Chef lässt Fortnite im Büro spielen, um junge Mitarbeiter zu erreichen

Ein erfolgreiches Tech-Startup in den USA setzt jetzt auf den Online-Shooter Fortnite als Büro-Aktivität. Der Chef der Firma hält das für einen guten Weg, um seine jungen Millennial-Mitarbeiter zu erreichen.

Was ist das für eine Firma dort? Die Firma heißt Podium und sitzt in Utah, USA. Die sind innerhalb von wenigen Jahren von 50 Mitarbeitern auf 480 gewachsen, wie die Seite Quartz berichtet.

Die Firma ist ein typisches, rasch wachsendes Tech-Startup. Sie helfen mit ihrer Software anderen Firmen dabei, Feedback der Kunden besser auszuwerten und haben Investoren angezogen.

fortnite-rio

Was ist das Problem der Firma? Die Firma hat junge Angestellte, sogenannte Millennials, die zwischen 1981 und 1996 geboren sind. Die machen, laut dem Chef, etwa 80% der Belegschaft aus.

Das Führungspersonal, bestehend aus 8 Leuten, ist aber älter.

Das Problem bei so einer Struktur ist es, dass das Führungspersonal weit weg von den Angestellten ist. Das will man aber nicht. Denn es erschwert die Kommunikation und die Zusammenarbeit.

Rea-Podium-Chef
Eric Rea, der Chef von Podium – Quelle: Facebook

So kam der Chef auf die Idee: Wie der CEO der Firma, Eric Rea, erzählt, hätte er Ende 2018 von Fortnite gehört, als einer der Führungskräfte von Podium zum ersten Mal mit seinen zwei Teenager-Söhnen übers Wochenende Fortnite gezockt hätte.

Rea hätte dann Fortnite auf seinem Smartphone installiert und war sofort vom Spiel begeistert. Er hätte dann einen Fortnite-Kanal im Firmen-eigenen Slack eröffnet und gemerkt, dass etwa 25% der Mitarbeiter auch Fortnite spielten.

Seitdem wird regelmäßig in der Firma Fortnite gefrönt. Die Leute spielten während ihrer Essenspause, wenn ein Meeting früher vorbei wäre oder zur Entspannung.

Das Gute an Fortnite sei es, dass es nicht an eine Konsole gebunden ist – die Leute könnten es überall und jederzeit auf ihren Mobile-Geräten spielen.

Fortnite-Mobile
Fortnite läuft auf Tablets und modernen Smartphones.

Da sind die Vorteile von Fortnite für die Firma:

Rea erklärt, der Hauptvorteil sei es, dass es ihn und die Führungs-Etage viel erreichbarer mache. Im Spiel wäre jeder gleich.

Fortnite sei eine natürliche Form, um ein Team zu bilden. Es nehme Stress raus und helfe dem Team dabei, besser miteinander zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.

MeinMMO meint: Viele Firmen tun sich schwer mit der Generation „Millennial“. Wenn Fortnite hier dabei hilft, Hürden zu überwinden und die Produktivität und das Miteinander steigern kann, ist das eine gute Sache.

Das wird jetzt sicher nicht in eine Zock-Orgie ausarten, die das Büro für Stunden lahmlegt, aber gemeinsames Spiel kann eine wertvolle Team-Building-Maßnahme sein und passt eher in den Alltag als „zwanghaftes Miteinander“ in irgendeinem Freizeitpark.

Bei all den negativen Nachrichten, wie sich Fortnite auf den Alltag und das Leben der Spieler auswirkt, ist es schön, auch mal eine Nachricht zu lesen, dass das Spiel einen positiven Einfluss auf das Miteinander nimmt.

In anderen Einrichtungen ist Fortnite deutlich weniger willkommen:

Lehrer sorgen sich, dass Fortnite Mobile die Schulen übernimmt
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Bodicore
Bodicore
11 Monate zuvor

Da hat wohl wieder ein Manager in seinem flipchartlastigen Schädel eine tolle Idee entwickelt.
Junge und Tätigkeit für Junge muss ja Spass an der Arbeit ergeben

Strategisch gedacht und das einfachste übersehen. Zocken bedeutet auch Stress (man merkt ihn nicht wie beim Autofahren aber er ist da)…

Einfach den Arbeitstag um 1h verkürzen damit wäre allem mehr gedient und man hat länger Zeit seinen Stress abzubauen egal bei welchen Tätigkeiten.

Sinola
Sinola
11 Monate zuvor

So ein Schwachsinn. Wirklich ich liebe Fortnite bin seit season 1 dabei (funders rette die welt angefangen) aber das ist der größte bullshit und kann nur den amis einfallen.

Wisst ihr was noch typisch ist für diese tech Start-ups aus den USA? Das die meisten binnen 10 Jahren pleite sind.

mordran
mordran
11 Monate zuvor

Wenn am Ende vom Tag jeder Mitarbeiter seine Leistung gebracht hat und der Laden läuft warum nicht. Das Problem bei solchen Zugeständnissen ist i.d.R. das der Mitarbeiter eben genügend Selbstdisziplin benötigt um das Game auch wieder zuzumachen und daran scheitern solche Konzepte halt oft. Gerade Mitarbeiter in den Zwanzigern wenn die von der Uni kommen, vllt. mal ein Praktikum gemacht und letztendlich noch nie quasi den Arbeitsalltag erlebt haben sind da potentiell eher gefährdet. Ich arbeite in einem Softwareentwicklungshaus und wir mussten auch Leute in der Probezeit wieder ausstellen weil die sich einfach mehr mit Facebook und Konsorten beschäftigt haben wie mit ihrer Aufgabe.

Tebo
Tebo
11 Monate zuvor

Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Gemeinsame Hobbys sind ja okay, aber das geht ein wenig zu weit. Was passiert, wenn die merken, das Paintball auch allen Spaß macht? Oder Fußball? Sind die dann plötzlich alle weg zum Stadion oder Farbkugeln fliegen durch die Gegend?

Wenn ich für irgendetwas bezahlt werde, dann leiste ich in dieser Zeit auch vollen Einsatz. Aber fürs Zocken bezahlen lassen widerspricht dem Vertrauen, welches mein Arbeitgeber in mich setzt.

Telvan
Telvan
11 Monate zuvor

Die Tech Startup Szene wirkt von außen meist etwas komisch. Die Arbeitgeber versuchen damit oft ein heimisches/familiäres Gefühl zu schaffen, um die Arbeitnehmer zu überzeugen mehr zu arbeiten. Ist in den USA oft sehr extrem, da die Arbeitsschutzgesetze dort kaum vorhanden sind

Tebo
Tebo
11 Monate zuvor

Dann würde ich in den USA eher Kündigungsschutz, Krankenversicherung etc. bieten…

Naja, jeder wie er mag.

hcp
hcp
11 Monate zuvor

Eigentlich bezeichnet, in was für eine überdrüssigen Zeit und Gesellschaft wir leben.

Erzkanzler
11 Monate zuvor

Ja ja… erinnert mich an die ganzen ach so tollen Startups die mit nem Kicker im Büro und freien Getränken Fachpersonal anwerben wollten. Beeindruckt nur niemanden der auch nur einmal den Fehler gemacht hat, das als positives Arbeitsumfeld zu deuten.

Ich hab jahrelang in Firmen gearbeitet in denen Kicker, Saftbar, Xbox und Co. sowie freie Nutzung des Internets Gang und Gebe waren. Genutzt hat es kaum jemand, denn hinter all dem rosaroten schönfärben stehen 10-12 Stundentage um seine Aufgaben zu schaffen. Anschließend hat NIEMAND Lust noch ne Runde MarioCart mit dem Chef zu spielen der, weil er dir seine Arbeit ja eh aufgedrückt hat, schon vor 4 Stunden in den Feierabend gegangen ist.

Für dieses „tolle“ Arbeitsumfeld bezahlten dann die Mitarbeiter mit geringeren Lohnansprüchen, immerhin darf man ja „kickern….“ und arbeitet in dieser tollen jungen Umgebung in „flachen Hierarchien“. Für Berufseinsteiger mag das noch ausschlaggebend erscheinen aber die altgedienten Profis die ich kenne, bei denen stellen sich umgehend alle Nackenhaare auf wenn sie solche tollen „Angebote“ lesen.

Nen Kasten Bier, den die Belegschaft selbst organisiert und der Chef zahlt hat oft deutlich positivere Wirkung auf das Arbeitsumfeld gehabt. smile

Nyo
Nyo
11 Monate zuvor

Wir hatten in der Firma einen eigenen Minecraft Server und ein „Spielzimmer“ mit Kickertisch, Brettspielen, Lego, Nintendo etc. und die Leute sind nach Feierabend einfach noch da geblieben, haben paar Bierchen getrunken und ne Runde gezockt.

War die beste Team Atmosphäre die ich in sämtlichen Firmen bisher erlebt habe. Hat zwar nicht direkt mit Fortnite zu tun aber sowas kann Menschen durchaus zusammen bringen.

Achja und die Leute haben sich trotzdem noch unterhalten und näher kennengelernt. Da sind viele Freundschaften entstanden (was ja scheinbar nicht geht wenn man sich so manche Kommentare hier anschaut)

Letzten Endes kommt es aber auch immer auf die Firma und die Menschen dahinter an. Jetzt arbeite ich einer Firma wo jeder nach seinen 8 Stunden froh ist wenn er nach Hause kann.

Insane
Insane
11 Monate zuvor

An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Studie, auf die sich in der Regel bezogen wird, gerne etwas falsch zitiert wird. Wenn man das Ding überhaupt Studie nennen möchte.

Besagte Studie, welche auch hier bei Meimo einen Artikel erhielt, besagte, dass Fortnite bei jugendlichen besonders beliebt ist. Was aber vergessen oder einfach nicht erwähnt wird ist, dass diese Studie junge Leute als Zielgruppe fragte.

Die einzige belegbare Aussage der Studie ist also, dass, wenn man junge Leute fragt, ob sie Fortnite gut finden, die Antwort „ja“ lautet. Sie besagt aber nichts über die Altersstruktur der Spieler, da dies auch nicht ihr Ziel war und daher dafür auch keine Daten vorlagen.

Wrubbel
Wrubbel
11 Monate zuvor

Fortnite-Kids? Gott musst du alt sein, wenn 1981-1996 für dich Kids sind. Diese Mitarbeiter sind zwischen 22 bis 39 Jahren.

Insane
Insane
11 Monate zuvor

Aber ist doch völlig Logisch. Die fachliche Kompetenz hängt kausal mit dem ablehnen bzw dem befürworten von Fortnite zusammen. Ist doch klar, oder nicht?

Das sollte eigentlich in jedem Bewerbungsgespräch abgefragt werden. Es könnte sogar in jeder Stellenausschreibung stehen: Fortnite-Spieler unerwünscht.

Was Unternehmen alles an Zeit sparen könnten, in dem diese inkompetenten Spieler von Vorherein schon direkt aussortiert werden.

*Sarkasmus aus

Florian Link
Florian Link
11 Monate zuvor

Du checkst die Moral dahinter nicht nh? Zocken am Arbeitsplatz ist mal was ganz anderes. Wieso ist das schlecht ? Würde es ein Spiel sein dass dir gefällt würdest du nix sagen. Und komm mir jzt nicht mit „doch“ an. Ich finde es gut dass mal andere Sachen ausprobiert werden. Und wenn es gut läuft, warum nicht? Nur weil du es nicht magst musst du es nicht schlecht machen. Naja anscheinend hast du es aber nötig^^ die Welt geht den Bach unter und euer einziges Problem ist ein Spiel… GG

Insane
Insane
11 Monate zuvor

Dir ist der Begriff Sarkasmus bekannt, oder?

Vielleicht sollte man andere Komentare erst mal ruhig lesen und zwei mal durchatmen, bevor man in den Angriffsmodus wechselt und irgend jemanden vorwirft, er hätte etwas nicht gecheckt.

Erspart hohen Blutdruck und Tastaturabnutzung.

Wrubbel
Wrubbel
11 Monate zuvor

????

Wrubbel
Wrubbel
11 Monate zuvor

Warum nicht, wenn es hilft. 80% ist allerdings auch eine Hausnummer, da muss sich der Chef ja wie ein Rentner vorkommen. Sinnvoll da auf etwas zuzugreifen, was diese Generation mehr anspricht.

Christoph Bauer
Christoph Bauer
11 Monate zuvor

Was für ein Schwachsinn.
In der Arbeitszeit arbeite ich und in der Pausenzeit unterhalte ich mich mit meinen Kollegen oder Kunden.
Kann mir beim besten willen nicht vorstellen das ich mich mit Kollegen besser verstehe wenn ich am Handy sitze und ein Spiel spiele anstatt mich mit denen privat zu unterhalten.
Macht mich schon verrückt wenn ein Lehrling in der Pause am Handy sitzt und Youtube schaut anstatt sich zu unterhalten.

Insane
Insane
11 Monate zuvor
Mimmi124
Mimmi124
11 Monate zuvor

Finde ich nicht gut. Arbeit ist Arbeit und Privat ist privat. Zocken am Arbeitsplatz (egal welche Brange) ist für mich ein absolutes Tabu. Es wäre für mich sogar ein Kündigungsgrund, würde dies in einem Betrieb in dem ich arbeiten würde praktiziert.
Unabhängig davon ob ich Fortnite nun mag oder nicht.

Gast
Gast
11 Monate zuvor

Frage mich echt warum damals zur anderen süchtig machenden spiele wie Diablo, Counters strike,
Dota 2, LOL und Minecraft sowas passiert sei

Kuba
Kuba
11 Monate zuvor

Ja ich kanns auch nicht nachvollziehen.
Dazu kommt dass es für mich persönlich einfach nur Last Man Standing ist in einer abstrakteren Form^^

Insane
Insane
11 Monate zuvor

Könnte wohl damit zutun haben, dass Fortniete von ca. 250 Millionen bis 300 Millionen Spielern gespielt wird. Was in etwa der Hälfte der gesamten Bevölkerung in Europa entspricht.

Das ist schon ein ziemliches Phänomen, dass seines Gleichen sucht. Das heißt nicht, dass die anderen Spiele wenig Spieler hätten, es bleibt dennoch beachtlich. Zudem war es eben sehr Präsent auch durch Medien und Co.

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