Das neue Fantasy-MMO von den Warframe-Machern ist eigentlich gar keins – meine Freunde und ich machen trotzdem eins draus

Bei dieser Ausgabe des MeinMMO-Formats „Das spielen wir an diesem Wochenende“ schüttet euch MeinMMO-Redakteur Alex sein Herz aus, warum sich das unfertige Soulframe aktuell zu einem seiner Lieblingsspiele mausert und warum vor allem MMORPG-Fans ebenfalls ein Auge auf das Fantasy-Game der Warframe-Macher werfen sollten, auch wenn es kein „echtes“ MMO ist.

Das spiele ich dieses Wochenende: Soulframe begleitet mich schon seit Juni 2025, als die Tore kurzzeitig für alle Interessierten geöffnet wurden. Damals war es zugegebenermaßen wirr, unübersichtlich, aber ganz hübsch. So richtig reingefunden hab ich damals trotzdem nicht. Nach nur wenigen Stunden gab ich das Spiel wieder auf und wandte mich anderen zu.

Mittlerweile kann man Zugriff auf Soulframe erhalten, indem man sich von Freunden einen Key besorgt oder eines der Gründerpakete erwirbt. Immerhin befindet sich das Spiel auch heute noch laut Entwicklern in einer frühen Alpha-Phase namens Preludes, die aber schon etliche Stunden Spielinhalt bietet.

Was gerne als „das neue Fantasy-MMO von den Machern von Warframe“ bezeichnet wird, ging mir trotzdem nicht aus dem Kopf. Ein Warframe-Äquivalent im Fantasy-Gewand klang für mich wie ein wahrgewordener Traum. Als dann ein Patch folgte, der den Einstieg deutlich erleichtern sollte, fasste ich den Entschluss, noch einmal reinzuschauen – und wurde nicht enttäuscht.

Doch wie mein Kollege Karsten schon in seinem Anspielbericht zu Soulframe feststellen musste: Ein richtiges MMORPG erwartet euch hier nicht. Es gibt keine Massen an Spielern oder klassische MMORPG-Inhalte. Es handelt sich vielmehr um ein Action-Rollenspiel mit (derzeit) kleineren Multiplayer- und Koop-Elementen, lässt sich aber auch komplett wie ein Singleplayer spielen.

Mich und meine Freunde hält das aber trotzdem nicht auf, es wie ein MMORPG zu spielen, denn den Raum dafür gibt das Spiel durchaus.

Wer schreibt hier? Alexander Mehrwald hat, seit er als kleiner Nachtelfjäger im Jahr 2010 in die Welt von World of Warcraft gestolpert ist, sein Herz an MMORPGs verloren. Seither durchstreift er regelmäßig die Klassikerwelten von Final Fantasy XIV, Guild Wars 2 und The Elder Scrolls Online und schaut auch regelmäßig nach links und rechts über den Tellerrand, um die ein oder andere MMORPG-Perle zu erhaschen. Es gibt nur wenige Genre-Vertreter, in die er nicht zumindest mal kurz (wir wissen alle, was bei MMOs „kurz“ heißt) reingezockt hat.

Als leidenschaftlicher Rollenspieler, sowohl digital als auch analog, ist er auch in vielen A- und C-RPGs zuhause und vergräbt sich nur allzu gern tief in den fiktiven Welten und Abenteuern. Umso mehr reizte ihn die immersive und bildschöne Welt von Soulframe, da er bereits wusste, was die Entwickler von Digital Extremes mit Warframe auf die Beine gestellt hatten: 14 Jahre Wachstum mit einer starken, engagierten Community und vielseitigen, einzigartigen Inhalten.
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Soulframe bietet kurzen Einblick in das Gameplay im Trailer

MMORPG-Erfahrung ohne richtige MMORPG-Inhalte

Auch an diesem Wochenende werden wir uns also in die atmosphärische Welt von Midrath stürzen. Denn so gut wie alles, was sich bisher in Soulframe spielen lässt, lässt sich auch im Koop bestreiten. Dabei verfolgen alle Spieler die Quests des Hosts und erhalten auch dafür die Abschlüsse und Belohnungen.

So könnt ihr die bisherige Story, aber auch sämtliche Nebenquests und Dailys gemeinsam erledigen, was schon deutlich mehr Spaß macht, als allein über die weitläufige Karte zu juckeln. So kommt trotz dessen, dass es kein echtes MMO ist, ein wenig MMO-Feeling auf.

Was für uns aber den größten Unterschied macht, ist, dass sich das Spiel auch bedingt in einer Holy Trinity aus Tank, Heiler und Angreifer, wie man es aus größeren MMORPGs kennt, spielen lässt. Dadurch lassen sich Gruppendynamiken aufeinander abstimmen und mit verschiedensten Builds und Kombinationen experimentieren.

So könnt ihr über die Pakte, die im Grunde die Klassen von Soulframe darstellen, bereits Gruppenaufgaben verteilen (auch wenn es derzeit „nur“ einen richtigen Heiler gibt, der wirklich viel und aktiv heilen kann, und einen zweiten, der mit Lebensraub zumindest etwas heilt).

Eine besondere Stärke ist hier, dass man auch mit verschiedenen Waffenkombinationen spielen kann, sofern die Werte es hergeben, und sich dadurch unzählige Kombinationen ergeben, um das gemeinsame Gruppenspiel zu optimieren. So rennen wir gemeinsam durch die Gewölbe, kämpfen gegen Bosse, farmen Ruf für unsere Fraktionen, schließen Belagerungen ab und erledigen kleine Questreihen – wie wir es auch sonst in unseren Lieblings-MMOs tun. Und das auch noch in einer wirklich wunderschönen, immersiven Welt mit einer schönen Prämisse, bei der die Natur im Fokus steht.

Für mich und meine Freunde ist Soulframe gerade das perfekte Feierabendspiel, in das wir schon über 50 Stunden versenkt haben, und es werden allein dieses Wochenende sicherlich noch mehr. Wir können es nur jedem, der MMOs mag und den Trailern schon etwas abgewinnen kann, ans Herz legen, selbst einmal reinzuschauen. Das Spiel befindet sich aufgrund seines Entwicklungsstandes stetig im Wandel, sodass es sich immer wieder lohnt, vorbeizuschauen.

So kommen auch immer wieder neue Waffen und Pakte hinzu, die euch neue Fähigkeiten bescheren. In einem der letzten Updates gesellte sich beispielsweise der Duelo-Pakt hinzu, mit dem ihr die Fähigkeiten einer Freibeuterin erhalten könnt: Wer Piraten liebt, kann jetzt auch im Fantasy-MMO der Warframe-Macher so was wie einen Freibeuter zocken

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