Destiny: Kleinere Streamer starten Spenden-Aktion für todkranke Kinder

In der deutschen Community von Destiny gibt es im April eine neue Bewegung. Kleinere Destiny-Streamer haben sich zusammengetan, um Geld für sterbende Kinder zu sammeln.

Wir sind nicht RealKraftyy, aber wir wollen helfen

„Wir sind nicht RealKraftyy, aber wir wollen helfen“, so könnte man die Idee von „Helli the Hell“ zusammenfassen. Der Streamer ist 39 und kommt aus Düsseldorf.

Er hat vielleicht nicht die Reichweite wie die großen englischsprachigen Streamer und auch unter den deutschen Streamern gibt es größere, die mit Facebook-Gruppen oder Fanseiten zusammenarbeiten, aber Helli hat eine Mission.

Der Düsseldorfer will dem dortigen Kinderhospiz „Regenbogenland“ helfen, indem er in seinem Destiny-Stream Spenden für sie sammelt.

Das Regenbogenland pflegt unheilbare kranke, mehrfach behinderte und schwerstbehinderte Kinder in Düsseldorf, die nur eine eingeschränkte Lebenserwartung haben. Im Regenbogenland sollen das Leben und die Lebensfreude im Mittelpunkt stehen. Es gibt Spielzimmer, in denen die Geschwister der Kinder mit den Kleinen spielen können: Das Kinderhospiz soll wie ein zweites Zuhause sein, die Familien der Kinder entlasten.

Das Hospiz finanziert sich zu 75% aus Spenden. Da kann jeder Euro dabei helfen, die Zukunft des Hospiz zu sichern.

Im April hat sich „Helli the Hell“ dazu entschlossen, alles, was an Geld in seinem Stream über Spenden reinkommt, an das Kinderhospiz zu spenden. Er weiß, dass Leute im Internet oft skeptisch sind, was solche Spendenaktion angeht, deshalb sagt er: „Wenn Ihr das nicht über mich machen wollt, spendet direkt ans Kinderhospiz.“ Hier geht es zur Webseite des Kinderhospiz Regenbogenland.

Helli will aber auch Spendenquittungen, ausgestellt durch das Hospiz, an jeden übersenden, der ihm seine Privatanschrift mitteilt.

Ballern für den guten Zweck, auch wenn das Hospiz skeptisch ist

Die Spenden-Aktion läuft seit dem 1. April und einige andere, kleinere deutschsprachige Streamer wie das Team Niederroler aus Österreich und PanDa_mir haben sich der Aktion angeschlossen. Auch sie geben ihre Spenden im April an das Hospiz Regenbogenland ab.

Es läuft deutlich besser als erwartet. Man hat seit Monatsanfang schon mehr als 1000€ für das Hospiz an Spenden eingespielt, sagt Helli.

Ganz reibungslos läuft die Aktion allerdings nicht. Das Kinderhospiz war skeptisch, als man gehört hat, dass da „Shooter-Spieler“ spenden. Es könnte andere Spender verschrecken, fürchtet man, wenn man mit „gewaltverherrlichenden Spielen“ in Verbindung gebracht wird. Es gibt aber einen Kompromiss: Das Logo des Hospiz soll nun nicht im Livestream eingeblendet werden, wenn Destiny gespielt wird.

Mein MMO meint: „Ballern für den guten Zweck“ – vielleicht mag das in der Öffentlichkeit ein bisschen komisch rüberkommen. Für Gamer besteht dieser Konflikt aber nicht. Deshalb unterstützen wir die Aktion gerne.


Hier gibt es die Links:

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