2011 gründete Mark Spenner das Gaming-Studio „Rumble“ (Towers & Titans). Doch vor einem Monat verstarb der CEO an Krebs. Danach ging alles ganz schnell. Der Besitzer Forte macht das Studio dicht. Alle Mitarbeiter wurden in einem Zoom-Call entlassen. Der dauerte 5 Minuten.
Wie wurde das Studio geschlossen? Der Web-Architekt David Bethune schreibt auf LinkedIn:
Wir wurden gerade alle entlassen und haben einen Monat Gehalt als Abfindung bekommen – das geschah in einem Zoom-Call, der 5 Minuten gedauert hat.
Der Entwickler Forte habe auf genau diese Art vor kurzem schon das Studio „Phoenix Labs“ (Dauntless) geschlossen.
Bethunde sagt: Er könne jetzt, wo er nicht mehr in dem Bereich arbeitet, ja sagen, dass das Gaming-Geschäft und die letzten zwei Besitzer absolut rücksichtslos gewesen seien.
Die Konzerne würden „mythischen zukünftigen Profiten nachjagen“ und dabei die Teams entsorgen, welche die tatsächliche Arbeit verrichten. Er sei es leid, sich um seine Karriere und sein Konto zu sorgen.
Der Besitzer von Rumble, Forte, hatte vorher schon das Studio Phoenix Labs geschlossen, die für Dauntless bekannt waren:
Studio schließt nur einen Monat nach Tod des Gründers
Das macht die Geschichte besonders tragisch: Das Ende des Studios Rumble kommt einen Monat, nachdem der Gründer des Studios, Mark Spenner, an Krebs verstorben ist.
Der Design-Director Phillip Chung trauerte um Spenner (via linkedin) und nannte ihn „die größte Säule von Rumble“ und den Mann, den man niemals verlieren wollte.
Was hat das Studio gemacht? Rumble wurde 2011 von Entwicklern gegründet, die vorher bei BioWare, EA und Zynga gearbeitet hatten. Das Studio designete vor allem Free2Play-Mobile-Titel wie Towers & Titans. Laut der Firmenseite hatte das Team mehr als 25 Angestellte und arbeitete von einem Büro in San Francisco, Kalifornien.
Bereits 2015 verkaufte man eine Mehrheit der Anteile nach China an die Firma iDreamSky, offenbar um sich Zutritt zum chinesischen Markt zu verschaffen (via gamedeveloper). Man braucht einen Partner in China, um dort Spiele vertreiben zu dürfen, sonst erhält man keine Lizenz.
Wenn die Anteile an der eigenen Firma einmal verkauft sind und das Schicksal nicht mehr völlig in der eigenen Hand liegt, kann das offenbar seltsame Züge annehmen, wie die Entwickler bei Rumble feststellen.
Wie aus den Aussagen von Bethune hervorgeht, wusste er offenbar gar nicht, zu welchem großen Unternehmen er gehörte. Er habe erst herausgefunden, dass man denselben Mutterkonzern wie Phoenix Lab habe, denen es Mai 2024 genauso erging wie ihnen nun: Ein tolles MMO wollte wie Monster Hunter World sein: Jetzt steht das Studio vorm Aus
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Das wird immer alles so dramatisiert, in der Spielebranche. Was soll ne Kündigung auch länger dauern, als 5 Minuten?
Wurde auch schon das eine oder andere mal gekündigt. Das war immer ne kurze und knackige Angelegenheit. 😂
Ekelhaft. Widerwärtig. Unter aller Sau.
5 Minuten Gespräch zur Entlassung gegenüber 13 Jahre “Blut und Wasser geschwitzt fürs Unternehmen”… Solche Leute / Unternehmen sollte man am Besten öffentlich im Internet bloß stellen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen. Einfach die breite Masse die ungeschminkte Wahrheit wissen lassen.
Da man da dann nicht mehr arbeitet, kann man auch ruhig alles aus dem Nähkästchen plaudern. Sogar betriebsinterne Dinge würde ich offenlegen und verbreiten, wenn jemand so mit mir umspringen würde. Selbstverständlich die hochbrisanten Angelegenheiten zuerst.
Runtergebrochen kann man sagen, dass es mir eine diebische Freude bereiten würde, so zu handeln, wenn ich an der Stelle dieser Leute wäre.
Jo so wurde ich damals auch entlassen.5 Min vor Feierabend hiess es kannst ab jetzt zu Hause bleiben,wir melden uns.Noch bevor ich meine Sachen zusammen packen konnte,habe ich bemerkt dass alle meine Geräte deaktiviert waren,also Mobile,Laptop,Zugangskarte usw.
War jetzt keine Gaming Firma aber der Betrieb wurde von Investoren übernommen,da geht das sehr schnell.
Durfte mich aber noch von den Mitarbeitern verabschieden,aber einmal vom Hof durfte ich diesen auch nicht mehr betreten.
Der Puplisher hat laut seiner Homepage sich darauf spezialisiert die Blockchain Technologie in Spielen voran zu bringen, was im Prinzip bedeutet die haben auf das Tote Pferd NFT gesetzt. Dann hat der Entwicker aktuell nur ein einziges Spiel, das keinen nennenswerten Erfolg hatte, so gibt es auf Google Play nur etwas über 400 bewertungen und eine Bewertungs Durchschnitt von 3,1, was absolut misserabel ist. Also ein Abzock Puplisher hat ein Studio aufgelöst das vermutlich Verlust gemacht hat und desen einziges Spiel ein Mobile Tower Defense pay to win Schrott war. Sehe für das Gaming hier nichts negatives, auch wenn es mir natürlich für die Angestellten leid tut.