Die Generation Z feiert genau das, was viele Millennials nicht mögen: Arbeiten im Büro

Die Generation Z feiert genau das, was viele Millennials nicht mögen: Arbeiten im Büro

Die Generation Z geht von allen Altersgruppen am liebsten ins Büro. Gründe dafür sind soziale Kontakte, auf welche junge Menschen aufgrund der Corona-Pandemie lange verzichten mussten. Millennials arbeiten hingegen lieber von zu Hause aus.

Die Generation Z (Jahrgänge zwischen 1997 und 2012) sind führend, wenn es um die Rückkehr ins Büro geht. Das geht aus einem Bericht des Immobilienunternehmens JLL hervor, der mit dem englischsprachigen Magazin Fortune geteilt wurde.

In dieser Hinsicht hat die Generation Z vor allem gegenüber anderen Altersgruppen die Nase vorn, insbesondere gegenüber den Millennials (Jahrgänge 1981 bis 1996), die von Büroarbeit nicht sehr viel hält.

Die Generation Z geht ins Büro, weil sie sozialen Kontakt will

Was ist das für ein Bericht? Die Studie des Immobilienunternehmens JLL hat 12 000 Arbeitnehmer aus verschiedenen Branchen und 44 Ländern befragt. Dabei wurde festgestellt, dass diejenigen, die über eine gewisse Freiheit verfügen, ins Büro zu kommen, wann immer sie wollen, dies im Durchschnitt an 2,5 bis 2,7 Tagen pro Woche tun.

Die Generation Z ist die einzige Gruppe, die diesen Durchschnitt übertrifft und im Schnitt drei Tage die Woche ins Büro geht.

Warum geht die Gen Z ins Büro? Viele Arbeitnehmer der Generation Z erklärten, dass sie das Gefühl haben, während der Pandemie persönliche Interaktionen verpasst zu haben, als einige noch in der High School oder im College waren. Sie sagen, dass der Gang ins Büro ihnen die Möglichkeit gibt, mehr von den Kollegen zu lernen und Freundschaften zu schließen. So erklärte etwa Spencer McLean, ein PR-Manager der Advantage Media Group, der 1999 geboren wurde, gegenüber Fortune:

Wenn man aus der Ferne arbeitet, hat man nicht die Möglichkeit, zum Schreibtisch einer anderen Person zu gehen, um zu lernen, wie man etwas macht, oder eine schnelle Frage zu stellen, für die man kein Treffen vereinbaren muss.

Für junge Menschen, die die Quarantäne der Pandemie miterlebt haben, erweist sich die Erfahrung, ins Büro zu gehen und den damit verbundenen sozialen Faktor zu nutzen, als sehr wertvoll. Auf diese Weise können sie die Isolation und Einsamkeit zu vermeiden, die mit Homeoffice einhergehen kann.

Dauerhaft ins Büro wollen sie dann auch nicht.

Ehrlich gesagt, bin ich nicht jeden Tag gerne ins Büro gegangen. Hybride Arbeit gibt einem eine mentale Pause, in der man nicht ständig Gespräche führen muss und sich hinsetzen und konzentrieren kann.

Millennials arbeiten lieber von zu Hause aus

Wie sehen das andere Generationen? Das Magazin Venn hat untersucht, wie welche Personengruppen am liebsten arbeiten. So fand das Team heraus, dass Millenials am liebsten von zu Hause arbeiten und nicht gerne im Büro sind: 84 % wollen am liebsten von zu Hause arbeiten und bevorzugen Homeoffice gegenüber dem Büro:

  • 84 % der Millennials und 74 % der Generation Z wünschen sich mehr Möglichkeiten für Homeoffice.
  • Bei der Generation X sind es nur 49 %, und bei den Boomern sogar nur 32 %.

Der JLL-Bericht zeigt, dass Arbeitnehmer, die zu den Millennials gehören, die geringste Zufriedenheit mit der Arbeit im Büro haben, wobei sie Umweltbedenken und Wünsche nach besserer Technologie, Flexibilität und Verpflegung anführen.

Caitlin Luetger-Schlewitt, Dozentin für Führung und Karrierevorbereitung an der School of Business and Entrepreneurship des North Central College, sagt, dass sie ihre Studenten jedes Semester fragt, ob sie aus der Ferne, persönlich oder in einer Mischform arbeiten wollen. Luetger-Schlewitt sagte, dass sie mit vielen Millennials zusammengearbeitet hat, die Remote-Arbeit bevorzugen.

Island führte 2019 die 4-Tage-Woche flächendeckend ein. 6 Jahre später stellt man fest, dass sich das für Arbeitgeber und Arbeitnehmer lohnt. Damit gibt man den Forderungen recht, die die Generation Z schon lange hat: nach einer optimierten Work-Life-Balance und besseren Arbeitszeiten: Ein Land in Europa hat vor 6 Jahren die Viertagewoche eingeführt, heute wissen wir: Die Gen Z hatte immer Recht

Quelle(n): 3djuegos.com
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Envy

Die Gründe würde ich nicht mit sozialen Kontakten begründen. Die Generation Z ist zwischen 13 und 28 Jahren, davon haben Statistisch gesehen nicht so viele Kinder.

Die Millenials sind zwischen 29 und 44 Jahren, davon haben deutlich mehr Kinder.

Wenn man Nachwuchs zuhause hat, ist es logischerweise schöner wenn man von zuhause arbeiten kann da man deutlich flexibler in punkto Kindergarten und Schule ist.

Wenn man die selbe Umfrage in 10 Jahren macht, ist die GenZ im selben Wert wie aktuell die Millenials.

Von daher ist die Statistik relativ stupide und bringt Null Aussagekraft. Es hat rein gar nichts mit GenZ oder Millenials zu tun, es geht lediglich darum wie alt eine Altersgruppe ist.

Kixing

Also ich als GenZ (28) habe tatsächlich schon besser bezahlte Jobs abgelehnt, da diese extrem Isolierend waren.
Gerade während der Pandemie habe ich kurz zuvor mein Studium angefangen und bin in eine neue Stadt gezogen und nach 4 Semester Wohnungshüten, hab ich hingeschmissen und bin wieder in mein Ausbildungsberuf gegangen.
War dann wieder auf Arbeitssuche (hatte ja einen Grund wieso ich mal das Studium begonnen habe), hatte ich u.a. ein Jobangebot bekommen, der zwar wirklich bombe bezahlt worden wäre, aber da meine Kommunikation nur per Mail und Schriftverkehr, sowie ohne einen direkten Kollegen gewesen wäre, habe ich den Job abgelehnt.
Jetzt arbeite ich auf Schicht in der Industrie und ich möchte da auch gar nicht mehr weg.
Ein Kollege einer anderen Schicht schwärmt auch immer vom Homeoffice (Kinderlos, Millenial), aber bisher graut mich der Gedanke wieder alleine in meiner Wohnung zu sitzen.

Klar, ist anekdotisch und trifft bestimmt nicht auf jedem zu, aber ich würde daher das suchen nach Sozialen Kontakten nicht als Grund Ausschließen

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