2020 hat mich Pokémon GO zum ersten Mal richtig begeistert

2020 war insgesamt ziemlich seltsam und schwierig. Aber immerhin hat Pokémon GO dieses Jahr einiges richtig gemacht – findet zumindest MeinMMO-Autor Max Handwerk. 

Eine globale Pandemie und ein Spiel, das darauf basiert, nach draußen zu gehen – am besten in Gruppen. Diese beiden Dinge passen eigentlich genauso gut zusammen, wie Hydropumpe und Glurak: Das eine löscht das andere mit ziemlicher Sicherheit aus. Das hätte ich jedenfalls vor diesem Jahr gedacht.  

Stattdessen hat mich Pokémon GO überrascht – im positiven Sinne. Denn am Ende des Jahres musste ich feststellen, dass ich 2020 doch deutlich mehr Spaß mit Pokémon GO hatte, als ich erwartet hätte. Und das in einer Zeit, die eigentlich gar nicht zu diesem Spiel passt. Der Grund: Es hat sich ziemlich schlau angepasst – zumindest für solche Casuals, wie ich einer bin.  

Corona-Boni machen das Spiel einfacher und zugänglicher 

Um diese Sicht darzustellen, sollte ich erstmal erklären, dass ich im Vergleich zu anderen Spielern (wie etwa MeinMMO-Pokémon-Meister Noah Struthoff) ein ziemlicher Pokémon-GO-Noob bin. Ich spiele das Spiel gerne mal unterwegs und freu mich, auf einem Spaziergang ein paar altbekannte Pokémon einzusacken und den ein oder anderen Community Day mitzunehmen. Aber feste Raid-Gruppen, Spieltermine oder ähnliches habe ich nicht. Ein paar Freunde, die Pokémon GO spielen, hab ich zwar – doch die wohnen alle zu weit weg, um regelmäßig gemeinsam zu spielen. 

Das Ding ist: Spielt man Pokémon GO nur so nebenbei, ohne viel durch die Gegend zu laufen und einen genauen Plan von den Stärken der Monster zu haben, kommt man auch nicht besonders weit. Eier bleiben unausgebrütet, der Item-Beutel leer, und legendäre Raids sind dann auch nicht so das Thema. Schließlich kriegt man Monster wie Mewtu alleine nicht klein. An Community Days konnte ich mich mal zu Gruppen dazustellen, aber das war dann auch eher eine Ausnahme für mich. In diesem Jahr änderte sich aber einiges. 

Mega Entwicklungen Pokemon GO
Starke Raids sind für mich nur selten zu stemmen

So wurde Pokémon GO für mich besser: Obwohl sich an meiner Art zu spielen im Grunde nichts geändert hat, hab ich mittlerweile viel mehr Anreiz, das Spiel zu spielen. Ein Grund dafür waren die „Corona-Boni“, die das Spiel ehrlicherweise deutlich leichter machten. Mit weniger Aufwand bekam man irgendwie von allem mehr. Für einen Casual wie mich perfekt.  

Dazu kommen Dinge wie die PvP-Liga, die zwar nicht fehlerlos ist, mir aber gerade zu Anfang viel Spaß gemacht hat. Endlich hatten meine gefangenen Pokémon auch mal einen richtigen Ort, an dem sie zum Einsatz kamen, und nicht nur in meiner Sammlung versauerten. Die Liga kann man wunderbar vom Sofa aus spielen, und zeitweise gab es da richtig gute Belohnungen wie legendäre Pokémon für. 

Pokémon GO PvP Titel 3
Die PvP-Liga macht zumindest zwischendurch immer mal wieder Spaß

Der ausschlaggebende Moment war für mich allerdings das globale GO Fest. Es war das erste seiner Art und fand nicht in einer bestimmten Stadt statt, sondern eben weltweit. Niemals hätte ich mir die Mühe gemacht, eine Reise für zwei Tage Pokémon-Spielen auf mich zu nehmen. Aber dieses ungewöhnliche Event – das wollte ich dann doch mal mitnehmen, um zu sehen, wie das so ist. Und nun sehe ich das Ganze etwas anders.  

Denn das GO Fest, dass ich ja nun entspannt von meiner Heimatstadt aus spielen konnte, machte einfach einen wahnsinnigen Spaß. Zwei Tage lang war ich voll drin und schnappte mir die unterschiedlichen Monster. Ich entwickelte Starter bis zum Gehtnichtmehr, holte mir starke Angreifer wie Flampion oder Lichtel und schloss natürlich die Quest um Victini und Crypto-Mewtu ab.

Nun wollte ich auch wissen, was ich damit anfangen kann. Und plötzlich interessierten mich Dinge wie die Top-Angreifer und Attacken-Listen. Das Ganze hat für eine Menge Motivation gesorgt – und da war das Jahr ja gerade mal halb rum. 

Das GO Fest mit Habitaten und Team Rocket machte viel Spaß

Apropos legendäre Monster wie Mewtu: Auch meine Sammlung in der Hinsicht ist jetzt voller geworden. Der Grund: Fern-Raids! Ein Feature, ohne das ich mir das Spiel gar nicht mehr vorstellen könnte. Denn wie gesagt: Ich habe keine Gruppen, mit denen ich raide.

Aber durch Fern-Raids kann ich schnell an die legendären Monster kommen (vor allem, wenn Kollege Noah in der Raid-Stunde Monster um Monster einsackt und einen über die Remote-Funktion immer freundlich einlädt!). Auch hier hat sich ein Feature gefunden, durch das man als Casual-Spieler plötzlich deutlich besser am Spiel teilnehmen kann. 

Zu guter Letzt kam dann noch das Beyond-Update, das bei mir aber ehrlicherweise noch keinen großen Einfluss hatte. Klar, man kann jetzt Level 40 überschreiten. Aber diese Level-Grenze überhaupt zu erreichen, damit rechne ich frühestens 2023… oder so. Wer weiß, vielleicht geht ja auch alles etwas schneller, sobald die Pandemie vorbei ist und man das Spiel wieder in größerem Umfang spielen kann. Ich bin jedenfalls motiviert. Und auf ein richtiges GO Fest würde ich nun auch gerne mal – wenn es dann irgendwann wieder möglich ist.  

Galar Pantimos Pantifrost Pokemon GO
Galar-Pantimos sorgte für Kritik

War in Pokémon GO alles super? Natürlich gab es auch einige Kritikpunkte, die man dem Spiel in diesem Jahr vorwerfen kann. Als Erstes fallen mir da die Mega-Entwicklungen ein – zumindest zu Anfang. Die Monster an sich sind cool, doch gerade zu Anfang waren sie einfach (gerade für Casuals wie mich) absolut unerreichbar. Das hat sich aber teilweise gebessert. Ein weiterer Punkt, der Verbesserung gebrauchen kann, ist die PvP-Liga, die immer noch mit Bugs zu kämpfen hat.

Ebenfalls Kritik gab es, dass die „Corona-Boni“ teilweise gestrichen wurden, obwohl sich die Situation nicht wirklich verbessert hatte. Das ist ein Punkt, der vermutlich noch öfter diskutiert werden wird – denn Pokémon GO im Vollumfang, mit Gruppenraids und allem, passt nun mal schlecht zur globalen Situation.

Ein weiterer Punkt, der oft kritisiert wird, ist das Geld, dass das Spiel in manchen Fällen haben möchte. Gerade zur Pantimos-Forschung tauchte die Diskussion auf, dass man neue Shinys oder Pokémon-Formen für Geld kaufen soll. Das ist ein Punkt, der für Ärger sorgt und den ich ein Stück weit nachvollziehen kann. Ich persönlich warte eben einfach, bis Dinge dann irgendwann gratis im Spiel verfügbar sind und verzichte eben auf die Forschung. Aber klar: Ich wäre auch glücklicher, wenn solche Forschungen einfach ohne Bezahlung ins Spiel kommen würden.

Insgesamt ziehe ich persönlich aber ein positives Fazit unter das Pokémon-Jahr und bin gespannt, wie es 2021 weitergeht. Wie seht ihr das Jahr in Pokémon GO? Erzählt es uns in den Kommentaren!

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Micruli

Ich fand dass sich das Spiel dieses Jahr halbwegs gut angepasst hat, allerdings hat das nicht immer gut und zeitnah geklappt. Ich kann mir die Bezahlevents bei vier Spielern in der Familie nicht mehr leisten und wir werden keine Tickets mehr kaufen.

Zavarius

Vorposter hat alles nötige zusammengefasst. Die Entwicklung von PoGO 2020 war übel. Wartet es ab bis die Bonis, die standard sein sollten, weg sind. Keine Pokemon mehr im Dörfchen, keine normalen ATK mehr im Fern-Raid (Rip Pokeraid App, einzige Möglichkeit für Normalos an Legends zu kommen etc) und und und. Das Levelsystem haben sie auch verhunzt. Wie lange haben manche für 40 gebraucht? Das braucht ihr + mehr nun für 1 Level. Gg.

Hauhart

„Denn das GO Fest, dass ich ja nun entspannt von meiner Heimatstadt aus spielen konnte, machte einfach einen wahnsinnigen Spaß.“

Sry aber ab da hab ich aufgehört zu lesen.
Das Go Fest war ne reine Katastrophe, eine Paywall, eine Verarsche, wo man vorher nicht genau wusste was drin ist.
Und es werden immer mehr Paywalls ->kanton pass, galar-pantimos-pass, community pässe, neue shinys nur in Raids oder Eiern zu bekommen mit überzogenen und nicht veröffendlichen Dropraten, schwerer zu fangene neue Pokemons damit man ja Bälle kauft.
usw. usw.

2020 war „zu ertragen“ aber langsam überteibs niantic mit den Paywalls, Bugs, Kostümen und dummen Kooperationen.

SCHADE!!!

Thor2D2

Ich stimme Dir voll zu. Gerade das GO Fest hat bei mir den Abgesang eingeleitet. Die Vorfreude war groß, der Beginn nicht schlecht und dann stellte sich starke Ernüchterung ein, als ich merkte, dass das teure Ticket kaum Vorteile brachte und besonders bei Shinies die Leute ohne Ticket teilweise mehr hatten, als ich.
Dann kommt jetzt noch die verhunzte Aktion mit der Prüfung der Pokestops durch das Scannen. Weil viele die Items haben, aber nicht richtig scannen wollen, filmen sie den Boden und die Stops werden entfernt…
Das mit den schwer zu fangenden Pokemon ist mir mit meinem Pokeball plus aufgefallen. Früher hatte ich nach einem Spaziergang mit meiner Frau, wo ich nicht aktiv fangen kann durch den Ball mindestens 50 Fänge, teilweise 80-100. Jetzt sinds vielleicht 10-20. Beim aktiven Fangen geht bei den normalen Bällen ohne Beere fast nichts mehr.
Insgesamt geht also die Richtung von Pokemon Go immer mehr in Richtung höheren Geldeinsatz.
Bisher habe ich mir immer noch ab und zu ein paar Fernraidpässe gegönnt und auch mal andere Sachen, so ca. 50-100 € im Jahr. Das ist wahrscheinlich kaum etwas im Vergleich zu Profispielern. Allerdings wird das im kommenden Jahr auf 0 heruntergefahren.

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