Berüchtigtes Addon für Final Fantasy 14 war beliebt bei Stalkern, jetzt muss der Betreiber es offline nehmen

Berüchtigtes Addon für Final Fantasy 14 war beliebt bei Stalkern, jetzt muss der Betreiber es offline nehmen

Die Macher des Drittanbieter-Tools PlayerScope für Final Fantasy 14 mussten ihr Web-Backend offline nehmen und alle Daten löschen. Der Grund: eine Unterlassungsaufforderung, wahrscheinlich von Square Enix.

Was ist das für eine Mod? Mit PlayerScope war es möglich, Informationen über Charaktere aus Final Fantasy 14 zu erhalten, die während des normalen Spielverlaufs eigentlich nicht angezeigt werden. Konkret nutzt das Tool die internen Account-IDs eines Charakters, um Infos zu allen Avataren desselben Accounts zu erhalten.

Möglich macht das ironischerweise das mit Dawntrail eingeführte Blacklisting-System, da genau dieses System die Charakter-ID gegen eine kontoweite ID austauscht, über die Tools dann die zugehörigen Charaktere ermitteln. Ein Traum für jeden Online-Stalker.

Das war noch ein ganz anderes Final Fantasy 14:

Final Fantasy XIV Trailer zu Version 1.0 zeigt eine vergangene Zeit

Wer nicht hören will, hört von den Anwälten

Was ist zur Abschaltung bekannt? Auf Reddit wurde diese Woche der Ausschnitt eines Statements der Betreiber von PlayerScope geteilt. Dort heißt es, dass man aufgrund einer Unterlassungsaufforderung die Bereitstellung des Drittanbieter-Services einstellen musste und alle gespeicherten Daten „endgültig und unwiderruflich gelöscht“ hat.

Weiter heißt es, dass es keine weiteren Updates, Support oder Entwicklungen durch den Betreiber von PlayerScope geben wird. Von wem die Unterlassungsaufforderung kommt, verrät das Statement indes nicht.

Es scheint jedoch sicher, dass diese von Square Enix kommt. Bereits im Januar 2025 hatte Director und Producer Naoki Yoshida angekündigt, ein sicheres Umfeld für alle Spieler gewährleisten zu wollen. Daher denke man darüber nach, rechtliche Schritte gegen jeden einzuleiten, der solche Tools nutzt oder verbreitet.

Yoshi-P machte damals zudem klar, dass in Final Fantasy XIV – anders als zum Beispiel in WoW oder ESO – die Nutzung von Drittanbieter-Modifikationen grundsätzlich verboten ist. Weiterhin bat er alle Mitglieder der Eorzea-Community, davon abzusehen, Details zu solchen unerlaubten Programmen zu teilen – etwa, was die Installation angeht. Mehr dazu erfahrt ihr hier: Mods für Final Fantasy XIV erlauben es Spielern, ihre Opfer besser zu stalken – Jetzt äußert sich der Chef

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Yve

Haha jetzt erst, ich hab Anfang des Jahres gemeldet, dass ich von einem ehemaligen stalker, der was von mir wollte, abermals nach nem Jahr und Namensänderung etc wieder gestalked wurde, und das auf jeden char.

Da kam die Reaktion aber reichlich spät. Und jeder hätte es denen vorweg sagen können, wenn man schon zuvor mit einzel IDs pro char gestalked wurde, ist logisch dass man mit einer ID für den Account erst recht gestalked wird.

Hauptsache die sichern ihr game gegen sowas endlich mal ab, sind jawohl nicht nur die Betreiber der illegalen Software schuld, einen gewissen Grad an Mitschuld trägt auch SE…

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Yve
Yoma

Wäre sinnvoller die Dawntrail Änderung zurückzunehmen. Wenn man mal Community liest wurde bei Einführung bereits gewarnt, das das nur eine Frage der Zeit ist bis Spyware Tools kommen.

Das Tool hängt anscheinend am XIVLauncher. Hatte ich auch mal im Einsatz um die ziemlich nervige Loginprozedur bei FF14 abzukürzen, dann später aber doch wieder deinstalliert.

Aus meiner Sicht ist das irgendwie ein Mischung aus Naivität und Faulheit die bei SE am Start ist. Auch ingame gibts etliche nervige Handling Sachen die einfach nicht sein müssten.

Fragt doch mal bei Square Hamburg nach wann die Sicherheitslücke endlich geschlossen wird oder besser wie man denn mit den ganzen anderen Forks und lokalen Datenbanken abseits Playerscope so verfahren will. Die Katze ist dank der Inkompentenz auf Seiten Squares schon lange aus dem Sack und so Alibi-Aktionen wie die im Artikel genannte, schließen die Büchse der Pandora auch nicht mehr.

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