Mecker Mittwoch: SWTOR – Das MMO, das kein MMO sein will

SWTOR hat eine tolle Geschichte – aber ist das Spiel überhaupt noch ein MMO? Cortyn meint: Nicht für jeden.

Einen schönen Mittwoch wünsche ich Euch! Schön, dass Ihr zwischen euren Overwatch-Matches, Weltquests und Destiny-Dämmerungsstrikes (oder wie das Gedöns heißt) die Zeit gefunden habt, hier mal reinzuschauen. Heute reden wir ein wenig über ein MMO, das eigentlich zu einem Solospiel geworden ist.

Vergangene Tage in SWTOR

Nachdem der 4. Twink in World of Warcraft nun auf der Maximalstufe eingetrudelt ist, kam ich mit einem guten Freund in der vergangenen Woche ins Gespräch, ob wir nicht mal wieder in Star Wars: The Old Republic reinschauen sollten. Besonders nach dem neuen, bombastischen Trailer war er ziemlich gehyped.

Wir haben lange über die Vergangenheit und unsere Sith-Karriere in SWTOR geschwärmt und kamen dann darauf, wie das Spiel sich in den letzten Jahren gewandelt hat.

Zu Beginn war das Ganze ziemlich cool: Man erledigte die „Planetenquests“ zusammen, bei Dialogen wurde reihum entschieden, wer eine Antwort geben darf. Bei der persönlichen Klassenstory durfte man zwar keine Entscheidungen fällen, aber den anderen bei ihrer Story zuschauen – das war spannend und cool.

Als wir vor knapp einem Jahr dann „Knights of the Fallen Empire“ gestartet haben, wollten wir eigentlich zusammen zocken – doch das ging nicht. Sämtliche Handlung (bis auf ein oder zwei Planetengebiete) war für Solospieler gemacht und im Grunde alles instanziert. Es lief dann darauf hinaus, dass wir zusammen im Skype abhingen, während wir parallel die Kapitel durchspielten und uns danach von unseren Entscheidungen (und den Unterschieden in den Auswirkungen) erzählten. Das war zwar noch immer cool, hatte aber nicht mehr sonderlich viel mit „gemeinsam spielen“ zu tun. SWTOR hatte – zumindest für uns – einfach komplett den MMO-Anteil verloren.

Swtor Kotfe Valkorion Outlander

Coole Story – aber nichts für Gruppenspieler.

SWTOR – Besser dran, wenn es kein MMO ist

Unserer Meinung nach ist SWTOR durch die letzte Erweiterung durchaus ein besseres Spiel geworden – allerdings kein MMORPG mehr. Sämtliche Gruppenaktivitäten sind optional und einige gar so gut „versteckt“, dass sie beim normalen Spielen gar nicht auffallen. Für uns ist SWTOR nicht mehr als ein solides Singleplayer-RPG mit eingebautem Chat geworden. Versteht mich nicht falsch: Wir hatten ungeheuer viel Spaß in SWTOR. Aber eben nicht zusammen, sondern jeder für sich alleine.

Das scheint sich auch mit „Knights of the Eternal Throne“ nicht groß zu ändern, denn auch hier werden wieder 9 Kapitel erzählt, die aller Voraussicht nach, reine Solo-Erfahrungen sein werden. Die Story wird sicher genial, aber mehr als gemeinsames „darüber reden“ wird uns das Spiel wohl nicht mehr bieten können.SWTOR - Knights of the Eternal Throne

Vielleicht sehe ich die Sache auch einfach falsch. Wie nehmt Ihr SWTOR im Augenblick wahr? Spielt Ihr, so wie ich, eigentlich nur für die Solo-Inhalte? Oder habt Ihr Spaß in den Gruppenaufgaben?

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