LoL: Mit 27 will ein legendärer, deutscher Profi zurück in die Liga – Doch nur zu seinen Bedingungen

Der 27-jährige Maurice „Amazing“ Stückenschneider ist einer der bekanntesten deutschen Spieler in League of Legends. Nach einer längeren Auszeit und Positionen als Coach will er sich als Profi-Spieler in LoL noch mal in die LEC begeben, aber nur zu seinen Bedingungen.

Das ist Amazing:

  • Der mittlerweile 27-jährige Amazing ist ein „Jungler“ und Coach in LoL. Seinen größten Erfolg hatte er 2015: Da erreichte er mit Origen das Halbfinale der Worlds. Zuletzt spielte er aktiv für Schalke und das US-Team 100 Thieves. Im Dezember 2019 wechselte er die Position und arbeitete als Coach bei Misfits Gaming.
  • Seit dem Dezember 2020 ist Amazing nicht mehr aktiv in der E-Sport-Szene, sondern arbeitet als „Influencer“ für Misfits Gaming: Er ist also ein YouTuber und Streamer. Er äußert sich auch immer wieder zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Online-Hass.
  • In einem Interview kündigt er nun an, in einigen Monaten wieder aktiv als Profi spielen zu wollen. Das traut er sich zu. Auf die neu gewonnene Freiheit will er aber nicht verzichten.

Burnout auskuriert – Jetzt will Amazing wieder angreifen

Das sagt Amazing zu einer möglichen Rückkehr: Amazing sagt im Interview mit Inven (via inven): In den letzten Monaten hatte er Zeit einige Auswirkungen seines Burnouts zu überwinden, die er sich über die Jahre zugezogen hat. Er habe vorher gar nicht bemerkt, wie ausgebrannt er sich fühlte: Er habe eine Menge Ballast abgeworfen, der auf ihm lag.

Nachdem er sich nun genügend entspannt hat, und sich körperlich und mental erholt hat, möchte er wieder in den E-Sport von LoL einsteigen:

„Ich weiß nicht, ob ich jetzt schon gut genug für die LEC bin. Ich lieg seit einiger Zeit bei 400-500 LP, aber ich hab ja noch 4 oder 5 Monate, um mich richtig auf die nächste Off-Season vorzubereiten, wenn neue Leute gesucht werden.

Aber ich glaube, dass ich jetzt an einem Punkt bin, trotz der Content-Erstellung, wo ich immer noch in der Lage bin, mit LEC-Spielern mitzuhalten.

Wenn ich wieder spiele, will ich auch Leistung bringen, also möchte ich im Idealfall ein 800 LP-Challenger sein und jeden anderen Spieler, auf den ich treffe, in etwa 40 % der Fälle schlagen. Denn ich weiß, dass ich mit meiner Erfahrung dann auf die 50 % Gewinn-Rate in den meisten Teams komme […]

Amazing

Profi will seine neuen Freiheiten behalten, nicht ins Hamsterrad steigen

Was sind seine Bedingungen? Amazing macht im Interview aber klar, dass er nicht wieder so „Profi“ sein will, wie früher. In das Hamsterrad „LoL-Karriere“ will er sich nicht mehr begeben. Er möchte die Kontrolle über sein Leben behalten:

„Ich weiß, dass Scrimmages wichtig sind, aber ich möchte in der Lage sein: Sobald die Scrimmages vorbei sind, mir meine Zeit frei einzuteilen und nicht auf irgendwen angewiesen zu sein. Was die Trainings-Programme angeht: Ich würde wahrscheinlich an ihnen teilnehmen, aber mein eigenes Ding machen und mich selbst kontrollieren und nicht aufs Team angewiesen sein.

Und natürlich würde ich sicherstellen, dass mein gesellschaftliches Leben intakt ist, während ich spiele.“

Amazing

Seine Expertise sieht Amazing klar im „selbst aktiv Spielen“, darauf liege sein Fokus.

Mit 27 denken viele Profis an die Rente – Er will wieder neu anfangen

Das steckt dahinter: Amazing wäre mit 27 ein relativ alter Spieler in LoL. Die Jungler der aktuellen Top-Teams in der LEC sind zum Teil 8 Jahre jünger als er:

Der wahrscheinlich beste Jungler der Welt, der Koreaner Canyon, ist erst zarte 20 Jahre

Zwar gibt es Spieler, die auch jenseits der 25 noch eine aktive Profi-Karriere haben, aber die meisten denken in dem Alter schon über den Ruhestand nach. So trat im letzten Jahr der Midlaner Bjergsen zurück. Der war damals 24. Auch Doubelift beendete seine aktive Karriere mit 27.

24-jähriger Pro enthüllt stolz, was er sich von 7 Jahren LoL gekauft hat

Ob Amazing nach einigen Monaten im Ruhestand seine Karriere noch mal in Gang bringt, ist also offen.

In LoL ist in den letzten Jahren von Veteranen ein gewisser „Jugend-Wahn“ bemängelt worden. In den USA schimpften gestandene Profis, sie bekämen keinen Job mehr, weil jedes Team lieber einen Rookie mit viel Potential als einen gestandenen Profi verpflichten möchte.

Aus China hieß es aber: Die US-Amerikaner wären in Lol deshalb so schwach, weil sie zu lange an ihren alten Spielern festhalten. Die Teams schätzten den Erkennungs-Wert und den Werbewert der „älteren Spieler“ zu hoch ein und verzichteten dafür auf die notwendige Leistung, kritisierte ein Weltmeister-Spieler aus China:

Der Weltmeister erklärt, warum die USA so schlecht in LoL sind

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NinSakura

Ich finds ja sehr interessant was manche Menschen glauben sich erlauben zu dürfen, nur weil sie mal gut in irgendwas waren. Ich glaube er hat vergessen, dass lol ein TEAM SPIEL ist und will auf das Team Training verzichten. Ja Prost Mahlzeit.

Oh Long Johnson

Soll er machen, immer gern in der Analyseecke bei Sinn gesehen und spielerisch ne alte Legende. Wird bestimmt spannend.

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