Fortnite PvE geht sein größtes Problem an: die verdammten Lamas

Fortnite Battle Royale ist in aller Munde. Doch über Monate fristete der PvE-Modus „Rette die Welt“ ein Nischendasein und wurde vermeintlich kaum verbessert. Das ändert sich jetzt still und heimlich, glaubt unser Autor Schuhmann. Das Spiel ging nun sein größtes Problem an: Das Progression-System mit den Lootlamas.

Fortnite PvE-Hype in 2017: Fortnite war im Sommer 2017 kurzfristig ein Hit. „Rette die Welt“ stürmte auf ein leeres Feld. Es war sonst nicht viel los im Spiele-Sommer damals. Der wüste Genremix aus Shooten, Looten und Bauen machte einige Stunden richtig Spaß im Coop. Aber dieser Hit-Status hielt nicht lange an.

Rust-Lord-Fortnite

Fortnite 2017: Loot-Shooter ohne Loot

Warum wurde es um Fortnite 2017 dann still? Normalerweise denkt man bei einem Loot-Shooter ja, dass man Items aus der Welt erbeuten kann. Das stimmt bei Fortnite auch, doch die bringen nicht viel:

Den eigentlichen Loot findet man nicht im Spiel selbst, sondern den muss man sich über „Loot-Lamas“ verdienen. Das sind kaufbare Lootboxen, die an den Fortschritt des Spielers gekoppelt sind. Die Währung dafür, die V-Bucks, lassen sich mühsam kostenlos ergrinden oder für Echtgeld kaufen. Das hat vielen Spielern nicht gefallen.

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Fortnite war im Juli heiß, im August schon so gut wie tot

Fortnite hatte schon Monate vor Star Wars Battlefront 2 genau das Progression-System, für das Spieler EA fast gekreuzigt hätten. Bei Fortnite blieb so ein Shitstorm aus – Fortnite verflachte einfach nach wenigen Wochen im Juli. Im August war Fortnite schon so gut wie tot. Es wurde erst wieder im September spannend, als Battle-Royale erschien.

Wie kam Fortnite zu dieser Idee? Der chinesische Gaming Riese Tencent hatte sich bei Epic eingekauft. Deren System für „Free2Play Mobile-RPGs“ nutzte man für den Shooter. Das System ging bei einigen richtig ins Geld. Wir berichteten damals von einem Fall, bei dem jemand sagte: „Ich hab 1500$ ausgegeben und den falschen Helden bekommen.“

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Was hat sich jetzt geändert?

  • Mit dem Kometen-Patch 4.0 hat Epic die Preise fast halbiert. Was vorher 100 V-Bucks kostete, gibt’s jetzt für 50. Viele Pakete für 350 V-Bucks gingen auf 200 runter. Um die Spieler zu kompensieren, hat man ihnen Trollschatzlamas geschenkt. Wer vorher richtig investiert hat, soll da am Ende 300 Lamas aufgemacht haben. Das hat sicher Tage gedauert.
  • Außerdem kam vorher schon ein „Event-Shop“ zu Fortnite, mit dem Spieler sich gezielt Loot kaufen können für Ingame-Währungen. So haben Spieler etwas, auf das sie „hinspielen“ können, um sich das besondere Item dann sicher zu kaufen. Auch mythische Helden gibt es hier, die populäre Skins aus dem Battle Royale tragen. Aktuell gibt es etwa für 3200 Saison-Gold den Raben-Skin als Helden.
  • Außerdem kam mit Patch 4.0 jetzt die Idee, dass Mini-Bosse Loot droppen können, darunter auch Skizzen, die Spieler wirklich behalten können.

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Fortnite 2018: Rette die Welt insgesamt stark verbessert

Rette die Welt wird insgesamt besser: Auch wenn viele klagen, dass „Rette die Welt“ im Schatten von Battle Royale steht und da wenig passiert. Es kamen in den letzten Wochen und Monaten doch einige vernünftige Änderungen:

  • So hat man mit Hoverboards ein Mount eingeführt
  • Sprinten kostet keine Energie mehr
  • Spieler können nun viel mehr Rohstoffe tragen
  • Es kommen regelmäßige neue Quest-Reihen. So schnell, dass man da kaum nachkommt.
  • Außerdem löst Epic Probleme in Fortnite „Rette die Welt“ genauso schnell, konsequent und großzügig wie im PvP.
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Was ist noch geplant? Mit Patch 4.2 kommt die Möglichkeit, Waffen-Perks neu auszuwürfeln. Das ist wichtig, um dem Spiel mehr Tiefe zu verleihen.

Was sagt die Community: Die ist ziemlich happy und bedankt sich dafür, dass da in letzter Zeit so viel passiert ist.

Was sagt Epic? Die sagen auf reddit: Es hat nach der Drachenwaffen-Krise Klick gemacht und man hat erkannt, was man ändern soll und wird.

Fortnite-Penny

Wird Rette die Welt bald kostenlos? Rette die Welt soll 2018 kostenlos werden. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

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