Destiny: So hätte das User-Interface auch aussehen können

Bei Destiny sprach der Lead-UI-Designer David Candland über die Entwicklung des Menüs von Bungies MMO-Shooter.

Auf der Game Developers Conference in San Francisco referierte Bungies Lead-UI-Designer David Candland in einem Vortrag über Design und das Interface von Destiny.

Am Menü-Cursor von Destiny wurde lange gedreht

Während Ihr bei vielen Konsolen-Games im User-Interface mit einem Tastendruck oder einer Stick-Bewegung von einem ausgewählten Item zum nächsten springt, steht Euch in Destiny ein freibewegbarer Cursor zur Verfügung ‒ ähnlich einer Maus am PC.user-interface-destiny-ttk

Laut Candland habe es viel Zeit gekostet, bis das Bewegungsverhalten dieses Cursors in der Form vorlag, wie wir es heute kennen. Wenn man über das Symbol eines Items fährt, verlangsamt sich der Cursor ein wenig und die Grafik tritt etwas hervor. Gerade an dieser Verlangsamung wurde mühsam getüftelt, bis sich das Cursor-Verhalten gut anfühlte.

Das sind frühe Modelle des User Interface von Destiny

Weiterhin zeigte Candland im Rahmen seines Vortrags frühe Modelle des UI, welche darstellen, wie sich das Layout im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Während Candland diese Bilder präsentierte, betonte er, dass viele Items und auch der Text in diesen Modellen vom Art-Team stammen würden und keine Beziehung zu den Inhalten hätten, die tatsächlich ihren Weg ins Spiel gefunden haben. Daher ist wohl zu empfehlen, nicht allzu viel in das hineinzuinterpretieren, was Ihr im Folgenden sehen werdet.

Die Reihenfolge dieser Bilder zeigt (vermutlich) die Evolution des User Interface von Destiny, welche in der finalen Version, wie wir es heute kennen, endete:

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„Gus, der Schmuddelige“ hat es bisher nicht ins Destiny-Universum geschafft. Dieser Entwurf eines Kabal-Händlers gibt uns aber ein Bild davon, wie die Kabale ohne Helm aussehen.

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Oben rechts im Eck erkennt man „Grimo…“. War es anfangs geplant, die Grimoire-Karten in-Game anzuzeigen?

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„Evil Otto“. Aha!

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Dieses Interface sieht doch interessant aus!

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Osiris als In-Game-Händler? Kam am Ende doch anders.

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Bis auf „Relikteisen“ hatten die Ressourcen offenbar erst andere Bezeichnungen.

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Dieses Interface kommt der finalen Version doch schon deutlich näher.

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Das ist noch nicht die finale Version, aber viel fehlt nicht mehr.

Candland erzählte, dass ebenso sehr viel Zeit investiert wurde, um die Symbole aller Ausstattungsteile zu designen. Während des Vortrags zeigte er einige dieser Waffen- und Rüstungssymbole des finalen Spiels und wettete, dass viele Leute im Publikum die Items nur anhand der Symbole erkennen würden. Diese Wette habe er laut Kotaku gewonnen.destiny-ui9-symbole

Ttime meint: Aus diesem Vortrag von Candland kann man mit nach Hause nehmen, dass es viel Arbeit und Zeit kostet, ein individuelles User Interface für Videospiele zu entwickeln und zu designen, mit dem der Kunde zufrieden sein kann.

Auch wenn man zurzeit einiges bei Destiny beklagen darf, so muss ich doch eingestehen, dass den Entwicklern das Interface gelungen ist. Ich finde es nicht nur übersichtlich und angenehm designt, sondern auch leicht zu bedienen. Damit reiht sich dieses Menü in die Liste der vielen Dinge ein, die sich in Destiny einfach gut anfühlen, wenn man sie verwendet. Besonders das Gunplay, also der Umgang mit den Waffen, sorgt in Bungies MMO-Shooter für ein hervorragendes Spielgefühl.

Was sagt Ihr zu der Entwicklung des UI von Destiny? Seid Ihr mit dem Menü zufrieden?


Die Interface-Modelle wurden von der US-Seite Kotaku während des Vortrags mit einer Kamera aufgenommen.

Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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