6 MMOs und Online-Games, die nach einem Fehlstart noch die Wende schafften

Final Fantasy XIV

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Was ist Final Fantasy XIV für ein Spiel? Das abopflichtige MMORPG ist vor allem für seine fantasievolle und packende Story bekannt. Fans von klassichen MMORPGs finden in Final Fantasy XIV vieles, was ihr Herz begehrt.

Entwickelt wird Final Fantasy XIV von Square Enix und hatte seinen ersten, katastrophalen Release im Jahr 2010. Es sollte 2013 ein „zweiter Release“ folgen, der die Wiedergeburt des Spiels ankündigte.

Release: 30.10.2010 (PC)
Plattformen: PC, PS3, PS4, OS X
Jahr der Wende: 2013
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Was war das Problem von Final Fantasy XIV?

Final Fantasy XIV war kurz nach seinem Release praktisch tot. Das MMORPG legte einen so katastrophalen Start hin, dass die Entwickler sich öffentlich für das Spiel entschuldigten und die Server abschalteten.

Der erste Satz im Test zu Final Fantasy XIV von PCGamer lautete damals:

Das Netteste, was über das Final-Fantasy-MMO gesagt werden kann, ist, dass es einen guten Intro-Film hat. Dieser Film braucht keine 10 Minuten zum Laden, er hat eine konstante Bildrate und man muss sich nicht durch ein Labyrinth aus Menü-Schirmen kämpfen, um ihn abzuspielen. Kurz gesagt, der Intro-Film ist alles, was das Game nicht ist.

Tom Senior, PCGamer, 18. Oktober 2010

PCGamer bewertete Final Fantasy XIV mit einer 3/10. Bei IGN reichte es immerhin für eine 5.5/10 und Gamespot vergab eine 4/10. Andere Tests vergaben ebenfalls Noten in diesen niedrigen Bereichen. Es sah wirklich nicht gut für das Spiel aus.

Die Kritiken zum „ersten Release“ von Final Fantasy XIV waren katastrophal.
  • Besonders scharf wurde die schrecklich chaotische Benutzeroberfläche kritisiert. Es war schon eine Quest für sich, das Inventar zu bedienen oder ein Item zu kaufen.
  • Die Performance war unter aller Sau. Es war teilweise so schlimm, dass die NPCs einfach durch den Lag hereinploppten – und auch ihre Animationen waren keine Augenweide.
  • Die Landschaft bestand nur aus schlecht kopierten Assets.
  • Es war schwierig, der Story-Quest überhaupt zu folgen, da es kaum Indikatoren gab, wie es weitergeht.

Die Situation war so schlimm, dass Square Enix, ohne Rücksicht auf finanzielle Verluste, die erste Version 1.0 komplett vom Markt zurückzog. Final Fantasy XIV sollte nun für zwei Jahre in eine Überarbeitung gehen.

Artwork zu Final Fantasy XIV 1.0 – Diese Version ist das einzige Game der Final-Fantasy-Serie, das nicht mehr gespielt werden kann © Square Enix

Wie konnte Final Fantasy XIV sein Problem lösen?

Square Enix stellte, nachdem die Server abgeschaltet waren, für Final Fantasy XIV ein neues Team an Entwicklern zusammen. Für das Rework übernahm der bis dahin noch recht unbekannte Naoki Yoshida die Leitung. Er ist bis heute der Chef.

Als finanzielle Unterstützung konnten treue Fans einen Legacy-Account erstellen, als Version 1.0 schon längst als tot galt. Ein harter Kern der Community glaubte fest daran, dass das Final-Fantasy-MMO nochmal die Wende schaffen würde – sie behielten recht.

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Naoki Yoshida, der Chef von Final Fantasy XIV, wird von Fans als Retter des MMORPGs verehrt und heute wie ein Rockstar gefeiert.

2013 erschien unter dem Team von Yoshida eine neue Version: Final Fantasy XIV – A Realm Reborn.

Das war wohl der krasseste Wendepunkt in der gesamten Geschichte der MMOs. Die Schreiber von Final Fantasy XIV entschieden sich, den großen Server-Shut-Down in die Geschichte des Spiels einzuarbeiten.

Der Mond Dalamud fällt auf die Welt herab, zerstört diese komplett und symbolisiert damit das Abschalten der Server. In der Story werden die Charaktere der Spieler, die dabei waren, magisch durch die Zeit geschickt. In der Zukunft überleben sie die Katastrophe.

Der Trailer, der zu A Realm Reborn erschien, heißt: „Ende einer Ära“. Dabei fing die Ära von Final Fantasy XIV jetzt erst an.

Das Team schaffte es aus Final Fantasy XIV ein neues Spiel zu machen:

  • Die katastrophalen technischen Mängel waren ausgemerzt.
  • Die Nutzoberfläche wurde komplett überarbeitet und vereinfacht
  • Es wurde eine aggressive Update-Politik eingeführt, die Final Fantasy XIV stets mit neuen Inhalten und neuer Story versorgt
  • Final Fantasy XIV wurde 2013 erstmals auf der PS3 veröffentlicht, was den Spielerzahlen einen guten Boost gab. Andere MMORPGs waren damals auf der Konsole noch nicht vertreten.

Wenn ein Spiel den Titel „Phönix aus der Asche“ verdient, dann ist es Final Fantasy XIV.

Legacy Account Tattoos Final Fantasy XIV
Spieler, die Final Fantasy XIV beim Server-Shut-Down mit einem Legacy-Account finanziell unterstützten, erhielten ein exklusives Tattoo für sich und ihren Chocobo.

Wie steht Final Fantasy XIV heute da?

Final Fantasy XIV gilt heute als eins der besten MMORPGs auf dem Markt. Das hätte zu den Anfängen des Spiels wohl niemand erwartet. Immer wieder werden die Geschichte, die Atmosphäre, die fantasievollen Figuren und die freundliche Community gelobt.

Final Fantasy XIV bietet alles, was Fans von klassischen MMORPGs erwarten: Von Hardcore-Raids über ein ausführliches Crafting-System, packenden Story-Quests, bis zu regelmäßigen Content-Updates und Erweiterungen. Es kommen außerdem immer mal neue Jobs oder Völker ins Spiel.

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Die hasenartigen Viera sind das neueste Volk in Final Fantasy XIV

Es gibt allerdings auch Veteranen, die den Content-Zyklus von Final Fantasy XIV bemängeln. So sind die Spieler zwar mit dem Umfang zufrieden, finden aber den immer exakt gleichen Zyklus mit der Zeit zu monoton:

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Obwohl das Spiel schon viele Jahre da ist, gilt Final Fantasy XIV als eins der besten MMORPGs, um mit dem Genre einzusteigen. Dafür sorgen verschiedene Systeme. Veteranen haben etwa einen Vorteil, wenn sie Spieler mit niedrigem Level mit in einen Dungeon nehmen.

Unser MeinMMO-Leser Erzkanzler schrieb in einer Review, wie sich der Einstieg in Final Fantasy XIV auch als Nachzügler noch lohnt:

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