Destiny: Gefeuerter Komponist zu Paul McCartney „So, als würde die Band auseinanderbrechen“

Der Composer von Destiny und Halo Marty O’Donnell sprach in einem Interview über die Trennung von Bungie, die Zeit danach und ein Gespräch mit Paul McCartney wie es ist, seine Band zu verlieren.

Marty O’Donell war eigentlich untrennbar mit Bungie verbunden, für die Musik der Spiele verantwortlich. Dann ging er in einem publik gewordenen Streit von Bungie weg, er wurde gefeuert, es gab einen Prozess, alles ziemlich unüblich für ein Business, in dem man sich fast immer friedlich-schiedlich trennt.

Wir melden uns dann

Im Interview mit IGN sprach O’Donnell jetzt über die Details. Die Trennung habe sich abgezeichnet, kam dann aber doch überraschend für ihn. So sei er damals aus dem Gebäude geführt worden, habe die Karte übergeben und ihm wurde gesagt: Wir melden uns am Wochenende. Da dachte O’Donnell noch, man bekomme das hin, würde eine Sprachregelung finden wie: „Mit Bedauern geben wir bekannt, dass er uns verlässt. Er will sich jetzt mehr um seine Familie kümmern.“ Was man in den Fällen eben so schreibt.

Der Anruf kam aber nicht und nach 5 Tagen meldeten sich seine eigenen Anwälte bei ihm: „Du bist bei Facebook und überall noch als Bungie-Mitarbeiter geführt. Das könnte rechtlich bedenklich sein.“

Den Tweet, in dem O’Donnell seinen Abschied-im-Streit dann bekannt machte, schickte seine Frau ab.

Ohne Angabe von Gründen sei sein Vertrag beendet worden. Danach war klar: Das würde zu Konflikten kommen. O’Donnell spricht dann von einer Zeit mit Anwälten, mehr Anwälten, noch mehr Anwälten, es ging um Verträge und Rechte. Allgemein eine schwere Phase für ihn. Warum das alles genau so laufen musste, warum Activison und Bungie beschlossen, so mit der Sache umzugehen, das weiß O’Donnell bis heute noch nicht so recht.

Es ist so, als würde eine Band auseinanderechen

Für O’Donnell war es auch deshalb hart, weil er sich dem Studio so verbunden fühlte, so viele Freunde dort hatte. Ihn rief später, während einer Autofahrt, Paul McCartney an, mit dem er am Destiny-Soundtrack gearbeitet hatte, und die beiden tauschten sich aus. McCartney sagte im Plauderton: „Das muss hart für dich sein, das sind ja deine Freunde.“ O’Donnell antwortete: „Ja, es ist so, als würde die Band auseinanderbrechen.“

Bevor ihm dann klar wurde, dass er mit einem Mitglied der wohl berühmtesten Band aller Zeiten spricht, einem der Beatles.

Mittlerweile wirkt O’Donnell, als habe er das alles hinter sich gelassen, arbeitet in einem kleinen Studio an neuen Titeln und sieht die Entwicklung in der Gamingbranche hin zu großen Firmen und anonymen Teams kritisch:

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