Final Fantasy XIV – die erfolgreichste Wiedergeburt der Geschichte.

Die Server blühten ohne Ende…

Vor einigen Monaten haben wir noch darüber spekuliert, ob Final Fantasy XIV: A Realm Reborn auch weiterhin so erfolgreich bleibt, nachdem sich der Hype um das Spiel ein wenig beruhigt hat. Denn die positiven Meldungen rissen anfangs einfach nicht ab – ständig und überall kamen Meldungen rein, dass mal wieder ein Meilenstein in puncto Spielerzahlen erreicht wurde und die Kapazitäten erhöht werden müssten, um den Massenansturm standzuhalten.

Zum einen lag das sicherlich daran, dass das Erscheinungsdatum im Sommer 2013 günstiger nicht hätte sein können. Abgesehen von Neverwinter und vielleicht Dragon’s Prophet, gab es im vorigen Jahr kaum nennenswerte Neuerscheinungen bei den Online-Rollenspielen. Zum anderen hatte Square Enix mit dem erneuten Release aber auch alles richtig gemacht.

Ohne Rücksicht auf finanzielle Verluste, zog man die erste Version (Final Fantasy XIV) komplett vom Markt zurück, schaltete die Server ab und verbesserte es daraufhin fast 2 Jahre lang in allen Belangen. Man wollte sich nicht noch einmal so ein Fiasko erlauben und setzte alles auf eine Karte – jetzt oder nie – galt es mit solch einem Umbruch den Ansprüchen der kritischen Community gerecht zu werden.

Die schwere Zeit nach dem Hype überstanden?

Mehr als ein halbes Jahr nach der zweiten Veröffentlichung ist es nun an der Zeit, ein vorläufiges Fazit zu ziehen. War es trotz der anfänglichen Euphorie doch nur ein lang gezogenes „One-Hit-Wonder“ oder führte die Reinkarnation tatsächlich dazu, dass das Final Fantasy MMO nun für eine längere Zeit einen Platz im oberen Segment des hart umkämpften Marktes einnehmen kann.

Die Skepsis ist nicht unbegründet. Schließlich wurde die erste Version des Spiels damals aufgrund vieler Unzulänglichkeiten im Nachhinein zurückgezogen und es dürfte wohl keinem entgangen sein, dass in der Vergangenheit so einige andere hochgejubelte MMORPGs, nach einem furiosen Start, herbe Verluste hinnehmen mussten – insbesondere jene, die das Pay-to-play als Geschäftsmodell auserkoren haben.

Final Fantasy XIV

Doch wir möchten hier nicht ewig um den Brei herumreden:

Final Fantasy: A Realm Reborn ist im Olymp angekommen.

Vielleicht nicht als Zeus, denn das ist WoW, aber Apollon, der Gott der Heilung, kommt dem sehr nahe – Final Fantasy hat sich von seinem ersten Schicksalsschlag endgültig erholt und die schweren Wunden konnten geheilt werden. Mit diesem Erfolg ist man selbst Jesus Christus voraus, denn der heilige Sohn Gottes verschwand bereits 3 Tage nach seiner Wiederaufstehung. Und kam leider nie wieder.

In unserem Beitrag über die besten MMORPGS in 2013, kürten wir FF XIV:ARR nicht umsonst zur „Überraschung des Jahres“. Sicherlich spielte der mutige Schritt, quasi wieder von Null angefangen zu haben, eine nicht unerhebliche Rolle, dem wir Respekt zollen wollten. Zugegebenermaßen trifft es im Gameplay nicht immer den modernen MMO-Geist von heute und im Westen sorgt der ungewohnte Asia-Stil mitunter für Kopfschmerzen, was nichts Neues ist, aber eine Tatsache darf man hier nicht außer Acht lassen: Es ist vom Gesamtkonzept einfach total stimmig und macht vielen Spielern augenscheinlich Spaß. Das ist doch das Wichtigste, gell?

Natürlich kommen dieses Jahr einige Kracher auf uns zu und man kann einfach nicht abschätzen, was für einen Einfluss diese Titel haben werden, weshalb man hier „unter Vorbehalt“ noch als Fußnote aufführen müsste. Wir denken allerdings, dass sich hier eine treue Fanbase gebildet hat und die Spieler vor allem die bewährten Features schätzen. Außerdem sprechen wir von einer der bekanntesten Gaming-Marken der Welt.

1,8 Millionen Spieler und PS4 Version

Mogry FF XIVDie Aussage von dem sympathischen Produzenten Yoshida, dass Final Fantasy XIV: ARR derzeitig 1,8 Millionen aktive Spieler habe, bestätigt den anhaltenden Aufwärtstrend – es geht nach wie vor bergauf! Das ist schon eine sehr beachtliche Zahl, die wohl die wenigsten Analysten vorausgesagt hätten. Klar – dieses MMO ist auf mehreren Plattformen verfügbar und so sind die Zahlen etwas differenzierter zu betrachten, dennoch kann ein größerer Beliebtheitsgrad nicht verneint werden.

Seit einiger Zeit arbeitet Square Enix zudem an einer aufpolierten Konsolenfassung – damit ist nicht eine verbesserte Ps3 Version gemeint, nein nein, sondern das Debüt auf der PS4 – mit einer speziell angepassten NextGen-Edition. Abgesehen von DC Universe Online, gibt es auf der Playstation 4 keine wirkliche MMORPG-Alternative. Ein weiterer Schub ist also jetzt schon vorprogrammiert. Bis die NextGen-Konsolenversionen von The Elder Scrolls Online erscheinen, dauert es nämlich noch so einige Monate.

Das folgende Video fasst im Übrigen kurz die Besonderheiten der Playstations 4 Version zusammen:

Im Vergleich zur PS3 Version sind es vor allem die zahlreichen technischen Verbesserungen, die ins Auge fallen:

  • Erlebe die Grafik jetzt noch schöner, in einer gestochen scharfen Full-HD (1080p) Optik.
  • Verbessterte Performance: Framerate Einbrüche sind nicht zu erwarten
  • Remote Play über die PlayStation®Vita möglich – unterwegs sammeln oder handwerken? Kein Problem!
  • Share-Funktionen – mit Freunden Screenshots teilen oder  das eigene Spiel im Netz streamen.
  • Maus & Keyboard sind kompatibel – für Gamer, die ein MMORPG lieber mit diesen Eingabegeräten spielen, ist das natürlich ideal.

Spieler mit einer PS3 Version können übrigens voraussichtlich am 11. April 2014 kostenlos auf die PS4 Version umsteigen, aber ein Zurück gibt es mit dem transferierten Account dann nicht mehr. Seit gestern, also dem 19. Februar, läuft auch schon die Open Beta, bei der jeder teilnehmen darf, um sich selbst ein Bild davon machen zu können. Der offizielle Start der PS4 Version ist für den 14. April datiert.

Die PS4 Standard-Version von Final Fantasy XIV bekommt ihr bereits für günstige 35€. Bei der Collectors-Edition müsst ihr ungefähr 70€ zahlen, um in den Genuss der zusätzlichen Inhalte zu kommen (zu kaufen gibt es beide Version bei Spiel kaufen bei Amazon).

Auf die Inhalte der Collectors-Edition werfen wir noch mal einen gesonderten Blick. Die hier gezeigte Infografik zeigt ganz gut, was einen beim Kauf dieser speziellen Version erwartet:

Collectors Edition Final Fanrasy XIV PS4

Für neue Spielinhalte ist gesorgt

Mit einer aggressiven Updatepolitik möchte man auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Spieler der Welt Eorza und somit Final Fantasy 14: A Realm Reborn erhalten bleiben. Patch 2.1 – „Eorzeas Erwachen“ – hat schon ganz gut gezeigt, welche Marschroute der Entwickler vorgibt und auch gewillt ist zu gehen. Die Spieleverbesserungen gleichten da schon fast einer Erweiterung. Allerdings will gut Ding auch Weile haben und so dauert es immer ca. 3-4 Monate bis es zum Tapetenwechsel kommt.

2.2 „Durch den Mahlstrom“– macht jedenfalls da weiter, wo 2.1 aufgehört hat und erscheint wahrscheinlich Ende März. Mit jede Menge frischem Content. Euch erwarten neue Dungeons, Crafting Rezepte, Quests für die staatlichen Gesellschaften, Fischer-Herausforderungen und ästhetische Frisuren sowie eine brandneue Storyline und vieles mehr.

Lohnt sich Final Fantasy XIV für mich?

Wenn Du die meisten Punkte dieser Checkliste mit einem „Ja“ beantworten kannst, dann steht einem Besuch eigentlich nichts mehr im Wege:

Ich bin ein Crafting Liebhaber: FF XIV bietet in dieser Hinsicht ein wahres Paradies. Jeder Beruf ist sogesehen auch eine eigene Klasse, die man levelt und mit neuen Ausrüstungsgegenständen sowie Skills stets verbessert. Die handwerklichen Erzeugnisse sind darüber hinaus von höherem Wert und für den Spielverlauf gar nicht so unwichtig.

Ich mag Vielfalt bei den Klassen: Das flexible Klassen- und Jobsystem ist eins der Aushängeschilder von Final Fantasy und ermöglicht viele individuelle Spielweisen. Du kannst sogar alle Basis- und die dazugehörigen Jobklassen (eine weitere Spezialisierung, die durch die Kombination zweier Basisklassen zustande kommt) auf einem Charakter elernen und hochspielen, ohne eine Twink erstellen zu müssen.

Ich ziehe taktische Kämpfe und ein halbrundenbasiertes Kampfsystem vor: Im Kampfgeschehen steht die taktische Tiefe im Vordergrund. Wenn du einen actionreichen Kampf in Echtzeit vorziehst, wie beispielsweise bei Tera, dann wirst du hier nicht glücklich – denn dieses Kampfsystem ist im Vergleich als altbacken zu bezeichnen.

Ich bin Fan der Final Fantasy Reihe oder habe zumindest nichts dagegen: Wenn du schon öfter Spiele in diesem Universum gespielt hast, wirst du dich sofort wohl fühlen und auf alte Bekannte treffen. Wer FF kennt, weiß, dass die Story ein wenig eigen und abgedreht ist. Damit solltest du klarkommen.

Asiatische Einflüsse im Setting sind für mich kein Problem: Dir sollte im Klaren sein, dass das ein japanisches Spiel ist. Gleichwohl hier zum Beispiel keine übertriebenen Waffen zum Vorschein kommen, so triffst du nichtsdestotrotz oft auf niedliche Fabelwesen, stehst übertriebenen visuellen Effekten gegenüber und ziehst hin- und wieder Kleidungsstücke an, dessen Hintergrund mit asiatischen Vorlieben gekoppelt ist.

Final Fantasy Reittier

Ich kann ruhig auf einem internationalen Server spielen: Final Fantasy 14 ist zwar komplett auf Deutsch spielbar, aber einen deutschen Server gibt es nicht. Empfehlenswert ist jedoch der europäische Server „Shiva“, auf dem sich die meisten deutschen Spieler niedergelassen haben. Beim Gruppenfinder ist es dir bei der Spielersuche zudem möglich, nach Sprachen zu trennen.

Ich lege viel Wert auf eine gute Grafik und angemessene Atmosphäre: Das Spiel bietet wunderschöne Kulissen und ist grafisch auf einem sehr hohem Niveau. Die Umgebung, die Charaktere oder auch das Bossdesign lassen sich definitiv sehen. Darüber hinaus bietet das MMORPG viele Möglichkeiten, um Rollenspiel zu betreiben.

Bei gruppenbetonten Online-Rollenspielen fühle ich mich zuhause: Um die Storyline an einigen Stellen fortzusetzten, ist das Beenden von Gruppenaufgaben notwendig. Du bist in Online-Spielen kein Teamplayer oder kannst es nicht leiden, mit anderen Spielern in Kontakt zu treten? Dann ist Final Fantasy nur bedingt etwas für dich.

Ich mag knackige Dungeons und Raids sowie feste Rollen: Die Struktur der Klassenrollen ist in Instanzen vorgegeben und auf die Holy-Trinity bestehend aus Tanks, Schadenausteiler und Heiler ausgerichtet, die wichtige Säulen im Kampf darstellen. Die Bosskämpfe sind spektakulär in Szene gesetzt und je nach Modus relativ anspruchsvoll.

PvP ist für mich nicht ganz so wichtig: Im Vergleich zu einigen anderen MMORPGS, fällt der PvP-Anteil mit nur einer Arena etwas gering aus. In Zukunft erwartet die Spieler laut Yoshida etwas sehr „Großes“, aber bis dahin haben PvP-Spieler nicht allzu viel zu tun.

Ich brauche keine großartigen Innovationen bei den Quests: Im Großen und Ganzen sind die meisten Aufgaben eher einfach und konventionell gehalten. Es gibt zwar dynamische Events und mehrere unterschiedliche Gruppeninhalte, aber im Grunde geht es hier hauptsächlich um Botengänge sowie „Töte dies und Sammle jenes“ Quests. Die Hauptgeschichte hingegen ist schon sehr spannend zu verfolgen.

Cross-plattform? Yay! Ob Konsoleros oder PC-Spieler: In Final Fantasy XIV: A Realm Reborn spielen alle gemeinsam. Das hat so seine Vor- und Nachteile, die sich jeder selbst ausmalen kann.

Final Fantasy XIV

Vielleicht konnte dir diese Auflistung bei deiner Entscheidung für oder gegen das Spiel weiterhelfen. Ansonsten ist es aber auch eine empfehlenswerte Abwechslung, um sich bis zum Erscheinen von TESO oder WildStar die Zeit zu vertreiben! Kleiner Hinweis noch zum Einstieg: Ich fand den ein bisschen langweilig. ABER es lohnt sich dann am Ball zu bleiben, weil es ab Level 15 deutlich besser wird! So war zumindest meine Erfahrung.

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