbessern. Das ist ein extrem hohes und auch vermutlich unrealistische Ideal. Jedes mal wenn ich zufällig das Mittagsprogramm von RTL & Co erlebe oder mir Diskussionen im Netz ansehe denke ich das die Welt dunkler und kälter wird und wir alle uns von solchen Idealen entfernen. Und das macht mich wirklich traurig. Denn Worte werden zu Gedanken und Gedanken werden zu Taten und unsere Taten bestimmen am Ende wer wir sind und damit das Schicksal aller Menschen um uns herum. Deshalb sind diese Internet-Trolle auch für mich kein „Kavaliersdelikt“ und wenn sich das nicht von selber reguliert muss (wirklich leider) durch eine höhere Instanz eingegriffen werden.

mmonsta

da is vieles wahres dran. das vermitteln von werten oder grundlegende moral wird immer weniger. knigge is out bzw gibt es mittlerweile mehrere generationen denen es einfach nicht vermittelt wird.
regulierung is schwierig aber gegen eben diese menschenverachtenden aussagen sollte es mehr handhabe geben.
allerdings geben unsere oberhäupter meist auch kein gutes beispiel. es werden milliarden nahezu verbrannt. arme werden immer ärmer, reiche immer reicher. die schere des kapitals war noch nie so weit auseinander. ständig konflikte, mauscheleien, lobbyarbeit. dreistigkeit siegt, das kapital regiert, das is „unsere“ „erziehung“ kein wunder das dann iwann der mensch nichmehr im vordergrund steht.

mmonsta

aso…wie sagt man so schön? der fisch fängt am kopf an zu stinken^^
obwohl die menschheit natürlich immer schon tiefe abgründe hatte aber mit unserem heutigen stand und möglichkeiten muss mehr drin sein.

Tom Def

Cortyn was erwartest Du denn von einem Medium das von den Massen überrannt wird? Vor 20 Jahren war das alles noch anderst und das Internet diente wirklich noch zum Informationsaustausch. Heut zu Tage steht Geld verdienen an erster Stelle, Idealismus ist tot aber dieser ist allgemein tot in unserer Gesellschaft. Der Kapitalismus vernichtet jeden Tag immer mehr Kreativität und Fantasy, immer mehr denken nur noch an Geld und wollen mit jedem scheiss auch Geld machen. YouTube ist doch das beste Beispiel dafür, man kann nur hoffen das die Gesellschaft mal anfängt nachzudenken in was für einem System wir leben wollen. Irgentwann kann man dem Armen nichts mehr weg nehmen, er hat nichts mehr aber darauf basiert ja der Kapitalismus und dann braucht man sich auch nicht wundern das der Hass immer größer wird.

Koronus

Der Mensch ist nun mal leider Großteils im Inneren ein Arschloch und sobald man in der Masse untergeht wird auf Boden liegende getreten wie es nur geht. Cortyn du hast leider nur zwei Möglichkeiten.
Nummer 1 du machst eine riesige Gemeinschaft wie die Subarus aus auf und hoffst das die höher stehenden deine Arbeit zu schätzen wissen und dich unterstützen.
Nummer 2 du machst das was jeder Bürger tuen würde bei dessen Siedlung die Obrigkeit versagt hat Ordnung zu bringen und nimmst mit deinen Hacker Kumpanen das Gesetz selbst in die Hand
Nummer 3 Du wartest einfach bis es zu spät ist und das Internet einem Polizeistaat ähneln tut wie du es prophezeit hast

Bodicore

Die meisten Betreiber verdienen halt Geld mit den Leuten die sich auf ihrer Seite tummeln da greift man halt nicht so durch… WoW war im übrigen nicht immer so wie jetzt. Ich hab im ersten halben Jahr WoW den Schild von Drakki geninjat weil der Lootmaster disconect hatte da musst ich mich bei mindestens 3 Gildenleitern entschuldigen sonst wärs das gewesen mit Gruppen finden. Und meine eigene Gilde hat mich auch fast gekickt aus Angst um den guten Ruf auf dem Server… Heute ist sowas natürlich egal. Das assoziale wird ja auch durch TV und nicht zuletzt durch Musik (dissen) gefördert und und scheint wohl derzeit gerade Cool zu sein…

Bodicore

Ich denke Jugentliche welche auf Indentitässuche sind hängen sich gerne an solche proleten ran die sind eher schlichten Gemüts und deshalb froh wenn jemand zu Ihnen hochsieht und merken dabei nicht mal wie peinlich sie sind. Mit höherem Alter und mehr Durchblick ergibt sich das meist von selber. Gerade auf meiner Arbeit als Sicherheitsfachmann treffe ich aber eher auf ganz normale Jugendluche bei uns in der Schweiz scheint das nicht ganz so schlimm zu sein oder aber der Mut ist in den Foren einfach höher als Auge in Auge mit dem Gedprächspartner

Fly

Vollkommen korrekt. Ist ein Bikini eigentlich auch „aufreizend“? Ging mir eben spontan durch den Kopf. Da ist immerhin mehr zu sehen als bei Minirock und Ausschnitt… :O

Was machen Leute die bei Streams so abgehen dann erst am Strand, oder noch schlimmer, in der Sauna? :O

SerosJourney

Lustigerweise liegt es wohl auch in der „Natur des Menschen“ solchen Leuten auch immer und immer wieder Nahrung zu geben.
Sprich, wenn jemand in einem Forum irgendwelche Hasstiraden niederschreibt, wird auch sofort darauf geantwortet anstatt diese einfach im Nichts verschwinden zu lassen.

Auch habe ich (Gamebezogen) das Gefühl, dass es sich von Spiel zu Spiel völlig anders verhällt!
Ich vor 2 Jahren war absoluter MMO Neuling…habe dann bei WoW gestartet (wie sollts auch anders sein ;))
als ich dort aber mit einigen Fragen im Forum auffuhr, wurde ich instant so dermassen angefahren, dass ich das Spiel gequittet hab….
Auf GW2 das Selbe….zwar nicht ganz so extrem, aber doch schon sehr böse!

Dann kam ich auf FFXIV…..
Die Community dort ist einfach…..bombastisch!
Sogar wenn mal jemand angegriffen wird (was echt sehr selten passiert) wird das noch in humaner Sprache gemacht!

Es ist mir persönlich völlig schleierhaft wie man sich im Internet so extrem anders verhalten kann wie im RL!
Die gegebene Anonymität stellt für viele offensichtlich einen Freipass zum rumpöbeln dar!

Da ist aber jeder von uns selbst gefragt wie wir so einer Person begegnen!
Denn zurückpöbeln ist keine Option!!!!
Ich arbeite im Dienstleistungsgewerbe und glaubt mir:
Die beste Art, bösen, angreiffenden Menschen zu begegnen ist zu ALLERERST: Bestimmte Freundlichkeit!!!! Damit nehmt ihr den meisten schon mal den Wind aus den Segeln!
Natürlich gibt es dann immernoch solche die es nicht begreiffen (wollen)…da hilft dann meist die nächste Stufe:
„Freundliche aber bestimmte, direkte Zurechtweisung“
wenn das nichts hiilt dann hilft nur noch eines:
„Ignorieren“

Denn jede weitere Diskussion schürt nur das Feuer!

Michael

Das Problem ist doch, dass die großen Portale sich einen Scheiß drum kümmern. Ich hab mit Freunden z.B. vor 10 Jahren eine Community für eine alternative Subkultur gegründet und wir haben gleich gesagt: Wir wollen hier keinen Rassismus, keine Homophobie und keinen Sexismus, also haben alle, die dagegen verstoßen haben erst eine Verwarnung bekommen und sind beim zweiten Vergehen geflogen. Das war zwar viel Aufwand und hat uns sicherlich ein paar aktive Nutzer gekostet, aber so hat man den Leuten gezeigt, dass ihre Meinung unerwünscht ist. Angefangen hat es dann, als man bei einer sehr großen Musikcommunity (last.fm?) auch Nazibands anhören konnte. Bei einer Beschwerde meinten die dann, dass es im Land des Unternehmenssitzes nicht verboten sei, also machen sie nix. Ebenso Facebook: Würden die Konsequent die Hetze sperren, dann wäre es ein schönerer Ort, auch wenn dann nicht mehr jeder Vollpfosten auf Facebook wäre, sondern sich die Leute dann im Reichsdeppenforum treffen müssten.
Ebenso Twitch: Würde man konsequent den Sexisten und Rassisten die Chats oder gar Streams verbieten, dann wäre es auch sehr viel angenehmer. Aber die Portale fühlen sich nicht in der Verantwortung und sorgen damit direkt dafür, dass das Internet auf den großen Seiten so ein unangenehmer Ort geworden ist.

Aber es geht auch anders: YouTube hat das ekelhafteste Video (verdeckter Aufruf zum Mord an Flüchtlingen) von Dennis Schulz (bekannter Neonazi und Verschwörungstheoretiker aus Berlin) nach ein paar Tagen gelöscht.

Atom

Das Problem ist aber auch dass sobald wir deutschen irgendwem die Meinungsfreiheit minimal einschränken würden (also auf twitch oder ähnlichen aus chats bannen) würde alle welt uns als rassisten schimpfen und unsere Wirtschaft geht in den Arsch. Das vermute ich zumindest.

Michael

Unsere Wirtschaft hängt nicht von der Meinungs“freiheit“ im Internet ab, sondern von qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen und vergleichsweise günstigen Preisen.
Außerdem werden rassistische, beleidigende und herabwürdigende Äußerungen nicht durch die Meinungsfreiheit geschützt.

Atom

Ich meine dass es sein könnte dass dan keiner mehr was vom naziland Deutschland kaufen will.

Michael

Wenn die Leute weltweit so sehr auf Moral beim Konsum achten würden, dann gäbe es keine Kinderarbeit mehr. Nein, ich glaube nicht, dass es Auswirkungen hätte wie du sie beschreibst. Zumal könnte auch der Eindruck entstehen, dass „endlich mal jemand das Richtige macht“

Atom

Gut muss ja nicht sein. War nur ne Vermutung. Aber auch in der Politik kommt es mir manchmal so vor dass wir uns immer zurückhalten müssen und bloß niemanden verärgern wollen.

Michael

Sicher? Mit der Europapolitik haben „wir“ uns ziemlich viele Feinde gemacht, vor allem in Ländern wie Griechenland, Zypern usw. 😀

Braun

Das „Unser“ halte ich hier schon (wieder) für einen, wenn nicht den Irrtum.
(Zur Affirmation hatte ich ja schon einiges geschrieben.)

Also meine Wirtschaft hängt – wie bei der nahezu kompletten Mehrzahl der Leute – daran, daß ein anderer mit meiner Arbeit seinen Reichtum mehren kann.

Michael

„Unsere“ Wirtschaft = Die Wirtschaft von Deutschland, die auch unsere Wirtschaft ist.
Also ich bin Selbständig und ich arbeite hauptsächlich für Leute und Unternehmen, deren verantwortliche Personen keinen Reichtum angehäuft haben. Selbst mit ein paar Mitarbeitern läuft es da meistens auf ein überdurchschnittliches Einkommen raus und nicht auf das Ansammeln von Reichtümern.

Braun

Ja klar, da gibts jede Menge Spielraum zwischen Schwarz und Weiss.
Mir wird aber auch nicht ganz klar, was ich aus dem Beispiel ziehen soll. Im Widerspruch zum gültigen Verhältnis von Arbeit und Reichtum steht das doch gar nicht; erkenne nicht wie.

Für mich gilt das „unser“ nicht. Nur weil ich davon negativ abhängig bin, ist sie – „eure“ Wirtschaft 😉 – nicht die meine. Ob ich ihre Organisation für sinnvoll erachte, das hat mich erst recht keiner gefragt und ich hab dazu keine Entscheidung getroffen.
Man hat mir in Schule und Studium immer nur näher bringen wollen, sie sei die beste aller denkbaren Welten und alles andere ein Verbrechen gegen die Menscheit.
Die Frage, warum diese feine Ökonomie dann ständig so viel Elend produziert und Armut eine ihrer Grundlagen ist (wer ginge denn bei Anderen arbeiten, wenn er schon ein Auskommen hätte?) wird als impertinent, verbohrt, realitätsfern, albern etc. abgetan – so als hätten sich die Herrschaften das mal ganz genau überlegt und durchgerechnet, aber leider gehts nicht anders.

Michael

Schöner Artikel. Ich wünschte mehr unpolitische Seiten würden sich wenigstens einmal dazu äußern. Weil ich persönlich finde die Stimmung in Dtl. so ungemütlich wie seit Rostock 1992 nicht mehr. Eigentlich noch schlimmer, weil der Aufschrei in der Bevölkerungs damals gefühlt größer war (ich war aber noch ziemlich jung, evtl. täuscht mich meine Erinnerung).

Braun

Es ist ein grundsätzliches und bleibendes Phänomen.
Die Einteilung in Staatsbürger und Ausländer, solche die „von Natur aus“ hier (oder sonstwo, es gibt wohl keinen Fleck mehr, der nicht einer Staatsgewalt untersteht) her gehören und solche, die das eben nicht tun, diese Unterteilung ist ja eben erst mal von oben aufgestülpt. Dafür brauchts eine Gewalt; den Staat.
Und nun kommts noch dazu, daß die Leute, die dieser (oder jener) Gewalt verpflichtet sind -also ihre Staatsbürger – genau das (wegen seiner scheinbaren Alternativlosigkeit) als ihr Mittel be- und aufgreifen (so werden sie zum Volk).
Dieser affirmative Bezug lässt das bei den Leute zu genau dieser persönlichen Sache werden. Das wohnt im ganz normalen Bürger. Da ist der noch nicht mal ein richtiger Faschist (oder doch?).
Heute wie damals in Rostock sind das Aktivisten für das gute Deutsche. Die machen sich Sorgen um „ihr“ Land, die sehen Zustände, von denen sie meinen, das würde ihrer großen Nation unverdient schaden und dann werden sie dort praktisch, wo sie meinen, daß die Staatsgewalt sich eben nicht adequat verhält und so weiter und so fort.
Also ich treffe jedenfalls ständig und überall Leute, deren Auffasung zur aktuellen Lage mich in dem Sinne (s.o.) erschrickt.

Michael

Hast du schon ernsthaft mit Rechten diskutiert, die nicht zu deinen Bekannten zählen? Ich hab nen guten Kumpel der früher sehr rechtsorientiert war. Nach vielen Jahren Diskussion, einer Reifung seiner Persönlichkeit, einer höheren Bildung (Abi nachgemacht, 2x studiert) hat er mittlerweile ein anderes Weltbild. Aber das hat über 10 Jahre gedauert… und das möchest du in Facebook schaffen? Ich blocke alles und argumentiere mit den Leuten nicht (mehr), das ist einfach nur verlorene Lebenszeit 🙂
Das einzige was man in sozialen Netzwerken mMn machen kann, sind echte und realitätsnähere Infos zu streuen und nicht den ganzen Müll wie „Warum lässt ihr feigen Schweine (Männer) eure Kinder zurück“ zu kommentieren und den Pfosten zu erklären, dass hauptsächlich Männer kommen, da es meist nur junger Männer sind, die Monate oder gar Jahre auf der Flucht sein können.

Das beste war vor kurzem: Ein Sehbehinderter im FB-Stream meiner Freundin drischt auf Flüchtlinge ein und verteilt „Junge Freiheit“ Artikel (Neurechtes Magazin). Dabei wäre er der zweite (nach den Juden) gewesen, der unter den Nazis vergast worden wäre.

Karlchen

Ich habe in Archeage einige Frauen kennen gelernt.
Einige haben sich anfangs geweigert ins TS zu kommen weil sie sich nicht als Frau Outen wollten.

Sie hatten angst auf Ihre „Boobs“ reduziert zu werden.
Eine erzählte mir sogar das sie nur Männer Spielt und normaler weise nicht in Voicechats geht da sie sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat. Zum teil sogar selber Sprüche gegen andere Damen loslässt „weil es sich halt so gehört“

SerosJourney

Ehrlich??? Klingt ja übelst!

Sowas kann ich nicht verstehn xD
Bei uns (FFXIV) habe ich bis jetzt nur die Erfahrung gemacht, dass wenn mal ne Frau in der Gilde landet, dann kommen ALLE dahergerannt und wollen ihr helfen….da wird für lau Gear gecraftet, man kommt in Dungeons mit, von denen man selbst gar nix mehr hat, es werden Orte gezeigt (und das Persönlich!!!), es wird erkärt wo’s nur geht und und und…..
also die Damen haben es in diesem Spiel echt gut ^^

Aber auch die Herren der Schöpfung kommen nicht zu kurz ;D
Ich gerate grad etwas in Schwärmen, aber was die Community in Final Fantasy 14 angeht ist dieses Spiel wirklich Weltklasse!!!!

Bex

Wo ma dich nicht überall antrifft 😀
Auf Waage für immer 😉

Domgordo

Frauen haben eh nix in MMORPG´s zu suchen , klingt hart ist aber so, das rumgezicke bringt irgendwann nur jeden um den Verstand besonders wenn es mehrere sind. Ich selber hatte mehrmals im Laufe meiner Spielkarriere das „Vergnügen“ mit diversen Damenschaften spielen zu dürfen und mehrmals kamen in mir gedanken an selbstmord hoch oder mich durch ausreissen der Ohren auch selbst zu verstümmeln 😀 , nur um den Leid ein Ende zu bereiten auch die Spielqualität und das ich will es jetzte mal so nennen „Engagment richtung erfolg“ liesen eher zu wünschen übrig.

DAs währe aber mal nen interessantes Thema, falls es das noch nicht gab, kann mich gerade nicht mehr drann erinnern, ob und was so die Spieler von Frauen in MMORPG´s halten.

Braun

Vorweg:
„[…]rummeckern und keine Lösung anbieten können.“
– Kritik wird nicht dadurch legitim (und richtig), daß sie eine Problemlösung darstellt; und mich stört ein wenig das „Wir“. Das ist nämlich nur angesagt, wenn man wirklich zu den Subjekten einer Sache gehört.

Die Sache mit dem Hass; ein großes Thema und trozdem möchte ich nur kurz mal was einwerfen, was ich eben bei Welt-online gesehen habe:
„[…]Es ist nicht der einzige Rekord für Robert Lewandowski. Doch um Gerd Müller zu übertreffen, braucht es noch mehr.[…]“
So gehts schon los, ganz klein. So werden Leute aufgestachelt und kiebig gemacht. Da kann man sich nicht anerkennend für diese Spielleistung freuen; nein, da wird gleich drauf gehauen und gemosert. Da setzt sich ein „seriöser“ Schreiber hin und muss nun sowas produzieren.
Der Gerd hat das hier mal in einem der Destiny-Artikel (im Kommentarbereich) ganz gut zusammengefasst, wie ich finde. Sein zentraler Begriff war da das Misstrauen, das ständig zu wachsen scheint und mehr und mehr die Leute und deren Beziehungen zerfrisst.
(@Amigo: Ich weiß, ich hab neulich was zum Kingsfall-Raid gesagt; daß die Sieger des First-Kill-Wettlaufs gemogelt hätten; ein Bißchen. Ich mache sowas aber nicht systematisch, das wird Dir sicher auch aufgefallen sein, wenn Du Dich an diesen Beitrag erinnerst.)

Cortyn

Mit „wir“ bezog ich mich auf alle Internetnutzer, die einen freundlichen, vernünftigen Umgang miteinander pflegen. Was genau stört dich daran?

Yo Soy Regg †

Das du alles verallgemeinerst.
Als erstes schreibst du Wir, und am Ende „Wie seht ihr das?“. Entweder haben wir alle die Selbe Meinung, oder jemand hat ne andere.
Tausche das Wir bitte durch ein Ich. Denn einige sind nicht Deiner Meinung,

MFG

Atom

So schreibt man einen Artikel nun einmal. Sie kann ja nicht schreiben “ Weil ich versäumt habe das Internet zu beschützen…“

Yo Soy Regg †

Dann schreibt man „Ich bin der Meinung, dass….“ oder „Wir das Team von Mein-MMO finden, dass….“. Es gibt haufenweise Möglichkeiten dies zu tun. 🙂

Edit: Vorallem wenn man am Ende schreibt „Wie seht ihr das?“ aber dann die Meinung anderer nichtig macht 😉 Finde den Fehler.

Cortyn

Es steht dir vollkommen frei, dich mit dem „wir“ nicht angesprochen zu fühlen, wenn du meine Meinung nicht teilst. Aber dass du das nicht tust, hat hier wohl schon jeder begriffen.

Atom

Thema: Hass im Internet. In den Kommentaren wird gehatet????

Braun

Ich verstehe Deine Intention. Aber in mir sträubt sich immer was bei so rhetorischen Mitteln, die einen ins Boot holen wollen.

OK, ich will Dir das „Wir“ jetzt nicht weiter bestreiten, aber ich bleibe auch dabei, daß es ein solches Subjekt nicht gibt und daß das deshalb nicht ganz richtig ist.
Beispiel: Man sagt oft „die Menschheit tut dies oder macht das oder sollte jenes“ u.s.w. Aber so kommen die Menschen gar nicht vor. Als das Subjekt Menschheit wird nirgends und nie gehandelt. Die Menschheit gibts meinetwegen im biologischen Sinne, aber nicht als handelndes Wesen.
So verhälts sich auch mit den Guten im Netz. Die gibts und es gibt sicherlich viele, aber die handeln jeder für sich und nicht als „Wir“.

Yo Soy Regg †

Überall wo es Licht gibt, gibt es auch Schatten/Dunkelheit. Ist im Internet nicht anders.
Damit muss man leben, auch wenn diese Schatten nervig sind.
Einfach ignorieren und fertig, die machen nur dank eurer Aufmerksamkeit weiter. 🙂

echterman

Solche Leute die auf den ersten Blick grundlos ihren Hass ect. abladen können das deshalb so einfach machen, weil sie kaum Konsequenzen zu erwarten haben dank der so oft verteidigten Anonymität im Netz. Das echte Leben hat auch keine komplette Anonymität. Wenn ich im normalen Leben Mist baue, brennt die Hütte und mein Name steht unten auf der Rechnung.

Wenn es so etwas für das Internet gäbe wäre ganz schnell Schluß mit dem Hass gespamme. Meine wahnsinnige Idee dazu: Flame im Internet geschrieben, zack 10 Euro direkt vom Konto abgebucht. Vergewaltigungsandrohung, zack 100 Euro weg mit Strafanzeige bei der Polizei die einen am nächsten Tag abholt. Was glaubt ihr wie schnell die Menschen wieder anständiges Benehmen drauf haben. Das Prinzip würde auch super im echten Leben helfen. Etwa: Vorfahrt genommen, zack 20 Euro direkt vom Konto weg. Und so weiter.

Allerdings ist meine arg radikale und freiheitsbeschneidende Idee, nicht umsetzbar. Weil dafür zu viele Grundrechte ausgehebelt werden müssen. Und ja ich mag diese Grundrechte auch und will sie behalten. Nur nicht das ihr denkt ich bin für nen Überwachungsstaat oder so. Ich bin gegen einen Überwachungsstaat. Deshalb ist es ja auch eine „wahnsinnige“ Idee. Aber es würde sehr schnell Wirkung zeigen.

Yo Soy Regg †

Es gibt ne Internet-Polizei, die kann aber nicht überall sein, vorallem nicht bei Twitch wenn da 1000e User gleichzeitig schreiben 🙂

Larira

„Meine wahnsinnige Idee dazu: Flame im Internet geschrieben, zack 10 Euro direkt vom Konto abgebucht.“

Ahhhh! Da wäre ich nach zwei Stunden blank! Willst du mich ruinieren? Oo

Ne Spaß. Das zieht aber einen riesigen vor allem rechtlichen Rattenschwanz nach sich. Man bräuchte erstmal verbindliche Richtlinien was ein Flame ist und dann müssten Gerichte im Zweifel entscheiden. Und das wird teuer für die Gesellschaft.

Grüße

Yo Soy Regg †

Naja ich bin jetzt kein Stream schauer und kenne mich damit nicht aus, aber ich habe oft von weiblichen Streamern gehört. die sich so anziehen und verhalten, um Männer oder kleine Jungs anzulocken, um mehr Besucher zu bekommen, und hierbei sollte man sich als Streamer auch nicht beschweren.

Klar ist es nicht gut, wenn jemand beleidigt, aber der Text von euch wurde so geschrieben, das man nur die Streamer als Opfer ansieht, aber nicht erkennt, das diese sogenannten Streamer selber ein Teil beitragen.

Wie man das ändert? Nicht zu freizügig vor der Linse rumhocken bis die Tittchen durch den Bildschirm fliegen, außerdem auch zur Not mal den Chat bei Twitch ausschalten, anders ist es nicht möglich. Denn wenn du einen User sperrst, kommen 10 neue. Heutzutage gibt es zu viele Notgeile Leute, die ihren Frust an irgendjemanden auslassen müssen, das wirst und kannst du nciht verändern, egal wie viele News du noch posten möchtest.

zum Rechtsradikalen Thema:

Ich bin jemand der Ausländer mag (Spanien, Italien, Amerika, Frankreich etc.) aber ich bin auch der Meinung das Leute die aus Wirtschaftlichersicht her Fliehen, kein Boden in Deutschland bekommen sollen, sondern Leute die wirklich von Bomben und Krieg fliehen, wie Syrien. Für Syrier (Richtig geschrieben?) habe ich vollstes verständniss, aber nciht für Leute aus Albanien oder wo sie alle her kommen, und sobald man was gegen diese Wirtschaftsflüchtlinge sagt wird man als Nazi oder sonst was betitelt.

Da kann ich genau so sagen, was stimmt mit euch gutmenschen nicht? jeder der irgendwas gegen Ausländer sagt wird sofort weggesperrt oder ignoriert.

Dein Text kommt mir so vor, als würde es ein Feministischer Gutmensch schreiben. (Kommt mir auch so vor, wenn ich deine Kommentare zu anderen Beiträgen sehe).

MFG 🙂

Cortyn

„Ich bin jemand der Ausländer mag _aber_“ – merkst du selber, oder?

Ich frage mich manchmal, ob die Leute überhaupt wissen, was ein „Wirtschaftsflüchtling“ überhaupt ist. Wenn du deine Familie nicht mehr ernähren kannst, weil du kein Geld verdienen kannst (weil die Wirtschaft kaputt ist) und es in den Ländern keine sozialen Auffangnetze wie Hartz IV etc. gibt – was tust du dann? Du suchst dir ein Land, in dem du und deine Familie überleben kann.

Um Hagen Rether zu zitieren: Wir haben es geschafft, dass „Gutmensch“ eine Beleidigung ist – gute Arbeit.

Yo Soy Regg †

Und dank deinem Kommentar habe ich mit meinem Letzten Satz meines letzten Beitrages Recht. 🙂

Danke

Cortyn

Ja, „recht“ hast du da auf mehrere Arten! 🙂

Marc

„Klar ist es nicht gut, wenn jemand beleidigt, aber der Text von euch
wurde so geschrieben, das man nur die Streamer als Opfer ansieht, aber
nicht erkennt, das diese sogenannten Streamer selber ein Teil beitragen.Wie man das ändert? Nicht zu freizügig vor der Linse rumhocken bis die Tittchen durch den Bildschirm fliegen“

Ist auch eine Frau schuld wenn sie vergewaltigt oder belästigt wurde, nur weil sie vllt aufreizende Kleidung trägt?

Yo Soy Regg †

Vergewaltigt nicht, belästigt schon. Weswegen sollte man sich denn sonst reizende Kleidung anziehen? Natürlich damit die Männer hinschauen. Zählt das Glotzen dann nicht als Belästigung?

Aber ein sehr komischer Vergleich eine Vergewaltigung mit einer Belästigung in einem Stream Chat zu benutzen.

Braun

Ein schmaler Grat.
Ich bin mir selber nicht ganz im Klaren, wie das mit aufreizender Kleidung ist. („Betroffene“ sagen: Frauen machen das für sich selbst; und ja: es gibt Glotzen und Glotzen – kommt immer drauf an.)
Aber wenn man das Beispiel mal umstrickt, dann wird da ’ne ganz entschiedene Sache draus: Als Mensch mit dunkler Hautfarbe nachts in Dresden über die Elbwiesen spazieren. Würden wir da jetzt sagen, daß verprügeln zwar nicht mehr OK sei, aber über das Anpöbeln müsste der sich nicht wundern?

Marc

Na es gibt ja dieses ominöse victim blaming, bei dem dann behauptet wird das der Geschädigte (erstmal gleichgültig was am Ende passiert) selbst schuld am Resultat ist.

Du sagst also das man selber schuld ist wenn sich der gegenüber dann scheiße verhält um das mal auf die Belästigung zu beschränken. Ich meine hierbei dann auch nicht nur Blicke sondern vielleicht schonmal einen Schritt weiter.

Kann mir ja keiner erklären wie das irgendwas erklären soll. Schlechtes Verhalten wird damit fadenscheinig entschuldigt mehr nicht.

Yo Soy Regg †

Naja in meinem Beispiel geht es eher um die Frauen, die es Provozieren. Also wirklich die Brüste in die Cam halten oder anderweitig sexistische Einlagen machen, diese sind dann nunmal selber Schuld, wenn jemand übers Ziel hinaus gleitet.

Es wird immer der Schuldige bei den Männern gesucht, aber auch einige (Nich alle) Streamer sind auch nicht ganz Unschuldig.

Mein Bruder hatte mal selber ne Dame beim Streamen zugeschaut, und vom Verhalten etc., sah es nach einem Porno aus, war aber nen Stream auf Youtube oder aus, und Sexischte Kommentare gab es dort auf zu genüge.

Grundsätzlich hat niemand das Recht jemand zu beleidigen, wer dies aber Provoziert, muss mit den Konsequenzen rechnen und fertig. Wer damit nicht klar kommt, hat nunmal pech.

Gleich kommen zu 100% wieder Leute und sagen, „Du spinnst doch“. Aber so sehe ich das nunmal und fertig. 🙂

Fly

Und bloß weil eine Frau eine etwas größeren Ausschnitt trägt, muss man hinglotzen oder an eine Vergewaltigung denken etc.? Mein Gott, dafür muss man aber schon ziemlich verdreht im Kopf sein. Jede Frau hat Brüste, jeder Kerl einen Dödel. klar guckt man(n) da vielleicht mal kurz hin – ich nehm mich da ja nichtmal aus -, aber deswegen starr ich die ja nicht sabbernd an und denk mir sonst was. Als ob man in seinem Leben niemals ne nackte Frau gesehen hat. Manchmal frag ich mich da, wie Mensch an sich im 21. Jahrhundert noch so verdammt primitiv sein kann.

Edit: Frauen haben im Endeffekt nur größere Brüste als Männer (manchmal haben auch Männer größere…) und wenn ein Kerl oben ohne rumläuft interessierts auch keinen, aber Frau darf nicht mal einen Ausschnitt tragen. So hohl.

Noch n Edit: Mich regt dieses ständige „warum zieht die sich auch so aufreizend an“ auf, ich komm darauf nicht klar. Warum sollte eine Frau im Sommer keinen kurzen Rock und n luftiges Top zB. anhaben, wir rennen auch in kurzer Hose und Tanktop o.ä. rum, soll Frau sich totschwitzen nur weil irgendwelche Primitivlinge sofort ihr Erbsenhirn abschalten, weil sie Andeutungen eines Hintern oder von Brüsten sehen…?

Cortyn

Du bekommst eine feministisch-gutmenschliche Zustimmung von mir 🙂

Fly

Das freut mich. 🙂 Das sind eben die Themen bei denen ich mich wirklich einfach nur noch aufregen kann, stundenlang.

Gleichberechtigung von Mann und Frau, in jeglicher Hinsicht – ja natürlich. Der einzige Unterschied ist doch wirklich die Größe unserer Brüste und das unter der Gürtellinie. Meine Kolleginnen leisten immerhin die gleiche Arbeit wie ich, also haben sie auch verdammt nochmal das gleiche zu verdienen (Gott sei Dank ist es bei uns im Betrieb so).

Zwei weitere Themen die mich regelmäßig zum Ausflippen bringen sind die Homo-Ehe und Rassismus. Wer bitte kann sich das Recht rausnehmen, zwei Menschen verbieten zu heiraten? Oder sich gar zu lieben? Oder sie sogar als „krank und abartig“ zu bezeichnen? Derjenige, der das tut, hat nicht mehr alle Latten am Zaun.

Und zu Rassismus kann ich nur sagen: Wir alle sind Menschen. Das ist die einzige „Rasse“ der wir angehören. Und unter der Haut sind wir alle gleich. Ein „weißer“ kann genau so ein Arsch sein wie ein „gelber“ oder ein „schwarzer“.

Ich habe fertig.

Braun

Das geht jetzt nicht anders: Bei mir im Betrieb ist es genau umgekehrt.
Wir haben hier eine Abteilung, die hat sich im Laufe der Zeit zu einer reinen Frauen-Truppe entwickelt und niemand, wirklich niemand geht dort gern hin. Ich sags ganz unverblümt: Die sind faul und dauerhaft von PMS getrieben. Und wehe jemand rüttelt an dem Status. Dann gehören die zu den Schreihälsen, die sich wegen ihrer Lautstärke durchsetzen. Und zwar immer mit den Emanzipations- und Gleichberechtigungsargumenten (umgekehrt heißt es oft: Du musst dies machen und jenes, ich kann und will das nicht, ich bin eine Frau).
Die nerven mich nicht, weil sie Frauen sind, aber diese Frauen nerven ganz kollosal.

Aber nochmal: Das war jetzt insofern OT, als das es nur eine Anektote als Kontrast zu der Deinen war.

Fly

Sowas ist natürlich schade. Aber wie du schon selbst sagst, ist sowas geschlechterunabhängig, da hat sich eben eine Gruppe von Menschen gefunden, die keinen anderen akzeptieren. Rudelbildung, sozusagen.

Das find ich auch immer blöde, wenn es Frauen gibt die auf der einen Seite nach Gleichberechtigung schreien und andererseits sagen „Mach ich nicht, ist Männerarbeit.“ Allerdings ist es für mich selbstverständlich dass ich daß 30kg schwere Paket zur Post trage, und das nicht meiner zierlichen Kollegin zumute.^^

Bis vor zwei Jahren hab ich in einem reinen Frauenteam (8 an der Zahl) gearbeitet, und „meine Mädels“ sind super entspannt und haben noch nie irgendwelche Scherereien gemacht. Da kann ich mich wirklich nicht beklagen.^^

Braun

Ist alles richtig.
Wir hatten hier schon mehrfach (rotiert bei uns) eine weibliche Betriebsleitung – sehr angenehmer Umgang, große Dinge bewegt etc. – und aktuell ’ne weibliche Konzernleitung (kann ich nix zu sagen, aber der Laden ist nicht pleite).

Koronus

Bezüglich Emanzipation der Frau war ich neutral eingestellt bis mir ab der Oberstufe meine neue Lehrerin mein Lieblungsfach zur Hölle machte, zum Teil weil sie verrückte Vorstellungen hatte wie Unterricht läuft, zum Teil einfach weil ich ein Mann bin. Entschuldigt Bitte aber es kann einem schon zum Hals raushängen wenn man 4 Jahre lang kaum eine Stunde lang erspart wird mitzuhören wie die weiblichen 5/6 der Klasse den Kampf zur Emanzipation weiterführen müssen und man jedesmal bei Beispielen, wie die armen Frauen damals unterdrückt wurden jedesmal unser Burschen Eck bzw später dann nur mehr ich nachdem der Rest sich aufteilte, als ob man damals da war und nur dank uns es für die Armen Frauen so schlimm war.

Michael

Es soll tatsächlich Leute geben, die kennen (nackte) Frauen nur aus Pornos 🙁

Fly

Ich sags mal so: Ich war auch ein ziemlicher Spätzünder und hab relativ spät zum ersten Mal eine Frau (sprich meine erste Freundin) nackt gesehen. Trotzdem hab ich noch nie eine Frau gesehen, egal wie sie angezogen war, und hab angefangen zu sabbern. Ich denk mir wenn denn „Die ist hübsch, die gefällt mir.“ und das war’s dann aber auch.^^

Michael

Ja, ich gehörte auch zu den Spätzündern 😀 Aber ich denke wenn jmd so drauf ist, dann ist schon früh was schiefgelaufen, vll aus einem extrem patriarchalen Elternhaus gekommen, wo der Vater eben der Boss war. Ich wurde z.B. so erzogen, dass alle Menschen gleich wert sind, egal welcher Hautfarbe, Religion, Sexualität oder Geschlecht sie angehören und dass das einzige, wonach ich die Menschen beurteilen sollte, das Geäußerte und die Handlungen sein. Daran sollte man die Menschen in seinem Umfeld messen…

Fly

Da hast du sowas von recht! 😀 Erzogen wurde ich in dieser Hinsicht eigentlich gar nicht, vorgelebt bekam ich es auch nicht, ich hab mich dazu quasi „selbst erzogen“. Aber genau so sollte man Menschen beurteilen, und nicht anders. Und ganz wichtig in Konfliktsituationen o.ä. ist es, immer beide Seiten der Medaillen zu kennen. 🙂

Yo Soy Regg †

Es geht hierbei mehr im die Frauen die es provozieren, aber unterstelle ruhig weiterhin allen, das sie Notgeil sind. 🙂
Du scheinst echt super gut auf Partys zu sein.

Fly

Frau provoziert es aber nicht, nur indem sie einen tiefen Ausschnitt trägt. Und das wird ja gerne als Argument benutzt, was mehr als lächerlich ist. Ich unterstelle es nicht allen, aber wer dann so argumentiert, bei dem ist wohl was wahres dran.

Ich bin auch super gut auf Partys, bisher hatte mein näheres Umfeld ziemlich viel Spaß mit mir und ich mit ihnen. Das kann man sich ja zum Glück auch aussuchen. 🙂

Tom Def

Die meisten Menschen machen Dinge wegen anderen, wenn eine Frau oder ein Mann(?) einen Minirock trägt hat das seinen Grund. Und dieser ist meist der wie man auf andere wirken will und ein Minirock wirkt halt anderst als eine Jeans oder auch nicht je nach Geschmack. Aber Fakt ist einfach das man mit einem Minirock mehr auffällt als mit einer Jeans auser man ist auf einer Minirockparty ^^

Fly

Das man mehr auffällt ist schon klar. ^^ Aber mal angenommen im Sommer trägt eben eine Frau einen kurzen Rock, dann gehe ich im Normalfall nicht davon aus, dass sie jetzt unbedingt auffallen will oder „es ja so will, dass sie angegafft wird“, sondern eben dass es tierisch warm draußen ist, also wird auch die Kleidung knapper/luftiger/kürzer. Vielleicht liegt das auch daran, dass es mir persönlich total wumpe ist, was andere Leute über meine Kleidung denken. ^^ Ich sitz hier immerhin im Büro mit einem „I am your father – Galaxy Tour“ Darth Vader Shirt, einfach weil ich das feiere. XD

Michael

1. Niemand, absolut niemand hat das Recht jemand anderen anzupöbeln oder zu belästigen. Und wenn die Streamerinnen fast nackt vor der Kamera stehen… das ist kein Freifahrtschein für Beleidigungen und Sexismus. Aber Frauen müssen nichtmal aufreizend sein. Es gibt immer noch Vollpfosten, die meinen nur weil sie männlich (und weiß und hetero) sind, haben sie mehr Rechte als andere. Und doch, man kann etwas ändern: Man sperrt solche Leute konsequent aus den Spielen, Foren, Chats, Seiten, Freundeslisten, Gilden usw. Aber dafür muss erst ein Bewusstsein geschaffen werden und genau dafür sind solche Artikel gut und wichtig.

2. Wirtschaftsflüchtlinge sind oft selbst Kriegsflüchtlinge, nur werden dann keine Bomben geworfen, sondern Staaten sorgen (oder können nicht mehr) sich nicht mehr um die Menschen. Das nennt man dann Wirtschaftskrieg. Teilweise betrifft das auch bestimmte Volks- oder Religionsgruppen, wie z.B. die Roma/Sinti, die systemtatisch in den ursprünglichen Ländern vertrieben und drangsaliert werden. Normalerweise denkt man ja z.B. bei Rumänen an Roma, aber die Rumänen selbst HASSEN die Roma und werden dementsprechend von ihnen so behandelt. Viele Rumänen geben nämlich den Roma Leuten die Schuld, dass ihr Land so arm ist und die Jugendlichen oft keine Perspektive haben. Ja und was passiert mit perspektivlosen und frustrierten Jugendlichen? Sie prügeln auf die Schwächeren ein… ich würde sofort aus Deutschland auswandern, wenn es für mich hier dauerhaft ungemütlich werden würde.

Mich nervt die Unterteilung in Krieg- und Wirtschaftsflüchtling. Denn meistens sind auch bei den Wirtschaftsflüchtlingen Kriege die Ursache. Kein Land wird arm gegründet… alle Länder aus denen Flüchtlinge kommen haben (Bürger-)Kriegserfahrungen oder eine brutale Diktaktur (hinter sich). Und meistens haben die Großmächte wie USA, Russland, Europa oder China in den Ländern gezündelt wenn nicht sogar aktiv mitgemischt.

Aber wenn dann so Sprüche kommen wie „wenn man was gegen Ausländer sagt, wird man weggesperrt“ (weggesperrt wirst du hier nur, wenn du massiv und dauerhaft und öffentlich den Holocaust leugnest), frag ich mich echt, wie abgehoben man sein kann. Ich glaube manchen Menschen geht es einfach viel zu gut. Im Vergleich mit der restlichen Welt ist sogar ein Hartz4 Empfänger ein reicher Mensch (und ich kann es beurteilen, ich hab selbst schon 4 Monate von Hartz4 gelebt).

Und bei solchen Sprüchen und einer solchen Einstellungen gegenüber anderen Menschen bin ich froh, ein feministischer Gutmensch zu sein.

Domgordo

Was mich ankotzt sind so Gestalten die sich immer mit dem schlechten vergleichen.
Aber genau diese pervertierte wiederliche Art hat unsere Gessellschaft so zerstört bzw. zerstört sie immer weiter, das sich eine Merkel hinstellt und sagt „NA die Bankenkrise hätte ja schlimmer kommen können “ , ach Flüchtlingskrise, könnte ja alles viel viel schlimmer sein. Nirgendwo sonst setzt man absolute inkompetenz und dummheit im vergleich zum schlimmsten machbaren wie hier in Deutschland.
Dabei hat sich die Menscheit nur weiterentwickelt weil sich Menschen am guten, am positiven der anderen orientieren und danach streben. Komisch ist nur das zbs. im Bundestag bei Diätendebatten noch nie einer gesagt hat: Ahjo wir sind total kacke, haben nix geschafft und sind total unfähig, also können wir auch keine diäten erhöhen ABER wir sollten froh sein, normalerweisse dürften wir ja gar nix kriegen, da sind wir mit unserem jetzigen einkommen schon gut bedient.
Gern mag es uns aus Sozialer Hilfe herraus interessieren das es anderen schlechter geht, aber wir müssen uns daran messen wie es den besseren geht, das es Länder gibt mit viel niedriger Arbeitslosigkeit mit viel höherem Sozialstandarts mit weniger kriminalität und wir müssen uns daran messen wie es schonmal war und daran das es schlechter geworden ist, wir müssen uns aber NICHT mit dem schwarzen der in Afrika in seiner Lehmhütte sitzt messen, der muss und tut sich zu recht .mit dem besseren vergleichen und danach streben und sagt auch nicht: Naja, bin ich lieber mal froh, verhungere zwar fast, gibt kein arzt und bin quasi im Arsch, mein Sohn letztes JAhr krepiert aber heh, ich sollte trotzdem froh sein im 17 jhr. hätte man mich noch entführt und als Sklave verkauft und ich währe irgendwo in Amerika verreckt wo ich nicht mal das Grab meines Sohns hätte besuchen können.
Nein so denkt wirklich niemand, ausser viele Menschen in Deutschland bei dennen sich dieser perfertierte falsche Zweckoptimismus bis hinein ins Grab rein zieht.

Gerd Schuhmann

Ich hab dir den letzten Teil deines Textes gelöscht. Der trägt nichts zur Diskussion bei, sondern hätte das Thema in eine noch hässlichere Richtung gelenkt.

Bitte Leute, auch wenn das ein politisches Thema ist: Bleibt sachlich, sprecht über das Thema, nicht übereinander.

Domgordo

Zur eigentlichen Diskussion nicht, das stimmt, aber der Herr Michael ist schon sehr weit davon abgekommen und verlangte mit seiner grotesken haltung ja förmlich danach das ihm mal jemand antwortet in dessem betrieb gerade 70 jährige wieder arbeiten gehen und ächzendent und stöhnend in ihrem alter versuchen wieder arbeitsfähig zu wirken, weil dank jahrzehntelanger billiglöhne die Rente einfach nicht mehr zum leben reicht. Und hand aufs Herz herr Schuhmann , möchten sie so einem Arbeiter den Spruch von Herrn Michael ins gesicht sagen ? , ich wette mal: Nein.

Joss

Man kann seine Erkenntnisse auch ohne verbalen Faustschlag (mit)teilen. Was ist so schwer daran? Wie hart es hier jemand im Leben hat und gehabt hat, das können wir alle nicht übereinander beurteilen, weil wir uns nicht weiter kennen. Es hilft jedem Menschen immer und überall im Verständnis, sich in andere Perspektiven hineinzuversetzen. Oder auch Grenzen zu antizipieren. Denn es stimmt durchaus, dass die Welt mit 20 anders aussieht als mit 60. Oder mit einer Behinderung. Oder mit einer im Krieg umgekommenen Familie… Verständnis und das Bemühen darum ist immer ein Gewinn für alle Beteiligten.

Domgordo

Bedauerlicherweisse fordern viele dieses Verständniss ein, gewähren es aber selber nicht 😉

Joss

In der Tat. Aber es gibt auch leuchtende Beispiele, wie z.B. die Wahrheitskommision in Südafrika. Und das wäre dann auch so eine Gedankenbrücke, denn ich bin auch wie sie überzeugt, dass man positive Vorbilder braucht, an denen man sich orientiert. Mir war das immer ein Rückhalt.

Jan

Ist mir soweit eigentlich egal – manchmal ists sogar recht amüsant! Das die Welt weder ein sonderlich romantischer Ort ist, noch eine antifaschistische Trauminsel, wird ja den meisten bereits klar sein.

Ich hab dann immer die Filmszenenmit dem Imperator und Luke Skywalker – „komm auf die dunkle Seite der Macht“, vor dem inneren Auge.

Lasst euren Hass raus Leute, irgendwo muss der ja kanalisiert werden.

Ach ja, PS.: NHL All Star Dany Heatley kommt in die DEL – das freut uns, das freut uns!!!!!!

Fly

KaGeGla hab ich sofort erkannt! 😀
Zum Thema: Bei vielen Seiten auf Facebook, zB eben KaGeGla, kann man den Personen hinter den Posts grundsätzlich mangelnde Bildung unterstellen – dass meiste dort ist nicht mehr mit Tippfehlern zu entschuldigen. Dazu kommt meiner Einschätzung nach ein wenig bis gar nicht vorhandenes Empathievermögen, sowie Angst vor dem Unbekannten und Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben. Alles „gute“ Vorraussetzungen, um seinen Frust, Hass, Wut etc. im Internet abzuladen. Ist ja alles anonym und nur im Netz (ha ha ha…) Und natürlich sucht man sich Leute, die noch ärmer dran sind als man selbst, ist ja klar.

Generell zu diesen ganzen Beleidigungen, Mord- und Vergewaltigungsdrohungen oder dieses „Die würd ich gerne mal ******“: Das hat so verdammt viele Ursachen… mangelnde Bildung (der größte Feind des Menschen ist generell die Dummheit und der Mensch selbst); abgestumpfte Idioten, die denken sie wären die coolsten, wenn sie sowas schreiben – manche „pushen“ dadurch ja ihr Ego (oO) – Menschen die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen und sich im Netz durch sowas „profilieren“ müssen; generell keinen Respekt vor anderen; den alltäglichen Frust im Netz loswerden…. Ich könnte hier endlos weitermachen, schätze ich.

Den Glauben an die Menschheit habe ich schon vor langer Zeit verloren, dafür gibt es einfach zu viele Idioten, man könnte fast schon Barbaren sagen. Natürlich gibt es ebenso viele „gute“ Menschen (ich hasse schwarz-weiß Malerei, aber ihr versteht sicherlich wie ich das meine), aber die Dummen, die Egoistischen, die Empathielosen sind einfach in der Überzahl, so kommt es mir zumindest vor wenn man eine Weile auf solch ähnlichen Seiten wie KaGeGla surft.

klabauta

Vielleicht…rennen wir nur unseren eigen Ansprüchen hinterher. Toleranz funktioniert in beide Richtungen. Positioniert euch, sprecht es an, unternehmt etwas – lasst mit euch reden – pöbelt nicht … und Schluss endlich, kickt diese Menschen aus euren Netzwerken und von euren Freundeslisten – meldet sie. Toleriert deren Idiotie, damit sie die Möglichkeit bekommen zu Tolerieren das ihr mit denen nix zu tun haben wollt.

Michael

Das mit dem Kicken aus den Freundeslisten hat bei mir gut funktioniert. Endlich keine pseudo-besorgten-Bürger mehr in meinem Facebookstream 🙂

Brimborino

Vielleicht ist es so, dass das Internet nur etwas offensichtlich werden lässt, was ansonsten in dem realen, nicht anonymen Leben vorhanden ist, aber verdeckt bleibt. Insofern würde nur eine unschöne Wahrheit über menschliche Charaktere aufgedeckt werden. Von daher kann man sogar dankbar sein, dass etwas deutlich wird. Nämlich, dass etliche Zeitgenossen es mit den Rechten und der Würde Anderer nicht so genau nehmen. Teilweise sind die Kommentare dann auch strafrechtlich durchaus relevant.

Die Frage müsste konsequenterweise lauten: Warum denken die so. Was ist da schiefgelaufen, dass die sich solche Kommentare erlauben. Wenn man den Gedanken weiterverfolgt, kann es einem eigentlich nur gruseln, denn dann geht es irgendwann um die Frage von Werten die eine Gesellschaft vermittelt und von denen diese widerum in Wechselwirkung getragen und (um)gestaltet wird. Und wenn diese verborgenen Einstellungen Vorboten einer zukünftigen, gesellschaftlichen Werteorientierung sind…dann gute Nacht. Hoffentlich bin ich einfach nur ein überängstlicher Pessimist.

Domgordo

Genau das ist der Punkt, das erste Zumindestens, es ist perfekt erfasst wie die realität ist. Nur leider sind die meissten obwohl sie sich für „Gelehrte“ oder überschlaue halten (Ich rede hier jetzte nicht von Cortyn , sondern von diesen ganzen Möchtegernstudierten Politik und Co. Schwätzers dennen dieses „tolle Phänomen“ plötzlich aus heiterem Himmel aufgefallen sein mag )einfach nicht in der Lage das zu verstehen. Die Leute waren schon IMMER da, die hat es immer schon gegeben und auch diese Einstellungen und Meinungen. Nur in Zeiten ohne „soziale Internetmedien“ lebte eben jeder Kleingeistig in seiner eigenen kleinen Welt und glaubt das dieser winzige 0,0000000001 % Ausschnitt der Menschheit und des Gesselschaftlichen Umfelds das gesamte gefüge und Weltbild representiert. Die sozialen MEdien schaffen nun einfach nur den vorher nicht vorhanden „weitblick“ und vernetzung unter Gruppen, Kulturen, Gemeinschaften und denk und sichtweissen auf die man vorher niemals einen Zugriff gehabt hat.
Die Konsequenz ist dann eben ganz einfach das die Ökotussi die in ihrem Leben nur Bio Produkte kauft und mitm Fahrrad fährt plötzlich in den sozialen MEdien Kontakt mit Typen kriegt die bei McDo essen und Industriezeug futtern und mit fetten 120 PS Stinkerkarren durch die Gegend brettern obwohl sie sich in Ihrem „normalen“ umfeld noch nicht in ein McDo Restaurant begeben hat oder jeh in so nem Benzinschlucker mitgefahren ist.

Und sobald unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen gibts es eben eine härtere Gangart die bis hin zur Gewalt geht. Währe das nicht so, würden ja auch alle Demonstrationen immer total friedlich ablaufen. Nur das dort eben der Soziale „Zusammenfüger“ kein Internet ist sondern eine Örtliche Begebenheit und ein ganz bestimmer Zeitpunkt.

Zudem, das muss man einfach noch anfügen spielen im Internet Suchtimttel jeglicher Art (also auch Alkohol) keine geringe Rolle, so manch ein Posting irgendwo ist eben unter einfluss von „Mitteln“ geschrieben wurden.

Keupi

Also gerade auf Twitch finde ich es extrem schlimm. Es wird der Chat vollgespammt mit Sauereien und Beleidigungen, das geht gar nicht. Dabei ist mir aufgefallen, dass dies bei Frauen halt meist mit sexuellen Entgleisungen, bei Männern mit reinerm Spam und dummen Beleidigungen geschieht.

Dass gerade bei gut besuchten Kanälen, mal der eine oder andere seinen Anstand vergisst, kann man durchaus verschmerzen und ist völlig normal. Aber doch nicht 90% des anwesenden Chats ?! Ich stelle mir immer die Frage, was hat derjenige davon ? Jemand der dies tut bekommt keine Antwort, eigentlich auch keinen Zuspruch, warum geschieht es trotzdem ? Was treibt die Leute dazu an in Twitch-Kanälen auszuklinken ?

…das wäre doch mal was für Gallileo-Mystery 😉

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