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Heroes of the Storm 2.0 – War das alles?

Heroes of the Storm 2.0 – War das alles?

Jüngst wurde für Blizzards MOBA-Spiel Heroes of the Storm Version 2.0 angekündigt. Wer aber eine komplette Umstellung des Spiels erwartet hat, lag falsch. HotS 2.0 verspricht vom Namen her viel, bringt aber wenig.

Heroes of the Storm 2.0! Als ich diese Worte in meinem Pressekit Ende März bei einem Besuch bei Blizzard in Paris las, dachte ich „Wow, HotS wird komplett umgekrempelt! Ich kann kaum erwarten, was da alles kommt!“ Dann kam auch etwas, aber etwas ganz Anderes.

Heroes of the Storm 2.0 – Aber nur für Loot!

Die Präsentation in einem Studio in einem schicken Paris Innenhof begannt erst einmal mit einer komplett umgestellten Loot-Mechanik. „Toll, mehr Loot ist immer geil“, dachte ich mir. Es folgten diverse Infos zur neuen Herangehensweise an Beute und Spielfortschritt, dann kamen noch ein paar Infos zu späteren Helden und Schlachtfeldern und aus war’s.

Moment, das war schon das komplette Heroes of the Storm 2.0? Unter einem hochtrabenden Namen wie „HotS 2.0“ erwarteten ich und viele der anwesenden Kollegen mehr als „nur“ ein fast 1:1 aus Overwatch übernommenes Fortschritts- und Beute-System.

HotS 2.0 – Falsches Etikett, falsche Erwartungen

Ich hätte wohl weniger ein Problem damit gehabt, wenn es gleich von vornherein „Heroes of the Storm – Progression 2.0“ oder so geheißen hätte. Aber das ganze Spiel vom Namen her als Neuanfang anzupreisen und dann nur den Loot zu verändern, dass enttäuschte mich.

Ich hatte unter HotS 2.0 etwas Radikales, etwas Neues erwartet. Beispielsweise ein komplette Umstellung des Gameplays – weg von der klassischen MOBA á la LoL und hin zu beispielsweise einem Ansatz wie bei SMITE oder Paragon. Damit wäre HotS endlich aus dem Schatten dieser dicken Konkurrenten getreten. Doch dem war nicht so. Es blieb eine Ankündigung zu mehr Beute und ein fader Nachgeschmack, eine enttäuschte Erwartung.

Und ja, im Grunde war mir schon klar, dass Blizzard HotS nicht einfach komplett über den Haufen werfen würde, aber ein wenig mehr als nur eine Loot-Umstellung hätte ich mir bei dem Namen „HotS 2,0“ einfach gewünscht!

Loot 2.0 – Eigentlich geil!

Versteht mich nicht falsch, das neue Loot- und Fortschrittsystem von HotS finde ich klasse! Mit „HotS Loot 2.0“ bekomme ich sowohl als Gelegenheitsspieler wie auch Experte viel mehr Beute und Belohnungen. Außerdem steigt ich schneller auf und habe ständig was Neues. Das ist super, macht Spaß und fesselt die Spieler länger ans Spiel, weil sie stets eine Belohnung in Aussicht haben!

Es ist meiner Meinung nach nur falsch verpackt und angepriesen worden. Eigentlich schon eine tolle Sache, aber eben kein gescheites HotS 2.0, dass diesen Namen auch verdient hätte.


Aber gut, soviel zu meiner Meinung. Wie findet ihr das „neue“ Heroes of the Storm? Ist euch das Belohnungssystem allein auch zu wenig hinter der großen Ankündigung oder war der Loot eurer Meinung nach eh die größte Baustelle von HotS? Oder glaubt ihr, das der Loot nur der Anfang war und 2017 noch weitere große Änderungen auf HotS zukommen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war seitdem Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und ist jetzt fest als MMORPG-Experte wieder bei Gamestar und MeinMMO gelandet. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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