Soulframe wird kein simples Fantasy-Warframe, soll nicht weniger als ein neues MMO-Genre prägen

Mit Soulframe gehen die Entwickler vom Koop-Loot-Shooter Warframe neue Wege. Im Interview für die Grindfest-Themenwoche 2026 erklären sie, warum ihr neues Spiel weit mehr ist als nur die Fantasy-Version des großen Bruders und was es mit dem MMO-Lite-Ansatz auf sich hat.

Mit der Erfolgsgeschichte von Warframe bringen die Entwickler Digital Extremes bereits über 13 Jahre Erfahrung im Bereich der Koop-Spiele mit. Doch mit ihrem neuen Spiel namens Soulframe wollen sie in eine etwas andere Richtung gehen, dabei aber dem Koop-Fokus treu bleiben.

Mit dieser anderen Richtung ist nicht nur die Ausrichtung auf Fantasy statt Science-Fiction gemeint, sondern vielmehr eine ähnliche Prägung eines Genres, wie die Entwickler es bereits mit Warframe im Koop-Loot-Shooter-Genre gemeistert haben: Soulframe als eine neue Generation des MMO-Lite.

Was ist Soulframe für ein Spiel?

Soulframe wird von den Machern von Warframe entwickelt und stellt eine Art MMO-Lite-Erfahrung dar, bei der ihr im Koop mit anderen Spielern Gruppen bilden und sie an bestimmten Hub-Orten in der Spielwelt treffen könnt.

Das Spiel führt euch in die Fantasywelt Alca, die von mächtigen Gegnern und uralten Gefahren bedroht wird. Im Fokus steht der Konflikt zwischen Natur und Industrie, bei dem ihr auf der Seite der Natur euren Platz einnehmt. In actionreichen Gefechten in Nah- und Fernkampf stellt ihr euch verschiedensten Gegnern und Aufgaben und könnt dabei euren Charakter in RPG-Manier leveln und verschiedene Builds bauen.

Für euren Charakter stehen verschiedene Pakte zur Verfügung, die besondere Fähigkeiten und Spielstile freischalten. So könnt ihr etwa die Kräfte eines Bären oder Hirsches nutzen oder euch auf unterstützende Heilfähigkeiten spezialisieren. Gemeinsam mit Freunden erkundet ihr die Welt, säubert Dungeons und stellt euch mächtigen Bossgegnern mit einem großen Arsenal verschiedener Waffen.

Derzeit befindet sich Soulframe laut Entwicklern in der Pre-Alpha-Phase, bei der ausgewählte Spieler und jene, die eines der Gründerpakete kaufen, teilnehmen können. Aktuell ist das Spiel nur über den eigenen Launcher spielbar, es sollen aber Konsolen und Steam folgen.

Im Rahmen unserer MMORPG-Themenwoche, dem Grindfest, haben wir es uns daher nicht nehmen lassen, dem Team einige Fragen zu stellen, die uns dazu auf dem Herzen lagen. Denn wie würde man die Stärken von Warframe nutzen, ohne aus Soulframe gleich ein Fantasy-Warframe zu machen? Und wie genau wird dem MMO-Lite-Ansatz eine frische Identität verliehen?

Producerin und Community-Managerin Sarah Asselin hat sich die Zeit genommen, uns Antworten zu liefern, und verrät, was Soulframe so besonders macht.

Das Grindfest vom 29. Juni bis 5. Juli 2026
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Soulframe zeigt sich im neuen Gameplay-Trailer auf dem Summer Game Fest

Entwicklung mit der Community statt nur dafür

MeinMMO: Mit Warframe habt ihr das Koop-Looter-Shooter-Genre über ein Jahrzehnt lang maßgeblich geprägt. Welche Lehren aus dem Erfolg von Warframe fließen in die Shared-World-Struktur von Soulframe ein, und wo musstet ihr für dieses Fantasy-Setting das Rad völlig neu erfinden, um dem Begriff „MMO-lite“ eine ganz eigene, frische Identität zu geben?

Sarah Asselin: Einige der größten Lehren, die wir aus Warframe mitnehmen, sind nicht nur mechanischer, sondern philosophischer Natur: wie wir entwickeln, wie wir zuhören, wie wir langfristiges Vertrauen bei den Spielern aufbauen und wie wir Free-to-Play so angehen, dass es sich fair und respektvoll anfühlt.

Wir haben als Entwickler viel aus unserer Erfahrung mit Warframe gelernt, und diese Erfahrung hat gezeigt, dass das Engagement für die Community ein Grundpfeiler unserer Philosophie als Entwickler bleiben wird.

Warframe hat uns gelehrt, wie wertvoll es ist, gemeinsam mit einer Community zu entwickeln, anstatt einfach nur für sie zu bauen. Das bleibt ein Grundpfeiler unserer Philosophie bei Soulframe. Als Soulframe zunächst als Idee begann, war „Warframe mit Schwertern“ die einfache Kurzform, aber als das Projekt real wurde, war klar, dass die Fantasie, das Tempo, die Kämpfe und die Welt ihre ganz eigene Identität brauchten.

Viele der geschäftlichen Entscheidungen, die wir heute in Bezug auf die Entwicklung von Soulframe treffen, basieren auf unseren Erfahrungen bei der Entwicklung von Warframe – ein langsamer, bewusster und methodischer Ansatz, der das Feedback der Spieler sorgfältig mit den kreativen Ambitionen abwägt, um ein Spiel mit der Community und nicht für die Community zu machen.

Warframe war ein Herzensprojekt unter ganz anderen Umständen, das unter dem Druck stand, unser Studio retten zu müssen. Soulframe ist ebenfalls ein Herzensprojekt, wird aber mit der Erfahrung von Warframe im Rücken und aufgrund des Erfolgs von Warframe natürlich unter größerer Beobachtung entwickelt.

Obwohl wir das Rad in Bezug auf die Hand-in-Hand-Entwicklung mit der Community nicht zwingend neu erfunden haben, legt Soulframe viel mehr Wert auf Entdeckung, Atmosphäre, Nahkampf und ein Gefühl für den Ort. Wir verwenden den Begriff „MMO Lite“, um einen Teil der heutigen Identität von Soulframe zu beschreiben; wir gehen jedoch davon aus, dass sich dies im Zuge der Weiterentwicklung von Soulframe noch ändern wird.

Viele der sozialen und gemeinsamen Systeme, die Spieler heute mit Warframe in Verbindung bringen, gab es ganz am Anfang noch nicht. Soulframe wird im selben Geist wachsen, aber auf eine Art und Weise, die zu seiner eigenen Welt, seinem Ton und seiner Fantasie passt.

Keine starre Grind-Erfahrung, mehr Erkundung und gemeinsames Abenteuer

MeinMMO: Im Gegensatz zu vielen Genrevertretern, die auf maximale Effizienz, schnelles Matchmaking und hektischen Loot-Grind setzen, fühlt sich Soulframe durch seinen Fokus auf Natur, Mythen und Nahkampf viel bewusster und ruhiger an.

Wie überträgt sich diese Designphilosophie auf die MMO-Elemente und das kooperative Gameplay? Mit anderen Worten: Wie wollt ihr die Spieler dazu anregen, innezuhalten, die Welt auf sich wirken zu lassen und sinnvolle soziale Interaktionen einzugehen, anstatt nur nebeneinander her zu grinden?

Sarah Asselin: Die ehrliche Antwort hierauf ist, dass wir das gerade noch herausfinden! Das ist sowohl das Schöne an der Entwicklung von Soulframe als auch eine unserer größten Herausforderungen – die Balance zu finden, die sich gut anfühlt, gut aussieht und flüssig spielt.

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Neuer Trailer zum Fantasy-MMO Soulframe zeigt actionreichen Kampf als Magier

Und aufgrund der Art und Weise, wie wir zusammen mit unserer Community entwickeln, geschieht dies im Laufe der Zeit und oft in mehreren Iterationen in den „Preludes“ (Testphasen), um zu sehen, wie die Spieler reagieren und sich einbringen. Das bestimmt dann unseren Fokus und unseren nächsten Schritt als Entwickler.

Maximale Effizienz, schnelles Matchmaking und ein sich lohnend anfühlendes Loot-Grinding sind Dinge, von denen wir erwarten, dass wir sie im Laufe der Zeit verfeinern, und an denen wir aktiv für die Zukunft arbeiten.

Von Anfang an wirft Soulframe die Spieler in eine Welt, die erkundet werden will. Das ist ein wichtiges Signal. Es soll keine starre „Mission abschließen, extrahieren, wiederholen“-Erfahrung sein.

Wir leiten die Spieler immer noch an, wenn es nötig ist, und Werkzeuge wie der „Sperling-Guide“ helfen ihnen zu verstehen, wo es als Nächstes hingeht.

Wir wollen aber, dass Entdeckungen ein bedeutsamer Teil des Spielrhythmus bleiben. Die MMO-Elemente werden um dieselbe Philosophie herum aufgebaut. Weltbäume, Enklaven und zukünftige soziale Funktionen sind für uns allesamt Möglichkeiten, Orte zu schaffen, an denen sich Spieler auf natürliche Weise versammeln und an die sie zurückkehren.

Wir sind an einem kooperativen Spiel interessiert, das sich anfühlt, als würde man eine Reise durch die Welt teilen, und nicht nur denselben Raum einnehmen, während man getrennten Belohnungen hinterherjagt. Diese Balance wird Zeit brauchen.

Dass es sich bei Soulframe nicht um ein vollwertiges MMORPG, sondern ein MMO-Lite handelt, musste auch MeinMMO-Redakteur und MMORPG-Experte Karsten Scholz feststellen. Er hat bereits über 25 Stunden in die Pre-Alpha gesteckt und für euch zusammengetragen, was das Ganze von einem waschechten MMORPG unterscheidet: Ich habe knapp 25 Stunden Soulframe gespielt und kann euch sagen: Das ist kein MMO

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1 Kommentar
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Xcoon

Es ist ganz nett aber um Bahnbrechend zu sein muss da noch 90% mehr kommen.

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