Seit über 20 Jahren arbeitet der Entwickler Tarn Adams zusammen mit seinem Bruder Zach an Dwarf Fortress, einer komplexen Strategie-Simulation mit tausenden hervorragenden Bewertungen auf Steam. In einem Interview verriet der Entwickler nun, welche Spiele ihn selbst beschäftigen.
Was ist das für ein Entwickler? Tarn Adams ist der Mit-Schöpfer von Dwarf Fortress, einer Simulation, in der Spieler ihre eigene Zwergen-Zivilisation aufbauen. Das Spiel ist jedoch so tief und komplex, dass es dabei zu völlig absurden Ereignissen kommt:
- 2015 kam es zu einer mysteriösen Katzenplage, nachdem die Entwickler Tavernen ins Spiel eingeführt hatten. Denn die Stubentiger wanderten in die Bars, sammelten verschütteten Alkohol an ihren Pfoten ein, und wurden betrunken, als sie sich die Pfoten ableckten.
- Auf Steam berichten Spieler immer wieder von ihren abgefahrenen Erlebnissen, etwa von Axt-schwingenden Neunjährigen, Geister-Babys und einem 80-jährigen Bestien-Töter.
- Bisweilen fürchten sich die Entwickler sogar selbst vor ihrer eigenen Schöpfung, etwa wenn Grundwasserleiter mit einem einzigen Spitzhackenschlag ganze Festungen auslöschen.
Nachdem Dwarf Fortress mehr als 15 Jahre lang ohne richtige Grafik ausgekommen war, erschien 2022 eine Steam-Version mit (vergleichsweise) hübscher Pixelgrafik. Seitdem verbringt Tarn Adams seine Zeit damit, das Spiel zu unterstützen und an neuen Ergänzungen zu arbeiten.
In einem Interview mit PC Gamer verriet er nun, was er selbst in seiner Freizeit spielt.
Winter ist Factorio-Zeit
Was spielt der Schöpfer von Dwarf Fortress? Der Entwickler hat wenig überraschend eine Schwäche für Simulationen. So haben es ihm zuletzt vor allem Terraforming-Spiele wie The Planet Crafter und Terraformental angetan. Dwarf Fortress biete einfach nicht so dieses „Sci-Fi-Ding“, so Adams.
Die mit Abstand meisten Stunden habe er jedoch in Factorio, in dem Spieler zunehmend automatisierte Fabriken errichten.
Adams erklärt PC Gamer, er habe 1.454,5 Stunden in dem Spiel, das sei ganz gefährlich. Im Spiel geht es eigentlich darum, irgendwann eine Rakete zu bauen, und von dem Planeten zu entkommen. Doch der Entwickler meint: Warum aufhören? Man könne sich ja auch die „Space Age“-Erweiterung holen und die durchspielen. Und dann gebe es ja noch die Mods.
Warum sollte man bei 5 Planeten oder so aufhören, wir können ja noch 8 hinzufügen. Und genau das habe ich gemacht. Ende letzten Jahres, da waren es eher 12 oder 15 Planeten oder so. Das hat viel Spaß gemacht.
Tarn Adams auf PC Gamer
Der Entwickler sagt weiter, er gehe da durch Phasen. Winter sei für ihn Factorio-Zeit. Angefangen habe das mit dem Tod seines Vaters vor einigen Jahren. Da habe er 25 Tage durchgehend Factorio gespielt, und im nächsten Winter habe er dann wieder angefangen.
Habt ihr ähnliche Gaming-Traditionen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.
Tarn Adams ist nicht der einzige bekannte Fan von Factorio. Auch der deutsche Twitch-Streamer Trymacs hat ein Faible für die Simulation, und zwar so sehr, dass es ihn sogar abends ins Bett verfolgt hat: Ein Aufbau-Spiel auf Steam begeistert seit Jahren zehntausende Spieler – Trymacs erklärt, warum es gefährlich ist
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